Mongolische Volksrepublik

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Mongolian People's Republic.svg
Бүгд Найрамдах Монгол Ард Улс (БНМАУ)
Mongolische Volksrepublik
1924–1992
Flagge der Mongolei 1949–1992 Wappen der Mongolei 1960–1991
Flagge Wappen
Flag of Mongolia (1911-1921).svg Navigation Flag of Mongolia.svg
Amtssprache Mongolisch
Hauptstadt Ulaanbaatar
Staatsform Volksrepublik
Regierungssystem Sozialistisches Einparteiensystem
Staatsoberhaupt Staatspräsident
Regierungschef Premierminister
Fläche
– 1992

1.564.116 km²
Einwohnerzahl
– 1992

2.318.000
Währung Tögrög (1 ₮ = 100 Möngö)
Existenzzeitraum 1924–1992
Nationalhymne Nationalhymne der VRM
Zeitzone UTC+7, UTC+8
Telefonvorwahl +976
Lage der VR Mongolei auf der Erde

Die Mongolische Volksrepublik (mongolisch Бүгд Найрамдах Монгол Ард Улс (БНМАУ)) war von 1924 bis 1990 ein Satellitenstaat der Sowjetunion in Zentralasien. Das Territorium erstreckte sich weitgehend auf die Äußere Mongolei, eine ursprünglich zu China gehörende historische Landschaft zwischen Sibirien und der Wüste Gobi.[1] De jure stand das dünnbesiedelte Land bis 1946 unter chinesischer Souveränität. Faktisch hatte die Sowjetunion das Gebiet annektiert und hielt es mit einer Marionettenregierung besetzt. Zeit seines Bestehens war das Land sowohl politisch, militärisch als auch wirtschaftlich völlig von der Sowjetunion abhängig.[2]

Ab 1969 hatte die Sowjetarmee in der Mongolischen Volksrepublik beständig 100.000 Soldaten stationiert, die erst zwischen 1987 und 1991 abgezogen wurden.[3] Mit dem Zerfall der Sowjetunion vollzog das Land ab 1990 einen friedlichen Übergang zu einem demokratisch-parlamentarischen Regierungssystem. Am 12. Februar 1992 besiegelte das Parlament mit der Annahme einer neuen Verfassung das Ende des kommunistischen Systems. Zugleich verzichtete die verfassungsgebende Gewalt des neuen Staates Mongolei auf die Bezeichnung Volksrepublik.[4]

Entstehungshintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Äußeren Mongolei lebten zu Beginn des 20. Jahrhunderts weniger als 500.000 Menschen auf einer Fläche von rund 1,8 Millionen Quadratkilometern.[5] Die größte Stadt hieß Urga, das heutige Ulaanbaatar (russisch: Ulan Bator; zu deutsch: „Roter Held“), und hatte damals etwa 25.000 Einwohner, wovon 14.000 Mönche waren.[6] Bis 1911 gehörte die Äußere Mongolei zum Kaiserreich China und galt als relativ friedliche, stabile und buddhistische Provinz.[7]

Nach der Entdeckung riesiger Vorkommen an Kohle, Gold, Silber, Diamanten, Eisenerzen, Zink und Flussspat im Mongolischen Hochland erwarb Russland nahezu alle Lizenzen zur Erschließung und Ausbeutung der Bodenschätze. Politisch und materiell unterstützte das Russische Kaiserreich den 8. Bogd Gegen, der 1911 als Bogd Khan in seinem von Zar Nikolaus II. geschenkt bekommenen Winterpalast in Urga die Unabhängigkeit der Äußeren Mongolei ausrief. China erkannte die Sezession nicht an, räumte der Provinz 1915 mit dem Vertrag von Kjachta aber gewisse Autonomierechte ein. Damit war die Unabhängigkeitserklärung Bogd Khans eine Farce und die Äußere Mongolei unterlag weiterhin der Souveränität und Gesetzgebung der Republik China.[8]

Während der Oktoberrevolution nutzten die Nationalchinesen Russlands Schwäche: Bogd Khan wurde als Landesherr abgesetzt und die Äußere Mongolei am 27. November 1919 administrativ wieder vollständig Peking untergeordnet.[9] Zwischen 1920 und 1921 besetzte ein Teil der Weißen Armee unter Führung von Roman von Ungern-Sternberg den größten Teil der Mongolei und versuchte von hier aus mit Vorstößen auf das russische Territorium die Rote Armee zu bekämpfen. Damit wurde das Land in den Russischen Bürgerkrieg hineingezogen. Am 13. März 1921 rief Ungern-Sternberg in der Äußeren Mongolei eine unabhängige Monarchie aus und setzte nominell Bogd Khan als Staatsoberhaupt ein.[10]

Die Bolschewiki förderten ihrerseits eine „revolutionär gesinnte Gruppe“ unter der Führung von Chorloogiin Tschoibalsan, der mit Damdiny Süchbaatar am gleichen Tag eine „mongolisch-revolutionäre Gegenregierung“ nebst der Mongolischen Revolutionären Volkspartei (MRVP) und eine Armee gründete. Dieser Vorgang erfolgte auf russischem Territorium und wurde in der Historiographie der MRVP als „Mongolische Revolution“ dargestellt.[11] Tatsächlich bestand der Kreis, der die spätere Staatspartei gegründet hatte, aus lediglich sieben Personen.[12]

Am 3. Juli 1921 marschierte die „Mongolische Revolutionäre Volksarmee“, bestehend aus 260 Guerillakämpfern, nebst 10.000 sowjetischen Soldaten der Roten Armee in die Äußere Mongolei ein und besetzte innerhalb kurzer Zeit Urga. Ungern-Sternberg wurde am 21. August 1921 von eigenen Leuten an die Rotarmisten ausgeliefert, gegen Zahlung eines Kopfgelds.[13] Die Sowjetunion etablierte daraufhin ihre Marionettenregierung, beließ es jedoch vorübergehend bei einer konstitutionellen Monarchie mit stark eingeschränkten Rechten Bogd Khans. Hintergrund: Der Bolschewiki fehlte die Unterstützung breiter Bevölkerungsteile und damit der Handlungsspielraum die herausragende Stellung des Bogd Gegen auszuschalten.[14] Am 20. Mai 1924 starb das geistliche Oberhaupt. Damit war der Weg für grundlegende Umgestaltungen frei. Eine Reinkarnation des Jebtsundamba Khutuktu erlaubte der Kreml nicht. Am 13. Juli 1924 wurde die Äußere Mongolei als erstes sowjetisches Satellitenregime dieser Art zur „Volksrepublik“ erklärt. Am 26. November 1924 erhielt das Land eine Verfassung, die als Ziel eine „sozialistische Transformation unter Umgehung des Kapitalismus“ festschrieb.[15]

Genauso wenig wie die nationalchinesische Regierung, erkannten die chinesischen Kommunisten die Mongolische Volksrepublik an und betrachteten die Äußere Mongolei weiterhin als unabtrennbaren Teil Chinas. Auch die internationale Staatengemeinschaft verurteilte das Vorgehen als De-facto-Annexion, was jedoch ohne Konsequenzen blieb, da die Sowjetunion selbst als Staat bis Mitte der 1930er von wenigen Ländern diplomatisch anerkannt war.[16][17]

Konsolidierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge der Mongolischen Volksrepublik von 1924 bis 1940

Praktisch verfügten die Bolschewisten über keinerlei Unterstützung im Volk, denn dieses nahm von den Vorgängen bis 1928 kaum Notiz. Bis dahin bestand die Wirtschaft der Mongolei fast ausschließlich aus nomadischen Viehzüchtern sowie einigen Bauern, die untereinander Güter tauschten und häufig freundschaftliche Kontakte unterhielten. Besonders die Nomaden galten den stalinistischen Machthabern als suspekt. Aufgrund ihrer mobilen Lebensweise waren sie schwer zu kontrollieren, wechselten immer wieder über Grenzen und entzogen sich damit jeglichem Einfluss. Industrie gab es überhaupt keine, und die Reichtümer des Landes waren noch nicht vollständig von sowjetischen Landesvermessern geologisch kartiert. Zudem besaß die eingesetzte Regierung weder Organisationsstrukturen noch die notwendigen Erfahrungen zur Staatsführung.[18]

Innerhalb des Marionettenregimes gab es in den ersten vier Jahren wesentliche Richtungskonflikte zwischen pro-sowjetischen und unabhängig gesinnten Fraktionen. Dabei war die Mehrzahl der Kader bis 1928 keineswegs anti-religiös eingestellt. Zunächst behielten die buddhistischen Klöster ihren Einfluss. Der größte Teil der Bevölkerung war sehr religiös. Unverändert war es Sitte, dass zumindest ein Sohn in ein Kloster eintrat. Dort kümmerten sich die Mönche nach wie vor um das Armen-, Bildungs- und Gesundheitswesen. Einige Teile des Landes unterlagen weiterhin der direkten Verwaltung von Klöstern. Insgesamt gab es noch 750 Klöster mit rund 113.000 Mönchen. Auch wenn davon eine große Zahl außerhalb der Klöster lebte, entsprach dies einem Drittel der männlichen Bevölkerung.[19] Daraus ergaben sich beständige Spannungen zwischen den sowjetischen „Beratern“ einerseits, die das Tempo des „sozialistischen Aufbaus“ analog der Sowjetunion erhöhen wollten, und den Führern der mongolischen Staatspartei anderseits, die sich auf behutsame Reformen sowie auf ein langsames Vorgehen beschränken wollten.[20]

Zum ersten Präsidenten wurde am 28. November 1924 Nawaandordschiin Dschadambaa ernannt, den der Kreml wegen seiner offenen lamaistischen Grundeinstellung gleich am nächsten Tag absetzen ließ. Ihm folgte bis Ende 1927 Peldschidiin Genden, der gegen die Abriegelung der Landesgrenzen und Stationierung weiterer sowjetischer Truppen opponierte. Während eines späteren Treffens mit Josef Stalin bezeichnete er die Haltung der UdSSR gegenüber der Mongolei als „roten Imperialismus“.[21] Als dann sogar die Wiedergeburt des Jebtsundamba Khutuktus offen diskutiert wurde und es von 1926 bis 1928 so aussah, dass die Befürworter eines kapitalistischen Weges die Oberhand gewinnen könnten, setzte Stalin dem allen ein Ende.[22] Er forderte ausdrücklich die Liquidierung der Mönche, erhöhte die Militärpräsenz und schloss die Äußere Mongolei vollständig in die Zwangskollektivierungpläne der Sowjetunion ein.[23][24]

Erste Terrorwelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mongolische Jurten zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Typisches Jurten-Quartier nach der Kollektivierung

Ende 1927 setzte Moskau als neuen Präsidenten der Mongolischen Volksrepublik Dschamtsangiin Damdinsüren ein und befahl den „direkten Übergang zur Politik der Zerstörung der feudalen Wirtschaft inklusiv der gründlichen Beseitigung der entsprechenden Klasse“.[25] Unter seiner Ägide erfolgte vom 11. Dezember 1928 bis 30. Juni 1932 die „beschleunigte Kollektivierung“ verbunden mit der ersten politischen Säuberung: Land, Weiden, Wasser, Bodenschätze sowie Transport und Handel wurden vollständig verstaatlicht, Klöster geschlossen, Kircheneigentum eingezogen, rund 700 Mönche ermordet. Gleichzeitig begann der Bau industrieller Anlagen in den Bergbauregionen nebst dazugehörenden Siedlungen. Die stalinistische Politik zwang Mönche in Fabriken oder in die Armee; Klöster wurden zerstört, Statuen aus Gold und Silber in die Sowjetunion verbracht und dort eingeschmolzen.[26]

Mit der Kollektivierung der Landwirtschaft war untrennbar die Sesshaftmachung der Nomaden verbunden. Dieses gigantische Projekt, das gleichermaßen eine chaotische Gewalteruption, ein staatlich organisierter Raubzug bäuerlichen Vermögens und ein radikaler Angriff auf die traditionellen Lebensformen von Bauern und Nomaden war, vernichtete nicht nur die chinesisch-mongolische Kultur, sondern zugleich die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der Kollektivierung. Die stalinistische „Kulturrevolution“ zielte primär darauf ab, der Landbevölkerung ihre Ressourcen zu entziehen und sie von staatlichen Verteilungs- und Produktionsmechanismen abhängig zu machen. Bauern und Nomaden wurden mittellos. Was aus Sicht der Bauern eine Tragödie war, bedeutete für die Nomaden eine Katastrophe: Der Verlust ihrer Viehherden war gleichbedeutend mit dem Verlust ihrer ökonomischen und kulturellen Existenzgrundlagen. Ohne Vieh konnten die Mongolen keine Nomaden mehr sein, sie wurden zu Bettlern.[27]

Das Nomadentum, tief im freiheitsliebenden Volk wurzelnd, musste bei Eintritt in einen Industriebetrieb oder eine sozialistische Genossenschaft aufgegeben werden. Bis 1932 wurden in der Mongolei mehr als 55.000 nomadische Großfamilien zu 752 Kolchosen vereinigt.[28] Die Sesshaftmachung stellte für viele Nomaden nichts anderes dar als den Raub ihrer Tiere durch sowjetische Repräsentanten. Damit war das Desaster der Zwangskollektivierung vorgezeichnet. Die Ergebnisse der Enteignungs- und Zerstörungswelle erwiesen sich als katastrophal. Nachdem die russischen Besatzer massenhaft Vieh in die Sowjetunion abtransportierten, schlachteten viele Nomaden im Glauben der Wiedergeburt ihre Tiere selbst ab. Der Viehbestand ging von 23,7 Millionen Stück (1930) auf 16 Millionen (1932) zurück. Davon ging der größte Teil ebenfalls in die Sowjetunion. In der Folge kam es 1931/32 zu einer landesweit extremen Hungersnot.[29] Die Reaktion auf die rigorose Kollektivierungspolitik waren Volksaufstände in allen Teilen des Landes, die von den sowjetischen Truppen brutal niedergeschlagen wurden. Etwa 30.000 Viehzüchter flohen in diesen Jahren mit ihren Familien und ihrem Vieh in die Innere Mongolei, viele Mönche gingen nach Tibet.[30][31]

Situation in Zentralasien Mitte der 1930er Jahre (Einflussbereich Japan rot und grün markiert)

Im Juni 1932 ließ Stalin den Terror abrupt stoppen und reaktivierte überraschend Peldschidiin Genden als Premierminister. Der Grund des Kurswechsels war das Vorrücken der Kwantung-Armee in Nordchina. Genauso wie die Sowjetunion die Äußere Mongolei annektiert und die Mongolische Volksrepublik als Marionettenstaat installiert hatte, ging nun Japan in der Inneren Mongolei mit der Gründung des Mandschurischen Kaiserreichs (Mandschukuo) vor. Diese Entwicklung brachte es mit sich, dass die sowjetische Einflusssphäre in der Mandschurei fast vollständig vernichtet wurde.[32]

Stalins geopolitische Pläne beinhalteten stets eine Expansion der Sowjetunion in der Inneren Mongolei und Mandschurei. Neben den Bodenschätzen war vor allem Port Arthur von großem Wert. Diese Hafenstadt beabsichtigte bereits die Kaiserlich Russische Marine zu ihrem Hauptstützpunkt am Pazifik auszubauen. Von zentraler Bedeutung war hierfür die Ostchinesische Eisenbahn, weshalb sich Stalin nicht mit dem Einfluss auf die Äußere Mongolei zufriedengeben konnte. Beständig machte er ein strategisches Interesse geltend und sagte: „Wenn eine militärische Macht durch die Mongolei hindurch angreifen und die Transsibirische Eisenbahn, die Versorgungsader zwischen dem europäischen Russland und Sibirien, unterbrechen würde, dann wäre es aus mit der Sowjetunion.“[33][34]

Aus diesem Grund integrierte die UdSSR die Mongolische Volksrepublik ins sowjetische Transbaikal- und Fernostverteidigungssystem. Damit diente das Land nicht nur als Pufferzone, sondern als die vorderste Verteidigungslinie der Sowjetunion.[35] Als ernstzunehmende „bedrohliche Macht“ betrachtete Stalin primär nicht Japan, sondern immer das bevölkerungsreiche China. Folglich hatte die Sowjetunion kein Interesse an einer Erstarkung Chinas. Vielmehr förderte Stalin die Uneinigkeit, indem er im Chinesischen Bürgerkrieg sowohl die Nationalchinesen unter der Führung von Chiang Kai-shek als auch die chinesischen Kommunisten unter der Führung von Mao Zedong finanziell, materiell und mit sowjetischen Militärberatern unterstützte. Letztlich ermöglichte die Sowjetunion erst damit eine Expansion Japans in Zentralasien.[36]

Vor diesem Hintergrund sollte nun die „nationale Verteidigung der Mongolischen Volksrepublik“ ausgebaut und eine „Neue Reformpolitik“ eingeleitet werden, die der sowjetischen NEP nachempfunden war.[37] Peldschidiin Genden galt als gemäßigter Kommunist. Er widersetzte sich der Verfolgung der Mönche, senkte die Steuern, verlangsamte die Kollektivierung, ließ kleine private Unternehmen wieder zu und nahm sogar Enteignungen der Klöster zurück. Trotz gegensätzlicher Anordnung aus Moskau konnten Familien erneut ihre Kinder zur Ausbildung in die Obhut der buddhistischen Gemeinschaft geben, was vermehrt in Anspruch genommen wurde. Durch all diese Maßnahmen und überschaubaren individuellen Freiheiten verbesserte sich innerhalb kürzester Zeit die gesamtwirtschaftliche Lage, sodass die Aufstände abebbten.[38]

Zwischenzeitlich waren am Chalchin Gol im Grenzgebiet zu Mandschukuo riesige Gold- und Kohlevorkommen entdeckt worden, was ab 1932 wegen vermeintlich ungeklärter Grenzverläufe zu ständigen Zwischenfällen der sowjetischen Roten Armee und der japanischen Kwantung-Armee führte.[39] Lag die Anzahl der Konfrontationen dort zwischen 1932 und 1934 bei zusammen 152 Zwischenfällen, stiegen sie 1935 auf 136 und 1936 auf 203 an.[40]

Peldschidiin Genden widersprach nicht nur einer Beteiligung mongolischer Soldaten an diesen Konflikten, sondern widersetzte sich der Stationierung weiterer sowjetischer Truppen. Später wurde ihm deswegen Kollaboration mit Japan unterstellt. Wenn auch nicht ansatzweise genutzt, so bot sich mit der Existenz Mandschukuos einschließlich einer Annäherung an Japan durchaus für die Mongolei die niemals wiederkehrende Gelegenheit, sich von der Abhängigkeit sowie der Umklammerung Russlands und Chinas zu lösen. Stalin erkannte die Gefahr sofort, und entspannte sie zuerst außenpolitisch. Am 23. März 1935 schloss die Sowjetunion mit Mandschukuo ein Abkommen über den Verkauf der Ostchinesischen Eisenbahn nebst weiterer Handelsverträge, worin zumindest eine De-facto-Anerkennung Mandschukuos zu sehen war.[41]

Zweite Terrorwelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ruinen von Mandschir Chiid, eines der größten Klöster in der Äußeren Mongolei, das 1937 zerstört wurde
Schädel von sämtlich mit Kopfschüssen zwischen 1936 und 1938 getöteten Opfern aus einem 1991 entdeckten Massengrab in Mörön; Ausstellung im Museum für Opfer der politischen Verfolgung in Ulaanbaatar

Bis zur sowjetischen Besetzung des Landes spielte für den größten Teil der Bevölkerung die politische Unabhängigkeit der Mongolei keine Rolle. Die nomadischen Viehzüchter waren bis dahin unabhängig. Grenzen hatten für sie keine Bedeutung. Nachdem Stalin außenpolitisch sich durch die Abkommen mit Mandschukuo Zeit verschaffen konnte, wurden nun diejenigen ausgeschaltet, die im Wesentlichen seit 1911 eine Abtrennung von China befürwortet und eine Unabhängigkeit der Äußeren Mongolei unterstützt hatten: die Kaste der buddhistischen Führer. Die Verfolgung sollte sich jedoch nicht nur auf Klostervorsteher oder Lamas beschränken, sondern gleichermaßen auf unbefangene Mönche.[42]

Im Herbst 1937 - weitere sowjetische Truppen waren zur Absicherung ins Land gekommen - begann eine Terrorwelle nie gekannten Ausmaßes. Als erstes wurden alle Mitglieder der MRVP liquidiert, die des „Abweichlertums“, das heißt der ungenügenden Härte, verdächtigt wurden. Dazu kamen Bildungsbürger, Ärzte, Rechtsanwälte, Lehrer – praktisch alle, die im westlichen Ausland studiert hatten. Unmittelbar darauf folgte die Vernichtung der mongolischen Klosterkultur. Von den mehr als 700 noch vorhandenen Klöstern wurden bis auf vier alle zerstört und ihre Insassen fast ausnahmslos erschossen. Gleichzeitig vernichteten Stalins Handlanger die reichen Zeugnisse des mongolischen Kunsthandwerkes und verbrannten das meiste Schrifttum. Unersetzliche Werte des mongolischen kulturellen Erbes gingen für immer verloren.[43][44]

Die Zahl der Opfer wird mit 35.000 bis 36.000 Toten beziffert. Insgesamt geht die Forschung von mehr als 100.000 Verfolgten aus, sehr wahrscheinlich sind die Opferzahlen deutlich höher.[45] Besonders betroffen waren die Mönche - und damit kann von dem Staatsterror zwischen 1937 und 1940 kaum eine Familie verschont geblieben sein. 1938, auf dem Höhepunkt der Verfolgungen, wurden nachweislich 17.000 Mönche hingerichtet. Über den Verbleib der übrigen Mönche, 1935 soll der Anteil an der erwachsenen männlichen Bevölkerung 48 Prozent betragen haben, liegen keinerlei Erkenntnisse vor.[46]

Josef Stalin griff wiederholt höchstpersönlich in den Demozid ein, indem er unter anderem detaillierte Vorgaben hinsichtlich zu vollziehender Exekutionszahlen übermitteln ließ.[47] Traditionell wurden bis in die 1940er Jahre hinein am Verfassungstag „Feinde der echten Volksregierung“ hingerichtet, selbst Regierungsmitglieder. Peldschidiin Gendens Amtsenthebung erfolgte am 2. März 1936, seine Erschießung in Moskau am 26. November 1937. Er galt danach als Unperson; die Erwähnung seines Namens stand unter Todesstrafe. Seinem Nachfolger, Anandyn Amar, der sich ebenfalls den Mordbefehlen widersetzte, erging es genauso.[48]

Chorloogiin Tschoibalsan (links) mit dem späteren Generalstabschef der Roten Armee Georgi Schukow 1939 in der Mongolei

Erst mit Chorloogiin Tschoibalsan hatte Moskau einen Statthalter gefunden, der sich als bedingungsloser Vasall Stalins auszeichnete. Wie sein sowjetisches Vorbild inszenierte er um seine Person einen extremen Kult und verwandelte das Land restlos in ein Gewaltsystem. Unterstützend entsandte Stalin den NKWD-Spezialisten für „Massenoperationen“ Michail Petrowitsch Frinowski in die Mongolei. Daraufhin brachen erneut landesweit Aufstände aus, die blutig niedergeschlagen wurden. Fortwährend flohen Nomaden; meist über die unwegsamen, noch offenen und teilweise ungeklärten Provinzgrenzen Dornod-Aimags nach Mandschukuo.[49] Infolgedessen ließ Tschoibalsan die Armee, die Grenztruppen und alle Sicherheitsorgane nach „japanischen Spionen“ durchkämmen. Die vermeintliche Bedrohung durch die Japaner diente als Vorwand vieler Säuberungen, unter welchem selbst in der Mongolischen Revolutionären Volksarmee alle kampferfahrenen Kommandeure hingerichtet wurden. Das Kommando sämtlicher Truppen in Moskaus Satellitenstaat übernahm 1939/40 Georgi Schukow.[50][51]

Die Besetzung der auf diese Weise in allen Bereichen freigewordenen Posten erfolgte fast ausschließlich mit Führungskräften aus der Sowjetunion. Oft handelte es sich dabei um Burjaten oder Kalmücken, die vorzugsweise in den Ministerien die Geschäfte führten. Ein Beispiel dafür ist Erdene Batkhaan, sein eigentlicher Name: Nikita Fjodorowitsch Batukanow, der als Russe mongolischer Bildungsminister wurde. Er passte das Schulsystem dem sowjetischen an, verbot die chinesisch-mongolische Schrift und führte 1941 das russisch-kyrillische Alphabet in der Mongolischen Volksrepublik ein.[52] Russisch wurde Pflichtfach.[53] Tausende Ingenieure, Techniker und Verwaltungsbeamte versetzte Stalin aus der Sowjetunion in die mongolische Steppe. In allen Provinzen förderte er die Ansiedlung sowjetischer „Entwickungshelfer“, aber auch billige chinesische Arbeitskräfte ließ er für den Bau von Eisenbahnen und Fabrikanlagen holen. Neuankömmlinge nahmen mongolische Namen an und wurden kurzerhand mongolische Staatsbürger, mit sofortiger Stimm- und Wahlberechtigung bei Nominierungen.[54][55]

Eine große Mehrheit der Exekutivmitglieder der Kommunistischen Internationale (Komintern) unterstützte die „Säuberungen“ in der Mongolei, einschließlich der Massentötungen. Eine an Menschenverachtung kaum zu übertreffende Gesinnung bewies Bohumír Šmeral, ein Chefideologe der Komintern, der im November 1938 von Stalin als Politikberater in die Mongolische Volksrepublik entsandt worden war.[56] Er sagte: „Die Menschen in der Mongolei sind nicht wichtig, das Land ist wichtig. Die Mongolei ist größer als England, Frankreich und Deutschland.“[57][58] Außerdem war der Komintern neben der Größe des Landes und dem strategischen Wert spätestens ab 1935 bekannt, dass Stalins mongolischer Satellitenstaat zu den zehn rohstoffreichsten Ländern der Erde zählt.[59][60]

Ende der 1930er Jahre war die Angliederung der Äußeren Mongolei an die Sowjetunion de facto abgeschlossen. Eine direkte Eingliederung, wie mit der Tuwinischen Volksrepublik geschehen, vollzog Stalin aus Kalkül gegenüber China nicht. Die Einverleibung der Äußeren Mongolei als Sowjetrepublik hätte sowohl zum Bruch mit den Nationalchinesen geführt, als auch mit den chinesischen Kommunisten. Namentlich Mao Zedong hatte bereits 1937 öffentlichkeitswirksam verkündet: "Wenn die Revolution des Volkes erst einmal in China gesiegt hat, dann wird die Äußere Mongolei automatisch wieder ein Teil Chinas werden."[61] Mao betrachtete die Mongolei zu dieser Zeit als sekundäres Thema, zumal Moskaus Marionettenregierung völkerrechtlich bislang kein anderes Land anerkannte.[62][63] Auch Chiang Kai-shek betrachtete die Mongolei als unteilbar, hielt sich aber mit Äußerungen gegenüber Moskau zurück. Für ihn und die Kuomintang blieb Stalins unaufrichtige Asienpolitik unberechenbar.[64]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Situation in China Anfang der 1940er Jahre

Stalins und Tschoibalsans Ambitionen umfassten nicht nur eine Vereinigung der Äußeren mit der Inneren Mongolei, sondern die Errichtung einer Großmongolischen Sowjetrepublik von Tibet über Turkestan bis in die Mandschurei hinein.[65][66][67] Bereits 1934 erfolgte eine sowjetische Invasion in Sinkiang. Faktisch war diese chinesische Provinz gleich groß wie die Äußere Mongolei und von 1934 bis 1944 ebenfalls ein sowjetisches Protektorat. Zu beobachten war eine ähnliche Entwicklung: auch hier ging es der Sowjetunion um eine wirtschaftliche Vormachtstellung. Bis 1943 unterstützte sie den Warlord Sheng Shicai, danach kasachische Nationalisten, die 1944 nach sowjetischen Vorbild die Republik Ostturkestan gründeten.[68][69]

Stalins aggressives Vorgehen störte nachhaltig die chinesisch-sowjetischen Beziehungen. In ganz China entstanden sowjetische Rechtsenklaven. Massenhaft flohen Menschen vor allem in die von Japan okkupierte Mandschurei.[70] Mit ihrem Konzept der „Großostasiatischen Wohlstandssphäre“ lockte die japanische Regierung Millionen Chinesen und Zehntausende Mongolen nach Mandschukuo. Tatsächlich waren dort die ökonomischen Kennziffern atemberaubend. Beispielsweise baute Japan das mandschurische Eisenbahnnetz innerhalb kürzester Zeit auf über 12.000 Kilometer aus, was mehr als der Hälfte des chinesischen Eisenbahnnetzes entsprach. Damit entwickelte sich die Mandschurei zur industriell modernsten Region mit dem höchsten Lebensstandard in China.[71][72]

Das Wohlstandsgefälle und die gemeinsamen Grenzen machten das sowjetisch-japanische genauso wie das sowjetisch-chinesische Verhältnis in erheblicher Weise konfliktträchtig.[73] Nachdem mit Moskauer Unterstützung 1935 in Yan’an die Chinesische Sowjetrepublik ausgerufen wurde, schwollen die Einwanderungen in Mandschukuo gewaltig an.[74] So stieg die Einwohnerzahl in der Mandschurei von etwa 17 Millionen (1917) bis Ende der 1930er Jahre auf rund 40 Millionen. 1939 waren bereits neun von zehn Bewohnern Han-Chinesen (35,7 Millionen), gefolgt von Koreanern (drei Prozent) und Mongolen (zweieinhalb Prozent).[75] Das ZK der KPdSU forderte von den chinesischen Kommunisten in einer Denkschrift, dass „angesichts des massenhaften Zustroms in die Mandschurei die Verstärkung des Schutzes unserer (sic) Grenzen erforderlich ist, um illegale Grenzübertritte zu verhindern.“[76] Stalins Direktiven widerstrebten jedoch zunehmend Mao Zedong, der 1938 auf einer Parteiversammlung in Gegenwart sowjetischer Politikberater sagte: „Wir kämpfen sicher nicht für ein emanzipiertes China, um das Land dann Moskau zu übergeben.“[77] Damit meinte er fernerhin die Innere und die Äußere Mongolei.[78]

Schlacht am Chalchin Gol[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 1938 nahmen die Spannungen der Roten Armee und der Kwantung-Armee über einen ungeklärten 70 Kilometer langen Grenzverlauf am Chalchin Gol zu. Das Mandschurische Kaiserreich vertrat den Standpunkt, dass die Grenze in der Flussmitte liege, während die Sowjetunion auf eine Trennungslinie zwei Kilometer östlich davon beharrte.[79] Im März 1939 verlegte die Rote Armee ein neuaufgestelltes Spezialkorps in das Gebiet, woraufhin die Heeresleitung der Kwantung-Armee in Mandschukuo ohne Rücksprache mit der Regierung in Tokio ebenfalls weitere Truppen in der Region Nomonhan aufmarschieren ließ.[80][81] Schließlich brach am 11. Mai 1939 ein fünf Monate andauernder japanisch-sowjetischer Grenzkrieg aus. An den Kämpfen nahmen Soldaten der Mongolischen Revolutionären Volksarmee sowie der Armee des Mandschurischen Kaiserreichs teil, die beide in der personellen und militärischen Gewichtung völlig unbedeutend blieben.[82]

Sowjetischer Propagandafilm aus den 1950er Jahren über die Schlacht am Chalchin Gol

Innerhalb von nur 76 Tagen ließ Stalin eine 324 Kilometer lange Eisenbahnstrecke durch äußerst unwegsames Gelände von Borsja über Solowjowsk bis nach Bajan Tumen, nächstliegend dem Frontgebiet, bauen.[83] Damit bestand im Sommer 1939 eine Direktverbindung zur Transsibirischen Eisenbahn, die ausschließlich dem militärischen Aufmarsch diente.[84][85] Nach erheblichen Verlusten auf beiden Seiten befahl am 3. September 1939 das Kaiserliche Hauptquartier in Tokio der 6. Armee, ihre eigenwillige militärische Aktion endgültig zu beenden.[86] Am 15. September 1939 unterzeichneten der sowjetische Außenminister Molotow und der japanische Botschafter Tōgō ein Waffenstillstandsabkommen. Darin wurde die Herstellung des Status quo ante zwischen dem Mandschurischen Kaiserreich und der Mongolischen Volksrepublik vereinbart. Das heißt, beide Seiten erkannten die bestehende Grenze an, eine gemeinsam eingesetzte Kommission legte den genauen Verlauf ohne weitere militärische Auseinandersetzungen fest.[87]

Zum Entsetzen der Nationalchinesen sowie der chinesischen Kommunisten gipfelten die japanisch-sowjetischen Beziehungen am 13. April 1941 in einem Friedens- und Freundschaftsvertrag, indem die Sowjetunion unter anderem versprach, die territoriale Integrität und Unverletzlichkeit von Mandschukuo zu respektieren, während Japan das gleiche für die Mongolische Volksrepublik tat.[88][89] Wie Chiang Kai-shek mehrfach betonte, war es sein Albtraum, dass sich Stalin mit Japan ganz China teilt. Deswegen suchte er schon nach dem sowjetisch-japanischen Waffenstillstandsabkommen verstärkt die Nähe zu den USA, die ihre Militärhilfe für die Nationalchinesen daraufhin forcierte.[90]

Die Ereignisse am Chalchin Gol waren bis 1945 weitgehend unbekannt. Sowohl Japan als auch die Sowjetunion hielten sich mit Berichterstattungen zurück.[91] Erst nach dem Zweiten Weltkrieg gelangten Einzelheiten über das Ausmaß der Geschehnisse in die Öffentlichkeit. Den Informationsgehalt bestimmte dabei nahezu vollständig die UdSSR, da Japan unmittelbar nach 1945 überhaupt keine Plattform erhielt, sich zu derartigen Auseinandersetzungen zu äußern. Fortan stellte die sowjetische Propaganda die Schlacht am Chalchin Gol als geplante Invasion der Japaner in die Sowjetunion dar, welche die „siegreiche Rote Armee“ in ihrem mongolischen „Bruderland“ verhindern konnte.[92]

Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 veröffentlichte die russische Regierung Dokumente, die den örtlich begrenzten Konflikt gänzlich in einem anderen Licht erscheinen lassen. Demnach kämpften rund 74.000 Soldaten der Roten Armee gegen 38.000 Soldaten der Kwantung-Armee. Die Mannstärke der beteiligten Mongolischen Revolutionären Volksarmee sowie der Armee des Mandschurischen Kaiserreichs sind unbekannt. Gefallen sind 27.880 Russen, 556 Mongolen, 17.000 Japaner und 2.895 Mandschu.[93][94][95] Auf Grundlage der neuen Erkenntnisse stellte 1994 der chinesische Ministerpräsident Li Peng fest, dass Stalin 1939 die Schlacht gegen die Japaner am Chalchin Gol bewusst provoziert und sich dadurch auch die Ostmongolei als Marionettenstaat gesichert habe. Dieser Beurteilung stimmte ein großer Teil der mongolischen Bevölkerung zu.[96]

Ausbeutung der Rohstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der sowjetischen Angriffsvorbereitung und Besetzung Ostpolens am 17. September 1939 sowie des sowjetischen Überfalls auf Finnland am 30. November 1939 wurde die mongolische Volkswirtschaft auf die Unterstützung der sowjetischen Kriegsanstrengungen ausgerichtet. Stalin ließ in seinem Satellitenstaat „Sammelbewegungen“ durchführen, bei denen Vieh, Fleisch, Leder, Schafsfelle, Kleider, Filzstiefel eingebracht und umgehend an die Front transportiert wurden. Nach Ausbruch des Deutsch-Sowjetischen Kriegs am 22. Juni 1941 befand sich die Äußere Mongolei vollständig im Kriegszustand. Die Ausbeutung der Kupfer- und Molybdän-Vorkommen in Erdenet nahmen ihren Anfang, am bedeutendsten waren aber die Minen in der Provinz Dornod-Aimag mit Reserven in Höhe von 423,8 Millionen Tonnen Kokskohle.[97][98] Das bescherte dem Land im englischen Sprachraum damals den Spitznamen „Stalins Mine-Golia“ (Minengolei).[99]

Kohleschacht in der Bergbaustadt Nalaich

Zehntausende der genügsamen, ausdauernden und im Gelände trittsicheren Mongolischen Pferde mussten der Roten Armee zur Verfügung gestellt werden. Die Viehhaltung in den Genossenschaften wurde intensiviert, teilweise auch halbnomadisierte Hirten mit kleineren Herden vorübergehend wieder zugelassen. Für die Nutztierhaltung und Verarbeitung ließ Stalin eine Vielzahl von Kasachen in die Mongolei deportieren, die Chorloogiin Tschoibalsan bereitwillig als Mongolen einbürgerte.[100] Über das gesamte Land erstreckte sich ein Netzwerk für Fleischverarbeitung, welches Dauerwurstwaren direkt ins deutsch-sowjetische Kampfgebiet lieferte. Für die Bevölkerung selbst verschlechterten sich die Lebensbedingungen im höchsten Maße. Durch Einfuhren konnten fehlende Nahrungsgüter nicht ausgeglichen werden, denn die Sowjetunion war für die Mongolische Volksrepublik die einzige Importquelle, welche nun ausblieb.[101]

Nach der sowjetischen Invasion im Iran am 25. August 1941, deren Vorbereitung bereits im Herbst 1939 erfolgte, wurde der Begriff „mongolisieren“ (engl.: „Mongolization“) in der deutschen Propaganda, aber auch in anglo-amerikanischen Medien zu einem Synonym für die sowjetische Unterwerfung von Völkern auf Grundlage angeblicher Unabhängigkeitsbestrebungen.[102] Genauso wie in der Mongolei ordnete Stalin die Unterstützung separatistischer Bewegungen und die Vorbereitung der Spaltung des Iran an.[103] Mit sowjetischer Unterstützung entstanden die Autonome Republik Aserbaidschan und die kurdische Republik Mahabad, deren „Mongolisierung“ für die Sowjetunion allerdings fehlschlug.[104] Ziel war es, die Ölvorkommen im Norden des Iran dauerhaft unter sowjetische Kontrolle zu bringen.[105]

1942 wurde in Ulan Bator die Tschoibalsan-Universität gegründet, an der bis zu Beginn der 1960er Jahre grundsätzlich nur Lehrkräfte aus der Sowjetunion unterrichteten. Für die ersten beiden Semester durften sich 90 Studenten einschreiben, die zwischen kommunistischer Pädagogik oder Veterinärmedizin wählen konnten. Andere Fachgebiete gab es lange Zeit nicht.[106] Die Notwendigkeit der Förderung tierärztlicher Versorgung war ein Resultat der Kollektivierung: ohne den gewohnten Stellungswechsel der Nomaden stand dem ehedem gut gehüteten Vieh kein frisches Gras und zu wenig Bewegung zur Verfügung, sodass infolge der ungewohnten Stallhaltung massenhaft Tiere an Krankheiten, Unterernährung oder Seuchen starben.[107]

Die Hilfslieferungen der USA an die Sowjetunion bezahlte Stalin auch mit mongolischem Gold. Die Barren wurden nicht nur aus Goldlagerstätten gewonnen, bis 1943 „sammelten“ spezielle Kommandos 300 Kilogramm Gold an Kunstgegenständen und Schmuck in der Mongolei ein.[108] Nach Ansicht verschiedener Historiker war die Mongolei während des Zweiten Weltkriegs neben den USA und England Stalins wichtigster „Alliierter“ als Rohstofflieferant.[109] Am 8. August 1945, zwei Tage nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima, zu einem Zeitpunkt als die japanische Regierung bereits Waffenstillstandsgespräche vorbereitete, erklärte die Sowjetunion Japan den Krieg und nutzte die Äußere Mongolei, neben dem eigenen Territorium im Fernen Osten, als Ausgangsbasis für die heute sogenannte Operation Auguststurm.[110] Nach 1990 veröffentlichten mongolische Medien, dass die Sowjetunion die Mongolei in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen und jahrzehntelang Rohstoffe im Gesamtwert von 392 Milliarden US-Dollar ausgebeutet habe.[111]

Kalter Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Interesse der USA und Großbritannien an einem sowjetischen Kriegseintritt gegen Japan nutzend, ließ sich Stalin ohne Wissen der chinesischem Nationalregierung und der KP China im Februar 1945 auf der Konferenz von Jalta von Roosevelt und Churchill als Gegenleistung in Ostasien dauerhaft die Kurilen und Südsachalin, befristet Dalian und Lüshunkou (ehemals Port Arthur) sowie die komplette Ostchinesische Eisenbahn und Südmandschurische Eisenbahn zusichern, desgleichen eine Anerkennung des Status quo in der Äußeren Mongolei. Letzteres bedeutete jedoch nicht, dass Washington und London die Mongolische Volksrepublik anerkannten, sondern dass die USA und Großbritannien die Zugehörigkeit der Äußeren Mongolei und der Mandschurei (sic) zur sowjetischen Einflusssphäre respektierten.[112]

Aus Sicht der zu den Gesprächen nicht eingeladenen Chinesen stellte sich dieser Vorgang als weitere Aufteilung ihres Landes durch Großmächte in Form einer Neuauflage der Ungleichen Verträge dar. Allerdings musste sich die UdSSR auf Wunsch ihrer Alliierten dazu verpflichten, die Nationalregierung unter Chiang Kai-shek als reguläre chinesische Regierung anzuerkennen und die chinesische Souveränität in der Mandschurei zu gewährleisten. Vor allem die chinesischen Kommunisten waren fassungslos, denn die sowjetische Anerkennung der Nationalregierung bedeutete zugleich die Verpflichtung zu deren alleiniger Unterstützung.[113]

Zeitgleich nahmen die Auseinandersetzungen um den Einfluss in der Äußeren Mongolei an Schärfe zu. Das Verhältnis China-Sowjetunion entwickelte sich zu einem permanenten Konflikt, welchen Historiker als den „Kältesten Krieg“ im Kalten Krieg bezeichnen.[114]

Chinesische Anerkennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundsätzlich war die Mongolei in allen Landkarten bis 1946 als zusammenhängendes Territorium, später je nach Blockzugehörigkeit geteilt eingezeichnet
Heutige Siedlungsgebiete von Mongolen in Zentralasien
Die Innere Mongolei (rot) ist heute ein Autonomes Gebiet der Volksrepublik China
Mao, Bulganin, Stalin, Ulbricht, Tsedenbal 1949 bei Stalins 70. Geburtstag in Moskau

Stalin, der sich mit dem Status quo nicht zufriedengab, forderte im August 1945 von China, nach der faktischen auch die rechtliche Abtretung der Äußeren Mongolei anzuerkennen. Unter amerikanischem Druck musste sich Chiang Kai-shek schließlich verpflichten, die Souveränität der Mongolischen Volksrepublik zu respektieren, wenn ein Plebiszit den Wunsch des mongolischen Volkes nach Unabhängigkeit bestätigen würde.[115] Diese „Volksabstimmung“ fand am 20. Oktober 1945 ohne internationale Wahlbeobachter und ohne eine Beteiligung der Mongolen in der Inneren Mongolei statt. Die Regularien bestimmte die Sowjetunion. Das Ergebnis: 487.400 stimmberechtigte Personen sprachen sich für eine Loslösung von China aus, während keine einzige Neinstimme abgegeben wurde.[116]

Bei den Stimmenabgaben waren zudem die Flucht Zehntausender Ostmongolen in die Innere Mongolei während Stalins „Säuberungen“ nebst gleichzeitiger Einsiedlung von weit mehr als 200.000 Russen, Kasachen, Burjaten und Kalmücken aus verschiedenen Sowjetrepubliken beachtlich. So lebten 1925 in der Äußeren Mongolei 540.213 Menschen und 1944 nach offiziellen Angaben der Sowjets 759.200.[117][118] Die Chinesen zweifelten das Referendum gleich den USA an, bei denen das Vorgehen der Sowjetunion in Asien zunehmend auf Unbehagen und Widerstand stieß. Dagegen bestand Stalin auf sowjetische Sonderrechte in China und sicherte nochmals die Einhaltung unter anderem folgender Verpflichtung zu:

  • keine Unterstützung der chinesischen Kommunisten
  • ausschließlich Zusammenarbeit mit der chinesischen Nationalregierung
  • Abzug der sowjetischen Truppen aus Sinkiang und der Mandschurei.

Nach erneuter Intervention der US-Regierung musste Chiang Kai-shek am 5. Januar 1946 die Unabhängigkeit der Äußeren Mongolei von China anerkennen. Am 13. Februar 1946 nahm die Republik China mit der Mongolischen Volksrepublik diplomatische Beziehungen auf.[119]

Seinem Versprechen, die sowjetische Rote Armee aus den verbliebenen Teilen Chinas zurückzuziehen, kam Stalin erst nach mehrmaliger Aufforderung der Amerikaner nach. Die Rückgabe der Mandschurei an China erfolgte im Mai 1946, vorher bauten die sowjetischen Besatzer sämtliche Industrieanlagen in dem Gebiet ab, Sinkiang kam 1949 wieder unter chinesische Kontrolle und Dalian sowie Lüshunkou räumte die Sowjetarmee erst 1955. Den Termin des Truppenabzugs aus der Mandschurei hatte Moskau als Erstes den chinesischen Kommunisten mitgeteilt, damit diese noch vor den Nationalchinesen dort einrücken konnten. Die Unterstützung der KP China betrieb die sowjetische Führung unter maximaler Geheimhaltung, denn dies war eine eklatante Verletzung des Vertrages, den Stalin soeben mit Chiang Kai-shek abgeschlossen hatte.[120]

Beeinflusst von der Sowjetunion zettelten die Kommunisten im übrigen China überall kleinere Guerillakriege an, die letztendlich 1949 zum Sieg der Volksbefreiungsarmee führten. Als Resultat des Bürgerkrieges bestehen bis heute zwei separate chinesische Staaten: zum einen die sozialistische Volksrepublik China und zum anderen die demokratische Republik China (Taiwan), die beide die Souveränität und Verträge ihrer Widersacher grundsätzlich nicht anerkennen. Aus Sicht der chinesischen Kommunisten betraf dies insbesondere die Unabhängigkeit der Äußeren Mongolei. Aber auch die Regierung der Republik China in Taipeh zweifelte zwischenzeitlich offen die Rechtmäßigkeit der 1945 durchgeführten Volksbefragung sowie die erzwungene Abtretung der Äußeren Mongolei an. Das heißt, de jure erhebt Taiwan bis zum heutigen Tag Ansprüche auf das Gebiet und erkennt die Souveränität des Staates Mongolei nicht an.[121]

Der Streit zwischen der Sowjetunion und Festlandchina über das Thema eskalierte im Januar 1950, als Mao Zedong vor internationalen Pressevertretern erklärte, dass „die Äußere Mongolei formal zwar unabhängig sei, die Anerkennung aber auf einem Modus Vivendi beruhe und daher die Volksrepublik China die sowjetische De-facto-Annexion der Mongolei nicht akzeptiere.“[122] Stalin betrachtete Maos Position als Affront und versuchte durch den Aufbau und die Förderung der antichinesischen „Innermongolischen Revolutionären Volkspartei“ Einfluss in der Inneren Mongolei zu bekommen – in der Absicht, sie Moskaus Satellitenstaat einzuverleiben. Eine spätere sowjetische Veröffentlichung stellte die Vorgänge so dar, als habe in der Inneren Mongolei der spontane Wunsch nach einem Anschluss an die Mongolische Volksrepublik bestanden.[123]

Eine Loslösung der Inneren Mongolei duldeten die chinesischen Kommunisten unter keinen Umständen, denen vielmehr eine Wiedervereinigung beider Landesteile vorschwebte. Somit setze die chinesische Volksbefreiungsarmee den separatistischen Bewegungen in der Inneren Mongolei schnell ein Ende, teilweise mit äußerst brutalen Mitteln. Dennoch bewegten nicht zuletzt diese Geschehnisse Mao Zedong dazu, am 14. Februar 1950 einen Chinesisch-Sowjetischen Freundschaftsvertrag zu unterzeichnen. Am gleichen Tag veröffentlichte er gemeinsam mit Stalin folgendes Kommuniqué:

Der unabhängige Status der Mongolischen Volksrepublik ist infolge der Volksabstimmung von 1945 und den nunmehr mit der Volksrepublik China anknüpfenden diplomatischen Beziehungen vollständig gewährleistet.[124]

Mit diesem Satz erkannte Mao Zedong de facto die Souveränität der Mongolischen Volksrepublik an, de jure erfolgte die Anerkennung mit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen. Bemerkenswerterweise war bei diesen Gesprächen und Entscheidungen kein einziger Vertreter der Marionettenregierung aus Ulan Bator zugegen, geschweige involviert.[125]

Nach der Anerkennung durch die Volksrepublik China mussten auf Geheiß der Sowjetunion alle anderen Ostblockstaaten ebenfalls diplomatische Beziehungen zur Mongolischen Volksrepublik aufnehmen, unter anderem am 13. April 1950 die DDR.[126] Die Staaten der westlichen Hemisphäre betrachteten das Land unverändert als sowjetischen Marionettenstaat und erkannten die Souveränität nicht an. Einen gewissen Durchbruch erreichte die UdSSR erst 1961; bis dahin war die Mongolische Volksrepublik lediglich von 43 (ausschließlich kommunistischen) Staaten anerkannt.[127]

Trotz behutsamer Aufarbeitung bezeichnet desgleichen die heutige mongolische Regierung sämtliche Staatsoberhäupter der Mongolischen Volksrepublik als Marionetten Moskaus.[128] Denn nach 1945 setzten sich die Repressionen und politischen Verfolgungen fort. Das betraf bei der geringsten oppositionellen Äußerung gegen die Sowjetunion unverändert selbst Regierungsmitglieder. Insgesamt waren nur acht der 33 Staats- oder Parteichefs in der Mongolischen Volksrepublik zwischen 1922 und 1990 nicht von Absetzungen und Repressionen betroffen. [129]

Chorloogiin Tschoibalsan starb am 26. Januar 1952 unter nicht bekannten Umständen in Moskau. Sein Nachfolger, Jumdschaagiin Tsedenbal, der für die folgenden 44 Jahre an der Spitze der Mongolischen Volksrepublik stand, galt ebenfalls als bedingungsloser sowjetischer Vasall. Er war mit der Russin Anastasia Iwanowna Filatowa verheiratet, die ihm quasi vom Kreml zur Seite gestellt wurde. Sie verfügte über direkte Kontakte zu Chruschtschow sowie Breschnew, galt als einflussreichste politische Persönlichkeit in der Mongolischen Volksrepublik und regierte direkt mit. Jumdschaagiin Tsedenbal war so unterwürfig und gehorsam, dass er der Sowjetunion Gebiete der Provinz Uws-Aimag nebst Teilen seines Geburtsorts Dawst-Sum - der zudem den mongolischen Buddhisten heilig war - ohne Weiteres einfach abtrat.[130]

Die Repressionen und Verfolgungen nahmen während seiner Herrschaft nicht ab, sie waren nur weniger offensichtlich. Vor allem Intellektuelle waren nun betroffen, denen „Verwirrung des Volks“ oder „Ablehnung der kommunistischen Ideologie“ vorgeworfen wurde. Mehrere kamen in die Verbannung nach Sibirien. Wie viele Menschen in dieser Zeit genau betroffen waren, was mit ihnen geschah und wer im Einzelnen für ihre Schicksale die Verantwortung trug, ist bis heute größtenteils ungeklärt. Während die „Säuberung“ unter Tschoibalsan meist öffentlich und für alle sichtbar erfolgte, ist über die politische Verfolgung Andersdenkender ab den 1950er Jahren fast nichts bekannt.[131]

Sowjetisch-chinesisches Zerwürfnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Transmongolische Eisenbahn, hier kurz vor Beginn der Gobi, befindet sich unverändert je zur Hälfte im Besitz des russischen und mongolischen Staates[132]
Diluwa Khutugtu Jamsrangjab (1883-1964) war einer der wenigen buddhistischen Lehrer, die in den 1930er Jahren dem Terror entkamen; er lehrte später in Tibet und an der Johns Hopkins University

Zunächst verzichtete die Pekinger Führung darauf, gegenüber der Mongolischen Volksrepublik eine aktive Politik zu führen, und erkannte damit die sowjetische Dominanz in dieser Region an. Dass daran nicht zu rütteln war, ergab sich schon aus der allgemeinen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Abhängigkeit der Volksrepublik China von der UdSSR. In den letzten Jahren vor Stalins Tod bemühte sich Mao Zedong, in der „mongolischen Frage“ Einvernehmen zu zeigen. Die UdSSR und China unternahmen Schritte, die Beziehungen zur Mongolischen Volksrepublik enger zu gestalten. Am 15. September 1952 wurde ein dreiseitiger Vertrag unterzeichnet, der den Ausbau der Transmongolischen Eisenbahn bis zur chinesischen Grenze vorsah, wobei die Sowjetunion vollständig die finanziellen Mittel zur Verfügung stellte. Nur kurze Zeit später, am 4. Oktober 1952, folgte der Abschluss eines zehn Jahre befristeten chinesisch-mongolischen Abkommens über wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit, was nichts anderes als der Versuch Mao Zedongs war, die sowjetische Vormachtstellung in der Äußeren Mongolei zurückzudrängen.[133]

Es war aber nicht nur Stalin, der die Äußere Mongolei bedingungslos den Interessen der Sowjetunion unterordnete. Selbiges taten auch immer seine Nachfolger. De facto blieb die Mongolische Volksrepublik zeit ihres Bestehens ein sowjetischer Marionettenstaat.[134] Nach Stalins Tod warf Mao bei einem Besuch Chruschtschows und Bulganins in Peking im September 1954 die Frage nach einer Rückgabe der Äußeren Mongolei an China wieder auf. Die neue sowjetische Regierung lehnte dies mit dem Hinweis auf das Kommuniqué vom Februar 1950 ab.[135]

In der Folgezeit erhöhten beide Länder ihre Investitionen in der Mongolischen Volksrepublik. Sowohl China als auch die UdSSR gewährten jungen Mongolen großzügige Stipendien für den Besuch an Universitäten in Moskau oder Peking, Gebiete mit neuen Bergwerken wurden erschlossen, riesige Industriekomplexe entstanden. Das Gründungskapital stellte meist die Sowjetunion in Form von Krediten zur Verfügung, die zugleich der Hauptabnehmer der gewonnenen Rohstoffe war. Pro forma erfolgte die Bildung gemischter Betriebsgesellschaften. Grundsätzlich sollte der mongolische Staat in allen Kombinaten jeweils zur Hälfte an der Leitung und Nutzung beteiligt werden. In der Praxis sah das dann oft so aus, dass in den Großbetrieben sieben Direktoren für das Management zuständig waren, vier davon stellte die Sowjetunion, drei die Mongolische Volksrepublik. Damit konnten die Mongolen zum Beispiel bei der Festlegung von Preisen oder Gehältern jederzeit überstimmt werden. Die gesamte Wirtschaftsordnung fußte auf dem Prinzip der sowjetischen Zentralverwaltungswirtschaft nebst der obligatorischen Fünfjahrespläne.[136]

Die Industrialisierung und allen voran die Sesshaftmachung der Nomaden sowie deren Bildung und Gesundheitsversorgung wurden als „Errungenschaften“ der Sowjetunion hervorgehoben. Dabei blieb unerwähnt, dass in vorsowjetischen Zeiten in dem dünnbesiedelten Land zwar keine moderne, jedoch auf Grundlage der lamaistischen Medizin, buddhistischen Ethik und buddhistischen Literatur flächendeckende Krankenversorgung und Allgemeinbildung in über 700 Klösterbezirken allgegenwärtig war. Die Nutzung dieser Strukturen belegen einerseits die hohe Anzahl buddhistischer Nonnen und Mönche vor 1937, anderseits die Notwendigkeit und Ausmaße der sowjetischen „Säuberungen“, deren Ziel explizit die Umerziehung der Mongolen war.[137] Bezüglich der sowjetischen „Errungenschaften“ gingen bereits in den 1960er Jahren chinesische, aber auch westliche Sozialökonomen der hypothetischen Frage nach, ob die Entwicklung von Bildung, Medizin und Technik in dieser Region nicht eher durch die Sowjetunion behindert wurde beziehungsweise ohne deren Einfluss schneller fortgeschritten wäre.[138]

Mao Zedong, der in der Frage nach einer Rückgabe der Äußeren Mongolei in Moskau nicht locker ließ, stellte 1954 unverhohlen fest, dass ein „künstlich geschaffener Binnenstaat wie die Mongolische Volksrepublik mit weniger als 800.000 Einwohnern niemals unabhängig“ sein werde. Allein könne das „Land weder die Industrieanlagen noch die erforderliche Infrastruktur“ betreiben. Außerdem seien „bestehende Eisenbahntransportverbindungen die eine, der immer nur mögliche Transit mongolischer Rohstoffe über Russland oder China die andere Seite der Medaille“. Selbstsicher hielt die Regierung in Moskau entgegen, dass dies „Angelegenheiten des mongolischen Volkes“ seien, und die Frage eines „Anschlusses der Mongolischen Volksrepublik die Regierung in Peking mit der Regierung in Ulan Bator erörtern“ möge. Letzteres habe Mao nur mit einem müden Lächeln erwidert.[139]

Die schwankenden Rechtsgrundlagen, aber vor allem der Hinweis, dass dies Angelegenheiten des mongolischen Volkes wären, bewogen Peking, den Versuch einer „Wiedervereinigung auf kaltem Wege“ zu betreiben: Mao bot zur Aufbauhilfe der Industrie kostenlos chinesische Arbeiterbataillone an. Auf die Invasion Zehntausender „blauer Ameisen“, wie die chinesischen Arbeiter im Kreml genannt wurden, reagierte Moskau überraschend wohlwollend. Die Chinesen erhielten das Recht, als mongolische Staatsbürger im Lande zu bleiben.[140] So stieg die Einwohnerzahl in der Mongolischen Volksrepublik von 759.200 in 1944 auf 1.240.000 in 1969 und bis 1989 auf 2.044.000.[141][142] Moskau erkannte früh, in welche Richtung die Populationsentwicklung lief, benötigte jedoch unabdingbar Arbeitskräfte in den mongolischen Bergwerken. Nur so konnte die Sowjetunion einen Teil ihres Rohstoffbedarfs decken; erworben weit unter Weltmarktpreisen.[143]

Die Jahre zwischen 1954 und 1958 waren deutlich durch ein Tauziehen zwischen Peking und Moskau um den Einfluss in der Äußeren Mongolei gekennzeichnet. 1955 konnte mit der Transmongolischen Eisenbahn die mongolisch-chinesische Grenze erreicht und mit dem Weiterbau der Strecke bis Jining in der Inneren Mongolei begonnen werden, was eindeutig mehr im Interesse Pekings als Moskaus lag. Auf diesem Wege ließ Mao, neben den offiziell einreisenden Arbeitern, Tausende von Chinesen in die Mongolische Volksrepublik einschleusen. Peking baute auf eigene Kosten Fabrikanlagen, gewährte zinslose Kredite, schloss mit Ulan Bator eine Vielzahl von Verträgen, die in Moskau immer weniger auf Zustimmung stießen. Damit drohte dem Kreml tatsächlich die Gefahr, seine Kontrolle über die Äußere Mongolei an Peking zu verlieren. Zwar entfielen weiterhin über 80 Prozent des mongolischen Exports auf die Sowjetunion, jedoch verfolgte Peking ganz andere Interessen: Im Juli 1957 beschwerte sich Zhou Enlai in ausländischen Medien darüber, dass „die Grenze eine Nation in zwei Teile schneide“. Damit machte er die Frage nach einer Rückgabe der Äußeren Mongolei an China zu einem internationalen Thema. Parallel dazu ließ Peking ab diesem Zeitpunkt nur noch Atlanten und geographische Karten herstellen, auf denen die Grenze zwischen der Mongolischen Volksrepublik und China als „nicht endgültig festgelegt“ markiert war.[144]

Unter Führung von Zhou Enlai formulierte die Volksrepublik China nun ihre eigene Außenpolitik: die „Fünf Prinzipien“ (territoriale Integrität, Aggressionsverzicht, Einmischungsverzicht, Gleichheit und gegenseitiger Nutzen, friedliche Koexistenz), die das Recht aller Völker, sich für ein eigenes politisches und ökonomisches System zu entscheiden beinhalteten. Damit ging Peking auf direkte Konfrontation mit Moskau, wo sich bereits die „Doktrin der begrenzten Souveränität“ abzeichneten, wonach ein einzelnes sozialistisches Land sich nur im Rahmen aller sozialistischen Länder unter der Führung der UdSSR entwickeln kann. Der Streit verschärfte sich 1958, als die Sowjetunion begann, verstärkt Truppen in der Mongolischen Volksrepublik zu stationieren. Auf Grundlage seiner Theorie der drei Welten bezichtigte Mao die Sowjetunion, dass nicht der westliche Imperialismus, sondern sie selbst die gefährlichste kriegstreibende Macht auf der Welt sei. Damit begann das heute sogenannte Chinesisch-sowjetische Zerwürfnis, das seinen Höhepunkt 1969 erreichte und sich bis in die späten 1980er Jahre fortsetzte.[145][146]

Internationale Anerkennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das von japanischen Kriegsgefangenen unter Leitung des DDR-Architekten Gerhard Kosel erbaute erste Theater in Ulaanbaatar[147]
Mongolische Auszubildende in Schwerin
Mongolische Praktikanten in der „PGH Damenmaßschneiderei Madame“ in Karl-Marx-Stadt
Wohnhäuser in der Nalaich
Ulan Bator 1972, im Hintergrund ein Flohmarkt
Tsedenbal 1963 in Ostberlin
Tagebau der russsich-mongolischen Erdenet Mining Corporation, die das viertgrößte Kupferbergwerk der Welt betreibt

Ab 1955 forderte die Sowjetunion eine Mitgliedschaft der Mongolischen Volksrepublik bei den Vereinten Nationen (UNO). Die Aufnahme scheiterte lange Zeit an den USA sowie der Republik China (Taiwan), die auf Grundlage der Ein-China-Politik bis 1971 eine UNO-Vetomacht war und Chinas Anspruch auf die Äußere Mongolei behauptete. Nachdem die UdSSR 1961 im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen damit drohte, gegen die Aufnahme aller dekolonisierten Staaten Afrikas zu stimmen, gab die Regierung in Taipeh ihren Widerstand im Interesse der USA, die das sowjetisch-amerikanische Verhältnis verbessern wollten, auf.[148]

Auf dieser Basis wurde die Mongolische Volksrepublik am 27. Oktober 1961 Mitglied der UNO. Die Aufnahme bedeutete keineswegs, dass die internationale Staatengemeinschaft diplomatische Beziehung zu der Regierung in Ulan Bator aufnahm. Unverändert lehnten westliche Länder eine Anerkennung ab. Ebenso wenig besaß die Mongolische Volksrepublik innerhalb der UNO Souveränitätsrechte, denn Moskaus ältester Satellitenstaat hatte sich dem ideologischen, wirtschaftlichen sowie außen- und innenpolitischen Diktat der UdSSR zu unterwerfen und seine Stimme bei allen UN-Sitzungen automatisch der Sowjetunion zu geben. Dieses Diktat wurde kurze Zeit später durch die Breschnew-Doktrin erheblich verschärft, die für alle Ostblockstaaten eine beschränkte Souveränität und für die UdSSR das Recht festschrieb, in die inneren Angelegenheiten jedes sozialistischen Landes eingreifen zu können.[149]

Anfang der 1960er Jahre erfasste die Mongolische Volksrepublik eine anti-chinesische Welle. Viele chinesische Arbeiter wurden diskriminiert und Wirtschaftsexperten aufgefordert, das Land zu verlassen. Nachdem ein vom KGB aufgewiegelter Mob auf dem Bahnhof von Ulan Bator 400 zur Abreise gezwungene chinesische Lehrer und Berater fast zu Tode schlug, Maos Rotgardisten daraufhin in Peking die mongolische Botschaft anzündeten, brach die Mongolische Volksrepublik die Beziehungen zur Volksrepublik China ab.[150] In der Folge kam die mongolische Wirtschaft fast vollständig zum Stillstand. Um einen Totalausfall ihres wichtigsten Rohstofflieferanten zu verhindern, veranlasste die Sowjetunion am 7. Juni 1962 die Aufnahme ihres zentralasiatischen Marionettenstaates in den RGW. Damit rückten die Mongolen Europa, wenn auch nur dem östlichen Teils jenseits des „Eisernen Vorhangs“, wirtschaftlich und geistig näher, während sie den Anschluss in Asien völlig verloren.[151]

Zehntausende Mongolen schickte die UdSSR zur Ausbildung in RGW-Staaten. Einen besonderen Stellenwert erlangten die deutsch-mongolischen Beziehungen zur DDR, die im Rahmen kostenloser Entwicklungshilfen zwischen 1960 und 1984 verschiedene Fabriken, beispielsweise eine Streichholzfabrik, eine Teppichfabrik und ein Fleischkombinat errichtete. Die Ausbildung der mongolischen Jugendlichen erfolgte überwiegend direkt in der DDR, wodurch als positives Erbe noch heute rund 30.000 Mongolen perfekt die deutsche Sprache beherrschen.[152] Von 1960 bis 1990 arbeiteten und lebten rund 3.000 DDR-Spezialisten in der mongolischen Steppe, manche von ihnen mit Familienangehörigen. Den Schwerpunkt bildete ein Expeditionsteam von permanent 400 Geologen, Bergleuten, Markscheidern und Chemikern. Das heißt, die ostdeutschen Experten lieferten bei der Suche nach Gold- oder Uranlagerstätten das Know-how, zum Abbau holte die Sowjetunion dann Tausende Leiharbeiter aus Nordkorea.[153] Zudem erfolgte zeitgleich eine erneute massenhafte Einsiedlung von Russen, für die ganze Städte im Plattenbau entstanden.[154]

Von diesen „humanitären Hilfeleistungen“, wie die Sowjetunion die Entsendung von Arbeitern aus allen RGW-Staaten bezeichnete, profitierten am wenigsten die Mongolen. Als Lieferant und Abnehmer des russischen Marktes konnte die Mongolische Volksrepublik keine eigene Volkswirtschaft aufbauen. Noch bis Ende der 1980er Jahre wickelte das Land 95 Prozent seines Außenhandels mit RGW-Staaten ab, 85 Prozent davon entfielen auf die Sowjetunion.[155]

Ende der 1960er Jahre entwickelte sich das chinesisch-sowjetische Zerwürfnis zur Konfrontation. Nachdem China seine erste Atombombe gezündet hatte, drohte die Sowjetunion die chinesischen Atomanlagen in Lop Nor mit nuklearen Waffen zu zerstören und China aufzuteilen: Sinkiang sollte mit dem sowjetischen West-Turkestan vereinigt werden, damit Chinas Uran-Vorkommen und sein Atom-Testgebiet unter sowjetische Kontrolle gerieten. Erneut sollten die Innere Mongolei mit der Mongolischen Volksrepublik zusammengeschlossen, und die Mandschurei sowie Tibet selbständige Staaten werden. Tatsächlich spitzte sich der Konflikt an der mongolisch-chinesischen Grenze immer mehr zu. Unter anderem beklagte sich Jumdschaagiin Tsedenbal in Moskau, dass „chinesische Arbeiter die mongolischen Arbeiter gegen ihre Partei und Regierung aufhetzen“ und dass über die schwer zu kontrollierende Grenze eine „Flut aufrührerischer Literatur“ eindringe.[156] Schließlich stationierte die UdSSR über 100.000 russische Elitesoldaten, Militärinstrukteure und Spezialisten an der mongolisch-chinesischen Grenze.[157]

Als es dann zu verschiedenen Grenzverletzungen durch sowjetische Truppen kam, warf Mao dem Kreml vor, dass die Sowjetunion Vorbereitungen für militärische Grenzüberschreitungen träfe – und drohte mit einer chinesischen Invasion in der Äußeren Mongolei. Damit befand sich die Mongolische Volksrepublik im Kriegszustand. Bausoldaten der Roten Armee legten entlang der Transmongolischen Eisenbahn sowie im Chalchin Gol-Gebiet Erdöldepots, Betonbunker, Radaranlagen, Raketenstellungen und verschiedene Flugplätze an. Die überwiegende Mehrheit der Sowjettruppen bestand aus Raketen- und Trägerwaffeneinheiten, aus Artilleristen, Fliegern und Panzerleuten. Der hohe Prozentsatz von Trägerwaffen und Raketen-Streitkräften sowie die sehr offene Sprache der sowjetischen Regierung über die „Verwendung moderner Waffen“ stützte die Überzeugung und Furcht der Chinesen, dass die UdSSR einen Angriff auf China mit nuklearen und konventionellen Waffen plane.[158] Infolgedessen suchte Mao die Nähe zu den USA. Tatsächlich gelang es ihm sino-amerikanische Beziehungen aufzubauen, und damit die Sowjetunion in ihre Schranken zu verweisen. War schon die UN-Resolution 2758 vom 25. Oktober 1971 ein unglaublicher Hergang, stellte Richard Nixons Besuch in China 1972 eine Weltsensation dar.[159]

Dennoch zog Moskau seine Truppen nicht ab; die Mongolische Volksrepublik entwickelte sich zum Frontstaat gegenüber China.[160] Die sowjetischen Militäreinheiten besaßen steuerfreie Sperrgebiete, eigene Wohnviertel und mussten von der mongolischen Bevölkerung vollständig verpflegt werden.[161] Für die Unterhaltung ihrer Truppen außerhalb der UdSSR galt bis zum Ende der Sowjetunion Stalins 1945 getroffene Aussage: „Die Rote Armee versorgt sich üblicherweise aus dem jeweiligen Land selbst.“[162] Finanzieren konnte das die Regierung in Ulan Bator genau so wenig wie alle anderen „Aufbauhilfen“. Hierfür gewährte die UdSSR bis Ende der 1980er Jahre unzählige Kredite, die nur der Erweiterung und Verfestigung der sowjetischen Interessen auf mongolischem Territorium, ergo der Integration der mongolischen Wirtschaft in die sowjetische dienten.[163] Dass die Kredite riesige Haushaltsausfälle kompensierten, nahm die mongolische Marionettenregierung ohne Widerspruch in Kauf.[164] Erst 2004 erließ Russland der Mongolei 95 Prozent der Altschulden.[165]

Ab 1968 zog die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Ostpolitik Willy Brandts eine Anerkennung der Mongolischen Volksrepublik in Erwägung. Moskaus Satellitenstaat selbst, spielte bei den Überlegungen eher eine untergeordnete Rolle. Vielmehr veranschlagte das Auswärtige Amt „einen Gefälligkeitswert auf eine mögliche Verbesserung des deutsch-sowjetischen Verhältnisses“.[166] Demgemäß nahmen die Bundesrepublik Deutschland und die Mongolische Volksrepublik am 31. Januar 1974 diplomatische Beziehungen auf. Dagegen erreichten die mongolischen Beziehungen zu China einen weiteren Tiefpunkt, als die Regierung in Ulan Bator Anfang der 1980er Jahre mit der systematischen Abschiebung von chinesischstämmigen Einwohnern begann. Die Vertreibung erreichte ihren Gipfel 1983: von März bis November verbrachte die Transmongolische Eisenbahn dreimal wöchentlich in Ulan Bator zusammengetriebene Chinesen an die Grenze, deren Hab und Gut der mongolische Zoll beschlagnahmte. Pro Person durften einzig zwei Hemden und zwei Hosen ausgeführt werden. Zehntausende mussten das Land verlassen, viele davon waren schon in den 1950er Jahren zur Mithilfe bei Bauprojekten gekommen und besaßen die mongolische Staatsbürgerschaft.[167][168]

Unabhängig davon formierte sich 1983 ein kleiner oppositioneller Kreis um den Vizepräsidenten der Mongolischen Akademie der Wissenschaften sowie den Vizeaußenminister Sampilyn Schalan-Aaschaw. In Schulbüchern tauchten „antisowjetische Texte“ auf, in denen auf die historische Zugehörigkeit der Mongolei zu China hingewiesen wurde. Zusätzlich forderten mongolische Historiker eine Rückbesinnung auf Dschingis Khan, der in der offiziellen Geschichtsschreibung des Landes fast gar nicht existierte. Bis zum Ende gab es in der Mongolischen Volksrepublik kein Denkmal oder Ähnliches, selbst eine Briefmarke mit Dschingis Khans Konterfei verbot Moskau. Jumdschaagiin Tsedenbal empfahl einzulenken, was die Sowjets entgeistert zur Kenntnis nahmen. Der Grund der Abneigung: eine Zentralfigur des chinesisch-mongolischen Nationalismus akzeptierte die Sowjetunion nicht. Störend wirkte außerdem Mao Zedong bereits in den 1960er getroffene Aussage, dass er „die Mongolen als ein Vorbild ansehe“ und Dschingis Khan für ihn ein „revolutionärer Verbinder des Geistes der nationalen Minderheiten“ gewesen sei.[169]

Für noch mehr Verwunderung sorgte in Moskau der Besuch des mongolischen Vizeaußenministers Sampilyn Schalan-Aaschaw im Juli 1983 in Peking, zwecks „Entwicklung der wirtschaftlichen, technischen und kulturellen Beziehungen auf der Grundlage der friedlichen Koexistenz“. Bei diesem Alleingang, kurz nach Breschnews Tod, verkannte Tsedenbal die unveränderte Entschlossenheit der sowjetischen Politiker gegenüber China völlig, was auch für ihn nicht ohne Folgen blieb. Moskau inszenierte mit Hilfe des KGB in Ulan Bator eine Palastrevolte und setzte Jumdschaagiin Tsedenbal im August 1984 offiziell wegen „nachlassender Geisteskräfte“ ab. Neuer Staatschef wurde Dschambyn Batmönch, der gleich beim ersten Besuch aus Moskau „die vertrauensvolle Partnerschaft der Mongolischen Volksrepublik zur Sowjetunion“ und die „gemeinsamen Bemühungen um Frieden und Sicherheit im Fernen Osten“ hervorhob.[170]

Im Zuge der sich abzeichnenden Auflösung der Sowjetunion nahmen am 27. Januar 1987 die USA und die Mongolische Volksrepublik zueinander diplomatische Beziehungen auf. Damit erkannte der 100. Staat die Mongolische Volksrepublik völkerrechtlich an. Wenige Tage später hieß es in der New York Times: „Die Mongolei wird künftig ein wichtiger amerikanischer Horchposten und Stachel zwischen den Grenzen der UdSSR und China sein.“ Die US-Regierung bestätigte, dass die Mongolei „für Amerikaner ein faszinierender Platz“ sei, und betonte fortan, dass sich die „USA schon 1946 für die Unabhängigkeit der Mongolen eingesetzt“ habe.[171] Die Früchte ihrer „geopolitischen Weitsicht“ konnten die US-Strategen dann spätestens ab 2001 mittels mongolischer Unterstützung im Krieg in Afghanistan ernten.[172]

Zusammenbruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch während der Trauerfeierlichkeiten für seinen Amtsvorgänger Tschernenko sprach der neue sowjetische Staatschef Michail Sergejewitsch Gorbatschow vor den anwesenden kommunistischen Staats- und Parteiführern von einer Neuordnung der Beziehungen und einer steigenden nationalen Eigenverantwortung der sozialistischen Länder. Im Klartext hieß dies, dass sich die Sowjetunion von verschiedenen Unterstützungen und Kreditgewährungen verabschieden werde. Bei den mongolischen Trauergästen schrillten sofort die Alarmglocken. Immerhin hing die zentralasiatische Republik vollständig am Tropf der sowjetischen und RGW-Wirtschaftshilfe. Die mongolische Staatsführung, die über 60 Jahre von Moskau an der kurzen Leine gehalten wurde, musste plötzlich Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein entwickeln. In den folgenden Verhandlungen machte die Mongolische Volksrepublik erstmals in der Geschichte ihrer bilateralen Beziehungen zur UdSSR die Erfahrung, von der sowjetischen Seite als zwar nicht ganz vollwertiger, aber ernstgenommener Partner behandelt zu werden.[173]

Der Grund dafür war nicht schwer nachzuvollziehen: auch die sowjetische Führung stand unter erheblichen Reform-, Zeit- und Handlungsdruck. Jedoch trafen die Befürchtungen der Parteiriege um Dschambyn Batmönch vorerst nicht ein, selbst Gorbatschow wusste, dass die Äußere Mongolei für Russland mehr als eine 4.000 Kilometer breite Pufferzone ist. Am 15. Januar 1986 schlossen die UdSSR und die Mongolische Volksrepublik ein neues Wirtschaftsabkommen samt einer sowjetischen Unterstützungsleistung in Höhe 2,03 Milliarden Transferrubel für den Zeitraum von 1986 bis 1990. Wenige Tage später erklärte der russische Außenminister Eduard Schewardnadse bei einem Besuch in Ulan Bator, dass „die Sowjetunion ihre Schutzmachtverpflichtungen, die sie auf Wunsch der Mongolischen Volksrepublik 1936, 1946 und 1966 vertraglich eingegangen ist“, weiter wahrnehmen werde.[174]

Damit schien alles wie bisher zu bleiben. Allerdings begannen ab 1987 Glasnost und Perestroika auch in Moskaus ältestem Satellitenstaat auszustrahlen. Immer mehr Mongolen interessierten sich für blinde Flecken in der offiziellen Geschichtsschreibung, erste Fragen über die Massenmorde in den 1930er Jahren kamen auf, Antirussismus ergriff vorübergehend das Land. Faktisch hatte der sowjetische Einfluss für viele Mongolen ein nur noch schwer erträgliches Ausmaß erreicht.[175] Fernsehen gab es fast nur in Russisch, ebenso die meisten Bücher und Zeitschriften. Die Betriebsleiter waren Russen, mehr als Dreiviertel der Politbüromitglieder hatte russische Frauen, und in fast allen Einrichtungen saßen sowjetische Berater, von denen nicht wenige jegliches Feingefühl im Umgang mit der mongolischen Bevölkerung vermissen ließen.[176]

Dazu erkannten immer mehr Mongolen trotz ihrer Isolation von der Außenwelt, dass die Sowjetunion keineswegs, wie von offizieller Seite immer behauptet, „an der Spitze des weltweiten Fortschritts“ stand. Vor allem bei jüngeren Mongolen erstarkte 1989/90 eine demokratische Reformbewegung, die das Ende der sowjetischen Fremdherrschaft forderte. Wie spannungsgeladen das Verhältnis zeitweilig war, illustrierten gewaltsame Übergriffe auf sowjetische Siedlungen und Einrichtungen im ganzen Land.[177] Viele Russen verließen fluchtartig das mongolische Territorium. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion war zwangsläufig der Zusammenbruch ihres Marionettenregimes in Ulan Bator verbunden. Nach Massendemonstrationen im Winter 1990 verlor die Führungsriege um Dschambyn Batmönch mehr und mehr die Kontrolle. Im März trat das gesamte Politbüro zurück, im Mai erfolgte die Aufhebung des Einparteiensystems, womit der Demokratisierungsprozess und die Wendung zur Marktwirtschaft begannen. Am 29. Juli 1990 fanden die ersten freien Wahlen in einem Mehrparteiensystem statt.[178]

Das formale Ende des kommunistischen Systems und damit das Ende der Mongolischen Volksrepublik besiegelte (nebst Abschaffung der Bezeichnung „Volksrepublik“) am 12. Februar 1992 das neue mongolische Parlament mit der Annahme einer Verfassung, die sich inhaltlich am Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung Frankreichs orientiert. Als Grundwerte des Staates Mongolei gelten Demokratie, Gerechtigkeit, Freiheit, Gleichheit, nationale Einheit und Achtung vor dem Gesetz.[179][180]

Die Mongolei war fast 70 Jahre lang ein sowjetischer Marionettenstaat und eine Diktatur, der zehntausende Menschen zum Opfer fielen. Die Aufarbeitung begann bereits vor 1990 durch den Einfluss der russischen Perestroika. 1996 entschuldigte sich die mongolische Regierung auf Initiative des Staatspräsidenten Tsachiagiin Elbegdordsch bei den Opfern. Im selben Jahr wurde der 10. September zum Gedenktag ernannt und seither regelmäßig begangen. In Ulaanbaatar gibt es ein Museum der politisch Verfolgten. Mehrere Klöster befinden sich im Wiederaufbau, Straßen und Plätze erhielten Namen der Opfer, über 200 Denkmäler, religiöse Stätten und Leuchttafeln finden sich heute in allen Regionen des Landes sowie in Butowo-Poligon (Russland). 1993 unterzeichneten die Mongolei und Russland einen neuen Staatsvertrag, auf dessen Grundlage die russische Regierung ausdrücklich die Übernahme der Verantwortung für die Verbrechen der UdSSR an Mongolen ausgeschlossen hat.[181]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trevor N. Dupuy (Hrsg.): Area handbook for Mongolia. 2. Auflage. Foreign Area Studies, the American University, Washington D.C. 1970
  • Robert L. Worden, Andrea Matles Savada (Hrsg.): Mongolia. A Country Study. United States Government Printing Office, Washington D.C. 1991, ISBN 978-0-16-029462-4 (online)
  • David J. Dallin: Soviet Russia and the Far East. Yale University Press, New Haven 1948
  • Georg Cleinow: Neu-Sibirien (Sib-krai). Eine Studie zum Aufmarsch der Sowjetmacht in Asien. Verlag von Reimar Hobbing, Berlin 1928
  • Erich Thiel: Die Mongolei. Land, Volk und Wirtschaft der Mongolischen Volksrepublik. (= Veröffentlichungen des Osteuropa-Institutes München. Band 8). Isar Verlag, München 1958
  • Christian Koller: Kollektivierte Nomaden: Die Gründung der Volksrepublik Mongolei vor 85 Jahren, in: Rote Revue – Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur 86/3 (2009). S. 28-36. online

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marie-Carin von Gumppenberg, Udo Steinbach: Zentralasien. Geschichte. Politik. Wirtschaft. C.H. Beck, 2004, S. 204.
  2. Otgontogtool Tserenchimed: Untersuchungen zur Reform der mongolischen Staatsverwaltung. Dissertation, Freie Universität Berlin, 2009, S. 66.
  3. Timothy Snyder: Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin. C.H. Beck, 2011. S.101.
  4. Kay Möller: Lehrbuch. Die Außenpolitik der Volksrepublik China 1949 – 2004. Eine Einführung. Springer-Verlag, 2005, S. 159.
  5. Iwan Jakowlewitsch Korostovetz: Von Cinggis Khan zur Sowjetrepublik. Eine kurze Geschichte der Mongolei unter besonderer Berücksichtigung der neuesten Zeit. Walter de Gruyter, 1926, S. 51.
  6. Christian Koller: Kollektivierte Nomaden: Die Gründung der Volksrepublik Mongolei vor 85 Jahren, in: Rote Revue – Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur 86/3 (2009). S. 31.
  7. Lothar Schulz: Osteuropa-Recht. Band 7. Deutsche Verlags-Anstalt., 1962, S. 45.
  8. Dieter Heinzig: Berichte des Bundesinstituts für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien, Band 17. Bundesinstitut für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien, 1979, S. 18.
  9. Robert Arthur Rupen: Mongols oft he Twentieth Century. Indiana University, 1964, S. 276.
  10. James Palmer: Der blutige weiße Baron. Die Geschichte eines Adligen, der zum letzten Khan der Mongolei wurde. Eichborn, 2010, S. 26 f.
  11. Achitsaikhan Battushig: Wirtschaftliche Transformation in der Mongolei. Herbert Utz Verlag, 2000, S. 13.
  12. Marion Wisotzki, Ernst von Waldenfels, Erna Käppeli: Mongolei. Unterwegs im Land der Nomaden. Mongolische Volksrepublik. Trescher Verlag, 2014, S. 65.
  13. James Palmer: Der blutige weiße Baron. Die Geschichte eines Adligen, der zum letzten Khan der Mongolei wurde. Eichborn, 2010, S. 26 f.
  14. C.R. Bawden: The Modern History of Mongolia. Routledge 1968, S. 216 f.
  15. Eva-Maria Stolberg: Stalin und die chinesischen Kommunisten. Eine Studie zur Entstehungsgeschichte der sowjetisch-chinesischen Allianz vor dem Hintergrund des Kalten Krieges. Franz Steiner Verlag, 1997, S. 113.
  16. ebenda
  17. Jung Chang, Jon Halliday: Mao. Das Leben eines Mannes. Das Schicksal eines Volkes. Karl Blessing Verlag, 2014, S. 79 f.
  18. Bat-Erdeniin Batbayar: History of Mongolia. Monsudar Pub, 1999, S. 325 f.
  19. Anna-Katharina Plach: Mongolische Familien und die Neufindung ihrer Tradition: ausgewählte Beispiele urbaner Familien. LIT Verlag, 2012. S. 77.
  20. Michael Jerryson: Mongolian Buddhism. The Rise and Fall of the Sangha. Silkworm, 2007, S. 164.
  21. Robert L. Worden, Andrea Matles Savada (Hrsg.): Mongolia. A Country Study. United States Government Printing Office, Washington D.C., 1991, S. 45 f.
  22. Amélie Schenk: Mongolei. Geschichte und Politik. C.H.Beck, 2003, S. 68-69.
  23. Europäische Rundschau: Vierteljahreszeitschrift für Politik, Wirtschaft und Zeitgeschichte, Band 4. Verein Europäische Rundschau, 1976, S. 81.
  24. Achitsaikhan Battushig: Wirtschaftliche Transformation in der Mongolei. Herbert Utz Verlag, 2000, S. 13.
  25. Tsogtbaatar Dashnamjil: Aufarbeitung der politischen Verfolgung in der Mongolei. Referate der wissenschaftlichen Konferenz Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., 2017, S. 31 f.
  26. Jennifer L. Hanson: Mongolia. New York, 2004, S. 25–27.
  27. Robert Kindler: Stalins Nomaden. Studien zur Gewaltgeschichte. Hamburger Edition HIS, 2014, S. 44 f.
  28. Achitsaikhan Battushig: Wirtschaftliche Transformation in der Mongolei. Herbert Utz Verlag, 2000, S. 20.
  29. Nicole Funck, Sarah Fischer: Mongolei. Staat und Gesellschaft. Verlag Peter Rump, 2015, S. 367.
  30. Karénina Kollmar-Paulenz: Die Mongolen: Von Dschingis Khan bis heute. C.H.Beck, 2011, S. 106.
  31. Achitsaikhan Battushig: Wirtschaftliche Transformation in der Mongolei. Herbert Utz Verlag, 2000, S. 20.
  32. Sergej Slutsch, Carola Tischler: Deutschland und die Sowjetunion. Band 1. 1933/1934. Walter de Gruyter, 2014, S. 186.
  33. Achitsaikhan Battushig: Wirtschaftliche Transformation in der Mongolei. Herbert Utz Verlag, 2000, S. 14.
  34. Eva-Maria Stolberg: Stalin und die chinesischen Kommunisten. Eine Studie zur Entstehungsgeschichte der sowjetisch-chinesischen Allianz vor dem Hintergrund des Kalten Krieges. Franz Steiner Verlag, 1997, S. 114.
  35. ebenda
  36. Stefan Creuzberger: Stalin. Machtpolitiker und Ideologe. W. Kohlhammer Verlag, 2009, S. 258 f.
  37. Christian Koller: Kollektivierte Nomaden. Die Gründung der Volksrepublik Mongolei vor 85 Jahren. in: Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur, Heft 3, Band 87, ETH-Bibliothek Zürich, 2009. S. 31.
  38. Bat-Erdeniin Batbayar: History of Mongolia. Monsudar Pub, 1999, S. 325 f.
  39. Timothy Snyder: Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin. C.H.Beck, 2011, S. 52 f.
  40. Gerald Mund: Ostasien im Spiegel der deutschen Diplomatie. Die privatdienstliche Korrespondenz des Diplomaten Herbert v. Dirksen von 1933 bis 1938. Franz Steiner Verlag, 2006. S.132.
  41. Stefan Talmon: Kollektive Nichtanerkennung illegaler Staaten. Grundlagen und Rechtsfolgen. Mohr Siebeck, 2006, S. 121.
  42. Sunjid Dugar: Der Gleichheitsgrundsatz in Bezug auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz im deutschen und mongolischen Recht. Herbert Utz Verlag, 2009, S. 49.
  43. Marion Wisotzki, Ernst von Waldenfels, Erna Käppeli: Mongolei. Geschichte. Trescher Verlag, 2014, S. 66.
  44. Sunjid Dugar: Der Gleichheitsgrundsatz in Bezug auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz im deutschen und mongolischen Recht. Herbert Utz Verlag, 2009, S. 49.
  45. Daniel Schmückin, Raffaela Helf: Die Aufarbeitung hat begonnen. Politische Verfolgung in der sozialistischen Mongolei. in: Länderberichte, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Januar 2017, S. 1.
  46. ebenda.
  47. Otgonbayar Chuluunbaatar: Einführung in die mongolischen Schriften. Buske Verlag, 2008, S. 7.
  48. Tsogbaatar Dashnamjil: Aufarbeitung der politischen Verfolgung in der Mongolei. Referate der wissenschaftlichen Konferenz Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., 2017, S. 28.
  49. Sibchod Temcheltu: Zur kommunistischen Sinisierung der Inneren Mongolei. Bundesinstitut für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien, 1994, S. 8 f.
  50. Georgi K. Schukow: Erinnerungen und Gedanken. Deutsche Verlags-Anstalt, 1969, S. 209.
  51. Christian Koller: Kollektivierte Nomaden: Die Gründung der Volksrepublik Mongolei vor 85 Jahren. in: Rote Revue – Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur 86/3 (2009). S. 28-36.
  52. Larry Moses, Stephen A. Halkovic: Introduction to Mongolian history and culture. Research Institute for Inner Asian Studies, Indiana University, 1985, S. 293 f.
  53. Uradyn E. Bulag: Nationalism and Hybridity in Mongolia. Oxford Studies in Social and Cultural Anthropology, Clarendon Press, 1998, S.12.
  54. Sun Ho Kim: Die Entwicklung der politischen Beziehungen zwischen der Mongolischen Volksrepublik und der Volksrepublik China. Institut für Asienkunde, 1992, S. 32. f.
  55. Anna-Katharina Plach: Mongolische Familien und die Neufindung ihrer Tradition. Ausgewählte Beispiele urbaner Familien aus Ulaanbaatar. LIT Verlag Münster, 2012, S. 117.
  56. Zeitschrift für Gegenwartsfragen des Osten: Ost-Europa. Band 39. Deutsche Verlags-Anstalt, 1989, S. 402.
  57. Walter Kolarz: Russland und seine asiatischen Völker. Europäische Verlagsanstalt, 1956 , S. 149.
  58. Mongolian Institute of History: History of Mongolia. Band 5. Mongolian Academy of Sciences Ulaanbaatar, 2003, S. 380.
  59. Jürgen Hartwig: Die Vermarktung der Taiga. Die politische Ökologie der Nutzung von Nicht-Holz-Waldprodukten und Bodenschätzen in der Mongolei. Franz Steiner, 2007, S. 131.
  60. Udo B. Barkmann: Dokumente zur Außen- und Sicherheitspolitik der Mongolei 1990–2015. Böhlau Verlag, 2016, S. 21.
  61. Drachensaat Mongolei DER SIEGEL 32/1961, online DER SPIEGEL, 2. August 1961, abgerufen am 27. Juli 2017.
  62. Eva-Maria Stolberg: Stalin und die chinesischen Kommunisten. Eine Studie zur Entstehungsgeschichte der sowjetisch-chinesischen Allianz vor dem Hintergrund des Kalten Krieges. Franz Steiner Verlag, 1997, S. 115.
  63. Helwig Schmidt-Glintzer: Mao Zedong. Eine Biografie. Matthes & Seitz Verlag, 2017, S. 141.
  64. Gerald Mund: Ostasien im Spiegel der deutschen Diplomatie. Die privatdienstliche Korrespondenz des Diplomaten Herbert v. Dirksen von 1933 bis 1938. Franz Steiner Verlag, 2006. S. 136.
  65. Heinrich Bechioul: Der große Kampf um Innerasien. in: Außenpolitik, Band 2, Übersee Verlag, 1972, S. 14.
  66. Franz Theodor Zölch: Moskaus ältester Satellit. in: Schweizer Monatshefte für Politik, Wirtschaft, Kultur. Band 39, S. 289.
  67. Eva-Maria Stolberg: Stalin und die chinesischen Kommunisten. Eine Studie zur Entstehungsgeschichte der sowjetisch-chinesischen Allianz vor dem Hintergrund des Kalten Krieges. Franz Steiner Verlag, 1997, S. 114.
  68. Michael Weiers: Geschichte Chinas. Grundzüge einer politischen Landesgeschichte. W. Kohlhammer Verlag, 2009, S. 190.
  69. Sabine Dabringhaus: Territorialer Nationalismus in China. Böhlau Verlag, 2006, S. 122.
  70. Sören Urbansky: Kolonialer Wettstreit. Russland, China, Japan und die Ostchinesische Eisenbahn. Campus, 2008, S. 226.
  71. Felix Patrikeeff: Russian Politics in Exile: The Northeast Asian Balance of Power, 1924–1931. in: Manchurian Railways and the Opening of China: An International History, Basingstoke 2002, S. 16.
  72. Ulrike Jureit: Umkämpfte Räume. Raumbilder, Ordnungswille und Gewaltmobilisierung. Wallstein, 2016, S. 217-238.
  73. Gerald Mund: Ostasien im Spiegel der deutschen Diplomatie. Die privatdienstliche Korrespondenz des Diplomaten Herbert v. Dirksen von 1933 bis 1938. Franz Steiner Verlag, 2006. S. 131.
  74. Felix Patrikeeff: Russian Politics in Exile: The Northeast Asian Balance of Power, 1924–1931. in: Manchurian Railways and the Opening of China: An International History, Basingstoke 2002, S. 16.
  75. Ulrike Jureit: Umkämpfte Räume. Raumbilder, Ordnungswille und Gewaltmobilisierung. Wallstein, 2016, S. 217-238.
  76. Mechthild Leutner: KPdSU. Komintern und die Sowjetbewegung in China. Band 1. LIT Verlag Münster, 2000, S. 447.
  77. Gerald Mund: Ostasien im Spiegel der deutschen Diplomatie. Die privatdienstliche Korrespondenz des Diplomaten Herbert v. Dirksen von 1933 bis 1938. Franz Steiner Verlag, 2006. S.131.
  78. ebenda
  79. Philipp Ewers: Marschall Schukow. Edition Berolina, 2017, S. 96.
  80. Chiyoko Sasaki: Der Nomonhan Konflikt. Das fernöstliche Vorspiel zum Zweiten Weltkrieg. Sasaki Books, 1968, S. 49 f.
  81. Gottfried Schramm: Handbuch der Geschichte Russlands. Von den autokratischen Reformen zum Sowjetstaat. Bände 1856-1945. Hiersemann, 1992, S. 877.
  82. Bat-Erdeniin Baabar: From world power to Soviet satellite. History of Mongolia. University of Cambridge Press, 1999, S. 386.
  83. Michael Walther, Peter Woeste: Mongolei. Geschichte. Lonely Planet, 2013, S. 69.
  84. Walter Kolarz: Russland und seine asiatischen Völker. Europäische Verlagsanstalt, 1956. S. 180.
  85. HICOG: Ost-Probleme. Band 13. Information Services Division, 1961, S. 56.
  86. Institut für Zeitgeschichte: 1939. An der Schwelle zum Weltkrieg. Die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges und das internationale System. Walter de Gruyter, 1990, S. 81.
  87. Chiyoko Sasaki: Der Nomonhan Konflikt, das fernöstliche Vorspiel zum Zweiten Weltkrieg. Sasaki, 1968, S. 108.
  88. Stuart D. Goldman: Nomonhan, 1939. Naval Institute Press, 2012, 171.
  89. Declaration Regarding Mongolia April 13, 1941., Avalon Project at Yale University, abgerufen am 1. Juli 2017.
  90. Jung Chang, Jon Halliday: Mao. Das Leben eines Mannes, das Schicksal eines Volkes. Kapitel 21. Das Wunschscenario: Stalin teilt sich China mit Japan. Karl Blessing Verlag, 2014, 220.
  91. Christopher D. Bellamy, Joseph S. Lahnstein: The New Soviet Defensive Policy. Khalkhin Gol 1939 as Case Study. Defense Technical Information Center, 1990, S. 24 f.
  92. Peter Gosztony: Die Rote Armee. Machtfaktor der Weltpolitik. Verlag Goldmann, 1983, S. 207 f.
  93. R. Bold: Khalkhin Gol Battle. The Revision of Statistics. www.mongolnow.com, Mongolia Today, abgerufen am 28. Juni 2017.
  94. Vladimir Kotelnikov: War over Khalkhin Gol. The Nomonhan Incident. SAM Publications, 2010, S. 109.
  95. Philipp Ewers: Marschall Schukow. Edition Berolina, 2017, S. 96.
  96. Bernd Johann: Rußland und die Mongolei nach dem Ende des Sozialismus. Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien, BIOst 42/1995, S. 4.
  97. Achitsaikhan Battushig: Wirtschaftliche Transformation in der Mongolei. Herbert Utz Verlag, 2000, S. 32
  98. Aduunchuluun Coal Mine, Mongolia (PDF) engl. Sourse Mongolian Mining Journal 71/2012, abgerufen am 4. Juli 2017.
  99. Parag Khanna: Der Kampf um die Zweite Welt. ebook Berlin Verlag, 2010, S. 262.
  100. Doris Wastl-Walter: The Ashgate Research Companion to Border Studies. Routledge Books, 2016, S. 387.
  101. Anna-Katharina Plach: Mongolische Familien und die Neufindung ihrer Tradition. Ausgewählte Beispiele urbaner Familien aus Ulaanbaatar. LIT Verlag Münster, 2012, S. 31.
  102. Henryk Paszkiewicz: Russian History and Culture. The Origin of Russia. Philosophical Library New York, 1954, S. 419.
  103. Secret Soviet Instructions on Measures to Carry out Special Assignments throughout Southern Azerbaijan and the Northern Provinces of Iran in an attempt to set the basis for a separatist movement in Northern Iranabgerufen am 5. Juli 2017.
  104. Decree of the CC CPSU Politburo to Mir Bagirov CC Secretary of the Communist Party of Azerbaijanabgerufen am 5. Juli 2017.
  105. Decree of the USSR State Defense Committee No 9168 SS Regarding Geological Prospecting Work for Oil in Northern Iranabgerufen am 5. Juli 2017.
  106. Heinz Schnura: Mongolische Volksrepublik. Verlag Deutscher Friedensrat, 1960, S. 31.
  107. Wolfgang Lindig: Völker der Vierten Welt. Fink-Verlag, 1981, S. 251.
  108. Alan Sanders: Mongolia. Kuperard, 2016, S. 28.
  109. Anna-Katharina Plach: Mongolische Familien und die Neufindung ihrer Tradition. Ausgewählte Beispiele urbaner Familien aus Ulaanbaatar. LIT Verlag Münster, 2012, S. 31.
  110. Gottfried Schramm: Handbuch der Geschichte Russlands. Von den autokratischen Reformen zum Sowjetstaat. Bände 1856-1945. Hiersemann-Verlag, 1992, S. 992.
  111. Bernd Johann: Russland und die Mongolei nach dem Ende des Sozialismus. Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien, BIOst 42/1995, S. 6.
  112. Hans-Jürgen Schlochauer: Wörterbuch des Völkerrechts. Walter de Gruyter, 1960, S. 281.
  113. Christina Neder, Heiner Roetz, Ines-Susanne Schilling: China in seinen biographischen Dimensionen. Otto Harrassowitz Verlag, 2001, S. 476.
  114. Yvan van den Berghe: Der Kalte Krieg. 1917 – 1991. Leipziger Universitätsverlag, 2002, S. 344.
  115. Achitsaikhan Battushig: Wirtschaftliche Transformation in der Mongolei. Herbert Utz Verlag, 2000, S. 13.
  116. Christian Koller: Kollektivierte Nomaden. Die Gründung der Volksrepublik Mongolei vor 85 Jahren. in: Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur. Heft 3, Band 87, ETH-Bibliothek Zürich, 2009. S. 31.
  117. Iwan Jakowlewitsch Korostovetz: Von Cinggis Khan zur Sowjetrepublik. Eine kurze Geschichte der Mongolei unter besonderer Berücksichtigung der neuesten Zeit. Walter de Gruyter, 1926, S. 51.
  118. Karénina Kollmar-Paulenz: Die Mongolen: Von Dschingis Khan bis heute. C.H.Beck, 2011, S. 108.
  119. Dietrich Geyer, Heinz Brahm, Boris Meissner: Sowjetunion. Außenpolitik. 1917-1955. Böhlau, 1972, S. 577.
  120. Jung Chang, Jon Halliday: Mao. Das Leben eines Mannes, das Schicksal eines Volkes. Kapitel 27. Die Russen kommen. Karl Blessing Verlag, 2014, S. 331.
  121. Udo B. Barkmann: Dokumente zur Außen- und Sicherheitspolitik der Mongolei 1990–2015. Böhlau Verlag, 2016, S. 21.
  122. Jung Chang, Jon Halliday: Mao. Das Leben eines Mannes, das Schicksal eines Volkes. Kapitel 33. Der Zweikampf der Tyrannen. Karl Blessing Verlag, 2014, S. 473 f.
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  124. Eva-Maria Stolberg: Stalin und die chinesischen Kommunisten. Eine Studie zur Entstehungsgeschichte der sowjetisch-chinesischen Allianz vor dem Hintergrund des Kalten Krieges. Franz Steiner Verlag, 1997, S. 116.
  125. Sun Ho Kim: Die Entwicklung der politischen Beziehungen zwischen der Mongolischen Volksrepublik und der Volksrepublik China. Institut für Asienkunde, 1992, S. 36. f.
  126. Ingrid Muth: Die DDR-Außenpolitik 1949-1972. Inhalte, Strukturen, Mechanismen. Ch. Links Verlag, 2000, S. 234.
  127. Institut für Zeitgeschichte, Auswärtiges Amt (Hrsg.): Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland. Oldenbourg Verlag, 1999, S. 102.
  128. Daniel Schmückin, Raffaela Helf: Die Aufarbeitung hat begonnen. Politische Verfolgung in der sozialistischen Mongolei. in: Länderberichte. Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Januar 2017, S. 5.
  129. ebenda
  130. Amélie Schenk: Mongolei. Geschichte und Politik. C.H.Beck, 2003, S. 77.
  131. Daniel Schmückin, Raffaela Helf: Die Aufarbeitung hat begonnen. Politische Verfolgung in der sozialistischen Mongolei. in: Länderberichte. Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Januar 2017, S. 3.
  132. Udo B. Barkmann: Dokumente zur Außen- und Sicherheitspolitik der Mongolei 1990–2015. Böhlau Verlag, 2016, S. 21.
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  134. Gerald Mund: Ostasien im Spiegel der deutschen Diplomatie. Die privatdienstliche Korrespondenz des Diplomaten Herbert v. Dirksen von 1933 bis 1938. Franz Steiner Verlag, 2006. S. 136.
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