Mosty u Jablunkova

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Mosty u Jablunkova
Wappen von Mosty u Jablunkova
Mosty u Jablunkova (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Moravskoslezský kraj
Bezirk: Frýdek-Místek
Fläche: 3396 ha
Geographische Lage: 49° 32′ N, 18° 45′ OKoordinaten: 49° 31′ 34″ N, 18° 45′ 13″ O
Höhe: 490 m n.m.
Einwohner: 3.838 (1. Jan. 2016)[1]
Postleitzahl: 739 98
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Milan Procházka (Stand: 2006)
Adresse: Mosty u Jablunkova 800
739 98 Mosty u Jablunkova
Gemeindenummer: 598453
Website: www.mostyujablunkova.cz

Mosty u Jablunkova (deutsch Mosty in den Beskiden, auch Mosty bei Jablunkau, polnisch Mosty koło Jabłonkowa) ist eine Gemeinde mit 4004 Einwohnern im Nordosten Tschechiens. Sie liegt westlich des Dreiländerecks zu Polen und der Slowakei im Jablunkauer Bergland. Der sechs Kilometer südlich von Jablunkov gelegene Ort gehört zum Okres Frýdek-Místek. Die Katasterfläche beträgt 3396 ha.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mosty erstreckt sich in 490 m ü.M. in Nord-Süd-Richtung im Tal der Ošetnice, eines Zuflusses der Lomná. Durch den Ort führt die Europastraße 75/Staatsstraße 11 zwischen Jablunkov und Čadca. Mosty besitzt zwei Straßengrenzübergänge in die Slowakei, neben dem Transitübergang Mosty u Jablunkova/Svrčinovec befindet sich westlich noch der kleinere Übergang Šance/Milošová über den Jablunkapass. Mosty liegt an der internationalen Eisenbahnverbindung Žilina–Bohumín.

Östlich erhebt sich der 839 m hohe Gírová, westlich die Malá Skalka (797 m) und die Skalka (931 m) sowie im Nordosten am Olsatal der Zelená hora (604 m).

Nachbarorte sind Bocanovice, Městská Lomná, Jablunkov und Lísky im Norden, Písek im Nordosten, Svrčinovec im Südosten, sowie Dolní Lomná im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt von 1578. In dieser Zeit entstanden wegen der Türkeninvasion in Ungarn am Jablunkapass zwei Befestigungsanlagen zum Schutz der wichtigen Verbindungsstraße zwischen Schlesien und Ungarn.

1869 erfolgte der Bau der Kaschau-Oderberger Bahn zwischen Schlesien und Ungarn, die durch Mosty führte. Den Jablunkapass unterquert ein 600m langer Tunnel.

Im Herbst 1938 besetzte Polen das Olsagebiet, wodurch der strategisch wichtige Tunnel unter polnische Kontrolle kam. Im Vorfeld des Polenfeldzugs hat ein deutsches Kommandounternehmen schon am 26. August 1939 die Wachposten von Tunnel und Bahnhof, unter Mißachtung der Haager Landkriegsordnung[2], angegriffen. Die Mission schlug fehl, die deutschen Kommandosoldaten konnten keines ihrer Ziele erreichen und mussten sich wieder über die Grenze zurückziehen.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mosty ist ein bekanntes Wintersportzentrum. In den Sommermonaten wird eine 650 m lange Bergwagenbahn zur Abfahrt in zweisitzigen Wagen betrieben, die die erste Anlage dieser Art in Tschechien ist.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Mosty u Jablunkov sind keine Ortsteile ausgewiesen. Zur Gemeinde gehören mehrere Weiler und Einschichten, darunter Šance (Jablunkauer Schanzen).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jablunkauer Schanzen
  • Kirche St. Hedwig, 1768 erbaut
  • Kapelle St. Peter und Paul in Šance

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2016 (PDF; 371 KiB)
  2. Julius Mader: Hitlers Spionagegenerale sagen aus, S. 13.