Ms. Jackson

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Ms. Jackson
Outkast
Veröffentlichung 17. Oktober 2000
Länge 4:30
Genre(s) Hip-Hop
Text A. Benjamin,
A. Patton,
D. Sheats
Musik Earthtone III
Auszeichnung(en) Grammy: Best Rap Performance by a Duo or Group
Album Stankonia

Ms. Jackson ist die zweite Single aus dem Album Stankonia des Hip-Hop-Duos OutKast. Der Song wurde von Earthtone III (OutKast und David „Mr. DJ“ Sheats) geschrieben und produziert und am 17. Oktober 2000 als Single veröffentlicht. Diese wurde ein internationaler Erfolg und erreichte in Deutschland, den Niederlanden,[1] Norwegen,[2] Schweden[3] und den Vereinigten Staaten Platz 1 der Single-Charts. Ms. Jackson wurde den Schallplattenauszeichnungen zufolge weltweit über 1 Million Mal verkauft und ist mit 250.000 verkauften Einheiten der erfolgreichste Song von OutKast in Deutschland.[4] Im Jahr 2002 wurde das Lied außerdem mit einem Grammy Award ausgezeichnet. Ms. Jackson befindet sich in gekürzter Form auch auf dem Best-of-Album Big Boi and Dre Present… OutKast.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem Song verarbeitet André 3000 seine Trennung von der Sängerin Erykah Badu, mit der er einen Sohn hat. Mit „Ms. Jackson“ ist die Mutter von Badu gemeint, bei der André sich entschuldigt und der er zu erklären versucht, wie es zur Trennung kam. Dabei betont er aber seine stets guten Absichten gegenüber ihrer Tochter und die Wahrnehmung seiner Verantwortung gegenüber dem gemeinsamen Kind. Der Name „Jackson“ ist allerdings fiktiv gewählt und bezieht sich nicht auf Badus Mutter.

„(…) it's kinda like a personal song, but then at the same time, it's not like a real-life story like that. But it's kinda coming from me, wondering, like, after the pain of a relationship, after things don't work out too tough, I wonder how a baby's mama's mama feels.“

André 3000[5]

Big Bois zwei Strophen drehen sich ebenfalls um die Trennung von der Mutter seines Kindes und die Feindseligkeit deren Mutter ihm gegenüber. Dabei versucht er allerdings nicht, sich mit ihnen auszusöhnen, sondern schließt mit den Worten: „You can go on and get the hell on / You and your mama“.

Stil und Instrumentierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ms. Jackson ist stilistisch zwar im Hip-Hop einordbar, aber ungewöhnlich melodiös und stark instrumentiert für das Genre. Der Hochzeitsmarsch von Richard Wagner wird immer wieder angespielt,[6] aber durch eine trauriger klingende Melodie ersetzt. Ebenfalls werden Congas eingesetzt, allerdings rückwärts abgespielt. Der Bass wird von Aaron Mills von Cameo gespielt, die Gitarre von André 3000. Strawberry Letter 23 von The Brothers Johnson wird gesamplet.[7]

Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

André 3000 versucht am Anfang des Videos ein Haus zu renovieren, was nicht gelingen will, während Big Boi versucht, ein Auto zu reparieren. Im Laufe des Videos wird das Wetter immer schlechter, ein Sturm zieht auf und es regnet stark, was die Politur des Autolacks zerstört. Zudem fängt die Elektrik des Wagens Feuer. In das Haus beginnt es währenddessen an immer mehr Stellen hineinzuregnen – Big Boi versucht das Dach zu reparieren – und der Strom fällt zeitweise aus. Am Ende stürzt das Dach unter dem Druck des Regens ein und ein strahlend blauer Himmel wird sichtbar.

Im Verlauf des Videos sind immer wieder Tiere (Hunde, Katzen, eine Eule, eine Schildkröte) zu sehen, die Teile des Textes mitsingen oder ihren Kopf zum Beat bewegen.

Das Video steht als Metapher für eine kaputte Beziehung im Allgemeinen (oder die von André 3000 und Erykah Badu im Speziellen), die André und Big Boi anfangs noch zu retten versuchen, am Ende aber einsehen, dass die Trennung der einzige Ausweg ist, was der Sonnenschein, der durch das kaputte Dach zu sehen ist, symbolisiert.

Das Video zu Ms. Jackson wurde Ende November 2000[5] von F. Gary Gray gedreht, der auch für das Video zu Southernplayalisticadillacmuzik verantwortlich zeichnet.[8]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charterfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ms. Jackson erreichte Platz eins der Charts in Schweden, Norwegen, den Niederlanden und den USA, in Belgien,[9] Großbritannien und Australien Platz 2.[10] In Deutschland kletterte die Single am 2. Februar 2001 an die Spitze der Singlecharts und hielt sich dort für zwei Wochen. Ms. Jackson war OutKasts erster Top-10-Erfolg und zählt neben Hey Ya! zu ihren kommerziell erfolgreichsten Veröffentlichungen.

Chartplatzierungen
Charts Höchst­platzie­rung Wo­chen
Chart­plat­zie­rungen
Deutschland (GfK) Deutschland (GfK)[11] 1 (17 Wo.) 17
Österreich (Ö3) Österreich (Ö3)[11] 3 (17 Wo.) 17
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)[11] 2 (23 Wo.) 23
Vereinigtes Königreich (OCC) Vereinigtes Königreich (OCC)[11] 2 (18 Wo.) 18
Vereinigte Staaten (Billboard) Vereinigte Staaten (Billboard)[11] 1 (23 Wo.) 23
Jahrescharts
Charts (2001) Platzie­rung
Jahres­charts (2001)
Deutschland (GfK) Deutschland (GfK)[12] 12
Österreich (Ö3) Österreich (Ö3)[12] 21
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)[12] 24
Vereinigtes Königreich (OCC) Vereinigtes Königreich (OCC)[12] 43
Vereinigte Staaten (Billboard) Vereinigte Staaten (Billboard)[12] 25

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Grammy Awards 2002 gewann der Song in der Kategorie Best Rap Performance by a Duo or Group und bescherte OutKast ihren ersten Grammy. Zuvor waren sie 1999 mit dem Lied Rosa Parks in derselben Kategorie nominiert gewesen. Ms. Jackson war bei den Grammy Awards 2002 außerdem in den Kategorien Record of the Year und Best Short Form Music Video nominiert. Außerdem wurden OutKast für Ms. Jackson mit einem MTV Video Music Award und als erste Künstler überhaupt mit einem BET Award ausgezeichnet.

Gewonnen

  • BET Awards
    • 2001: in der Kategorie „Video of the Year“
  • Grammy Awards
    • 2002: in der Kategorie „Beste Darbietung eines Duos oder einer Gruppe – Rap“

Nominiert

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Land/Region Aus­zeich­nung Ver­käu­fe
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Australien (ARIA) Australien (ARIA)[4] Platinum record icon.svg Platin 70.000
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI)[4] Gold record icon.svg Gold 250.000
Neuseeland (RMNZ) Neuseeland (RMNZ)[4] Gold record icon.svg Gold 7.500
Schweden (IFPI) Schweden (IFPI)[4] Platinum record icon.svg Platin 20.000
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)[4] Gold record icon.svg Gold 20.000
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA)[4] Gold record icon.svg Gold 500.000
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI)[4] Platinum record icon.svg Platin 600.000
Insgesamt Gold record icon.svg 4× Gold
Platinum record icon.svg 3× Platin
1.467.500

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ms. Jackson in den niederländischen Charts auf DutchCharts.nl
  2. Ms. Jackson in den norwegischen Charts auf NorwegianCharts.com
  3. Ms. Jackson in den schwedischen Charts auf SwedishCharts.com
  4. a b c d e f g h Plattenauszeichnungen: DE CH UK US SE (Memento des Originals vom 4. Januar 2013 auf WebCite)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ifpi.se AU NZ (Memento des Originals vom 28. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rianz.org.nz
  5. a b OutKastweb.de: Interview with Launch.com (Memento vom 7. Mai 2009 im Internet Archive)
  6. „Klassische Coverversionen“
  7. Outkast – Ms. Jackson bei Discogs
  8. Filmografie von F. Gary Gray in der Internet Movie Database (englisch)
  9. Ms. Jackson in den flämischen Charts in Belgien auf Ultratop.be
  10. Ms. Jackson in den australischen Charts auf Australian-Charts.com
  11. a b c d e Chartquellen: Charts DE Charts AT Charts CH Charts UK Charts US
  12. a b c d e Jahrescharts 2001: DE AT CH UK (PDF; 317 kB) US