Nancy Fraser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nancy Fraser 2008

Nancy Fraser (* 20. Mai 1947 in Baltimore) ist Politikwissenschaftlerin und eine der bekanntesten US-amerikanischen Feministinnen. Zurzeit ist Fraser Henry A. and Louise Loeb Professor of Political and Social Science an der New School for Social Research in New York City. Zusammen mit Andrew Arato ist sie Herausgeberin der Zeitschrift Constellations, einer internationalen Fachzeitschrift für Kritische Theorie und Demokratietheorie.

Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören die deliberative Demokratie, das Entstehen transnationaler Öffentlichkeiten und feministische Theorie.

Seit 2009 beschäftigt sich Fraser mit der Vereinnahmung des Feminismus der zweiten Frauenbewegung (ab den 1960er Jahren) durch den neoliberalen Kapitalismus, spricht in diesem Zusammenhang von „List der Geschichte“.[1][2][3][4]

Schriften in deutscher Übersetzung (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die halbierte Gerechtigkeit. Schlüsselbegriffe des postindustriellen Sozialstaates („Justice interruptus“). Suhrkamp, Frankfurt/M. 2001, ISBN 3-518-11743-2
  • Reframing Justice in a Globalizing World. In: New Left Review, Bd. 36, 2005 (auch online)
  • Der Streit um Differenz. Feminismus und Postmoderne in der Gegenwart. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1993, ISBN 3-596-11810-7 (zusammen mit Seyla Benhabib, Judith Butler und Drucilla Cornell)
  • Umverteilung oder Anerkennung? Eine politisch-philosophische Kontroverse. Suhrkamp, Frankfurt/M. 2003, ISBN 3-518-29060-6 (zusammen mit Axel Honneth)
  • Widerspenstige Praktiken. Macht, Diskurs, Geschlecht („Unruly practices“). Suhrkamp, Frankfurt/M. 2003, ISBN 3-518-11726-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gudrun-Axeli Knapp: Im Widerstreit. Feministische Theorie in Bewegung. Wiesbaden 2012, S. 13.
  2. Cornelia Klinger: Gender in Troubled Times. Zur Koinzidenz von Feminismus und Neoliberalismus.. In: Die Zukunft von Gender. Begriff und Zeitdiagnose (Hg. Anne Fleig). Frankfurt und New York 2014, S. 134: „[...] die feministischen Intentionen hätten die neoliberale Transformation der kapitalistischen Gesellschaft regelrecht befördert, wenn nicht sogar gerechtfertigt.“
  3. Nancy Fraser (2009): Feminismus, Kapitalismus und die List der Geschichte (PDF).
  4. Vgl. Nancy Fraser (2013): Neoliberalismus und Feminismus: Eine gefährliche Liaison