Nicola Spieß

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Nicola Spieß Ski Alpin
Nicola Spieß
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 29. Juli 1958
Geburtsort Innsbruck
Größe 160 cm
Gewicht 50 kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Riesenslalom,
Slalom, Kombination
Verein SC Mayrhofen
Status zurückgetreten
Karriereende 1981
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 16. Jänner 1973
 Gesamtweltcup 12. (1975/76)
 Abfahrtsweltcup 3. (1975/76)
 Riesenslalomweltcup 22. (1974/75)
 Slalomweltcup 28. (1974/75)
 Kombinationsweltcup 11. (1975/76)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 0 2 2
 

Nicola Spieß, verheiratete Werdenigg, (* 29. Juli 1958 in Innsbruck) ist eine ehemalige österreichische Skirennläuferin. Ihre größten Erfolge feierte sie in der Abfahrt. Sie startete von 1973 bis 1979 im Skiweltcup und erreichte vier Podestplätze. 1975 wurde sie Österreichische Meisterin, bei den Olympischen Winterspielen 1976 belegte sie Rang vier im Abfahrtslauf.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Tochter von Ernst Spieß und Erika Mahringer kam Nicola Spieß, ebenso wie ihr Bruder Uli Spieß, schon früh zum Skisport. Bereits als 14-Jährige wurde sie in den Nationalkader des Österreichischen Skiverbandes aufgenommen und bestritt am 16. Jänner 1973 ihr erstes Weltcuprennen. Am 4. Jänner 1975 gewann die damals 16-jährige mit Platz acht im Slalom von Garmisch-Partenkirchen ihre ersten Weltcuppunkte. Zwei weitere Top-Ten-Ergebnisse gelangen ihr in der Abfahrt des Goldschlüsselrennens von Schruns und im Riesenslalom von Sarajevo. Im selben Winter wurde sie auch Österreichische Meisterin in der Abfahrt.

In der Saison 1975/76 konnte Spieß erstmals ein Weltcuprennen auf dem Podest beenden. In der ersten Abfahrt von Meiringen-Hasliberg belegte sie hinter ihrer Teamkollegin Brigitte Totschnig den zweiten Platz, am nächsten Tag kam sie in der zweiten Abfahrt auf Rang drei. Nach diesen guten Leistungen konnte die Tirolerin auch bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck teilnehmen. In der Olympiaabfahrt auf der Axamer Lizum verfehlte sie nur knapp das Podest und wurde Vierte. Im Slalom am 11. Februar hatte sie mit Start-Nr. 35 nach dem ersten Lauf Rang 24 belegt, war jedoch erkrankt angetreten, weshalb sie auf einen Start im zweiten Durchgang verzichtete. Im Abfahrtsweltcup erreichte sie zu Saisonende den dritten Platz, der ebenso wie der zwölfte Rang im Gesamtweltcup ihr bestes Karriereergebnis darstellt.

Im Dezember 1976 fuhr Spieß in den beiden Abfahrten von Zell am See erneut auf das Podest und kam mit vier weiteren Top-Ten-Ergebnissen in der Saison 1976/77 auf den sechsten Rang in der Abfahrtswertung. Nach ihrer Matura am Skigymnasium Stams 1977 begann sie ein Studium der Sportwissenschaften an der Universität Innsbruck. Dadurch erreichte sie in den nächsten beiden Jahren nicht mehr ihre früheren Resultate und fuhr nur jeweils einmal in die Punkteränge. Aufgrund ihrer Teilnahme an den Akademischen Meisterschaften 1979 (sie hätte eigentlich in einem Europacuprennen starten sollen), wurde sie für drei Monate vom ÖSV gesperrt. Diese Sperre wurde nachträglich am Saisonende revidiert, jedoch verlor sie wichtige Punkte. Der Wechsel zu einer anderen Nation wurde ihr vom ÖSV nicht ermöglicht und schließlich beendete sie 1981 ihre Karriere. 2013 teilte sie mit, dass ihr in den 1970ern von einem Arzt Captagon angeboten wurde, wodurch sie ihre Trainingsleistung steigern konnte. Dopingkontrollen habe es ihrer Erinnerung nach nie gegeben.[1]

Als Diplomskilehrerin und Skiführerin hat sie in ihrer Skischule eigene Unterrichtsmethoden nach bioenergetischen Konzepten entwickelt. Sie gilt als Carvingpionierin. Gemeinsam mit ihrem Mann Erwin Werdenigg hat sie 2004 in Wien die Skifirma „edelwiser“ gegründet, die 2007 mit dem Österreichischen Staatspreis für Multimedia & e-Business ausgezeichnet wurde.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 3. Platz im Abfahrtsweltcup 1975/76
  • 4 Podestplätze

Nationale Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der eine deutet an, die andere gibt zu derstandard.at 19. April 2013