Hasliberg

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Hasliberg
Wappen von Hasliberg
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Interlaken-Oberhasli
BFS-Nr.: 0783i1f3f4
Postleitzahl: 6083 Hasliberg Hohfluh
6084 Hasliberg Wasserwendi
6085 Hasliberg Goldern
6086 Hasliberg Reuti
Koordinaten: 658571 / 176597Koordinaten: 46° 44′ 17″ N, 8° 12′ 18″ O; CH1903: 658571 / 176597
Höhe: 1082 m ü. M.
Fläche: 41,7 km²
Einwohner: 1193 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 29 Einw. pro km²
Website: www.hasliberg.ch
Karte
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Hasliberg ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hasliberg im Juli 2007

Das Gemeindegebiet Hasliberg beginnt hinter dem Brünigpass (1008 m ü. M.). Von da aus dehnt es sich über die ganze Sonnenterrasse des Haslitals aus bis zur Planplatten (2246 m ü. M.) und zieht sich weiter bis ins Gebiet Baumgarten/Engstlenalp. Die Gemeinde grenzt im Westen und Süden an Meiringen, östlich an Innertkirchen und im Norden an den Kanton Obwalden. Höchster Punkt der Gemeinde Hasliberg ist das Glogghüs mit 2534 m ü. M., der tiefste Punkt liegt im Fussweg im Reutiberg mit etwa 700 m ü. M.

Das besiedelte Gebiet erstreckt sich über vier Dörfern auf neun Kilometer Länge: Ausgehend vom Brünigpass kommt man nach Hohfluh (1051 m ü. M.), von dort über Wasserwendi (1217 m ü. M.) und Goldern (1082 m ü. M.) schliesslich nach Reuti (1061 m ü. M.).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Hasliberg leitet sich aus den althochdeutschen Gattungswörtern hasal (Haselsträucher) und Berg her.

Die erste Erwähnung des Dorfes war im Jahre 1358, als von «Hasle an den Bergen» die Rede war. Die Gemeinde hatte früher den Namen Hasleberg, bevor es dann endgültig 1923 zu dem heutigen Namen Hasliberg kam. 1834 wurde die Einwohnergemeinde Hasliberg gegründet, die den Grenzen der aus dem Spätmittelalter stammenden Bäuert entsprach. Die älteste überlieferte Gemeindeordnung der Bäuert stammt aus dem Jahr 1555.

Ab dem 14. Jahrhundert wurde an verschiedenen Stellen im Gebiet Eisenerz abgebaut.[2]

Die Gemeinde lag lange abgeschieden und nur zu Fuss oder auf dem Pferde zugänglich. Die Bewohner lebten hauptsächlich von der Landwirtschaft. 1859 wurde der steile Weg von Goldern und Reuti nach Meiringen soweit ausgebaut, dass er zur Not über die vielen Kehren mit einem einachsigen Wagen befahren werden konnte. 1890 wurde ein drei Meter breites Fahrsträsschen von Meiringen nach Hohfluh errichtet. 1885 und 1890 wurden die beiden ersten Pensionen eröffnet, während in Meiringen der Tourismus mit 18 Hotels seine Blütezeit erlebte. Mit dem Bau der heutigen Strasse vom Brünig nach Reuti in den Jahren 1902 bis 1907 wurde die Gemeinde erstmals richtig erschlossen; bis 1930 herrschte aber noch ein von der Bevölkerung stark unterstütztes Fahrverbot für motorisierte Fahrzeuge, so dass der Hasliberg ein autofreier Kurort war. Eine Postkutsche nutzte die neue Strasse von 1907 bis 1925, ab 1909 auch im Winter. Die Strasse führte zu einem Aufschwung in der Gemeinde, und der Tourismus etablierte sich schnell als wichtiges wirtschaftliches Standbein. 1911 gab es bereits elf Hotels mit 600 Betten. Später entwickelte sich allmählich auch ein Tourismus im Winter.[3]

1960 wurde die erste Gondelbahn eröffnet, die von Wasserwendi auf die Alp Käserstatt führt. 1970 wurde die Luftseilbahn Meiringen–Hasliberg eröffnet.[4]

Die erste Kirche wurde 1938 auf dem Hasliberg in Hohfluh errichtet. Zuvor mussten die Hasliberger für den Besuch der Kirche nach Meiringen. 1947 wurde ein Vikariat errichtet. Seit 1967 hat die Gemeinde eine volle Pfarrstelle. Heute gibt es auch eine katholische Kirche in Hohfluh.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1764 1850 1880 1900 1930 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010
Einwohner 693 1'309 1'257 1'037 912 1'044 1'172 1'292 1'328 1'335 1'276 1'238

Hasliberg hat einen Ausländeranteil von 16,32 %.

Bergbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AlpenTower

Von Meiringen führt die Luftseilbahn nach Hasliberg-Reuti. In Reuti beginnt die 2005 errichtete Gondelbahn mit Achtergondeln zur Mittelstation Bidmi und Bergstation Mägisalp. Von der Mägisalp führen Sessellifte auf das Glogghüs (2432 m ü. M.) und ebenso geht es mit der 8er-Gondelbahn Eagle-Express zum Berggasthaus AlpenTower auf Planplatten (2250 m ü. M.) Ein Sessellift von der Bidmi nach Käserstatt verbindet die beiden ehemals getrennten Bahnunternehmen.

In Wasserwendi gibt es eine Gondelbahn über Lischen bis zur Bergstation Käserstatt. Dort stehen Schlepplifte und ein 6er-Sessellift auf den Hochsträss zur Verfügung.

Ausflugsziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insbesondere für Familien mit Kindern sind die beiden Muggestutz-Abenteuer-Zwergenwege eingerichtet. Der Weg 1 führt von der Mägisalp nach Bidmi, der Weg 2 von Käserstatt nach Lischen. Daneben führt ein Fussweg von Reuti nach Meiringen in ca. 45 Minuten.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Goldern ist die über die Landesgrenzen hinaus bekannte Ecole d’Humanité ansässig. Diese ist eine Privatschule, die seit 1946 unter staatlicher Aufsicht betrieben wird.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panorama von Hasliberg-Hohfluh in Richtung Norden


Panorama von Hasliberg-Hohfluh in Richtung Süden

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hasliberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Anne-Marie Dubler: Hasliberg. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  3. Adolf Urweider: 100 Jahre Haslibergstrasse. Jubiläumsschrift. Einwohnergemeinde Hasliberg, Hasliberg, Meiringen 2007.
  4. a b Ernst Nägeli: Hasliberg. In: Berner Heimatbücher. Nr. 128. Paul Haupt, Bern 1982, ISBN 3-258-03122-3.