Niederroßbach (Haiger)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Niederroßbach
Stadt Haiger
Koordinaten: 50° 47′ 23″ N, 8° 13′ 43″ O
Höhe: 311 m
Fläche: 5,92 km²[1]
Einwohner: 424 (30. Jun. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1971
Eingemeindet nach: Roßbachtal
Postleitzahl: 35708
Vorwahl: 02773

Niederroßbach ist der kleinste Stadtteil von Haiger im hessischen Lahn-Dill-Kreis.

Niederroßbach liegt sechs Kilometer nordöstlich von Haiger am namensgebenden Rossbach. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3044.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahre 1355.

1558 wird die Grube St. David bei Niederroßbach erwähnt. Diese ist evtl. identisch mit der 1757 erwähnten Grube Aurora, einem Bergwerk, welches Blei, Kupfer und Silber förderte.[2] Wie viele Arbeiter aus dem Ort dort Beschäftigung fanden, ist nicht sicher. Heute erinnert noch der Straßenname Aurorastraße an die alte Grube.

Der Ort gehörte 1939 zum Dillkreis und hatte 318 Einwohner. Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen schlossen sich die Gemeinden Niederroßbach und Oberroßbach am 1. Oktober 1971 freiwillig zur Gemeinde Roßbachtal zusammen, die am 1. Januar 1977 durch ein Landesgesetz in die Stadt Haiger eingegliedert wurde[3][4].

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Niederroßbach unterstand im Überblick:[5][6][7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen sind:[5][8]

  • 1840: 264 Einwohner
  • 1905: 244 Einwohner
  • 1939: 318 Einwohner
  • 1961: 417 Einwohner
  • 1970: 509 Einwohner
  • 2016: 424 Einwohner
Niederroßbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr  Einwohner
1834
  
230
1840
  
264
1846
  
275
1852
  
295
1858
  
315
1864
  
314
1871
  
229
1875
  
279
1885
  
271
1895
  
269
1905
  
244
1910
  
251
1925
  
285
1939
  
318
1946
  
471
1950
  
455
1956
  
419
1961
  
417
1967
  
508
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Niederroßbach wird jährlich Hauberg gemacht. Wie auch in den anderen Dörfern des Roßbachtals gibt es eine Haubergsgenossenschaft. Die rechtliche Grundlage der Haubergsarbeit geht auf die "Haubergordnung für den Dillkreis und den Oberwesterwaldkreis vom 4. Juni 1887" zurück. Darin heißt es: "Hauberge im Sinne dieses Gesetzes sind die Grundstücke in den Gemarkungen Dillbrecht, Fellerdilln, Ober- und Niederroßbach, Bergebersbach, Eibelshausen, Mandeln, Offdilln, Rittershausen, Steinbrücken, Straßebersbach, Weidelbach und Korb, welche gegenwärtig zu Haubergsverbänden gehören." [9]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Nieder- und Oberroßbach befindet sich die "Grundschule Roßbachtal". Kinder aus Ober- und Niederroßbach, aus Rodenbach und Weidelbach gehen hier zur Schule. Die Schule ist zweizügig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b „Daten und Fakten“ im Internetauftritt der Stadt Haiger, abgerufen im Februar 2017.
  2. Johann Philipp Becher: Mineralogische Beschreibung der Oranien-Nassauischen Lande: nebst einer Geschichte des Siegenschen Hütten- und Hammerwesens. 1789.
  3. Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen vom 13. Mai 1974. In: GVBl. I S. 237
  4. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 295
  5. a b Niederroßbach, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 12. Dezember 2016)
  6. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990
  7. HHStAW Bestand 360/187: Zugehörigkeit von Haiger In: Archivinformationssystem Hessen (Arcinsys Hessen).
  8. Stadt Haiger
  9. Haubergsordnung