No Man’s Sky

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No Man’s Sky
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OriginaltitelNo Man's Sky
StudioVereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Hello Games
PublisherVereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Hello Games (Windows, Download)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sony Interactive Entertainment (PS4)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten iam8bit (Windows, „Explorer's Edition“)
Leitende EntwicklerSean Murray
Komponist65daysofstatic
Erstveröffent-
lichung
PlayStation 4
 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 9. August 2016
 EuropaEuropa 10. August 2016
Windows
 12. August 2016
PlattformPlayStation 4
Windows
Spiel-EngineKein Wert
GenreAction-Adventure, Open-World-Spiel, Survival
ThematikScience-Fiction
SpielmodusEinzelspieler
SteuerungGamepad, Maus, Tastatur
MediumSteam, Humble Store, GOG.com
SpracheDeutsch
Aktuelle Version2.11 – Beyond (5. September 2019)[1]
Altersfreigabe
USK ab 6 freigegeben
PEGI ab 7 Jahren empfohlen

No Man’s Sky (englisch wörtlich für „Niemandshimmel“ abgeleitet von No Man’s Land („Niemandsland“)) ist ein Computerspiel des Indie-Entwicklerstudios Hello Games, in dem der Spieler die Figur eines Weltraumentdeckers steuert. Das Spiel erschien in Europa am 10. August 2016 für die PlayStation 4 und am 12. August für Windows. Es kann den Genres Action-Adventure und Survival zugeordnet werden. Das Spiel verfügt über eine prozedural generierte Open-World-Umgebung.

Spielinhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spieler kann in diesem Spiel eine prozedural generierte Spielwelt erkunden, die aus 18 Trillionen Planeten besteht, die alle eine ähnliche Gravitation wie die Erde haben.[2] Gasplaneten sind nicht im Spiel vorhanden und auch nicht geplant.[3] Das Spiel ist auf ein Einzelspieler-Spielerlebnis ausgelegt, es ist jedoch möglich, andere Spieler im Universum zu treffen.[4] Die Fortbewegung findet zu Fuß, per Raketenrucksack, mit vier Landfahrzeugen, einem Unterseeboot oder mit einem Ein-Mann-Raumschiff statt. Der Spieler kann auf den Planeten Ressourcen sammeln, Items und neue Technologien suchen oder Tiere jagen, um seinen Raumanzug und sein Raumschiff und seine Ausrüstung zu verbessern. Im Spiel kann man auf eine Vielzahl von zufällig generierten Tieren treffen und mit intelligenten Aliens handeln und kommunizieren. Außerdem hat der Spieler die Möglichkeit, Planeten und Tiere, die er als Erster entdeckt, selbst zu benennen.[5]

Spielziel ist es, die Mitte der Galaxie zu erreichen. Für den Weg dorthin soll man ungefähr 40 Spielstunden benötigen.[6]

Abseits von diesem Ziel ist es dem Spieler freigestellt, wie er sich innerhalb der Spielwelt verhält. Beispielsweise kann er als Pirat andere Schiffe überfallen und deren Ressourcen stehlen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, als eine Art Händler gezielt wertvolle Stoffe zu sammeln und diese anschließend zu verkaufen. Des Weiteren ist es seit dem sogenannten Foundation-Update möglich, eine Basis auf einem Planeten zu errichten, um dort mithilfe von dem Spieler angestellten intelligenten Lebensformen neue Bauteile und Technologien zu entwickeln, sowie Pflanzen zu züchten, welche in bestimmten Zeitabständen Ressourcen erzeugen. Der Spieler kann nun auch große Frachtraumschiffe kaufen, in denen ebenfalls eine Basis errichtet werden kann.[7][8]

NPCs und Pflanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Raumstationen und die meisten Planeten sind von Lebensformen bevölkert. Obwohl in Raumstationen und auch auf den meisten Planeten intelligente Aliens und auf Planeten auch noch Wächter-Drohnen getroffen werden können, gelten die Planeten und Raumstationen als unentdeckt und können vom Spieler entdeckt und benannt werden.

Pflanzen, Mineralien und Tiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pflanzen, Mineralien und Tiere werden prozedural generiert und können vom Spieler entdeckt und (mit Ausnahme der Mineralien) benannt werden. Pflanzen sowie Mineralien können zerstört und Tiere getötet werden, um an Ressourcen zu gelangen. Während man sich feindseliger Tiere erwehren muss, lassen sich friedfertige Kreaturen füttern, wodurch sie zutraulich werden, und den Spieler zu teils seltenen Rohstoffen führen.

Intelligente Alienrassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Intelligente Aliens, mit denen Handel getrieben werden kann, können in Raumstationen und Bauwerken auf Planeten getroffen werden. Im Spiel gibt es mehrere Alienrassen, die auf verschiedene Fähigkeiten spezialisiert sind, beispielsweise die Entwicklung von Technik oder den Kampf.[9] Wenn man mit den Aliens kommunizieren möchte, muss man die Sprache der Rasse erlernen. Je mehr man sich mit den Alienrassen beschäftigt, desto mehr Ansehen erhält man bei den verschiedenen Rassen. Das kann dazu führen, dass man Geschenke und Informationen erhält, zum Beispiel Baupläne für neue Raumschiffausrüstung.

Wächter-Drohnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn man auf einem Planeten zu viel Schaden anrichtet oder Tiere tötet, erscheinen Wächter-Drohnen, die den Spieler verfolgen und beschießen. Je nachdem wie viel Interesse man erregt, erreicht man auch ein höheres „Fahndungslevel“, was in Sternen wie in Grand Theft Auto ausgedrückt wird.[9]

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründer von Hello Games: Sean Murray (links) und Grant Duncan (Juni 2012)

Das Konzept von No Man’s Sky entstand während der Entwicklung von Joe Danger 2 durch Sean Murray. Murray, früher Entwickler bei Criterion Games für die Burnout-Reihe, wollte es vermeiden, dass Hello Games sich in einem Joe Danger-Sequel nach dem anderen verlieren und damit die Entwicklung neuer Spiele vernachlässigen würde, so wie er es bei Criterion erlebt hatte. Daher beschloss Murray, ein völlig neues Spiel zu entwickeln, das auf einer Idee aus seiner Kindheit basieren sollte, als er Astronaut werden wollte.[10]

Murray arbeitete etwa ein Jahr lang in seiner Freizeit an der Spiel-Engine für No Man’s Sky, ohne dass der Rest des Teams davon wusste. Als die Engine vollständig war, holte Murray ein vier Köpfe starkes Team ins Boot, um am Spiel zu arbeiten, während Joe Danger 2 vom Rest der Firma entwickelt wurde. Ihre Arbeit fand im Geheimen statt, da der Rest von Hello Games nicht wusste, woran sie arbeiteten, was zu einigen Spannungen in der Firma führte. Zudem war Murray besorgt, zu viel über das Spiel preiszugeben und befürchtete, dass auch kleinste Informationen über das Spiel zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen führen könnten. 2013 hatte Murray schließlich die Gelegenheit, das Spiel bei den VGX-Awards zu präsentieren, er erstellte dafür einen kurzen Teaser, den er einige Tage vor der großen Premiere auch dem Rest des Studios vorführte. Als die Entwicklung an No Man’s Sky voran ging, holte Murray immer mehr vom Rest des Teams an Bord, um das Spiel fertigzustellen.[10]

Am 8. Juli 2016 schlossen die Entwickler die Arbeiten an der Version des Spiels ab, die zur Veröffentlichung gedacht war. Seitdem wird an Patches gearbeitet, die neue Features und Fehlerbehebungen liefern sollen.[11][12] Insgesamt bestand das Entwicklerteam aus 15 Personen, die vier Jahre an dem Spiel arbeiteten.[13]

Das Spiel wurde zuerst für die PlayStation 4 am 9. August 2016 in den USA und einen Tag später in Europa veröffentlicht.[14] Es ist für den (Windows-)PC – als Konsolen-Portierung – seit dem 12. August 2016, unter anderem bei Steam und (DRM-frei) bei GOG.com verfügbar.[15][16] No Man’s Sky sollte ursprünglich am 22. Juni 2016 erscheinen, wurde aber auf den August verschoben.[17] Ab dem 3. März 2016 war das Spiel vorbestellbar.[6]

Das ursprünglich (in Schrift und Ton) in Englisch entwickelte Spiel wurde – neben Deutsch, hier gesprochen von Lara Trautmann[18] – unter anderem auch in die Sprachen Französisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch, Koreanisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch und (nur in Schrift) in Niederländisch übersetzt.[16]

Updates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der enormen Kritik veröffentlichte Hello Games Ende November 2016 das sogenannte Foundation Update, das zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen beinhaltet. Unter anderem besteht fortan die Möglichkeit, sich eine eigene Basis bzw. Stützpunkt zu errichten, wo man Forschung und Entwicklung betreiben sowie Ressourcen zwischenlagern kann. Außerdem wurden Frachter eingeführt, um besser handeln zu können. Das Update brachte zudem neue Biome, Ressourcen-Arten und Technologien.[19]

Mit dem Path Finder Update hat Hello Games das nächste große Update veröffentlicht. Die wichtigste Neuerung des zweiten kostenlosen Updates war die Einführung von sogenannten „Exocrafts“, also Fahrzeugen, mit denen man auf Planeten fahren kann. Außerdem ist es damit möglich, mehrere Raumschiffe zu besitzen und seine Heimatbasis online mit anderen Spielern zu teilen. Des Weiteren werden jetzt Raumschiffe und Waffen in Klassen eingeteilt, um deren Qualität schneller beurteilen zu können.[20]

Nach diesen beiden Updates kam ein etwas größeres Update im August 2017 namens Atlas Rises, das eine neue 30 Stunden lange Story beinhaltet und die Grafik der Texturen deutlich überarbeitet hat. Es kam nun auch ein Hauch von Multiplayer in das Spiel, denn Spieler können sich im Universum treffen und sehen sich als blaue Sphären. Lang angedeutete und inaktive Portale waren nach dem Update ebenfalls verfügbar und anhand von Adressen ist es den Spielern erlaubt, zu jedem beliebigen Planeten zu reisen.

Im Juli 2018 folgte das NEXT-Update, welches die Funktionalität des Basisbaus erweiterte, die Multiplayer-Fähigkeiten des Spiels verbesserte, neue Waffen und Schiffstypen einführte sowie die Grafik aufpolierte.

Mit dem The Abyss Update bekamen die Meere der Planeten im Oktober 2018 eine umfangreiche Erweiterung. Es war fortan möglich Unterwasser-Basen zu errichten sowie ein Unterwasser-Fahrzeug zu bauen und zu steuern um die stark erweiterte Flora und Fauna der Meere sowie versunkene Ruinen und Absturzstellen zu erkunden. Zudem wurde eine eigene Unterwasser-Storyline ergänzt und die Grafik beim Tauchen einem Redesign unterzogen.

Visions erschien kurz nach The Abyss und ist das bislang letzte Content-Update welches sich vor allem der Erweiterung planetarer Vielfalt widmete indem neue Biome und Aktionsorte eingefügt wurden.

Mit Beyond erschien im August 2019 ein weiteres Featureupdate. Neben VR-Möglichkeiten beinhaltet Beyond das von vielen Spielern langersehnte MMO-Feature, dass es allen Spielern ermöglicht mit allen anderen Online-Spielern in einem geteilten Universum zu interagieren.

Bewertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Fachpresse wurde No Man’s Sky eher gemischt aufgenommen, da viele versprochene Eigenschaften nicht ins Spiel eingearbeitet wurden, wie z. B. Raumflugmechanik.[21] Deswegen erhielt das Spiel anfangs mittelmäßige bzw. bei den Nutzern selbst teils stark unterdurchschnittliche Bewertungen. Beim Kritikenaggregator Metacritic erreicht das Spiel in der PlayStation 4-Version 71 von 100 möglichen Punkten basierend auf 92 Rezensionen bzw. 4,5 von 10 Punkten basierend auf 4.913 Nutzerbewertungen.[22] 4Players bewertete das Spiel mit 59 % („ausreichend“).[23] GameStar bewertete das Spiel mit 73 von 100 Punkten („gut“).[24] Nutzer der Onlinevertriebsplattform Steam bewerten das Spiel mit „Größtenteils negativ“.[25] Bereits nach den ersten beiden großen Updates Path Finder bzw. Atlas Rises stiegen die kürzlichen Bewertungen auf „Sehr positiv“ und bei die Gesamtbewertung auf „Ausgeglichen“.[26] Dieser Aufwärtstrend in den Bewertungen hält bis zum heutigen Tage an, und die Entwickler waren und sind offenkundig bemüht die zum Release versprochenen Eigenschaften, sowie weitergehende Features, in kostenfreien Updates nachzureichen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beyond Update. In: nomanssky.com. Hello Games, 14. August 2019, abgerufen am 14. August 2019 (englisch).
  2. Stefan Köhler: No Man’s Sky – Planetenzahl auf 18 Trillionen limitiert, keine Story. In: GameStar. Webedia, 3. August 2015, abgerufen am 9. August 2016.
  3. Four Questions About No Man’s Sky. Abgerufen am 17. August 2016 (englisch).
  4. Robert Hähnel: No Man’s Sky: Zwei Spieler treffen sich, sehen sich aber nicht. Abgerufen am 22. August 2016.
  5. Elena Schulz: No Man’s Sky – 3 wichtige Dinge, die wir aus dem Gameplay-Leak mitnehmen. In: GameStar. Webedia, 2. August 2016, abgerufen am 9. August 2016.
  6. a b Tim Rittmann: Vorab angespielt: So fühlt sich das simulierte Universum vom „No Man’s Sky“ an. In: Wired. Condé Nast Germany, 3. März 2016, abgerufen am 9. August 2016.
  7. No Man’s Sky: Update 1.1 „The Foundation“ veröffentlicht: Drei Spielmodi, eigener Außenposten, Frachter und mehr4Players, am 27. November 2016
  8. No Man’s Sky – Update 1.1 »The Foundation« ist da – das sind die Patch NotesGameStar, am 27. November 2016
  9. a b Tobias Veltin: No Man’s Sky – So funktioniert die Interaktion mit den NPCs. In: GameStar. Webedia, 13. April 2016, abgerufen am 9. August 2016.
  10. a b Jeff Cork: The Secret Story Behind No Man’s Sky. In: Game Informer. GameStop, 19. Dezember 2014, abgerufen am 15. August 2016 (englisch).
  11. Tobias Ritter: No Man’s Sky – Goldmeldung: Entwicklung abgeschlossen. In: GameStar. Webedia, 8. Juli 2016, abgerufen am 9. August 2016.
  12. Sean Murray: Update 1.04. Hello Games, 7. August 2016, abgerufen am 9. August 2016 (englisch).
  13. Tobias Veltin: No Man’s Sky Preview (PC) – Nicht zu (er)fassen! In: GameStar. Webedia, 3. März 2016, abgerufen am 9. August 2016.
  14. No Man’s Sky: Patch 1.08 bringt Stabilität, Bug Fixes & neue ProblemeIGN, am 5. September 2016; u. a. mit Zeitangabe zur Erstveröffentlichung [in Europa]
  15. No Man’s Sky bei Steam (englisch, noch [fast] ohne Deutsch) – 2016; abgerufen am 29. August 2016
  16. a b No Man’s Sky bei GOG.com (erfordert teilweise JavaScript) – 2016; abgerufen am 29. August 2016; unter anderem mit den unterstützten Sprachen
  17. Rhonda Bachmann: No Man’s Sky – Release nochmals verschoben (Update). In: PC Games Hardware. Computec Media, 28. Mai 2016, abgerufen am 9. August 2016.
  18. Lara TrautmannBodalgo, am 4. September 2016; u. a. mit „No Man’s Sky (Hauptrolle) – 4-real Intermedia“
  19. No Man’s Sky – Umfangreiche Patch-Notes und Video zum Foundation Update. In: ps4info.de. Abgerufen am 28. November 2016.
  20. Introducing The Path Finder Update. In: nomanssky.com. Hello Games, abgerufen am 10. April 2017.
  21. Tobias Ritter: No Man’s Sky – Vorwurf der Spieler: diese angekündigten Features sollen fehlen. In: GameStar. Abgerufen am 20. August 2016.
  22. No Man’s Sky for PlayStation 4 Reviews. In: Metacritic. Abgerufen am 15. Oktober 2016 (englisch).
  23. Test No Man’s Sky. In: 4Players. Abgerufen am 13. August 2016.
  24. No Man’s Sky (PC) – Test, Download, Systemanforderungen, Release Termin, Demo. In: GameStar. Abgerufen am 13. August 2016.
  25. Test No Man’s Sky. In: Steam. Abgerufen am 15. Oktober 2016 (englisch).
  26. No Man’s Sky bei Steam. Abgerufen am 10. April 2017.