Nuovo Trasporto Viaggiatori

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Italo - Nuovo Trasporto Viaggiatori S.p.A.

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Rechtsform Società per azioni
Gründung 2006
Sitz Rom, ItalienItalien Italien
Leitung
  • Gianbattista La Rocca, CEO
Mitarbeiterzahl 974 (2017)[2]
Umsatz 454,94 Mio. EUR (2017)[2]
Branche Eisenbahnverkehr
Website italospa.italotreno.it

Nuovo Trasporto Viaggiatori
Strecke der Nuovo Trasporto Viaggiatori
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Torino Porta Susa
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Milano Porta Garibaldi
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Milano Rogoredo
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Reggio Emilia AV
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Venezia Santa Lucia
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Venezia Mestre
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Padova Centrale
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Bologna Centrale
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Firenze SMN
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Roma Tiburtina
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Roma Termini
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Napoli Centrale
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Salerno Centrale
   
   
Strecke – geradeaus
Turin–Salerno
   
   
Venedig–Rom

Die Italo - Nuovo Trasporto Viaggiatori S.p.A. (NTV) ist ein privates italienisches Eisenbahnunternehmen. Es bietet seit dem 28. April 2012 in Konkurrenz zur staatlichen Trenitalia Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen italienischen Großstädten an.[3][4][5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NTV wurde 2006 von vier italienischen Industriellen gegründet, darunter Luca Cordero di Montezemolo, seinerzeit Verwaltungsratsvorsitzender von Ferrari und Fiat, sowie Diego Della Valle, Inhaber der Tod’s Group.

Züge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AGV 575[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein .Italo AGV von NTV im Bahnhof Napoli Centrale

Im März 2008 bestellte NTV bei der französischen Alstom 25 Exemplare des neuen elektrisch betriebenen Hochgeschwindigkeits-Triebzugs AGV.[6] Im November 2008 fiel die Entscheidung, die Züge unter dem Markennamen .italo verkehren zu lassen.[7] 17 der 25 als Baureihe 575 bezeichneten Fahrzeuge wurden in La Rochelle gebaut, acht weitere im italienischen Savigliano. Sie bieten auf einer Länge von 200 m in 11 Wagen 462 Sitzplätze und erreichen (unter 25 kV Wechselstrom) eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Die Antriebsleistung von 7,5 MW verteilt sich auf zehn permanenterregte Elektromotoren.[8]

Die dunkelroten Züge, deren Inneneinrichtung von Giorgio Giugiaro entworfen wurde[9], verfügten ursprünglich über drei Wagenklassen: Smart, Prima und Club. Ein Wagen der Smart-Klasse wurde mit Bildschirmen an der Decke als Smart Cinema („Kinowagen“) ausgestattet.[10] Inzwischen existiert eine weitere, eXtra Large genannte Klasse zwischen Smart und Prima, die wie Prima bestuhlt, preislich aber darunter angesiedelt ist.[11]

Italo EVO[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Italo EVO handelt es sich um eine Weiterentwicklung des ETR 600, ebenfalls von Alstom, aus der Pendolino-Serie. Diese Züge sind 187 Meter lang und bieten in 7 Wagen 472 Fahrgästen Platz. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h, anders als der Name der Serie vermuten lässt, verfügen sie nicht über Neigetechnik. Die ersten 4 dieser Züge wurden im Dezember 2017 eingesetzt, bis 2018 wurden 22 Exemplare angeschafft.

Die Wartung der Züge erfolgt in einer Werkstätte bei Nola in der Nähe von Neapel durch den Fahrzeughersteller Alstom. Die Anlage auf einer Fläche von 140.000 m2 umfasst elf Gleise, sowie eine 55.000 m2 große Wartungshalle. Sie beschäftigt 180 Mitarbeiter.[12]

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Turin - Salerno: Torino Porta Nuova - Torino Porta Susa - Milano Centrale - Milano Rogoredo - Reggio Emilia Mediopadana - Bologna - Firenze - Roma Tiburtina - Roma Termini - Napoli Afragola - Napoli - Salerno
  • Venedig - Salerno: Venezia - Venezia Mestre - Padova - Rovigo - Ferrara - Bologna - Firenze - Roma Tiburtina - Roma Termini - Napoli Afragola - Napoli - Salerno
  • Bergamo - Neapel: Bergamo - Brescia - Desenzano Sirmione - Peschiera del Garda - Verona Porta Nuova - Bologna - Firenze - Roma Tiburtina - Roma Termini - Napoli Afragola - Napoli
  • Turin - Venedig: Torino Porta Nuova - Torino Porta Susa - Milano Centrale - Brescia - Desenzano Sirmione - Peschiera del Garda - Verona Porta Nuova - Vicenza - Padova - Mestre - Venedig
  • Bozen - Salerno: Bolzano/Bozen - Trento - Verona - Bologna - Firenze - Roma Tiburtina - Roma Termini - Napoli Afragola - Napoli - Salerno
  • Mailand - Rom Nonstop: Milano Centrale - Milano Rogoredo - Roma Tiburtina - Roma Termini

Eigentümer und Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ursprüngliche Grundkapital betrug eine Million Euro.[13] Anfang 2008 trat die Banca Intesa Sanpaolo mit seinerzeit 20 Prozent in das Kapital der Gesellschaft ein, wofür sie zwischen 49 und 62 Millionen Euro aufwendete. Zudem räumte sie NTV eine Kreditlinie über 750 Millionen Euro ein.[14] Der Präsident Giuseppe Sciarrone hielt dabei noch einen Kapitalanteil von 4 %, jeweils 24 % entfielen auf Montezemolo, Della Valle und den Unternehmer Gianni Punzo.[15] Im Oktober 2008 erwarb die französische Staatsbahn SNCF für 80 Millionen Euro einen 20%igen Anteil an dem Unternehmen.[16]

Im März 2015 wurden die Eigentümer von NTV und ihre Geschäftsanteile auf den Internetseiten des Unternehmens wie folgt dargestellt[17]:

  • 35 Prozent MDP Holding (Diego Della Valle, Luca di Montezemolo, Gianni Punzo zu gleichen Teilen),
  • 20 Prozent Intesa Sanpaolo (Bank),
  • 20 Prozent SNCF,
  • 15 Prozent Assicurazioni Generali (Versicherung),
  • 5 Prozent Alberto Bombassei,
  • 5 Prozent Isabella Seragnoli,
  • 1,5 Prozent Giuseppe Sciarrone.

Am 7. Februar 2018 hat der amerikanische Infrastrukturfonds Global Infrastructure Partners angekündigt, .Italo für 1,98 Mrd. € zu übernehmen. Eigentlich wollte die Bahngesellschaft im März rund 40 % des Aktienkapitals an die Mailänder Börse bringen. Der Börsengang wird nun aber abgeblasen, immer vorausgesetzt, dass die Wettbewerbs- bzw. Kartellbehörden der EU die Übernahme absegnen.

Geschäftsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der ursprünglichen Planung wollte das Unternehmen bis 2015 einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen, entsprechend 30.000 Fahrgästen pro Tag bzw. 3,3 Milliarden Personenkilometern jährlich. Die Gewinnschwelle sollte 2013 (bei einem Umsatz von 396 Millionen Euro) erreicht werden.[18]

Tatsächlich erzielte man 2013 nur einen Umsatz von 239,5 Millionen Euro und schloss das Jahr mit einem Verlust von 105,8 Mio. Euro (vor Steuern) bzw. 77,6 Millionen Euro (nach Steuern) ab. 2014 erwartete NTV, frühestens 2016 schwarze Zahlen zu schreiben.[19]

Im September 2014 wurde gemeldet, dass NTV große wirtschaftliche Probleme habe. Angesichts hoher Verluste und einer Verschuldung von 781 Mio. Euro verhandele man mit den Banken, um Zahlungen zu strecken. Außerdem sei beabsichtigt, rund 300 der gut 1000 Mitarbeiter zu entlassen.[20] Laut Beschluss vom 24. September 2014 sollen Schulden restrukturiert werden und die Eigentümer neue Einlagen leisten.[21] Am 10. April 2015 kam es wegen der geplanten Entlassung von 246 Mitarbeitern zu einem achtstündigen Streik bei NTV.[22] Die Restrukturierung wurde im Jahr 2015 abgeschlossen.

Seit Dezember 2015 werden unter dem Namen Italobus Zubringerbusse zu den Bahnhöfen Milano Rogoredo, Reggio Emilia, Napoli Afragola und Salerno betrieben. Die Nutzung dieser Busse ist nur in Verbindung mit einem Zugticket möglich.

Im Jahr 2017 erzielte Italo NTV schließlich ein Rekordergebnis mit 12,8 Millionen Passagieren, welche für 455 Mio. € Umsatz und ein operatives Ergebnis von 156 Mio. € sorgten.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Studer: Die Privatgesellschaft NTV macht Tempo. Rasen um die Wette. In: eisenbahn magazin. Nr. 3/2013. Alba Publikation, März 2013, ISSN 0342-1902, S. 28–30.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nuovo Trasporto Viaggiatori – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. italospa.italotreno.it/ – Board of Directors
  2. a b c italospa.italotreno.it - Annual Report 2017
  3. Nachricht auf kurier.at vom 29. April 2012, abgerufen am 29. April 2012
  4. Hochgeschwindigkeitszug: Ein „Ferrari auf Schienen“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 18. April 2012
  5. Hans-Jürgen Schlamp: Highspeed-Bahn „Italo“: Die Zeit vergeht wie im Zug. In: Spiegel Online. 23. April 2012
  6. Alstom präsentiert den Hochgeschwindigkeits-Triebwagenzug AGV. Eisenbahn-Revue International 3/2008, Seite 117.
  7. NTV, Pressemitteilung 18. November 2008: NTV’s train will be called .Italo (Memento des Originals vom 17. Juni 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ntvspa.it
  8. Keith Fender: AGV. In: Modern Railways. Bd. 69, Nr. 764, 2012, ISSN 0026-8356, S. 78–79.
  9. Salzburger Nachrichten, Italien hat neuen Hochgeschwindigkeitszug
  10. NTV zeigt den „Italo“ erstmals von innen. Eisenbahn-Revue International 2/2012.
  11. Seite "Ambiente eXtra Large" auf italotreno.it [1]. Abgerufen am 19. April 2015.
  12. Angaben von Alstom: [2]
  13. Meldung des Corriere della Sera vom 12. Januar 2007 (italienisch).
  14. NTV cerca treni e finanziatori (NTV sucht Züge und Geldgeber, italienisch)
  15. Artikel in La Repubblica vom 12. Januar 2008 (italienisch)
  16. SNCF steigt in den italienischen Schienenverkehr ein. In: Börsen-Zeitung Nr. 196 vom 10. Oktober 2008, S. 13.
  17. NTV-Internetseite "Shareholders" Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 28. Februar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ntvspa.it, abgerufen am 14. März 2015
  18. David Briginshaw: North-south high-speed line opens for business. In: International Railway Journal, ISSN 0744-5326, Dezember 2009, S. 20–24.
  19. Berichte international. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 10, 2014, ISSN 1421-2811, S. 512.
  20. eurailpress.de - Italien: NTV mit großen wirtschaftlichen Problemen 5. September 2014
  21. NTV to withdraw Adriatic Services, in: International Railway Journal, 26. September 2014
  22. Lok Report: Große Beteiligung am Streik bei NTV (Memento des Originals vom 18. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/lok-report.de. Abgerufen am 18. April 2015