Savigliano

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Savigliano
Kein Wappen vorhanden.
Savigliano (Italien)
Savigliano
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Cuneo (CN)
Koordinaten 44° 39′ N, 7° 39′ OKoordinaten: 44° 38′ 52″ N, 7° 39′ 15″ O
Höhe 321 m s.l.m.
Fläche 110 km²
Einwohner 21.471 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 195 Einw./km²
Postleitzahl 12038
Vorwahl 0172
ISTAT-Nummer 004215
Volksbezeichnung Saviglianesi
Schutzpatron San Sebastiano
Website Savigliano

Savigliano (piemontesisch Savijan) ist eine Kleinstadt mit 21.471 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der italienischen Provinz Cuneo (CN), Region Piemont.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind Cavallermaggiore, Cervere, Fossano, Genola, Lagnasco, Marene, Monasterolo di Savigliano, Scarnafigi, Verzuolo, Villafalletto und Vottignasco.

Die Stadt liegt südöstlich von Turin, 33 km von der Provinzhauptstadt Cuneo entfernt auf einer Höhe von 320 m s.l.m. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 110,74 km².

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bereits 981 erwähnte Siedlung wurde im 14. Jahrhundert Teil der Markgrafschaft Saluzzo, fiel 1548 an Frankreich und 1601 an das Herzogtum Savoyen. Bis zum 18. Jahrhundert spielte die befestigte Stadt eine wichtige strategische Rolle. 1853 durch die Eisenbahn erschlossen, wurde Savigliano ein wichtiger Standort für die Textil- und Maschinenbauindustrie. Die Eisenbahnwerke, 1880 als SNOS gegründet, wurden später von FIAT übernommen und gehören heute zum französischen Konzern Alstom.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Zentrum der Stadt ist die langgestreckte Piazza Santorre di Santarosa. Vor allem an ihrer Westseite zeigt sie alte Bausubstanz. Die zum Markt hin sich öffnenden Arkaden beruhen auf spätgotischen Bauvorschriften. Noch mittelalterlich sind die Häuser Nr. 51, 53-54, 60-64 und 12. Im Kern gotisch ist auch der barock ergänzte Torre del Commune (Nr. 47). Im Norden schließt sich die jüngere Piazza del Populo mit ihrer klassizistischen Markthalle an, im Süden die Via S. Andrea, wo die gleichnamige Pfarrkirche (1699–1757) mit ihrem Glockenturm im Stil des Rokoko dem frühbarocken Palazzo Taffini (Nr. 53, Sparkasse) gegenüberliegt. Sein Innenhof wird von dreigeschossigen Arkaden umzogen. Den Festsaal stattete um 1640 Giovanni Antonio Molineri mit gemalten Gobelins aus, die unter einem Deckenfresko mit dem Triumph der Siegesgöttin die Feldzüge des Savoyerherzogs Vittorio Amadeos I. († 1637) verherrlichen. Etwa gleichzeitig entstand der nahegelegene Palazzo Muratori Cravetta mit seinem künstlerisch reich dekorierten Innenhof.[2]

Sehenswert ist ferner das Museo Ferroviario Piemontese mit alten Dampf- und Drehstromlokomotiven, aber auch dem Diesel-Pendolino und den TML-Prototypdrehgestellen sowie den Mockups der Führerstände von ETR 450 und ETR 460. In Savigliano werden die Pendolino-Neigezüge vom ETR 401 bis zum ETR 610 hergestellt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Villa María in Argentinien und Pilos in Griechenland bestehen Städtepartnerschaften.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Heinz Schomann: Piemont, Ligurien, Aosta-Tal. Kunstdenkmäler und Museen, (Reclams Kunstführer Bd. 1,2) Stuttgart: Reclam, 1982, S. 385–386; Ida Leinberger und Walter Pippke: Piemont, Köln 2013, S. 242–243.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]