Otto Kandler

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Otto Kandler (* 23. Oktober 1920 in Deggendorf) ist ein deutscher Botaniker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kandler wurde 1949 an der Universität München promoviert und 1953 dort habilitiert.

Von 1960 bis 1968 war er Direktor des Bakteriologischen Instituts der Süddeutschen Versuchs- und Forschungsanstalt für Milchwirtschaft der Technischen Hochschule München.

Von 1968 bis zu seiner Emeritierung 1986 war er ordentlicher Professor für Botanik und Mikrobiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Zusammen mit Carl Woese ergänzte er die traditionelle Einteilung der Lebewesen in Eukaryoten und Prokaryoten um eine dritte Form, die Archaea. Später widmete er sich der Erforschung von Waldschäden.

1971 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.[1] Seit 1983 ist er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.[2] Kandler ist Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kandler wurde am 14. Juli 2005 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Archaebakterien und Phylogenie. Opladen: Westdt. Verl., 1986 (Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften: N; 343), ISBN 3-531-08343-0.
  • C. R. Woese, O. Kandler und M. L. Wheelis: Towards a natural system of organisms: Proposal of the domains Archaea, Bacteria and Eucarya. In: Proc. Natl. Acad. Sci. USA 87, 1990, S. 4576–4579.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von Prof. Dr. Otto Kandler (mit Bild) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 15. Juli 2016.
  2. Mitgliedseintrag von Prof. Dr. Otto Kandler (mit Bild) bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 15. Juli 2016.
  3. Ehrenmitglieder der Deutschen Botanischen Gesellschaft