Otto von Bernuth

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Otto Friedrich Karl von Bernuth (* 2. Dezember 1816 in Berlin-Friedrichswerder; † 20. Oktober 1887 in Bonn)[1] war ein preußischer Beamter. Er war unter anderem Polizeipräsident in Berlin und Regierungspräsident in Köln. Außerdem war er konservativer Abgeordneter im Preußischen Abgeordnetenhaus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er stammte aus der Adelsfamilie von Bernuth und war der Sohn des Julius August von Bernuth (1782–1857), Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat im Ministerium des Innern und Mitglied des preußischen Staatsrats, und der Theodora Philippine Jochmus.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Januar 1817 wurde er in Berlin-Friedrichswerder getauft. Bernuth trat nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Berlin 1839 als Regierungsreferendar in den preußischen Staatsdienst ein. Seit 1835 war er Angehöriger des Corps Borussia Bonn.[2] Im Jahr 1843 wurde er Regierungsassessor in Danzig und wechselte 1846 nach Koblenz.

Im Jahr 1848 wurde Bernuth zum kommissarischen Landrat im Landkreis Liegnitz ernannt. Zwei Jahre später folgte die offizielle Ernennung. Seit 1862 amtierte Bernuth als Polizeipräsident von Berlin. Im Jahr 1867 wurde er zum Regierungspräsidenten in Köln ernannt. Nachdem im Jahr 1884 öffentlich über seine Rolle als Polizeipräsident in Berlin im Zusammenhang mit dem Attentat auf Otto von Bismarck im Jahr 1866 diskutiert worden war, wurde Bernuth außer Dienst gestellt. Nachträglich wurde er durch die Verleihung des Sterns zum Kronenorden II. Klasse rehabilitiert.

Bernuth war auch politisch aktiv. Von 1849 bis 1852 und von 1859 bis 1861 gehörte er als Mitglied der rechten Fraktion des Grafen Karl von Pückler-Burghauß dem preußischen Abgeordnetenhaus an.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war mit Johanna Emilie, geborene von Graß verheiratet. Aus der Ehe ging u.a. der spätere preußische Generalmajor Clemens von Bernuth (1848–1922) hervor.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 357. Auszug in der Google-Buchsuche
  2. Kösener Corpslisten 1960, 9, 207
  3. Otto Söding: Offizier-Stammliste des Königlich Preußischen 7. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 96. E.S. Mittler & Sohn. Berlin 1912. S. 121.