Clemens Busch (Verwaltungsjurist)

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Clemens A. E. Busch (* 23. Juli 1879; † 6. November 1966) war ein deutscher Verwaltungsjurist. Er war von 1912/13 bis 1919 Landrat des Landkreises Altenkirchen und von 1945 bis 1947 Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Köln.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn des Diplomaten Clemens Busch und der Margot, geb. Bendemann, absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaft. Nach dem Ersten Juristischen Staatsexamen trat er 1900 als Gerichtsreferendar in den preußischen Justizdienst ein. Er war seit 1903 Regierungsreferendar, legte das Zweite Juristische Staatsexamen ab und wurde zum Doktor der Rechte promoviert. Ab 1905 war er Regierungsassessor.

Busch war seit 1907 bei der Zentralgenossenschaftskasse und bei der Ansiedlungskommission der Regierung in Posen tätig. 1911 ging er nach Köln. Ein Jahr später wurde er zunächst kommissarisch, 1913 dann endgültig Landrat des Landkreises Altenkirchen.[1] Zwischen 1914 und 1916 leistete er Militärdienst, zuletzt als Hauptmann in der Kriegsverwaltung. Ab 1916 war er als Referent im Kriegsernährungsamt tätig, wo seine Beförderung zum Regierungsrat erfolgte.[2]

Busch war seit August 1919 Hilfsarbeiter im Preußischen Staatsministerium und wurde im Oktober 1919 von Wilhelm Boden als Landrat abgelöst. Am 1. Dezember 1919 erfolgte seine Ernennung zum Ministerialrat, gleichzeitig wurde ihm der Titel Geheimer Regierungsrat verliehen. Ab 1920 war er Oberverwaltungsgerichtsrat. 1922 wechselte er als Reichsfinanzrat zum Reichsfinanzhof in München, wo er als Richter tätig war. 1937 trat er in den Ruhestand ein.[2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Busch am 21. Mai 1945 zum Kölner Regierungspräsidenten ernannt.[3] Am 1. März 1947 erfolgte sein Eintritt in den Ruhestand.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rolf Jehke: Landkreis Altenkirchen (Westerwald). Verwaltungsgeschichte und Landräte. 26. April 2014, abgerufen am 17. Januar 2016.
  2. a b c Gerhard Schulze (Bearb.): Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band 11/II, 14. November 1918 bis 31. März 1925. Acta Borussica, Neue Folge. Hrsgg. von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Olms-Weidmann, Hildesheim 2002, S. 549 (PDF; 1,9 MB).
  3. Franz-Rudolf von Weiss: Kriegsende und Neuanfang am Rhein. Oldenbourg, München 1986, S. 138.