Pabneukirchen

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Marktgemeinde
Pabneukirchen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Pabneukirchen
Pabneukirchen (Österreich)
Pabneukirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Perg
Kfz-Kennzeichen: PE
Fläche: 40,96 km²
Koordinaten: 48° 19′ N, 14° 49′ OKoordinaten: 48° 19′ 1″ N, 14° 49′ 1″ O
Höhe: 571 m ü. A.
Einwohner: 1.688 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 41 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4363
Vorwahl: 07265
Gemeindekennziffer: 4 11 15
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Markt 16
4363 Pabneukirchen
Website: www.pabneukirchen.at
Politik
Bürgermeisterin: Barbara Payreder (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2015)
(19 Mitglieder)
11
5
3
11 
Insgesamt 19 Sitze
  • ÖVP: 11
  • Liste für Pabneukirchen: 5
  • SPÖ: 3
Lage von Pabneukirchen im Bezirk Perg
Allerheiligen im MühlkreisArbingBad KreuzenBaumgartenbergDimbachGreinKatsdorfKlamLangensteinLuftenberg an der DonauMauthausenMitterkirchen im MachlandMünzbachNaarn im MachlandePabneukirchenPergRechbergRied in der RiedmarkSt. Georgen am WaldeSt. Georgen an der GusenSt. Nikola an der DonauSt. Thomas am BlasensteinSaxenSchwertbergWaldhausen im StrudengauWindhaag bei PergOberösterreichLage der Gemeinde Pabneukirchen im Bezirk Perg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Pabneukirchen von Westen
Pabneukirchen von Westen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pabneukirchen ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Perg im Mühlviertel mit 1688 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021).

Die Gemeinde zählt seit 2003 zum Gerichtsbezirk Perg (zuvor zum ehemaligen Gerichtsbezirk Grein) mit dem zuständigen Bezirksgericht in der Bezirkshauptstadt Perg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pabneukirchen liegt auf 571 m Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,2 km, von West nach Ost 11,1 km. Die Gesamtfläche beträgt rund vierzig Quadratkilometer. Davon sind beinahe 44 Prozent bewaldet und über die Hälfte werden landwirtschaftlich genutzt.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 19 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[2]):

  • Eibeck (12)
  • Großerlau (7)
  • Henndorf (40)
  • Markt-Süd (116)
  • Mitter-Pabneukirchen (84)
  • Neudorf (175)
  • Nieder-Schreineredt (35)
  • Ober-Eisendorf (38)
  • Ober-Pabneukirchen (71)
  • Pabneukirchen (458)
  • Riedersdorf (185)
  • Schreineredt (33)
  • Sonnleitn (39)
  • Staub (21)
  • Thomastal (42)
  • Unter-Eisendorf (91)
  • Unter-Pabneukirchen (70)
  • Unter-Sankt Georgen (20)
  • Wetzelsberg (151)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Pabneukirchen, Riedersdorf und Wetzelsberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königswiesen St. Georgen
St. Thomas Nachbargemeinden Dimbach
Bad Kreuzen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Im Jahr 1147 wurde (Pab)neukirchen anlässlich der Gründung des Klosters Säbnich (später Stift Waldhausen) erstmals urkundlich erwähnt.[3][4] Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 beheimatete die Gemeinde laut Volkszählung 1765 Einwohner; 2001 waren es 1726 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pabneukirchen

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Naturschutzbuch der oberösterreichischen Landesregierung ist die zwölf Meter hohe Einsiedlermauer als Naturdenkmal eingetragen. Es handelt sich um eine Felsbildung aus Weinsberger Granit und einer als Opferschale gedeuteten Vertiefung, die durch chemische und biologische Verwitterung entstanden ist.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 waren 153 Erwerbstätige in der Landwirtschaft beschäftigt. Im Produktionssektor arbeiteten neunzig Prozent der 390 Beschäftigten im Bereich Warenherstellung. Die Branchen Handel und soziale und öffentliche Dienste waren die wichtigsten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor, für den rund 160 Personen arbeiteten.[6]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten (Caritas)
  • Volksschule
  • Neue Mittelschule
  • Volkshochschule
  • Haus der Musik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern, seit der Gemeinderatswahl 2015 hat er folgende Verteilung:[7]

  • 11 Mandate ÖVP
  • 05 Mandate Liste für Pabneukirchen
  • 03 Mandate SPÖ

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister war bis 2019 Johann Buchberger (ÖVP). Am 31. Oktober 2019 folgte ihm ÖVP-Vizebürgermeisterin Barbara Payreder in diesem Amt nach.[8][9][10]

  • bis 2019: Johann Buchberger (ÖVP)
  • seit 2019: Barbara Payreder (ÖVP)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Schwarz auf goldenem Dreiberg ein goldener, auf der mittleren und hinteren Kuppe aufrecht stehender Steinbock, an einem aus der vorderen Kuppe wachsenden, grün beblätterten Haselstrauch mit roten Früchten äsend.[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Otto Ransmayr (1929–2021), Pfarrer von Pabneukirchen 1963–1999[12]
  • 2021: Johann Buchberger (1929–2021), Bürgermeister von Pabneukirchen 2002–2019[13]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pabneukirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Pabneukirchen, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. Karl Hohensinner, Peter Wiesinger, unter Mitarbeit von Hermann Scheuringer, Michael Schefbäck: Die Ortsnamen der politischen Bezirke Perg und Freistadt (Östliches Mühlviertel) (= Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band 11). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 978-3-7001-3103-8, S. 107, Nr. 11.3.9.1.
  4. Bischof Reginbert von Passau bestätigt die Gründung des Klosters Waldhausen und erlaubt dem Stifter Otto von Machland alle passauischen Lehen, Greifenstein ausgenommen, demselben zu übergeben. In: Oberösterreichisches Urkundenbuch. Band 2, Nr. CLVII, Mai 1147, S. 237 („Dunnenbahc“ Dimbach, „Grine“ Grein, „Chunigesuuisen“ Königswiesen, „Croucen“ Kreuzen, „Niunchirchen“ Pabneukirchen und „ecclesiam sancti Georgii“ St. Georgen am Walde werden darin erstmals urkundlich erwähnt).
  5. Naturdenkmal in Pabneukirchen
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Pabneukirchen, Erwerbstätige am Arbeitsort. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  7. Gemeinderatswahl 2015 Oberösterreich. (PDF) Amt der Oö. Landesregierung, S. 23, 24, 71, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  8. Zwei neue Bürgermeisterinnen im Bezirk Perg. 28. August 2019, abgerufen am 17. September 2019.
  9. Manfred Nenning wird Vizebürgermeister: Bürgermeisterwechsel am 31. Oktober 2019. 21. Oktober 2019, abgerufen am 22. Oktober 2019.
  10. Robert Zinterhof: Barbara Payreder neue Bürgermeisterin in einer reinen Männerrunde. 1. November 2019, abgerufen am 1. November 2019.
  11. Land Oberösterreich - Gemeinden. Abgerufen am 16. Dezember 2020.
  12. Pabneukirchens Alt-Pfarrer und Ehrenbürger Otto Ransmayr verstorben. In: tips.at. Abgerufen am 22. Oktober 2021.
  13. Johann Buchberger Ehrenbürger. In: meinbezirk.at. Abgerufen am 22. Oktober 2021.