Schwertberg

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Schwertberg
Wappen von Schwertberg
Schwertberg (Österreich)
Schwertberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Perg
Kfz-Kennzeichen: PE
Fläche: 18,79 km²
Koordinaten: 48° 16′ N, 14° 35′ O48.27166666666714.583333333333268Koordinaten: 48° 16′ 18″ N, 14° 35′ 0″ O
Höhe: 268 m ü. A.
Einwohner: 5.187 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 276 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4311
Vorwahl: 07262
Gemeindekennziffer: 4 11 24
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schacherbergstraße 3
4311 Schwertberg
Website: www.schwertberg.at
Politik
Bürgermeister: Marianne Gusenbauer (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(31 Mitglieder)
14
11
3
3
14 11 
Von 31 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Schwertberg im Bezirk Perg
Allerheiligen im Mühlkreis Arbing Bad Kreuzen Baumgartenberg Dimbach Grein Katsdorf Klam Langenstein Luftenberg an der Donau Mauthausen Mitterkirchen im Machland Münzbach Naarn im Machlande Pabneukirchen Perg Rechberg Ried in der Riedmark St. Georgen am Walde St. Georgen an der Gusen St. Nikola an der Donau St. Thomas am Blasenstein Saxen Schwertberg Waldhausen im Strudengau Windhaag bei Perg OberösterreichLage der Gemeinde Schwertberg im Bezirk Perg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schwertberg ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich mit 5187 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Der Ort liegt im Bezirk Perg im unteren Mühlviertel, etwa 20 km östlich der Landeshauptstadt Linz.

Das zuständige Bezirksgericht der zum Gerichtsbezirk Perg zählenden Gemeinde befindet sich im 6 km entfernten Perg.

Schwertberg bei Nacht

Geografie[Bearbeiten]

Schwertberg liegt auf 268 m Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,5 km, von West nach Ost 6,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 18,7 km². 32,1 % der Fläche sind bewaldet, 53,5 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde[Bearbeiten]

Aisting, Doppl, Furth, Hart, Josefstal, Lina,[1] Neu-Schwertberg, Poneggen, Windegg, Winden

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Tragwein
Ried Nachbargemeinden Allerheiligen
Mauthausen Naarn Perg

Geschichte[Bearbeiten]

Am 25. November 1287 wurde „Swertberg“ als Forum (= Markt) in einer Urkunde des Herzog Albrecht I. erstmals erwähnt. Der Ort gehörte damals zur Regensburger Herrschaft Windegg, die im Lehensbesitz Leutholds I. von Kuenring war. Zwischen 1357 und 1570 hieß der Markt „Schwerdberg“ und bekam dann unter dem neuen Besitzer Hans Tschernembl den Namen Schwertberg.

1715 und 1822 stand Schwertberg in Flammen, fast der gesamte Markt wurde dabei vernichtet. Während des Donauhochwassers 2002 wurde die Marktgemeinde vom hochwasserführenden Donauzufluss Aist stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Aufbauarbeiten dauerten mehr als ein Jahr.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum „Österreich ob der Enns“ zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Wappen[Bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Schwarz über einem goldenen Dreiberg ein silbernes, schräggestelltes Schwert. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Grün.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Seit 1987 besteht mit der bayerischen Gemeinde Schiltberg eine offizielle Partnerschaft.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Frau Marianne Gusenbauer von der SPÖ.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Ab den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich das Ortsbild in großem Ausmaß. Nun wird nicht nur im Marktkern eifrig gebaut, die Häuserreihen ziehen sich auch weiter in die Ebene hinaus besetzen Höhenzüge und die Flanken. Im Jahr 1995 zählt der Gemeindekern mehr als 600 Gebäude (um das Jahr 1930 waren es 200), Randzonen nicht miteinbezogen.

Von den 1100 Gebäuden im gesamten Gemeindegebiet sind nur rund 300 älter als 50 Jahre. Allein in der Zeit von 1961 bis 1971 wurden zweihundert Häuser errichtet.

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 4532 Einwohner, 2001 dann 5179 Einwohner. 2007 zählte die Gemeinde 5249 Hauptwohnsitz-Einwohner

Kultur[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

1965 wurde im aufgelassenen Steinbruch Aiser die Aiserbühne, eine Freilichtbühne eingerichtet, die überregional einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Seit der Gründung kommt jährlich in den Sommermonaten ein ausgewähltes Stück zur Aufführung. 2007 gab die Laienspielgruppe rund um den Gründer und Obmann Konsulent Franz Reindl „Der Fächer“ von Carlo Goldoni zum Besten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schwertberg
  • Schloss Schwertberg: erstmalige Erwähnung 1327; am Ortsrand von Schwertberg
  • Schloss Poneggen: im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt; ein ehemaliges Schloss an der Westeinfahrt des Ortes
  • Burgruine Windegg: im 12. Jahrhundert errichtet, in den 1980er Jahren in Privatinitiative renoviert (Verein Arbeitskreis Windegg); nördlich des Ortes

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Schwertberg ist der Sitz der österreichischen Kaolin- und Montanindustrie Aktiengesellschaft (KAMIG), des größten Kaolin Abbauunternehmen in Österreich. Die Betriebsstätte befindet sich in Kriechbaum-Weinzierl und umfasst die Gemeinden Allerheiligen im Mühlkreis, Perg, Schwertberg und Tragwein. 2004 wurden 16.345 Tonnen Reinkaolin im Tagbau oder im Grubenbau gewonnen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Schwertberg befinden sich die Stammwerke zweier großer und international tätiger Unternehmen:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwertberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leopold Josef Mayböck: Die Flurnamen in der Ortschaft Lina. In: Windegger Geschichten. Mitteilungsblatt des Arbeitskreises Windegg im Schwertberger Kulturring. Teil II 31. Ausgabe, Mai 2009 (pdf, ooegeschichte.at)