Ried in der Riedmark

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Marktgemeinde
Ried in der Riedmark
Wappen Österreichkarte
Wappen von Ried in der Riedmark
Ried in der Riedmark (Österreich)
Ried in der Riedmark
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Perg
Kfz-Kennzeichen: PE
Fläche: 32,63 km²
Koordinaten: 48° 16′ N, 14° 33′ OKoordinaten: 48° 16′ 16″ N, 14° 32′ 44″ O
Höhe: 306 m ü. A.
Einwohner: 4.259 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 131 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4312
Vorwahl: 07238
Gemeindekennziffer: 4 11 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 2
4312 Ried in der Riedmark
Website: www.ried-riedmark.at
Politik
Bürgermeister: Ernst Rabl (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
11
8
3
3
11 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Ried in der Riedmark im Bezirk Perg
Allerheiligen im MühlkreisArbingBad KreuzenBaumgartenbergDimbachGreinKatsdorfKlamLangensteinLuftenberg an der DonauMauthausenMitterkirchen im MachlandMünzbachNaarn im MachlandePabneukirchenPergRechbergRied in der RiedmarkSt. Georgen am WaldeSt. Georgen an der GusenSt. Nikola an der DonauSt. Thomas am BlasensteinSaxenSchwertbergWaldhausen im StrudengauWindhaag bei PergOberösterreichLage der Gemeinde Ried in der Riedmark im Bezirk Perg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Ried in der Riedmark ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Perg im Mühlviertel mit 4259 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019). Die Gemeinde zählt zum Gerichtsbezirk Perg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ried in der Riedmark liegt auf um die 300 m Höhe im unteren Mühlviertel.

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,5 km, von West nach Ost 7,8 km. Die Gesamtfläche beträgt 32,6 km². 19 % der Fläche sind bewaldet, 70,9 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Der Rieder Bach, ein Nebenfluss der Gusen zur Donau, fließt durch die Gemeinde.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altaist, Marbach, Obenberg und Ried in der Riedmark.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

Zählsprengel sind Ried in der Riedmark-Niederzirking für den südöstlichen Kernbereich und Ried-Umgebung für den Rest der Gemeinde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wartberg ob der Aist (Bez. Freistadt) Pregarten (Bez. Freistadt) Tragwein (Bez. Freistadt)

Nachbargemeinden

Schwertberg
Langenstein Mauthausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Rieds geht auf das Jahr 823 zurück, als der Ort gemeinsam mit Naarn, Saxen und Ardagger in der Urkunde Confirmatio Ludovici Pii an das Bistum Passau übergeben wird.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Bevölkerungsentwicklung Ried in der Riedmark[2]

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort bekannt durch die Mühlviertler Menschenjagd (euphemistisch Mühlviertler Hasenjagd), bei der NS-Verbände und etliche Einwohner des Ortes Jagd auf sowjetische Offiziere machten, die im Februar 1945 aus dem KZ Mauthausen geflohen waren.[3] Es gab jedoch einige beherzte Bürger, die Fliehende unter Gefährdung des eigenen Lebens versteckten, so dass von den 500 wenigstens elf ihre Freiheit erlangten. Alle anderen wurden ermordet, wo man sie bei der dreiwöchigen Jagd aufspürte. Zum Gedenken an dieses Kriegsverbrechen und an die mutigen Helfer der Überlebenden wurde 2002 nahe der Kirche ein Gedenkstein errichtet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 3438 Einwohner, 2001 dann 3751 Einwohner. Im Jahr 2007 überschritt die Gemeinde die 4000-Einwohner-Grenze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Ried in der Riedmark
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ried in der Riedmark

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 SPÖ, und 10 ÖVP.
  • Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 SPÖ, 9 ÖVP, 2 GRÜNE, und 1 BZÖ.
  • Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 SPÖ, 8 ÖVP, 3 FPÖ, und 3 GRÜNE.
Brunnen in der Ortsmitte mit dem Wappen-Symbol
Bürgermeister
  • seit ? Ernst Rabl (SPÖ)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Ried Riedmark.svg

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

Gespalten; rechts dreimal gespalten von Silber und Rot; links in Gold ein naturfarbener (brauner), aus dem Schildfuß wachsender Baumstumpf, in dem eine schräglinks gestellte Barte mit silberner Klinge und braunem Stiel steckt, dahinter grünes, gewelltes Erdreich mit drei grünen Waldbäumen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ried in der Riedmark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Daten aus Statistik Austria bzw. dem Land OÖ entnommen; online: http://www.land-oberoesterreich.gv.at/files/statistik/gesellschaftundsoziales/bevstand/bevstand_41118.pdf
  3. Mahnmal zur Mühlviertler Menschenjagd in Wartberg ob der Aist