Dimbach (Oberösterreich)

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Marktgemeinde
Dimbach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Dimbach
Dimbach (Oberösterreich) (Österreich)
Dimbach (Oberösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Perg
Kfz-Kennzeichen: PE
Fläche: 31,39 km²
Koordinaten: 48° 18′ N, 14° 55′ OKoordinaten: 48° 18′ 30″ N, 14° 54′ 37″ O
Höhe: 680 m ü. A.
Einwohner: 965 (1. Jän. 2021)
Postleitzahl: 4371
Vorwahl: 07260
Gemeindekennziffer: 4 11 04
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Dimbach 2
4371 Dimbach
Website: www.dimbach.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Fenster (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2015)
(13 Mitglieder)
9
4
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Dimbach im Bezirk Perg
Allerheiligen im MühlkreisArbingBad KreuzenBaumgartenbergDimbachGreinKatsdorfKlamLangensteinLuftenberg an der DonauMauthausenMitterkirchen im MachlandMünzbachNaarn im MachlandePabneukirchenPergRechbergRied in der RiedmarkSt. Georgen am WaldeSt. Georgen an der GusenSt. Nikola an der DonauSt. Thomas am BlasensteinSaxenSchwertbergWaldhausen im StrudengauWindhaag bei PergOberösterreichLage der Gemeinde Dimbach (Oberösterreich) im Bezirk Perg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Pfarrkirche Dimbach
Pfarrkirche Dimbach
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Dimbach ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Perg im Mühlviertel mit 965 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021). Die Gemeinde im Gerichtsbezirk Perg befindet sich etwa 27 km östlich der Bezirkshauptstadt Perg an der Grenze zum Bundesland Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dimbach liegt auf 680 m Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,5 km, von West nach Ost 8,4 km. Die Gesamtfläche beträgt rund 31 Quadratkilometer. Beinahe die Hälfte der Fläche ist bewaldet, mehr als 45 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[2]):

  • Dimbach (315)
  • Dimbachreith (95)
  • Gassen (188)
  • Großerlau (182) samt Erlau
  • Hornberg (51) samt Grammersdorf
  • Kleinerlau (67)
  • Vorderdimbach (67)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pabneukirchen St.Georgen
Nachbargemeinden Dorfstetten (Niederösterreich)
Bad Kreuzen Waldhausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern (Awarenmark) liegend, gehörte Dimbach seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung erfolgte in einer im Stift Waldhausen aufgefundenen Urkunde aus dem Jahr 1147.[3][4] Dort wurde der Ort Dinninpach als reichdotierte Pfarre genannt. 1147 wurde Dinninpach nämlich gemeinsam mit etlichen anderen Mühlviertler Pfarren dem neu gegründeten Stift unterstellt. Sowohl der Dimbach als auch die Siedlung Dimbach leiten ihren Namen vom Familiennamen Dünn her, im 14. Jahrhundert war vom Dumpach und von der Dünnpecker Pfarre die Rede. 1420 und 1436 war Dimbach Opfer von Hussitenüberfällen.

Seit 1490 wird Dimbach dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. 1511 gewährte Kaiser Maximilian I. dem Ort Marktrechte und 1572 Kaiser Maximilian II. das Recht zur Führung eines Marktwappens.[5] Während der Napoleonischen Kriege war der Dimbach mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. 1945 lag Dimbach kurze Zeit in der amerikanischen und ab 9. Mai 1945 bis 1955 in der sowjetischen Besatzungszone.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1981 bis 2001 konnte die Abwanderung durch eine positive Geburtenbilanz fast ausgeglichen werden. Danach sank die Geburtenbilanz und die Abwanderung nahm zu.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Dimbach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dimbach ist eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Von den 129 land- und forstwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden rund die Hälfte im Haupt- und im Nebenerwerb geführt.[7][8][9]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 129 144 134 118
Produktion 10 7 49 44
Dienstleistung 24 26 64 67

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Berufspendler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 552 Erwerbstätigen, die im Jahr 2011 in Dimbach wohnten, arbeitete ein Drittel in der Gemeinde und zwei Drittel pendelten aus. Aus der Umgebung kamen rund 50 Menschen zur Arbeit nach Dimbach.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eisenbahn: Der näheste Bahnhof Grein-Bad Kreuzen ist mit dem Bus in zwanzig Minuten erreichbar. Von dort gibt es eine Bahnverbindung nach Linz.[10]
  • Straße: Das Gemeindegebiet wird von der Greiner Straße B119 durchquert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat insgesamt 13 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung:[11]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996–2019 Josef Wiesinger (ÖVP)[12]
  • seit 2019 Andreas Fenster (ÖVP)[13]

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der namensgleichen Gemeinde Dimbach in der Pfalz wurde am 30. April 2019 eine europäische Gemeindepartnerschaft offiziell vereinbart, um die seit 2015 bestehende Freundschaft weiter zu festigen.[14]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

„In Rot ein silberner Wellenbalken, darin ein silberner, schwarz bewehrter, schwimmender Schwan.“

Die Gemeindefarben sind: Grün-Weiß-Rot.[15]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marktgemeinde Dimbach (Hrsg.): Dimbach: Geschichte und Geschichten, anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Marktrecht. Dimbach 2011 (Inhaltsverzeichnis als PDF).
  • Ludwig Commenda: Neuer illustrierter Führer durch von Grein und Umgebung sowie durch das Machland, Bahnstrecke Mauthausen–Grein. Hiebl, Grein 1910, S. 119–120 (Kapitel „Dimbach“; online (PDF) auf ZOBODAT).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dimbach (Oberösterreich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Dimbach, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. Verzeichnis der Urkunden. In: landesarchiv-ooe.at. Oberösterreichisches Landesarchiv, abgerufen am 11. Juni 2021 (Liste aller Urkunden im Stiftsarchiv Waldhausen).
  4. Karl Hohensinner, Peter Wiesinger, unter Mitarbeit von Hermann Scheuringer, Michael Schefbäck: Die Ortsnamen der politischen Bezirke Perg und Freistadt (Östliches Mühlviertel) (= Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band 11). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 978-3-7001-3103-8, S. 99, Nr. 11.3.6.1 (Urkunde vom 15. Mai 1147 im Stiftsarchiv Waldhausen).
  5. Die Geschichte Dimbachs, in: Webpräsenz der Marktgemeinde Dimbach
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Dimbach, Bevölkerungsentwicklung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Dimbach, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Dimbach, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  9. Ein Blick auf die Gemeinde Dimbach, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  10. Fahrplanauskunft. ÖBB, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  11. Gemeinderatswahl 2015 Oberösterreich. (PDF) Amt der Oö. Landesregierung, S. 23, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  12. Dimbach: Bürgermeister-Wechsel nach 23 Jahren. 17. September 2019, abgerufen am 17. September 2019.
  13. Bürgermeisterwechsel. In: dimbach.at. Abgerufen am 17. Oktober 2019.
  14. Europäische Gemeindepartnerschaft mit Dimbach in Oberösterreich. Ortsgemeinde Dimbach (Pfalz), 14. Mai 2019, abgerufen am 4. April 2020.
  15. Land Oberösterreich - Gemeinden. Abgerufen am 16. Dezember 2020.