Peter Buser

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Peter Buser (2019)

Peter Buser (* 27. Januar 1937 in Trimbach, Schweiz) ist ein Schweizer Bankier, Buchautor, Dichter, Konzertveranstalter und Mäzen.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Buser wuchs in armen Verhältnissen im solothurnischen Trimbach auf. Nach der Ausbildung zum Primarlehrer am Lehrerseminar in Solothurn unterrichtete er an verschiedenen Primarschulen im Kanton Solothurn, ehe er an der Universität Bern das Studium zum Bezirkslehrer abschloss und anschliessend Romanistik sowie Allgemeine Sprachwissenschaft studierte. Er promovierte 1971 summa cum laude bei Siegfried Heinimann mit einer Arbeit in Semasiologie („Die Bezeichnungen für ‚Beten‘ und ‚Bitten‘ im christlichen Latein und im Altfranzösischen“).[1]

Bereits während des Studiums handelte Buser mit WIR-Checks. Er unternahm mehrere Langzeit-Reisen in Länder jenseits des Eisernen Vorhangs, so nach Rumänien, in die Tschechoslowakei und später in die DDR. Parallel dazu nahm er seine Tätigkeit als Vermögensverwalter auf und betrieb Portfoliomanagement für vermögende Privatkunden, teilweise zum Ärger etablierter Schweizer Banken. 1974 erhielt er von der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich die Bewilligung zum ausserbörslichen Handel mit Wertpapieren (B-Konzession). Er konnte Kundengelder annehmen und bei Banken en bloc zinsgünstige Terminkredite aufnehmen.

Ab 1978 fokussierte Buser auf die Vergabe von Lombardkrediten. Er war erfolgreich, weil er die Zinssätze der Banken wesentlich unterbot und weil seine Beleihungssätze als grosszügig galten.

In den 1980er Jahren erschwerte die stete Zunahme von Regulierungen das bankähnliche Geschäft. Buser verlegte 1991 seinen Wohnsitz in die Dominikanische Republik und nach Brasilien. In Rio de Janeiro wurde er 1993 entführt und musste für seine Befreiung USD 500’000.- Lösegeld bezahlen.

2004 zog Buser ins Fürstentum Liechtenstein und war als Berater verschiedener Firmen tätig. Im selben Jahr gründete er den Gestio-Zirkel, einen Performance-Wettbewerb unter Vermögensverwaltern, den er bis 2013 betrieb.[2]

Buser ist als Börsenberater tätig und akquiriert Grosskunden, deren Anlageentscheidungen er nach der Methode «Convertible Bond Arbitrage» plant und ausführt. Die Administration erledigen staatlich lizenzierte Banken sowie Verwalter in verschiedenen Ländern.[3]

Conlydra[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buser veranstaltet seit September 2018 Konzertanlässe unter dem Label „Conlydra“ (Concert, Lyrics, Drama). Das erste Konzert fand am 15. September 2018 in der Maag-Konzerthalle in Zürich statt. Unter Beisein von Königin Silvia von Schweden konzertierten Anna Fedorova, Danae Dörken, Eldbjørg Hemsing, Dana Zemtsov, Benedict Kloeckner, Nicky Schwartz, Melanie Klöckner und Theresa Manz.[4] Buser war in verschiedenen Rollen aktiv und nannte sich «All-and-Nothing».[5]

Weitere Conlydras fanden 2019 in St. Urban LU[6] und in Meggen LU[7] mit renommierten Künstlern statt.

Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. September 2018 gründete Buser die wohltätige Schweizer Stiftung Res Ubique Foundation.[8] Die Stiftung bezweckt die Förderung von Projekten in den Gebieten Philosophie, Kunst, Kunsterziehung, Literatur und Musik. Im Besonderen fördert die Stiftung Projekte rund um den Philosophen Friedrich Nietzsche.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Aufsehen sorgte Buser am Wiener Opernball 2015, als er mit sechs Freundinnen mit blonden Perücken erschien und den Schauspieler Helmut Berger traf. Er veranstaltete einen Skandal, wurde verhaftet und eine Stunde später von der österreichischen Polizei unter Entschuldigungen wieder in die Oper geführt.[9]

2018 wurde bekannt, dass Buser das renommierte Schloss Eugensberg in Salenstein TG kaufen wollte.[10] Er bot über 35 Millionen Franken für das historische Anwesen aus dem 19. Jahrhundert. Im Bieterverfahren unterlag er.[11] Er warf dem verkaufenden Konkursamt Frauenfeld vor, dass es eine Komödie gespielt habe, insofern es nie die Möglichkeit ins Auge gefasst hatte, ihm den Zuschlag zu erteilen.[12]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buser hat neben einer Autobiografie und seiner Dissertation mehrere Gedichtbände sowie Artikel zum Banking publiziert.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Vor der Heirat erklären sich Frauen verliebt. Nach der Heirat lieben sie.“

Peter Buser: Fussnoten eines Börsenspekulanten, Seite 78

„Wundergläubige Männer pilgerten früher an heilige Stätten. Heute pilgern sie aufs Standesamt.“

Peter Buser: Aphorismen und andere Kurzweil, Seite 27

„Die Ehrlichen sind oft unhöflich. Die wahren Unhöflichen sind aber die Unehrlichen.“

Peter Buser: Aphorismen und andere Kurzweil, Seite 31

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Inauguraldissertation: Die Bezeichnungen für «Beten» und «Bitten» im christlichen Latein und im Altfranzösischen Dissertation im Katalog der Universität Bern
  2. Philipp Gut (Hrsg.): "Ich war eine Bank. Und Schlimmeres". Biografie Dr. Peter Buser. Offizin Zürich Verlag, 2017.
  3. Offizielle Website von Peter Buser, Vermögensverwaltung. Abgerufen am 16. September 2019.
  4. Benefiz statt Party. Königin Silvia zu Besuch in Zürich. BLICK.ch, 16. September 2018, abgerufen am 16. September 2019.
  5. Offizielle Website von Peter Buser, Conlydra. Abgerufen am 16. September 2019.
  6. Der Lebemann und sein Flügel. Luzerner Zeitung, 24. Februar 2019, abgerufen am 16. September 2019.
  7. 1.5 Millionen für das Leichtathletikstadion des TV Grenchen. Grenchner Tagblatt, 6. August 2019, abgerufen am 16. September 2019.
  8. Zefix: Res Ubique Foundation. Abgerufen am 16. September 2019.
  9. Philipp Gut (Hrsg.): "Ich war eine Bank. Und Schlimmeres". Biografie Dr. Peter Buser. Offizin Zürich Verlag, 2017. Seite 15.
  10. Schnappt sich Playboy (82) dieses Traumschloss? 20min, 26. Februar 2019, abgerufen am 16. September 2019.
  11. IT-Unternehmer schlägt zu: Das Schloss Eugensberg ist verkauft. Die Ostschweiz, 6. März 2019, abgerufen am 16. September 2019.
  12. Strafanzeige gegen stellvertretenden Amtsleiter angedroht. Die Ostschweiz, 28. März 2019, abgerufen am 16. September 2019.