Peter Rapp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Peter Rapp bei der Romyverleihung 2013

Peter August Rapp (* 14. Februar 1944 in Wien) ist ein österreichischer Fernsehmoderator.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Rapp war ab 1954 Mitglied zunächst der Wiener Sängerknaben und später der Sängerknaben vom Wienerwald. Nach dem Abbruch des Gymnasiums[1] meldete er sich für 15 Monate freiwillig zum Militärdienst, wo er im Panzerbataillon 33 eingesetzt wurde und beim Abrüsten den Rang des Korporals bekleidete. Danach begann er als Journalist bei Wiener Tageszeitungen und sang nebenbei auf Vorstadtbühnen Rock ’n’ Roll. Im Jahr 1963 hatte er beim ORF, in der Sendung Leute von heute, als Sänger seinen „Ersten“ Fernseh-Auftritt. Im März 1963 dann als Kabarettist in der von Willy Kralik moderierten Sendung Teenagerparty. Im gleichen Jahr wirkte er auch im sechsfach oscarnominierten Film Der Kardinal unter der Regie von Otto Preminger als Statist mit.[2] Er absolvierte die Schauspielschule Krauss und begann am 1. Oktober 1967 als Radiosprecher bei Ö3. Seine Tätigkeit als Kabarettist übte er weiter bis 1968 aus.[2]

Im März 1968 wechselte er zum ORF-Fernsehen, wo er von 1968 bis 1978 die Jugendpop-Sendung Spotlight moderierte. Der Aufzeichnungsort der Sendung war das Columbia-Studio[3], im 1. Bezirk in Wien, in der Rotgasse. Da wurden am Beginn des ORFs sehr viel für das Fernsehen produziert. Peter Rapp lebte damals in der Rotenturmstraße, und der hintere Ausgang seines Hauses führte in die Rotgasse.

Auf Wunsch von einigen Vorstandsmitglieder des ORFs, darunter der Programmintendant Ernst Wolfram Marboe, und der Gründer Kurt Bergmann, der humanitären HilfsorganisationLicht ins Dunkel“, übernahm Peter Rapp die Moderation der Sendung im Fernsehen von 1985 bis 2010, die im Radio 1973 mit Bergmann startete. Vor allem sein natürliches und einfühlsames Wirken auf die Gäste in der Benefizsendung kam bei den Fernsehzusehern, der Hilfsorganisation und den Hilfsbedürftigen gut an. Es wurde (und wird, da noch immer bestehend) immer sehr viel Geld, besonders bei den Heiligen Abend-Sendungen, gespendet. Unentgeldlich sitz(t)en bekannte Persönlichkeiten und freigestellte Soldaten des österreichischen Bundesheeres an den Telefonen, und nehmen/(nahmen) die Weihnachtswünsche und die versprochenen Geld-Spenden, (die damals nur über die österreichische Post und Banken überwiesen werden konnten), entgegen. Es kommen immer wieder sehr hohe Millionen Euro Geldbeträge zusammen. Die österreichische Solidarität ist immer wieder, auch in Zeiten der Not, bemerkenswert.

Von 1979 bis 1983 war Rapp auch im ZDF, ARD und bei der Europawelle Saar als Moderator beschäftigt.

1997 und 1999 erhielt er die Goldene Romy als beliebtester Showmaster.

Peter Rapp übernahm 2012 in der zweiten Staffel der Fernsehsendung Die große Chance den Juryplatz, den zuvor Bernhard Paul innehatte. Für seine Mitwirkung wurde er bei der Romyverleihung 2013 als beliebtester Show-Moderator ausgezeichnet. Auch 2013 wirkte er bei der dritten Staffel der Großen Chance mit.

Peter Rapp (Oktober 2010)

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rapp wuchs im ersten Wiener Gemeindebezirk auf und hat in der ORF-Doku Meine Innere Stadt (2017) darüber berichtet.[4] Rapp hat seit Jahrzehnten einen markanten Bart, ("Henriquatre" Bartform, wird auch der Bart der Könige genannt.). In einer Sendung Wer A sagt kam er einmal komplett ohne Bart. Die Leute in der Show erkannten ihn nicht und waren schockiert. Nach dieser Sendung lies er sich wieder "seinen" Bart wachsen und in Henriquatre Form schneiden und rasieren. Er erzählte einmal in einen Interview, im Bezug auf Musik und Shows: Was aus dem englischen Raum (Anglophilie) kommt gefällt mir eher als anderes.

Peter Rapp war drei Mal verheiratet – mit Sylvia Dönch, Sissy Löwinger und Gaby Wachtler – und ist Vater von drei Kindern, Christopher, Rebecca (* 1990) und Roxanne Rapp (* 1993). 1997 musste er Privatkonkurs anmelden. Bei der Gerichtsverhandlung, in der er zu einer bedingten Strafe verurteilt wurde, hatte die Verteidigung aber auch die Staatsanwaltschaft seine Spielsucht thematisiert.[5] In der Nacht auf den 24. September 2013 erlitt er einen Herzinfarkt. Nach Einsatz eines Stents stand er am 3. Oktober wieder auf der Bühne.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderierte Sendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Peter Rapp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Rapp in einem Interview bei Vera im Februar 2021, abgerufen am 5. Februar 2021.
  2. a b Peter Rapp in einem Interview mit TheMediaGroove im Mai 2015, abgerufen am 1. Juni 2015.
  3. www.vienna.at Interview mit Peter Rapp zum 70er: Seine große Liebe ist das Fernsehen von 14. Februar 2014, abgerufen am 9. April 2022
  4. Otto Schenk, Paulus Manker, Brigitte Swoboda und Peter Rapp präsentieren am 16. Juli „Meine Innere Stadt“; apa.at abgerufen am 28. Juli 2017.
  5. Rapp gibt "niemals auf". In: News. 6. Oktober 2011, abgerufen am 24. Dezember 2013.
  6. Peter Rapp beeindruckt mit Bühnencomeback. In: tirol.orf.at. 3. Oktober 2013, abgerufen am 3. Oktober 2013.
  7. Rapp feiert Comeback. Artikel vom 12. Februar 2019, abgerufen am 14. Februar 2019.