Philippe Bergeroo

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Philippe Bergeroo
Philippe Bergeroo 2015.jpg
Philippe Bergeroo (2015)
Personalia
Geburtstag 13. Januar 1954
Geburtsort CiboureFrankreich
Größe 192 cm
Position Torwart
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1969–1971 Saint Jean-de Luz
1971–1978 Girondins Bordeaux 133 (0)
1978–1983 OSC Lille 180 (0)
1983–1989 FC Toulouse 172 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1979–1984 Frankreich 3 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1988–1990 INSEP
1990–1998 Frankreich (TW-Tr.)
1998–1999 Paris Saint-Germain (Co-Tr.)
1999–2001 Paris Saint-Germain
2002 Stade Rennes
2003 Frankreich U-16
2003–2004 Frankreich U-17
2007–2008 Frankreich U-16
2010–2013 Frankreich U-19/U-18
2013–2016 Frankreich (Frauen)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Philippe Bergeroo (* 13. Januar 1954 in Ciboure, Département Pyrénées-Atlantiques) ist ein ehemaliger französischer Fußballtorwart und aktueller Fußballtrainer.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergeroo begann seine Karriere 1969 bei Saint-Jean de Luz. 1971 kam er als 17-Jähriger zu Girondins Bordeaux. Er blieb bis 1978 und dann wechselte er zum OSC Lille. In Lille hütete der Goalie bis 1983 den Kasten. Auch in Lille konnte er keinen Titel erringen. 1983 wechselte er zum FC Toulouse, auch die letzten fünf Jahre seiner Karriere auf Vereinsebene waren titelfrei und 1988 beendete Bergeroo seine Karriere.

International spielte er drei Mal für Frankreich. Er nahm an der Fußball-Europameisterschaft 1984 im eignen Land teil, wo er als Ersatztorhüter Europameister wurde. Weiters nahm er an der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko, wiederum als Ersatztorhüter teil. Frankreich wurde Dritter.

Trainerlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der aktiven Karriere wurde Bergeroo Trainer. Seine Trainerkarriere begann er beim nationalen Sportinstitut INSEP. 1990 kam er zum Männer-Nationalteam als Torwarttrainer. Er war unter anderem dafür verantwortlich, dass Fabien Barthez für die Fußball-Weltmeisterschaft 1998 im eigenen Land fit wurde. Bergeroo erhielt nach dem Weltmeistertitel 1998 ebenfalls eine Siegermedaille. In diesem Jahr wurde er Co-Trainer von Paris Saint-Germain und übernahm 1999 als Cheftrainer das Zepter in Paris. 2002 trainierte er noch kurzzeitig Stade Rennes und war im Folgejahr ebenfalls nur kurze Zeit für die französische U-16-Auswahl aktiv. Im gleichen Jahr kam er schließlich auch als Trainer zu Frankreichs U-17, wo er sein Amt bis 2004 innehatte und danach für einige Jahre keine nennenswerten Positionen besetzte. 2007 heuerte ihn der französische Fußballverband erneut als U-16-Teamchef an, war allerdings in dieser Position ebenfalls wieder nur ein Jahr im Einsatz. Von 2009 bis 2010 trainierte er die U-19-Auswahl seines Heimatlandes und ist seitdem weiterhin als Berater und Trainer beim französischen Verband aktiv.

Am 30. Juli 2013 entschied die Verbandsspitze, ihn anstelle von Bruno Bini mit der Rolle als Frauennationaltrainer zu betrauen.[1] Dort hatte Bergeroo einen gelungenen Einstand, indem die von ihm trainierten Frauen erst in seinem achten Spiel sieglos blieben und sich verlustpunktfrei für die Frauen-WM 2015 in Kanada qualifizierten. Im Herbst 2014 nahm die FIFA ihn in ihre Vorauswahlliste für den Welt-Frauentrainer des Jahres auf.[2] Nach den Olympischen Sommerspielen 2016 wurde Bergeroo als Nationaltrainer entlassen und durch den zuvor im Frauenfußball unerfahrenen Olivier Echouafni ersetzt.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Spieler:

  • Europameister 1984

als Torwarttrainer:

  • Weltmeister 1998

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Philippe Bergeroo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. siehe die Meldung vom 30. Juli 2013 bei francefootball.fr
  2. siehe den Artikel bei footofeminin.fr