OSC Lille

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OSC Lille
Vereinswappen des OSC Lille
Basisdaten
Name Lille Olympique Sporting Club Lille Métropole
Sitz Lille, Frankreich
Gründung 1902
(als Olympique Lillois)
23. September 1944
(Fusion zum Lille OSC)
Präsident Gerard Lopez
Website www.losc.fr
Erste Mannschaft
Trainer FrankreichFrankreich Christophe Galtier
Spielstätte Stade Pierre-Mauroy
Plätze 50.186
Liga Ligue 1
2017/18 17. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Der OSC Lille (offiziell Olympique Sport Club Lille Métropole, kurz LOSC) ist ein französischer Fußballverein aus der nordfranzösischen Stadt Lille. Sein Spitzname in Frankreich lautet les Dogues („die Doggen“); seit den 1980er Jahren schmückt ein entsprechender Hund auch das Vereinswappen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde er 1902 als Olympique Lillois. Die Vereinsfarben sind Rot und Blau. Da das 1974 errichtete und inzwischen abgerissene Stade Grimonprez-Jooris neu gebaut werden sollte, spielt der OSC Lille seit 2004 im 18.090 Zuschauer fassenden Stadium Nord (auch Stadium Nord Lille Métropole genannt) der Nachbarstadt Villeneuve-d’Ascq. An der Stelle, an der das Stade Grimonprez-Jooris stand, befindet sich inzwischen das neue, 2012 fertiggestellte Stade Pierre-Mauroy (anfangs: Grand Stade Lille Métropole), das über eine Gesamtkapazität von gut 50.000 Zuschauern verfügt.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das an der Grenze zu Belgien gelegene nordfranzösische Bergbaurevier rund um Lille, Tourcoing, Roubaix und Valenciennes gehört zu den ganz frühen Hochburgen des französischen Fußballs; aus Lille selbst spielten außer Olympique Lillois auch der Iris Club Lillois und der SC Fives eine wichtige Rolle im vor dem Ersten Weltkrieg noch in fünf unterschiedliche Verbände aufgespaltenen Ballsport jenseits des Rheins. Mit diesen beiden Vereinen fusionierte Olympique 1941 bzw. 1944 und nahm dann den Namen Lille Olympique Sporting Club an.

Absolut dominierend war Lille in dem Jahrzehnt nach Ende des Zweiten Weltkriegs: außer zwei Meister- und fünf Pokaltiteln stand die Mannschaft auch noch in zwei weiteren Pokalendspielen und wurde zusätzlich viermal Vizemeister Frankreichs.

In der höchsten Spielklasse war der OSC Lille von 1902 bis 1914 und (nach Einführung der landesweiten Division 1, 2002 in Ligue 1 umbenannt) 1932–1939, 1941–1943, 1945–1956, 1957–1959, 1964–1968, 1971/72, 1974–1977, 1978–1997 und wieder seit 2000 vertreten. Dazwischen (1969/70) war der Klub sogar bis in den Amateurbereich abgerutscht.

Von Lilles Vizemeistertitel 2005 erhofften sich die Fans in einer wirtschaftlich im Umbruch befindlichen Region den Beginn einer neuen „großen Fußballzeit“. In diesem Jahr qualifizierte der Verein sich für die Champions League, in der die Mannschaft in der Gruppenphase vor Manchester United den dritten Platz belegte, der gleichbedeutend mit der Qualifikation für das Sechzehntelfinale des UEFA-Cups war. In diesem Wettbewerb schied der LOSC im Achtelfinale gegen den späteren Titelträger FC Sevilla aus. In der Europa League 2010/11 brachte er es bis ins Sechzehntelfinale. Schließlich feierten die Dogues 2011 mit dem französischen Pokal den ersten Titel seit 56 Jahren und gewannen nur Wochen später auch den ersten französischen Meistertitel seit 1954.[1]

Vereinswappenhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader zur Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 1. Februar 2018

Nr. Position Name
1 SlowakeiSlowakei TW Adam Jakubech
2 AB Kévin Malcuit
3 ParaguayParaguay AB Júnior Alonso
5 AB Adama Soumaoro
6 MF Ibrahim Amadou
7 NiederlandeNiederlande ST Anwar El Ghazi
9 ArgentinienArgentinien ST Ezequiel Ponce
10 AlgerienAlgerien ST Yassine Benzia
11 BrasilienBrasilien ST Luiz Araújo
14 MF Imad Faraj
15 PortugalPortugal AB Edgar Ié
16 TW Mike Maignan
17 MF Valère Pollet
Nr. Position Name
18 SudafrikaSüdafrika ST Lebo Mothiba
19 ElfenbeinküsteElfenbeinküste ST Nicolas Pépé
20 BrasilienBrasilien MF Thiago Maia
21 MaliMali MF Yves Bissouma
23 BrasilienBrasilien MF Thiago Mendes
24 MF Boubakary Soumaré
25 AB Fodé Ballo-Touré
26 MF Farès Bahlouli
27 MarokkoMarokko AB Hamza Mendyl
29 MaliMali MF Rominigue Kouamé
30 Burkina FasoBurkina Faso TW Hervé Koffi
AB Scotty Sadzoute
AB Benjamin Vérité

Für den Verein wesentliche Spieler in der Vergangenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte 2015 gehört erstmals auch eine Frauenfußballabteilung zum Verein. Diese entstand durch den Übertritt der Frauen des benachbarten FF Templemars-Vendeville, dessen Startplatz in der zweiten Liga Lille für die Saison 2015/16 übernommen hat. In der Saison 2017/18 treten die Frauen des LOSC zum ersten Mal in der höchsten französischen Spielklasse an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3.
  • Jean Cornu: Les grandes équipes françaises de football. Famot, Genève 1978.
  • Paul Hurseau/Jacques Verhaeghe: Olympique Lillois – Sporting Club Fivois – Lille O.S.C. Alan Sutton, Joué-lès-Tours 1997 ISBN 2-84253-080-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lille OSC – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lille ist französischer Pokalsieger vom 14. Mai 2011 auf spox.com