OSC Lille

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OSC Lille
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Basisdaten
Name Lille Olympique Sporting Club Lille Métropole
Sitz Lille, Frankreich
Gründung 1902 (als Olympique Lillois)
23. September 1944 (Fusion zum Lille OSC)
Präsident Gerard Lopez
Website losc.fr
Erste Fußball-Mannschaft
Cheftrainer FrankreichFrankreich Christophe Galtier
Spielstätte Stade Pierre-Mauroy
Plätze 50.186
Liga Ligue 1
2019/20 4. Platz (Quotientenregelung)
Heim
Auswärts
Alternativ

Der OSC Lille (offiziell Olympique Sporting Club Lille Métropole, kurz LOSC) ist ein französischer Fußballverein aus der nordfranzösischen Stadt Lille. Sein Spitzname in Frankreich lautet Les Dogues (deutsch „Die Doggen“); seit den 1980er Jahren schmückt ein entsprechender Hund auch das Vereinswappen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde er 1902 als Olympique Lillois. Die Vereinsfarben sind Rot und Blau. Da das 1974 errichtete und inzwischen abgerissene Stade Grimonprez-Jooris neu gebaut werden sollte, spielte der OSC Lille seit 2004 im 18.090 Zuschauer fassenden Stadium Lille Métropole der Nachbarstadt Villeneuve-d’Ascq. Inzwischen ist die sportliche Heimat das neue, 2012 fertiggestellte Stade Pierre-Mauroy (anfangs: Grand Stade Lille Métropole), das über eine Gesamtkapazität von gut 50.000 Zuschauern verfügt.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das an der Grenze zu Belgien gelegene nordfranzösische Bergbaurevier rund um Lille, Tourcoing, Roubaix und Valenciennes gehört zu den ganz frühen Hochburgen des französischen Fußballs; aus Lille selbst spielten außer Olympique Lillois auch der Iris Club Lillois und der SC Fives eine wichtige Rolle im vor dem Ersten Weltkrieg noch in fünf unterschiedliche Verbände aufgespaltenen Ballsport jenseits des Rheins. Mit diesen beiden Vereinen fusionierte Olympique 1941 bzw. 1944 und nahm dann den Namen Lille Olympique Sporting Club an.

Absolut dominierend war Lille in dem Jahrzehnt nach Ende des Zweiten Weltkriegs: außer zwei Meister- und fünf Pokaltiteln stand die Mannschaft auch noch in zwei weiteren Pokalendspielen und wurde zusätzlich viermal Vizemeister Frankreichs.

In der höchsten Spielklasse war der OSC Lille von 1902 bis 1914 und (nach Einführung der landesweiten Division 1, 2002 in Ligue 1 umbenannt) 1932–1939, 1941–1943, 1945–1956, 1957–1959, 1964–1968, 1971/72, 1974–1977, 1978–1997 und wieder seit 2000 vertreten. Dazwischen (1969/70) war der Klub sogar bis in den Amateurbereich abgerutscht.

Von Lilles Vizemeistertitel 2005 erhofften sich die Fans in einer wirtschaftlich im Umbruch befindlichen Region den Beginn einer neuen „großen Fußballzeit“. In diesem Jahr qualifizierte der Verein sich für die Champions League, in der die Mannschaft in der Gruppenphase vor Manchester United den dritten Platz belegte, der gleichbedeutend mit der Qualifikation für das Sechzehntelfinale des UEFA-Cups war. In diesem Wettbewerb schied der LOSC im Achtelfinale gegen den späteren Titelträger FC Sevilla aus. In der Europa League 2010/11 brachte er es bis ins Sechzehntelfinale. Schließlich feierten die Dogues 2011 mit dem französischen Pokal den ersten Titel seit 56 Jahren und gewannen nur Wochen später auch den ersten französischen Meistertitel seit 1954.[1]

Vereinswappenhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Nat. Name Geburtsdatum im Verein seit Vertrag bis
Torhüter
01 BrasilienBrasilien Léo Jardim 20. März 1995 2019 2024
16 FrankreichFrankreich Mike Maignan 03. Juli 1995 2015 2022
Abwehrspieler
02 PortugalPortugal Tiago Djaló 09. Apr. 2000 2019 2024
03 MarokkoMarokko Saad Agouzoul 10. Aug. 1997 2019 2024
04 BrasilienBrasilien Gabriel 19. Dez. 1997 2017 2023
06 PortugalPortugal José Fonte (C)Kapitän der Mannschaft 22. Dez. 1983 2018 2021
17 TurkeiTürkei Zeki Çelik 17. Feb. 1997 2018 2023
26 FrankreichFrankreich Jérémy Pied 23. Feb. 1989 2018 2020
28 MosambikMosambik Reinildo Mandava 21. Jan. 1994 2019 2022
29 KroatienKroatien Domagoj Bradarić 10. Dez. 1999 2019 2024
Mittelfeldspieler
08 PortugalPortugal Xeka 10. Nov. 1994 2017 2022
010 FrankreichFrankreich Jonathan Ikoné 02. Mai 1998 2018 2023
12 TurkeiTürkei Yusuf Yazıcı 29. Jan. 1997 2019 2024
18 PortugalPortugal Renato Sanches 18. Aug. 1997 2019 2023
20 ArgentinienArgentinien Nicolás Gaitán 23. Feb. 1988 2020 2020
21 FrankreichFrankreich Benjamin André 03. Aug. 1990 2019 2023
24 FrankreichFrankreich Boubakary Soumaré 27. Feb. 1999 2017 2020
Stürmer
07 NigeriaNigeria Victor Osimhen 29. Dez. 1998 2019 2024
09 FrankreichFrankreich Loïc Rémy 02. Jan. 1987 2018 2020
11 BrasilienBrasilien Luiz Araújo 02. Juni 1996 2017 2022
14 FrankreichFrankreich Jonathan Bamba 26. März 1996 2018 2023
22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Timothy Weah 22. Feb. 2000 2019 2024
KanadaKanada Jonathan David 14. Jan. 2000 2020 2025
Stand. 22. April 2020[2]

Liste der Vereinspräsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name im Amt von...
FrankreichFrankreich Louis Henno 1944 bis 1959
FrankreichFrankreich Pierre Kles 1959 bis 1962
FrankreichFrankreich Jean Denis 1962 bis 1966
FrankreichFrankreich Robert Barbieux 1966 bis 1970
FrankreichFrankreich Max Pommerolle 1970 bis 1973
FrankreichFrankreich Paul-Mary Delannoy 1973 bis 1977
FrankreichFrankreich Jacques Amyot / FrankreichFrankreich Roger Deschodt 1977 bis 1980
FrankreichFrankreich Jacques Dewailly 1980 bis 1990
FrankreichFrankreich Pierre Balay / FrankreichFrankreich Guy Lefort 1990 bis 1991
FrankreichFrankreich Claude Guedj 1991
FrankreichFrankreich Paul Besson 1991 bis 1993
FrankreichFrankreich Marc Devaux 1993 bis 1994
FrankreichFrankreich Bernard Lecomte 1994 bis 2000
FrankreichFrankreich Luc Dayan 2000 bis 2001
FrankreichFrankreich Francis Graille 2001 bis 2002
FrankreichFrankreich Michel Seydoux 2002 bis 2017
SpanienSpanien / LuxemburgLuxemburg Gérard Lopez seit 2017

Liste der Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klammern: Anzahl der Amtszeiten[3]

Name im Amt von...
EnglandEngland George Berry 1944 bis 1946
FrankreichFrankreich André Cheuva 1946 bis 1958
FrankreichFrankreich Jacques Delepaut Apr. 1959 bis 1959 (interim)
FrankreichFrankreich Jules Vandooren 1959 bis 1961
FrankreichFrankreich Jean Baratte 1961 bis 1962
FrankreichFrankreich Jean Van Gool 1962 (interim)
FrankreichFrankreich Guy Poitevin 1962 bis 1963
FrankreichFrankreich Jules Bigot 1963 bis 1966
FrankreichFrankreich Jean Van Gool (2) 1966 (interim)
FrankreichFrankreich Daniel Langrand 1966 bis 1969
FrankreichFrankreich Joseph Jadrejak 1969 bis 1970
FrankreichFrankreich René Gardien 1970 bis 1973
FrankreichFrankreich Georges Peyroche 1973 bis Nov. 1976
FrankreichFrankreich Charles Samoy Nov. 1976 bis 1977 (interim)
FrankreichFrankreich José Arribas 1977 bis 1982
FrankreichFrankreich Arnaud dos Santos 1982 bis 1984
BelgienBelgien Georges Heylens 1984 bis 1989
FrankreichFrankreich Jacques Santini 1989 bis 1992
FrankreichFrankreich Bruno Metsu 1992 bis Feb. 1993
PolenPolen Henryk Kasperczak Feb. 1993 bis Juni 1993
FrankreichFrankreich Pierre Mankowski 1993 bis 1994
FrankreichFrankreich Jean Fernandez 1994 bis Aug. 1995
FrankreichFrankreich Jean-Michel Cavalli Aug. 1995 bis Mär. 1997
FrankreichFrankreich Hervé Gauthier / FrankreichFrankreich Charles Samoy (2) Mär. 1997 bis 1997
FrankreichFrankreich Thierry Froger 1997 bis Sep. 1998
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Vahid Halilhodžić Sep. 1998 bis Dez. 2001
FrankreichFrankreich Bruno Baronchelli Dez. 2001 bis Jan. 2002 (interim)
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Vahid Halilhodžić Jan. 2002 bis Juni 2002
FrankreichFrankreich Claude Puel 2002 bis 2008
FrankreichFrankreich Rudi Garcia 2008 bis 2013
FrankreichFrankreich René Girard 2013 bis 2015
FrankreichFrankreich Hervé Renard 2015 bis Nov. 2015
FrankreichFrankreich Patrick Collot Nov. 2015 (interim)
FrankreichFrankreich Frédéric Antonetti Nov. 2015 bis Nov. 2016
FrankreichFrankreich Patrick Collot (2) Nov. 2016 bis Feb. 2017
FrankreichFrankreich Franck Passi Feb. 2017 bis 2017
FrankreichFrankreich Marcelo Bielsa 2017 bis Nov. 2017
PortugalPortugal João Sacramento Nov. 2017 bis Dez. 2017 (interim)
FrankreichFrankreich Christophe Galtier seit Dez. 2017

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte 2015 gehört erstmals auch eine Frauenfußballabteilung zum Verein. Diese entstand durch den Übertritt der Frauen des benachbarten FF Templemars-Vendeville, dessen Startplatz in der zweiten Liga Lille für die Saison 2015/16 übernommen hat. In der Saison 2017/18 treten die Frauen des LOSC zum ersten Mal in der höchsten französischen Spielklasse an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3.
  • Jean Cornu: Les grandes équipes françaises de football. Famot, Genève 1978.
  • Paul Hurseau/Jacques Verhaeghe: Olympique Lillois – Sporting Club Fivois – Lille O.S.C. Alan Sutton, Joué-lès-Tours 1997 ISBN 2-84253-080-2.
  • Paul Hurseau/Jacques Verhaeghe: LOSC – 1944–2004, le soixantenaire, Alan Sutton 2004, ISBN 978-2-849-10112-4.
  • Patrick Robert: La grande histoire du Losc, Hugo Sport 2012, ISBN 978-2-755-61089-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lille OSC – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lille ist französischer Pokalsieger. In: spox.com. 14. Mai 2011, abgerufen am 22. April 2020.
  2. Kader OSC Lille. In: losc.fr. OSC Lille, abgerufen am 22. April 2020 (französisch).
  3. OSC Lille – Trainerhistorie. In: weltfussball.de. Abgerufen am 22. April 2020.