OSC Lille

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OSC Lille
Vereinswappen des OSC Lille
Basisdaten
Name Lille Olympique Sporting Club Lille Métropole
Sitz Lille, Frankreich
Gründung 1902
(als Olympique Lillois)
23. September 1944
(Fusion zum Lille OSC)
Präsident Gerard Lopez
Website www.losc.fr
Erste Mannschaft
Trainer Franck Passi
Stadion Stade Pierre-Mauroy
Plätze 50.186
Liga Ligue 1
2016/17 11. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Der OSC Lille (offiziell Olympique Sport Club Lille Métropole, kurz LOSC) ist ein französischer Fußballverein aus der nordfranzösischen Stadt Lille. Sein Spitzname in Frankreich lautet les Dogues („die Doggen“); seit den 1980er Jahren schmückt ein entsprechender Hund auch das Vereinswappen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde er 1902 als Olympique Lillois. Die Vereinsfarben sind Rot und Blau. Da das 1974 errichtete und inzwischen abgerissene Stade Grimonprez-Jooris neu gebaut werden sollte, spielt der OSC Lille seit 2004 im 18.090 Zuschauer fassenden Stadium Nord (auch Stadium Nord Lille Métropole genannt) der Nachbarstadt Villeneuve-d’Ascq. An der Stelle, an der das Stade Grimonprez-Jooris stand, befindet sich inzwischen das neue, 2012 fertiggestellte Stade Pierre-Mauroy (anfangs: Grand Stade Lille Métropole), das über eine Gesamtkapazität von gut 50.000 Zuschauern verfügt.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das an der Grenze zu Belgien gelegene nordfranzösische Bergbaurevier rund um Lille, Tourcoing, Roubaix und Valenciennes gehört zu den ganz frühen Hochburgen des französischen Fußballs; aus Lille selbst spielten außer Olympique Lillois auch der Iris Club Lillois und der SC Fives eine wichtige Rolle im vor dem Ersten Weltkrieg noch in fünf unterschiedliche Verbände aufgespaltenen Ballsport jenseits des Rheins. Mit diesen beiden Vereinen fusionierte Olympique 1941 bzw. 1944 und nahm dann den Namen Lille Olympique Sporting Club an.

Absolut dominierend war Lille in dem Jahrzehnt nach Ende des Zweiten Weltkriegs: außer zwei Meister- und fünf Pokaltiteln stand die Mannschaft auch noch in zwei weiteren Pokalendspielen und wurde zusätzlich viermal Vizemeister Frankreichs.

In der höchsten Spielklasse war der OSC Lille von 1902 bis 1914 und (nach Einführung der landesweiten Division 1, 2002 in Ligue 1 umbenannt) 1932–1939, 1941–1943, 1945–1956, 1957–1959, 1964–1968, 1971/72, 1974–1977, 1978–1997 und wieder seit 2000 vertreten. Dazwischen (1969/70) war der Klub sogar bis in den Amateurbereich abgerutscht.

Von Lilles Vizemeistertitel 2005 erhofften sich die Fans in einer wirtschaftlich im Umbruch befindlichen Region den Beginn einer neuen „großen Fußballzeit“. In diesem Jahr qualifizierte der Verein sich für die Champions League, in der die Mannschaft in der Gruppenphase vor Manchester United den dritten Platz belegte, der gleichbedeutend mit der Qualifikation für das Sechzehntelfinale des UEFA-Cups war. In diesem Wettbewerb schied der LOSC im Achtelfinale gegen den späteren Titelträger FC Sevilla aus. In der Europa League 2010/11 brachte er es bis ins Sechzehntelfinale. Schließlich feierten die Dogues 2011 mit dem französischen Pokal den ersten Titel seit 56 Jahren und gewannen nur Wochen später auch den ersten französischen Meistertitel seit 1954.[1]

Vereinswappenhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader zur Saison 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 3. Februar 2017

Nr. Position Name
1 NigeriaNigeria TW Vincent Enyeama
2 FrankreichFrankreich AB Sébastien Corchia
3 MaliMali AB Youssouf Koné
6 KamerunKamerun MF Ibrahim Amadou
7 NiederlandeNiederlande ST Anwar El Ghazi
8 PortugalPortugal MF Xeka (geliehen von Sporting Braga)
9 AlgerienAlgerien ST Yassine Benzia
10 NiederlandeNiederlande ST Ricardo Kishna (geliehen von Lazio Rom)
11 FrankreichFrankreich MF Éric Bauthéac
12 FrankreichFrankreich ST Nicolas de Préville (geliehen von KV Ostende)
15 FrankreichFrankreich AB Julian Palmieri
16 FrankreichFrankreich TW Mike Maignan
17 PortugalPortugal MF Rony Lopes (geliehen von AS Monaco)
18 FrankreichFrankreich AB Franck Béria
Nr. Position Name
19 PortugalPortugal ST Éder
21 MaliMali MF Yves Bissouma
22 ParaguayParaguay AB Júnior Alonso
23 FrankreichFrankreich AB Adama Soumaoro
24 FrankreichFrankreich MF Rio Mavuba ((C)Kapitän der Mannschaft)
25 MontenegroMontenegro AB Marko Baša
26 FrankreichFrankreich MF Farès Bahlouli
27 TunesienTunesien MF Naïm Sliti (geliehen von Red Star Paris)
28 FrankreichFrankreich ST Martin Terrier
30 FrankreichFrankreich TW Jean Butez
HaitiHaiti AB Carlens Arcus
BrasilienBrasilien AB Gabriel
MarokkoMarokko AB Hamza Mendyl

Verliehene Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Position Name
PortugalPortugal MF Alexis Araujo (verliehen an USL Dunkerque)
FrankreichFrankreich MF Marvin Martin (verliehen an FCO Dijon)
FrankreichFrankreich MF Soualiho Meïté (verliehen an SV Zulte Waregem)
FrankreichFrankreich MF Lenny Nangis (verliehen an SC Bastia)
BolivienBolivien MF Ricardo Román (verliehen an VF Les Herbiers)
Nr. Position Name
BelgienBelgien ST Baptiste Guillaume (verliehen an Racing Straßburg)
FrankreichFrankreich ST Romain Jamrozik (verliehen an USL Dunkerque)
SudafrikaSüdafrika ST Lebo Mothiba (verliehen an FC Valenciennes)
ElfenbeinküsteElfenbeinküste ST Junior Tallo (verliehen an SC Amiens)

Für den Verein wesentliche Spieler in der Vergangenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte 2015 gehört erstmals auch eine Frauenfußballabteilung zum Verein. Diese entstand durch den Übertritt der Frauen des benachbarten FF Templemars-Vendeville, dessen Startplatz in der zweiten Liga Lille für die Saison 2015/16 übernommen hat.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3.
  • Jean Cornu: Les grandes équipes françaises de football. Famot, Genève 1978.
  • Paul Hurseau/Jacques Verhaeghe: Olympique Lillois – Sporting Club Fivois – Lille O.S.C. Alan Sutton, Joué-lès-Tours 1997 ISBN 2-84253-080-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lille OSC – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lille ist französischer Pokalsieger vom 14. Mai 2011 auf spox.com