Preußische T 10

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T 10 (Preußen)
DR-Baureihe 76
Preußische T 10
Preußische T 10
Nummerierung: DR 76 001–011
OHE 76 091–096
Anzahl: 12
Hersteller: Borsig
Baujahr(e): 1909ff.
Ausmusterung: 1964
Bauart: 2'C h2
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 11.800 mm
Dienstmasse: 76,1 t
Reibungsmasse: 48,7 t
Radsatzfahrmasse: 16,3 t
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Indizierte Leistung: 647 kW
Treibraddurchmesser: 1.750 mm
Laufraddurchmesser vorn: 1.000 mm
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 575 mm
Kolbenhub: 630 mm
Kesselüberdruck: 12 bar
Rostfläche: 1,85 m²
Überhitzerfläche: 39,20 m²
Verdampfungsheizfläche: 134,33 m²

Die T 10 der Preußischen Staatseisenbahnen waren Tenderdampflokomotiven. Sie wurden für den Einsatz zwischen Frankfurt am Main und Wiesbaden von 1909 bis 1912 beschafft. Die 41 km lange Strecke zwischen den beiden Kopfbahnhöfen sollte ohne Wenden der Lok betrieben werden. Da die Lok bei Rückwärtsfahrt zu Entgleisungen neigte, wurde im Betrieb dennoch nach Möglichkeit gewendet. Bei diesen von Borsig gelieferten Fahrzeugen wurden der Kessel von der Preußischen P 6 und das Lauf- und Triebwerk von der Preußischen P 8 übernommen. Der Kessel musste zur gleichmäßigen Masseverteilung weiter nach vorne als bei anderen Lokomotiven üblich verschoben werden, weil man bei der Konstruktion auf nachlaufende Achsen verzichtet hatte. Die ersten Probefahrten fanden am 30. Juni 1909 statt.

Modell der preußischen T 10 von Fleischmann

Die Reichsbahn übernahm 11 Maschinen dieses Typs als Baureihe 76, die Loks wurden mit den Nummern 76 001 – 76 011 versehen. Die letzte Maschine wurde nach dem Versailler Vertrag an die französische Nordbahn abgegeben. Acht Maschinen wurden von der Deutschen Bundesbahn übernommen. Zwischen 1945 und 1948 wurden die Fahrzeuge entweder ausgemustert oder an Privatbahnen verkauft. 1964 waren noch sechs Exemplare bei der OHE im Einsatz.

Von der Baureihe 76 ist kein Exemplar erhalten geblieben.