Liste der bayerischen Lokomotiven und Triebwagen

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In dieser Liste sind die Lokomotiven und Triebwagen der Bayerischen Eisenbahnen aufgeführt. Die Lokomotiven und Triebwagen der zu Bayern gehörenden Pfalz sind in der Liste der pfälzischen Lokomotiven und Triebwagen aufgeführt.

Lokomotiven der Bayerischen Ludwigsbahn[Bearbeiten]

siehe: Lokomotiven der Bayerischen Ludwigsbahn

Lokomotiven der München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft[Bearbeiten]

Namen Gattung
Staatsbahn
Anzahl Baujahr(e) Bauart Bemerkungen
JUPITER und JUNO ohne 2 1837 1A1 n2 geliefert von Stephenson (UK)
VESTA und VENUS ohne 2 1838 1A1 n2 geliefert von Sharp-Roberts (UK)
VULKAN und MARS ohne 2 1838 1A1 n2 geliefert von Fenton, Murray & Jackson (UK)
MERKUR und DIANA ohne 2 1841 1A1 n2 geliefert von Stephenson (UK)
DER MÜNCHNER A 1 1 1841 1A1 n2 geliefert von J. A. Maffei

Mit der Verstaatlichung der München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft im Jahre 1844 wurden deren acht englische Lokomotiven unter Beibehaltung ihrer Namen von der Staatsbahn übernommen.

Lokomotiven der Staatseisenbahnen[Bearbeiten]

Bezeichnung der Staatsbahnlokomotiven[Bearbeiten]

Namen und Nummern der Lokomotiven[Bearbeiten]

Die Lokomotiven der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen waren von Beginn an mit Namen bezeichnet. Der Lokomotivnamen war in erhabenen Großbuchstaben auf einem an der Kessellängsseite bzw. bei Tenderlokomotiven am Wasserkasten angebrachten Messingschild zu lesen.

Zur Benennung der Lokomotiven wählte man Namen bayerischer und außerbayerischer Orte, Flüsse, Seen und Berge, Namen bedeutender Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft sowie von literarischen und mythologischen Figuren. Auch Tiernamen wurden in geringem Umfang verwendet.

Beispiele: BAVARIA, WÜRZBURG, ALTMÜHL, FUNTENSEE, WATZMANN, COPERNICUS, FAUST, ODYSSEUS, PANTHER

Lokomotiven mit Namen erhielten darüber hinaus eine sogenannte Inventarnummer, die in kleinen Ziffern am Kamin und an der Rückwand des Tenders bzw. bei Tenderlokomotiven an der Rückwand des Führerhauses angebracht war.

Inventarnummern wurden fortlaufend, unabhängig von Klasse oder Bauart an neu eingestellte Lokomotiven vergeben. Namen und Inventarnummern ausgemusterter Lokomotiven gingen in der Regel auf neu gelieferte Maschinen über. Die Namensschilder wurden dabei wiederverwendet.

Beispiel: Die 1889 gebaute C IV PASING 113 erhielt Namen und Inventarnummer einer im Jahr zuvor ausgemusterten A V.

Letztmals wurden 1892 Namen und Inventarnummern vergeben. Die Staatsbahn ging danach zu Bahn- oder Betriebsnummern über, wobei mit Lokomotiven gleicher Klasse oder Bauart ein bestimmter fortlaufender Nummernbereich belegt wurde. Die Zuordnung der Nummernbereiche erfolgte ohne erkennbare Systematik. Die Nummernschilder waren ebenso gestaltet und an gleicher Stelle angebracht wie die Namensschilder.

Älteres Klassifizierungsschema[Bearbeiten]

Das ältere, 1847 eingeführte Klassifizierungsschema teilte die Lokomotiven in fünf durch Großbuchstaben gekennzeichnete Gruppen ein:

  • A – Lokomotiven mit einer angetriebenen Achse
  • B – Lokomotiven mit zwei gekuppelten Treibachsen
  • C – Lokomotiven mit drei gekuppelten Treibachsen
  • D – Tenderlokomotiven
  • E – Lokomotiven mit vier gekuppelten Treibachsen

Mit einer folgenden, in der Reihenfolge der Indienststellung fortlaufend vergebenen römischen Ziffer wurden die Klassen genannten Lokomotivgattungen bezeichnet. Dabei wurde nicht nach dem Verwendungszweck der Lokomotiven unterschieden.

Beispiele: B V (gesprochen: „Be fünf“), D XI (gesprochen: „De elf“)

Da zum Zeitpunkt der Einführung dieses Bezeichnungssystems nur dreiachsige Lokomotiven mit ein, zwei oder drei Treibachsen vorhanden waren, wurden folgerichtig die Buchstaben A, B und C verwendet. Bei Einführung von Tenderlokomotiven im Jahre 1871 war die Verwendung vierfach gekuppelter Lokomotiven noch nicht vorstellbar, daher wurde den Tenderlokomotiven der Gattungsbuchstabe D zugewiesen. Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts dann Vierkuppler-Güterzuglokomotiven erschienen, mussten diese – sinnwidrig – mit E I bezeichnet werden.

Das System wurde 1896 anlässlich der Einführung von Lokomotiven mit geteilten Triebwerken noch erweitert:

  • AA – Lokomotive mit Vorspannachse (Lokomotive mit einer Treibachse und abhebbarer Hilfsachse zum Anfahren)
  • BB – Mallet-Lokomotiven mit zwei zweifach gekuppelten Triebwerken

Beispiele: AA I, BB II

Zur Differenzierung von Zwillings- und Verbundlokomotiven wurde im Falle der Gattungen B XI und C IV der Gattungsbezeichnung noch hinzugefügt:

  • Zw für Lokomotiven mit Zwillingstriebwerk
  • Vbd (auch Vb oder Verb) für Lokomotiven mit Verbundtriebwerk

Beispiele: B XI Zw, C IV Vbd

An den Lokomotiven selbst waren diese Zusätze aber nicht angeschrieben.

Aus dem Rahmen des Schemas fielen die Schmalspurlokomotiven für die damals einzige Schmalspurstrecke der Staatseisenbahnen. Diese wurden mit dem Kürzel LE (für Lokalbahn Eichstätt) und mit römischer Nummerierung von I bis V versehen. Darüber hinaus führten diese Lokomotiven auch Inventarnummern.

Neueres Klassifizierungsschema von 1901[Bearbeiten]

Aufgrund der technischen Entwicklung und den Anforderungen des Betriebes genügte das Schema nicht mehr, so dass man ab 1901 ein neues System einführte.

Dieses bestand aus mehreren Teilen:

Ein führender Großbuchstabe bezeichnete die Lokgattung:

  • S - Schnellzuglokomotive
  • P - Personenzuglokomotive
  • G - Güterzuglokomotive
  • R - Rangierlokomotive
  • M - Motorwagen
  • E - elektrischer Antrieb (ab 1913, der Lokgattung vorangestellt)

Die Lokgattung konnte durch einen oder mehrere weitere Buchstaben ergänzt werden:

  • t - Tenderlokomotive (wurde bei Rangierlokomotiven nicht genutzt)
  • z - Zahnradlokomotive
  • s - Schmalspurlokomotive
  • L - Lokalbahn

Es folgte die Angabe des Verhältnisses der Kuppelachsen zur Gesamtachszahl in Form eines Bruches z. B. 3/5.

Zur Unterscheidung von Heiß- und Naßdampflokomotiven innerhalb der gleichen Gattung wurde ans Ende der Bezeichnung ein „H“ oder „N“ gesetzt.

Beispiele:

  • So bezeichnet S 3/6 (gesprochen „Es drei sechstel“) eine Schnellzuglokomotive mit 3 gekuppelten und insgesamt 6 Achsen – also drei Laufachsen.
  • Die Pt 2/5 N ist eine Personenzugtenderlokomotive mit 2 gekuppelten und insgesamt 5 Achsen – also drei Laufachsen – in der Naßdampfausführung.
  • EP 3/5 bezeichnet eine Elektrische Personenzuglokomotive mit 3 angetriebenen Achsen und insgesamt 5 Achsen – also zwei Laufachsen.

Das neue Bezeichnungssystem wurde nur auf die neu in Dienst gestellten Lokomotiven angewandt. Somit bestanden bis 1926 zwei verschiedene Bezeichnungssysteme nebeneinander, da die Gruppenverwaltung Bayern der Deutschen Reichsbahn die bayerische Nummerierung bis zur Umsetzung des einheitlichen Bezeichnungssystems aller Reichsbahnlokomotiven beibehalten hat (bei elektrischen Triebfahrzeugen in abgewandelter, vereinfachter Form).

Dampflokomotiven[Bearbeiten]

Lokomotiven der Anfangszeit für alle Zugarten[Bearbeiten]

Gattung Bahnnummer(n) Anzahl Baujahr(e) Bauart Bemerkungen
A I GERMANIA bis PETER HENLEIN 24 1844–1845 1A1 n2 5 Lok in B I, 4 Lok in C I umgebaut
DER MÜNCHNER 1 1841 1A1 n2 Erstling von Maffei, 1845 von der Staatsbahn angekauft
A II WERTACH bis SCHWABACH 13 1847–1848 1A1 n2 3 Lok in B I, 6 Lok in C I umgebaut
A III RIES bis REZAT 4 1851–1852 1A1 n2 2 Lok in B I, 2 Lok in C I umgebaut
A IV PAAR bis ZUSAM 8 1852–1853 1A1 n2 1 Lok erst in B I, dann in C I umgebaut
A V MEITINGEN bis ROTH 24 1853–1855 1A1 n2
B I MAIN bis GERSTNER 22 1847–1850 1B n2
REICHENBACH bis PLEINFELD (11) (1859–1876) 1B n2 Umbau aus 5 A I, 3 A II, 2 A III und 1 A IV
B II BUCHLOE bis BERG 14 1851–1852 1B n2
B III LINDAU bis WASSERTRÜDINGEN 18 1852–1855 1B n2
B IV ULM bis AMBERG 10 1852–1853 1B n2
B V NAAB bis WEILHEIM 94 1853–1863 1B n2
B V (Stütztender) PHOENIX 1 1857 B3' n2 Stütztenderlokomotive
C I SCHARRER bis SCHNEEBERG 5 1847–1850 C n2 Schiebe- und Vorspannlok für Schiefe Ebene Neuenmarkt-Markschorgast
BAADER bis PLEINFELD (13) (1869–1877) C n2 Umbau aus 4 A I, 6 A II, 2 A III und 1 B I (ex A IV)
C II (Stütztender) HERCULES 1 1857 C2' n2 Stütztenderlokomotiven, um 1870 der Regelausführung der C II angeglichen
HECTOR bis THESEUS 4 1858 C3' n2

Keine der Lokomotiven wurde mehr auf eine Betriebsnummer der Deutschen Reichsbahn umgezeichnet.

Personen- und Schnellzuglokomotiven[Bearbeiten]

Gattung Bahnnummer(n) DR-Nummer(n) Anzahl Baujahr(e) Bauart Bemerkungen
B VI MOOSBURG bis BÜRGER (34 7461–34 7462) 107 1863–1871 1B n2
B VII EIBSEE bis MAINBERNHEIM 6 1868 B n2
B VIII SCHILLER bis WIELAND 6 1872 1B n2
B IX (1. Bes.) WÖRTH bis MARS LA TOUR 4 1870 B1 n2 Strousberg-Type, 1872 an Reichseisenbahnen Elsaß-Lothringen verkauft
B IX (2. Bes.) STEINBERG bis SALZBURG (34 7421–34 7440) 104 1874–1887 1B n2
B X METZ bis HEIDELBERG (34 7501–34 7513) 12 1889–1891 1'B n2v
2 1891 1'B n2 1896 auf Verbundwirkung umgebaut
B XI Zw 1201–1239 36 701–36 708 39 1892–1893 2'B n2
B XI Vbd 1240–1339 36 751–36 826 100 1895–1900 2'B n2v
C V 2301 1 1896 2'C n4v Prototyp mit kleinerem Treibraddurchmesser (1640 mm)
2302–2343 17 301–17 322 42 1899–1901 2'C n4v
AA I 1400 1 1896 2'(a)A1 n2 mit Vorspannachse, 1907 nach Unfall Umbau in 2'B h2 der Gattung P 2/4
S 2/5 (Vauclain) 2398–2399 (14 131–14 132) 2 1901 2'B1' n4v zu Vergleichszwecken von Baldwin (USA) bezogen, Vierzylinder-Verbundtriebwerk Bauart Vauclain
S 2/5 3001–3010 14 141–14 145 10 1904 2'B1 n4v
S 2/6 3201 15 001 1 1906 2'B2' h4v
S 3/5 N 3301–3328,
3330–3340
17 401–17 420 39 1903–1907 2'C n4v 1924/25 Umbau in 2'C h4v
S 3/5 H 3329,
3341–3369
17 501–17 524 30 1906–1911 2'C h4v
S 3/6 3601–3623,
3642–3644
18 401–18 421 26 1908–1927 2'C1' h4v Ursprungsausführung
3624–3641 18 441–18 458 18 1912 sog. "Hochhaxige", Treibraddurchmesser 2000 mm
3645–3679 18 422–18 424,
18 461–18 478
35 1914–1918 verkürzter Achsstand wie pfälz. S 3/6
3680–3709 18 479–18 508 30 1923–1924 Nachbestellung Gruppenverwaltung Bayern
18 509–18 548 40 1926–1930 Nachbau DR
P 2/4 1400 36 861 (1) (1907) 2'B h2 Umbau aus AA I
P 3/5 N 3801–3836 38 001–38 013 36 1905–1907 2'C n4v 1924/25 Umbau in 2'C h4v
P 3/5 H 3837–3916 38 401–38 480 80 1921 2'C h4v Nachbestellung Gruppenverwaltung Bayern mit Überhitzer

Güterzuglokomotiven[Bearbeiten]

Gattung Bahnnummer(n) DR-Nummer(n) Anzahl Baujahr(e) Bauart Bemerkungen
C II JASON bis SCHÄRDING 68 1861–1868 C n2 Regelausführung der C II
C III STEPHENSON bis MARTINLAMITZ (53 7871–53 7990) 239 1868–1879 C n2
GERMANIA bis ARMANNSBERG (53 7831–53 7833) 14 1872–1874 C n2 Bauart Sigl, wie MÁV III; 1895–1902 den anderen C III angeglichen
C IV Zw HOF bis SÄNTIS,
1401–1441,
1452–1462
53 8011–53 8064 87 1884–1892 C n2
C IV Vbd RUPPERTSBERG und WELTENBURG,
1442–1451,
1463–1550
53 8081–53 8168 100 1889–1897 C n2v
C VI 1551–1633 54 1301–54 1364 83 1899–1905 1'C n2v
E I 2051–2062 (56 301–56 309) 12 1895–1896 1'D n2 Zylinder vor der Laufachse
2063–2064 (56 310–56 311) 2 1896–1897 1'D n4v Vierzylinder-Verbundtriebwerk Bauart Sondermann, 1899 Umbau in 1'D n2
2065–2084,
2087–2099,
2116–2130
(56 312–56 353) 48 1899–1901 1'D n2 Zylinder hinter der Laufachse
E I (Vauclain) 2085–2086 2 1899 1'D n4v zu Vergleichszwecken von Baldwin (USA) bezogen, Vierzylinder-Verbundtriebwerk Bauart Vauclain
BB I 2100 (55 7101) 1 1896 B'B n4v Gelenklokomotive Bauart Mallet
G 3/4 N 1634–1670 54 1401–54 1432 37 1907–1909 1'C n2v Weiterbau der C VI
G 3/4 H 7001–7165 54 1501–54 1665 165 1919–1921 1'C h2
7166–7225 54 1666–54 1725 60 1922–1923 Nachbestellung Gruppenverwaltung Bayern
G 4/5 N 2131–2137 56 401–56 404 7 1905–1906 1'D n2
G 4/5 H 5151–5160,
5501–5695,
5211–5235
56 801–56 809,
56 901–56 1035,
56 1101–56 1125
230 1915–1919 1'D h4v 5151–5160 für MGD Brüssel, 5211–5235 für MGD Warschau bestellt; beide Serien von Bayern übernommen
G 5/5 5801–5815 57 501–57 507 15 1911 E h4v
5816–5895 57 511–57 590 80 1920–1924 Nachbestellung Gruppenverwaltung Bayern

Tenderlokomotiven[Bearbeiten]

Gattung Bahnnummer(n) DR-Nummer(n) Anzahl Baujahr(e) Bauart Bemerkungen
D I JANUS bis LEVIATHAN (88 7011–88 7017) 15 1871–1875 B n2t
D II (1. Bes.) GEIER bis BÄR 4 1873 B n2t
D II (2. Bes.) 2400–2472 89 601–89 670 73 1898–1904 C n2t
D III WOLF bis GREIF 6 1873 B n2t
D IV ACHERON bis GUDRUN,
1701–1737
88 7101–88 7201 132 1875–1897 B n2t
D V EIBSEE bis EISENSTEIN 89 8101–89 8110 10 1877–1878 C n2t
D IX ROTH bis GAISBERG,
1931–1960,
2101–2115
70 7102–70 7154 55 1888–1899 1B n2t
D XII 2201–2296 73 031–73 124 96 1897–1904 1'B2' n2t
Pt 2/3 6001–6097 70 001–70 097 97 1909–1916 1B h2t
Pt 2/4 N 6501–6502 72 101–72 102 2 1909 2'B n2t
Pt 2/4 H 5001–5012 71 201–71 212 12 1906–1909 1'B1' h2t
Pt 2/5 N 5202–5210 73 131–73 139 9 1907 1'B2' n2t Weiterbau der D XII
Pt 2/5 H 5201 73 201 1 1906 1'B2' h2t wie D XII, mit Überhitzer
Pt 3/6 6101–6110 77 110–77 119 10 1923 1'C2' h2t wie pfälzische Pt 3/6, Nachbestellung Gruppenverwaltung Bayern
Gt 2×4/4 5751–5765 96 001–96 015 15 1913–1914 D'D h4vt
5766–5775 96 016–96 025 10 1922–1923 Nachbestellung Gruppenverwaltung Bayern
R 3/3 2473–2490 89 701–89 717 18 1906–1913 C n2t Weiterbau der D II (2. Bes.)
4701–4790 89 801–89 890 90 1921–1922 Nachbestellung Gruppenverwaltung Bayern
R 4/4 4151–4183 92 2008–92 2040 33 1918–1919 D n2t wie pfälzische R 4/4
4184–4192 92 2041–2049 9 1924–1925 Nachbestellung Gruppenverwaltung Bayern

Lokalbahnlokomotiven[Bearbeiten]

Gattung Bahnnummer(n) DR-Nummer(n) Anzahl Baujahr(e) Bauart Bemerkungen
D VI CLOTHO bis EBERMANNSTADT,
1801–1804
98 7501–98 7526 53 1880–1894 B n2t
D VII AGAMEMNON bis HÖCHSTADT,
1851–1874
98 7601–98 7614,
98 7621–98 7681
75 1880–1895 C n2t
D VIII KIRCHBERG bis BISCHOFSWIESEN,
1901–1905
98 661–98 669 10 1888–1893 C1' n2t ältere D VIII, für Reichenhall–Berchtesgaden
1906–1914 98 671–98 679 9 1898–1903 neuere D VIII
D X FRAUENAU bis PASSAU,
1961–1963
98 7701–98 7709 9 1890–1893 C1' n2t
D XI 1991–2050,
2701–2761,
2765–2782
98 411–98 423,
98 431–98 556
139 1895–1912 C1' n2t
BB II 2501–2531 98 701–98 731 31 1899–1908 B'B n4vt Gelenklokomotive Bauart Mallet
PtL 2/2 (Maffei) 4001–4024 (98 361–98 384) 24 1906–1908 B h4t Bauart Maffei, gegenläufiges Triebwerk; urspr. ML 2/2
PtL 2/2 (Krauss) 4501–4506 (98 301−98 306) 6 1905–1906 B h2t Bauart Krauss, Innenzylinder und Blindwelle; urspr. ML 2/2
4507–4535 98 301–98 309 29 1908–1909 Bauart Krauss, Blindwelle
4536–4548 98 310–98 322 13 1911–1914 Bauart Krauss, Regeltriebwerk
PtL 3/3 1875–1876 98 7691–98 7691 2 1889 C n2t 1908 mit Murnau–Garmisch von LAG übernommen, ähnlich D VII
PtL 3/4 2762–2764 98 561–98 563 3 1900 C1' n2t 1908 mit Murnau–Garmisch von LAG übernommen, wie D XI
2783–2787 98 564–98 568 5 1914 Weiterbau der D XI
PtzL 3/4 4101–4103 97 101–97 103 3 1912 Czz1' h2(4v)t Zahnradlok, für Erlau–Wegscheid
4104 97 104 1 1923 Nachbestellung Gruppenverwaltung Bayern
GtL 4/4 2551–2563 98 801–98 813 13 1911–1914 D h2t
2564–2650 98 814–98 900 87 1921–1924 Nachbestellung Gruppenverwaltung Bayern
98 901–98 917 17 1927 Nachbau DR
(GtL 4/5) 98 1001–98 1045 45 1929–1933 D1' h2t Neubau DR, Weiterentwicklung der GtL 4/4

Schmalspurlokomotiven[Bearbeiten]

Gattung Bahnnummer(n) DR-Nummer(n) Anzahl Baujahr(e) Bauart Bemerkungen
LE I–V 99 071–99 075 5 1885–1900 C n2t für Eichstätt–Kinding
Pts 3/4 1101–1103 99 131–99 132 3 1906 1'C h2t für Neuötting–Altötting, 1102 im 1. Weltkrieg an der Ostfront verloren
1104 99 133 1 1923 Ersatzbestellung Gruppenverwaltung Bayern
Gts 4/4 991 99 151 1 1909 D n2t für Eichstätt–Kinding
Gts 2×3/3 996 99 201 1 1917 C'C h4vt 1920 aus Bestand der Heeresfeldbahn erworben, für Eichstätt–Kinding

Alle bayerischen Schmalspurlokomotiven waren für Meterspur gebaut.

Umbau bayerischer Dampflokomotiven durch die Deutsche Reichsbahn und Deutsche Bundesbahn[Bearbeiten]

Lokomotiven zweier bayerischer Gattungen wurden von der Deutschen Reichsbahn bzw. der Deutschen Bundesbahn einem größeren Umbau unterzogen. Obwohl die Umbauten Jahrzehnte nach dem Ende der Bayerischen Staatsbahn stattfanden, wiesen diese Lokomotiven unverkennbar bayerische Baumerkmale auf und wurden auch in bahnamtlichen Dokumenten mit (inoffiziellen) bayerischen Gattungsnamen bezeichnet.

Gattung Bahnnummer(n) DR-Nummer(n) Anzahl Baujahr(e) Bauart Bemerkungen
(S 3/6) 18 601–18 630 (30) (1953–1956) 2'C1' h4v Umbau DB aus 18.4–5 (S 3/6) mit Hochleistungskessel
(GtL 4/5) 98 1101–98 1129 (29) (1934–1941) 1'D h2t Umbau DR aus 98.8–9 (GtL 4/4) mit vorderer Laufachse

Elektrolokomotiven[Bearbeiten]

Gattung Bahnnummer(n) DR-Nummer(n) Anzahl Baujahr(e) Bauart Bemerkungen Bild
ES 1 21001–21010 E 16 01–E 16 10 10 1925 1'Do1' w4e Bestellung Gruppenverwaltung Bayern E16-07.jpg
E 16 11–E 16 21 11 1928–1933 Nachbau DR
EP 1
bis 1920: EP 3/5
20001–20005 E 62 01–E 62 05 5 1912 1'C1' w1k für Garmisch–Griesen
EP 2 20006–20034 E 32 06–E 32 34 29 1924–1926 1'C1' w2u Bestellung Gruppenverwaltung Bayern; 8 Lok 1935/36 nach Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit in E 32 101–E 32 108 umgezeichnet Bayerische EP 2.jpg
EP 3
bis 1920: EP 3/6
20101–20104 E 36 01–E 36 04 4 1914 1'C2' w1k für Freilassing–Berchtesgaden
EP 4
bis 1920: EP 3/6II
20121–20124 E 36 21–E 36 24 4 1914 1'C2' w1k für Freilassing–Berchtesgaden
EP 5 21501–21535 E 52 01–E 52 35 35 1924–1925 2'BB2' w4u Bestellung Gruppenverwaltung Bayern EP5 DB-Museum.JPG
EG 1
bis 1920: EG 4×1/1
20201–20202 E 73 01–E 73 02 2 1914–1915 Bo'Bo' w4t für Freilassing–Berchtesgaden
EG 2
bis 1920: EG 2×2/2
20221–20222 E 70 21–E 70 22 2 1920 B'B' w2u für Freilassing–Berchtesgaden
EG 3 22001–20222 E 77 01–E 77 31 31 1924–1925 (1'B)(B1') w2u Bestellung Gruppenverwaltung Bayern, baugleich mit preuß. EG 701–EG 725 E7710 fuerth 2007.jpg
(EG 4) (22101–22102) E 79 01–E 79 02 2 1926–1927 2'D1' w2u Bestellung Gruppenverwaltung Bayern, für Freilassing–Berchtesgaden; bereits mit DR-Nummern geliefert
EG 5 22501–22520 E 91 01–E 91 20 20 1924–1927 C'C' w4u Bestellung Gruppenverwaltung Bayern, baugleich mit preuß. EG 581–EG 594 191-011.jpg

Ein Teil der mit bayerischen Gattungsbezeichnungen und Bahnnummern bestellten ES 1 (E 16) und EG 5 (E 91) sowie alle EG 4 (E 79) wurden bereits mit DR-Nummern geliefert.

Triebwagen[Bearbeiten]

Nachdem die Bayerische Staatsbahn bereits 1882 einen Dampftriebwagen von Krauss erprobt, aber nicht in ihren Bestand übernommen hatte, wurden erst nach 1900 Triebwagen in geringer Zahl in Dienst gestellt.

Gattung Bahnnummer(n) DR-Nummer(n) Anzahl Baujahr(e) Bauart Bemerkungen Bild
MCi 8373 (1) (1901) Bo g2t Akkutriebwagen, Umbau aus einem Personenwagen Ci Baujahr 1887
MBCi 2521 1 1904 A1 n2v Dampftriebwagen Bauart DeDion-Bouton
MCCi 14501–14507 7 1906–1909 B2' h4 Dampftriebwagen, Maschine wie PtL 2/2 (Maffei)
MBCL 101–109 bis 1930:
München 501–509
1930 bis 1941:
elT 1481–elT 1489
ab 1941:
ET 184 01–ET 184 09
9 1907–1909 Bo g2t Elektrischer Triebwagen, für die Lokalbahnen Berchtesgaden–Salzburg und Berchtesgaden–Königssee Museumszug der Salzburger Lokalbahn.jpg
MPL 1501 bis 1941:
München 601
ab 1941:
ET 194 01
1 1909 Bo g2t Elektrischer Gepäcktriebwagen, für die Lokalbahnen Berchtesgaden–Salzburg und Berchtesgaden-Königssee
D4ielT bis 1930:
München 701–704
1930 bis 1941:
elT 1101–elT 1104
ab 1941:
ET 85 01–ET 85 04
(4) (1924) Bo'2' w2t Elektrischer Triebwagen, Umbau Gruppenverwaltung Bayern aus ehem. MCCi
D4ielT bis 1930:
München 705–730
1930 bis 1941:
elT 1105–elT 1136
ab 1941:
ET 85 05–ET 85 36
32 1927–1933 Bo'2' w2t Elektrischer Triebwagen, Neubau Gruppenverwaltung Bayern als Weiterentwicklung der Umbau-Triebwagen ETund ES 85 28 München.jpg

Lokomotiven der Bayerischen Ostbahn[Bearbeiten]

Bezeichnung der Ostbahnlokomotiven[Bearbeiten]

Das Bezeichnungsschema der Bayerischen Ostbahn lehnte sich an das der Staatsbahn an. Die Lokomotiven wurden in fünf Gruppen eingeteilt, die ebenfalls durch Großbuchstaben gekennzeichnet waren.

  • A - Lokomotiven mit einer angetriebenen Achse
  • B - Lokomotiven mit zwei gekuppelten Achsen und Laufachse
  • C - Lokomotiven mit drei gekuppelten Achsen
  • D - Tenderlokomotiven
  • E - Lokomotiven mit zwei gekuppelten Achsen ohne Laufachse

Die Ostbahn verzichtete jedoch auf die Unterscheidung einzelner Gattungen durch eine spezielle Gattungsnummer. Stattdessen erfolgte eine fortlaufende Nummerierung der Loks innerhalb einer Gruppe. Die ehemaligen Ostbahn-Lokomotiven wurden nach der Verstaatlichung 1875 von der Staatsbahn zunächst unter ihrer alten Nummer weiterbetrieben; erst 1892 erfolgte die Umzeichnung auf das Bezeichnungssystem der Staatsbahn.

Die erstgelieferten Lokomotiven A 1–A 12 und B 1–6 erhielten Namen von Städten bzw. Flüssen aus dem Verkehrsgebiet der Ostbahn. Danach wurde die Vergabe von Lokomotivnamen aufgegeben.

Dampflokomotiven[Bearbeiten]

Bahnnummer(n) Ostbahn Gattung Staatsbahn Bahnnummer(n) Staatsbahn Anzahl Baujahr(e) Bauart Bemerkungen
A 1–A 12 12 1857–1858 2A n2 Bauart Crampton, Umbau in 1B n2 der Serie B 79–B 90
A 13–A 24 12 1859 1A1 n2 Bauart Stephenson, Umbau in 1B n2 der Serie B 67–B 78
A 1–A 2
bis 1872:
E 1–E 2
B V (Ostbahn) 1001–1002 2 1869 B n2
B 1–B 66 B V (Ostbahn) 1003–1068 66 1858–1865 1B n2
B 67–B 78 B IX (Ostbahn) 1069–1080 (12) (1870–1871) 1B n2 Umbau aus A 13–A 24, Treibraddurchmesser 1524 mm
B 79–B 90 B IX (Ostbahn) 1081–1092 (12) (1869–1872) 1B n2 Umbau aus A 1–A 12, Treibraddurchmesser 1829 mm (Lok B 79/1081: 1524 mm)
B 91–B 96 B IX (Ostbahn) 1093–1098 6 1872 1B n2 Treibraddurchmesser 1828 mm
B 97–B 109 B IX (Ostbahn) 1099–1111 13 1875 1B n2 Treibraddurchmesser 1696 mm
C 1–C 12 C II (Ostbahn) 1112–1123 12 1862–1863 C n2
C 13–C 64 C III (Ostbahn) 1124–1175 55 1867–1875 C n2 C 37–C 39 1872 neu an Reichseisenbahnen Elsaß-Lothringen verkauft, durch Neubauten gleicher Nummer ersetzt
D 1–D 12 D IV (Ostbahn) 1178–1189 12 1867–1872 B n2t
D 13–D 14 D II (Ostbahn) 1176–1177 2 1866 B n2t Eigentum der von der Ostbahn betriebenen Deggendorf–Plattlinger Bahn

Ehemalige Ostbahn-Lokomotiven wurden von der Bayerischen Staatsbahn mit stärkeren Radreifen versehen, so dass sich in späteren Jahren bis zu 40 mm größere Raddurchmesser ergaben. Lokomotiven der Gattungen C III (Ostbahn) und D IV (Ostbahn) waren 1923 unter den Nummern 53 7834–53 7868 und 88 7021–88 7026 im vorläufigen Umzeichnungsplan der Deutschen Reichsbahn für Länderbahnlokomotiven enthalten, zu einer endgültigen Umzeichnung kam es aber nicht mehr.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hugo Marggraff: Die Kgl. Bayerischen Staatseisenbahnen in geschichtlicher und statistischer Beziehung, erweiterter Nachdruck der Ausgabe von 1894, Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007685-X
  • Günther Scheingraber: Die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen, Franckh, Stuttgart 1975, ISBN 3-440-04233-2
  • Heinz Schnabel: Deutsches Lok-Archiv: Lokomotiven bayerischer Eisenbahnen, transpress, Berlin 1992, ISBN 3-344-70717-5
  • Wolfgang Valtin: Deutsches Lok-Archiv: Verzeichnis aller Lokomotiven und Triebwagen Band 1 – Numerierungssysteme bei den deutschen Bahnen, transpress, Berlin 1992, ISBN 3-344-70739-6
  • Wolfgang Valtin: Deutsches Lok-Archiv: Verzeichnis aller Lokomotiven und Triebwagen Band 2 – Dampflokomotiven und Dampftriebwagen, transpress, Berlin 1992, ISBN 3-344-70740-X
  • Wolfgang Valtin: Deutsches Lok-Archiv: Verzeichnis aller Lokomotiven und Triebwagen Band 3 – Elektrische Lokomotiven und Triebwagen, Diesellokomotiven und -triebwagen, transpress, Berlin 1992, ISBN 3-344-70741-8
  • Robert Zintl: Die alten Bayerischen, Motorbuch Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-87943-990-7