Priwolnoje (Kaliningrad, Selenogradsk)

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Siedlung
Priwolnoje/Gunthenen
Привольное
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Selenogradsk
Gegründet 1299
Frühere Namen Guntheyn (nach 1414),
Guntein (um 1500),
Gunthein (nach 1540),
Gunthenen (bis 1946)
Bevölkerung 61 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40150
Postleitzahl 238300
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 215 804 022
Geographische Lage
Koordinaten 54° 54′ N, 20° 37′ OKoordinaten: 54° 54′ 19″ N, 20° 37′ 29″ O
Priwolnoje (Kaliningrad, Selenogradsk) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Priwolnoje (Kaliningrad, Selenogradsk) (Oblast Kaliningrad)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kaliningrad‎

Priwolnoje (russisch Привольное, deutsch Gunthenen, litauisch Guntėnai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Kowrowskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kowrowo (Nautzau)) im Rajon Selenogradsk (Kreis Cranz).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Priwolnoje liegt 23 Kilometer nordöstlich der Stadt Kaliningrad (Königsberg) an einer Nebenstraße, die Nekrassowo (Liska-Schaaken) mit Chrabrowo (Powunden) verbindet. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das bis 1946 Gunthenen[2] genannte Dorf wurde im Jahre 1299 gegründet.

Im Jahre 1874 wurde es in den neu errichteten Amtsbezirk Lobitten[3] (heute russisch: Lugowskoje) eingegliedert, der bis 1939 zum Landkreis Königsberg (Preußen), von 1939 bis 1945 zum Landkreis Samland im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1910 waren in Gunthenen 179 Einwohner registriert[4]. Ihre Zahl stieg bis 1925 auf 219 und betrug 1933 noch 196[5].

Am 1. April 1939 gab Gunthenen seine Eigenständigkeit auf und wurde in den Nachbarort Korreynen (russisch: Dubrawa, jetzt: Chrabrowo) eingemeindet. Infolge des Zweiten Weltkrieges kam das Dorf aufgrund seiner Lage in Nordostpreußen zur Sowjetunion und erhielt die russische Bezeichnung „Priwolnoje“. 1947 „wechselte“ der Ort vom Landkreis Samland in den Rajon Selenogradsk (Kreis Cranz) und war von 1947 bis 2006 in den Muromski selski sowjet (Dorfsowjet Muromskoje (Laptau)) eingegliedert. Nach einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] ist Priwolnoje jetzt eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) klassifizierte Ortschaft innerhalb der neu gebildeten Kowrowskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kowrowo (Nautzau)).

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung war Gunthenen vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche Powunden (russisch: Chrabrowo) eingepfarrt und gehörte so zum Kirchenkreis Königsberg-Land II innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Priwolnoje im Einzugsbereich zweier in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinden: Marschalskoje (Gallgarben) bzw. Selenogradsk (Cranz). Beide sind Filialgemeinden der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) innerhalb der Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Gunthenen
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Lobitten
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Königsberg
  5. Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Samland
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 501 vom 18. Februar 2005, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propeti Kaliningrad

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]