Provinz Triest

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Provinz Triest
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Über dieses Bild
Staat: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien
Fläche: 211,82 km² (106.)
Einwohner: 234.638 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.108 Einwohner/km²
Anzahl Gemeinden: 6
Kfz-Kennzeichen: TS
ISO-3166-2-Kennung: IT-TS
Karte

Koordinaten: 45° 38′ N, 13° 48′ O

Die Provinz Triest (italienisch Provincia di Trieste, slowenisch Tržaška pokrajina) war bis zum 30. September 2017[2] eine der vier Provinzen der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien. Sie hatte eine Fläche von etwa 212 km² und 234.638 Einwohner (Stand 31. Dezember 2017). Hauptort war die Stadt Triest.

Wie im Falle der übrigen drei Provinzen von Friaul-Julisch Venetien (Görz, Pordenone und Udine), die als selbständige Institutionen ebenfalls abgeschafft wurden, besteht auch diese ehemalige Provinz als Verwaltungssprengel dezentraler staatlicher Verwaltungen bzw. als statistisches Gebiet fort.

Italienisch und Slowenisch waren Amtssprachen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz Triest war mit einer Fläche von 212 km² flächenmäßig die kleinste italienische Provinz. Sie umfasste einen schmalen Küstenstreifen von 41 km Länge und ca. 5 bis 10 km Breite zwischen der Grenze zu Slowenien im Osten und dem Golf von Triest, einem Teil der Adria, im Südwesten. Im Nordwesten grenzte sie an die Provinz Gorizia.

Im Norden der ehemaligen Provinz befindet sich der Karst (italienisch: Carso), eine Hügellandschaft, die mit sehr vielen Höhlen durchsetzt ist. Die bekannteste ist die Grotta Gigante („Riesenhöhle“).

Zwischen den Hügeln und dem Meer verlaufen die Staatsstraße 14, die Autobahn A 4 Turin-Triest sowie eine Eisenbahnlinie.

Zwischen Triest und Muggia befindet sich die Bucht von Muggia.

Häfen gibt es in der ehemaligen Provinz Triest in Aquilinia (nahe Muggia), Grignano (in der Nähe des Schlosses Miramare) sowie in Sistiana (nahe Duino).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Beginn der habsburgischen Herrschaft im 13. Jahrhundert war das Gebiet der heutigen Provinz Triest zwischen den Fürsten von Duino (mit den heutigen Gemeinden Duino-Aurisina, Sgonico und Monrupino), Triest, San Dorligo und Muggia aufgeteilt.

1809 wurde das Gebiet von den napoleonischen Truppen besetzt. Ein großer Teil der heutigen Provinz wurde von Triest aus verwaltet, San Dorligo jedoch von Postojna (Adelsberg) aus.

Nach dem Ende der Herrschaft Napoleons wurden die Gemeinden Duino-Aurisina, Sgonico und Monrupino an die Grafschaft Görz angeschlossen, während die Stadt Triest einen selbständigen Status innerhalb der österreichischen Monarchie erhielt. San Dorligo und Muggia wurden Teil von Istrien.

Mit dem Grenzvertrag von Rapallo vom November 1920 wurden die gesamte Provinz Triest und Teile Istriens Teil Italiens.

Ab 1947 bildete die heutige Provinz Triest die Zone A des neutralen Freien Territoriums Triest. Durch das Londoner Memorandum vom 5. Oktober 1954 wurde die Provinz Triest dann wieder ein Teil Italiens und erhielt ihre späteren Grenzen. Mit der Unterzeichnung des italienisch-jugoslawischen Vertrags von Osimo am 10. November 1975 wurde diese endgültig anerkannt.

Gemeinden und Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz Triest hatte eine Bevölkerungsdichte von 1.120 Einwohnern pro km². Der größte Teil der Einwohner lebte in der Stadt Triest. Sie umfasste sechs Gemeinden.

Gemeinde Deutscher/Slowenischer Name Einwohner
(31. Dezember 2011)
Trieste Triest/Trst 205.194
Muggia Mugls/Milje 13.410
Duino-Aurisina Tybein-Naberschin/Devin-Nabrežina 8.721
San Dorligo della Valle St. Ulrich/Dolina 5.920
Sgonico Sgonegg/Zgonik 2.098
Monrupino Reppenberg/Repentabor 886

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Linienverkehr in der Provinz Triest wurde von Trieste Trasporti betrieben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ehemalige Provinz Triest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Consiglio regionale del Friuli Venezia Giulia: Soppressione delle Province del Friuli Venezia Giulia, abgerufen am 7. Juli 2019