Provinz Udine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Provinz Udine
Wappen
Provinz CuneoMetropolitanstadt TurinProvinz AstiProvinz AlessandriaProvinz VercelliProvinz BiellaProvinz Verbano-Cusio-OssolaProvinz NovaraProvinz PaviaProvinz LodiProvinz CremonaProvinz MantuaProvinz BresciaProvinz BergamoProvinz Monza und BrianzaMetropolitanstadt MailandProvinz VareseProvinz ComoProvinz LeccoProvinz SondrioProvinz RiminiProvinz Forlì-CesenaProvinz RavennaProvinz FerraraMetropolitanstadt BolognaProvinz ModenaProvinz Reggio EmiliaProvinz ParmaProvinz PiacenzaProvinz GrossetoProvinz SienaProvinz ArezzoProvinz PratoMetropolitanstadt FlorenzProvinz PisaProvinz LivornoProvinz LuccaProvinz PistoiaProvinz Massa-CarraraProvinz La SpeziaMetropolitanstadt GenuaProvinz SavonaProvinz ImperiaSüdtirolTrentinoFriaul-Julisch VenetienFriaul-Julisch VenetienFriaul-Julisch VenetienFriaul-Julisch VenetienMetropolitanstadt VenedigProvinz VeronaProvinz RovigoProvinz PaduaProvinz VicenzaProvinz TrevisoProvinz BellunoProvinz SassariProvinz OristanoProvinz NuoroProvinz Süd-SardinienMetropolitanstadt CagliariProvinz TrapaniMetropolitanstadt PalermoProvinz AgrigentProvinz CaltanissettaMetropolitanstadt MessinaProvinz EnnaProvinz RagusaMetropolitanstadt CataniaProvinz SyrakusProvinz Vibo ValentiaMetropolitanstadt Reggio CalabriaProvinz CatanzaroProvinz CrotoneProvinz CosenzaProvinz PotenzaProvinz MateraProvinz FoggiaProvinz Barletta-Andria-TraniMetropolitanstadt BariProvinz TarentProvinz BrindisiProvinz LecceProvinz CasertaMetropolitanstadt NeapelProvinz BeneventoProvinz SalernoProvinz AvellinoProvinz CampobassoProvinz IserniaProvinz ViterboProvinz RietiProvinz FrosinoneMetropolitanstadt Rom HauptstadtProvinz LatinaProvinz ChietiProvinz PescaraProvinz TeramoProvinz L’AquilaProvinz TerniProvinz PerugiaProvinz Pesaro-UrbinoProvinz AnconaProvinz MacerataProvinz FermoProvinz Ascoli PicenoAostatalSan MarinoVatikanstadtAlgerienTunesienMaltaMontenegroBosnien und HerzegowinaKroatienSlowenienUngarnSchweizÖsterreichSchweizMonacoFrankreichFrankreichFrankreichLage innerhalb Italiens
Über dieses Bild
Staat: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien
Fläche: 4.905,42 km² (14.)
Einwohner: 529.381 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner/km²
Anzahl Gemeinden: 134
Kfz-Kennzeichen: UD
ISO-3166-2-Kennung: IT-UD
Karte

Die Provinz Udine (italienisch: Provincia di Udine, furlanisch Provincie di Udin, deutsch Provinz Weiden) war von 1866 bis zum 22. April 2018[2] eine italienische Provinz der Region Friaul-Julisch Venetien. Sie hatte 529.381 Einwohner (Stand 31. Dezember 2017) in 134 Gemeinden auf einer Fläche von 4.894 km². Ihre Hauptstadt war Udine.

Die Provinz, die die größte der Region war, grenzte im Norden an Österreich (Bundesland Kärnten), im Osten an Slowenien und an die Provinz Gorizia, im Westen an die Provinz Pordenone und das Veneto. Zahlreiche in den Alpen entstehende und nach Süden hin in die Adria mündende Flüsse durchströmen das Gebiet der ehemaligen Provinz. Der größte von ihnen ist der 178 km lange Tagliamento, der die Westgrenze der ehemaligen Provinz bildet.

Wie im Falle der übrigen drei Provinzen von Friaul-Julisch Venetien (Görz, Pordenone und Triest), die als selbständige Institutionen ebenfalls abgeschafft wurden, besteht auch diese ehemalige Provinz als Verwaltungssprengel dezentraler staatlicher Verwaltungen bzw. als statistisches Gebiet fort.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Geschichte der Stadt Udine und ihrer Umgebung ist vor ihrer Besitznahme durch die Patriarchen von Aquileia im Jahr 983 wenig bekannt. Erst seit 1238 residierten die Patriarchen von Aquileia in Udine, wo sie zuerst die Burg der Stadt und später den dort errichteten erzbischöflichen Palast bewohnten. 1350 intervenierten die Österreicher in der Region und lösten dabei unter deren Einwohnern Parteikämpfe aus. 1420 wurde das Gebiet von Venedig annektiert und Udine unter die Herrschaft von Tristano Savorgnan gestellt, dem Führer einer in dieser Stadt siedelnden Familie. Viele seiner Verwandten waren von den Österreichern hingerichtet worden, weil sie sich ihnen widersetzt und mit den Venezianern koaliert hatten.[3]

Unter der Herrschaft Venedigs und der Familie Savorgnan verfiel Udine, da es wenig gefördert wurde. Es verblieb aber unter venezianischer Herrschaft, bis französische Truppen Napoleons 1797 die Region um Udine eroberten. 1814 kam die Gegend unter die Kontrolle Österreichs, was deren Einwohner aber nicht schätzten. 1848 erklärten sie sich von Österreich unabhängig, woraufhin dessen Truppen Udine beschossen und wieder unterwarfen. 1866 kam die Stadt mit ganz Friaul an das in einem Einigungsprozess befindliche Italien. Damals wurde auch die Provinz Udine als italienische Verwaltungseinheit gegründet. Im Ersten Weltkrieg war Udine von 1915 bis 1917 Hauptquartier des italienischen Armeeoberkommandos, bis die Österreicher die Stadt im Oktober 1917 besetzten. Im November 1918 kam sie wieder zu Italien.[3]

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Provinz Udine gehörten folgende 134 Gemeinden:

Die größten Gemeinden (Stand: 31. Dezember 2013) waren

Gemeinde Einwohner
Udine 97.880
Codroipo 15.442
Tavagnacco 13.985
Latisana 13.409
Cervignano del Friuli 13.221
Cividale del Friuli 11.547
Gemona del Friuli 11.171
Tolmezzo 10.663
Pasian di Prato 9.080
Tarcento 9.044
San Daniele del Friuli 8.084
Tricesimo 7.666
San Giorgio di Nogaro 7.619
Campoformido 7.562
Pozzuolo del Friuli 6.808
Manzano 6.778
Buja 6.741
Lignano Sabbiadoro 6.676
Fagagna 6.271
Martignacco 6.111
Majano 6.056
San Giovanni al Natisone 6.038
Remanzacco 5.943
Pavia di Udine 5.734
Povoletto 5.525
Palmanova 5.352
Basiliano 5.331
Mortegliano 5.195

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ehemalige Provinz Udine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Provincia di Udine: Nomina del Commissario Liquidatore. Abgerufen am 7. Juli 2019.
  3. a b Roy Palmer Domenico: The Regions of Italy: A Reference Guide to History and Culture. Greenwood, Westport 2002, ISBN 978-0-313-30733-1, S. 117.