Provinz Udine

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Provinz Udine
Wappen
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Über dieses Bild
Staat: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien
Fläche: 4.905,42 km² (14.)
Einwohner: 531.466 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner/km²
Anzahl Gemeinden: 137
Kfz-Kennzeichen: UD
ISO-3166-2-Kennung: IT-UD
Website: Provinz Udine
Karte

Die Provinz Udine (italienisch: Provincia di Udine, furlanisch Provincie di Udin, deutsch Provinz Weiden) ist eine italienische Provinz der Region Friaul-Julisch Venetien. Sie hat 531.466 Einwohner (Stand 31. Dezember 2016) in 136 Gemeinden auf einer Fläche von 4.894 km². Ihre Hauptstadt ist Udine.

Die Provinz, die die größte der Region ist, grenzt im Norden an Österreich (Bundesland Kärnten), im Osten an Slowenien und an die Provinz Görz, im Westen an die Provinz Pordenone und das Veneto. Zahlreiche in den Alpen entstehende und nach Süden hin in die Adria mündende Flüsse durchströmen die Provinz. Der größte von ihnen ist der 178 km lange Tagliamento, der die Westgrenze der Provinz bildet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Geschichte der Stadt Udine und ihrer Umgebung ist vor ihrer Besitznahme durch die Patriarchen von Aquileia im Jahr 983 wenig bekannt. Erst seit 1238 residierten die Patriarchen von Aquileia in Udine, wo sie zuerst die Burg der Stadt und später den dort errichteten erzbischöflichen Palast bewohnten. 1350 intervenierten die Österreicher in der Region und lösten dabei unter deren Einwohnern Parteikämpfe aus. 1420 wurde das Gebiet von Venedig annektiert und Udine unter die Herrschaft von Tristano Savorgnan gestellt, dem Führer einer in dieser Stadt siedelnden Familie. Viele seiner Verwandten waren von den Österreichern hingerichtet worden, weil sie sich ihnen widersetzt und mit den Venezianern koaliert hatten.[2]

Unter der Herrschaft Venedigs und der Familie Savorgnan verfiel Udine, da es wenig gefördert wurde. Es verblieb aber unter venezianischer Herrschaft, bis französische Truppen Napoleons 1797 die Region um Udine eroberten. 1814 kam die Gegend unter die Kontrolle Österreichs, was deren Einwohner aber nicht schätzten. 1848 erklärten sie sich von Österreich unabhängig, woraufhin dessen Truppen Udine beschossen und wieder unterwarfen. 1866 kam die Stadt mit ganz Friaul an das in einem Einigungsprozess befindliche Italien. Damals wurde auch die Provinz Udine als italienische Verwaltungseinheit gegründet. Im Ersten Weltkrieg war Udine von 1915 bis 1917 Hauptquartier des italienischen Armeeoberkommandos, bis die Österreicher die Stadt im Oktober 1917 besetzten. Im November 1918 kam sie wieder zu Italien.[2]

Größte Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 31. Dez 2007)

Gemeinde Einwohner
Udine 97.880
Codroipo 15.442
Tavagnacco 13.985
Latisana 13.409
Cervignano del Friuli 13.221
Cividale del Friuli 11.547
Gemona del Friuli 11.171
Tolmezzo 10.663
Pasian di Prato 9.080
Tarcento 9.044
San Daniele del Friuli 8.084
Tricesimo 7.666
San Giorgio di Nogaro 7.619
Campoformido 7.562
Pozzuolo del Friuli 6.808
Manzano 6.778
Buja 6.741
Lignano Sabbiadoro 6.676
Fagagna 6.271
Martignacco 6.111
Majano 6.056
San Giovanni al Natisone 6.038
Remanzacco 5.943
Pavia di Udine 5.734
Povoletto 5.525
Palmanova 5.352
Basiliano 5.331
Mortegliano 5.195

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. a b Roy Palmer Domenico: The Regions of Italy: A Reference Guide to History and Culture, 2002, ISBN 978-0-313-30733-1, S. 117.