Rüschlikon

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Rüschlikon
Wappen von Rüschlikon
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich ZH
Bezirk: Horgen
BFS-Nr.: 0139i1f3f4
Postleitzahl: 8803
Koordinaten: 684513 / 240429Koordinaten: 47° 18′ 34″ N, 8° 33′ 23″ O; CH1903: 684513 / 240429
Höhe: 444 m ü. M.
Fläche: 2,94 km²
Einwohner: 5664 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 1927 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
29,7 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.rueschlikon.ch
Bahnhof und Dorf vom Kirchturm aus

Bahnhof und Dorf vom Kirchturm aus

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Rüschlikon ist eine politische Gemeinde im Bezirk Horgen des Kantons Zürich in der Schweiz. Rüschlikon liegt etwa acht Kilometer südlich der Stadt Zürich am linken Ufer des Zürichsees.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rüschlikon erstreckt sich vom Zürichsee über den ganzen Zimmerberg bis hin zum Fluss Sihl. Nördlich der Zimmerberghöhe liegt das vorwiegend überbaute Siedlungsgebiet Rüschlikons.

In Rüschlikon liegen auf dem südlichen Hang grosse Grünflächen, die als Naherholungsgebiet genutzt werden: Im Westen der Wald Chopfholz, längs der Sihl das Waldgebiet Sihlhalde. Die Wälder auf der Höhe des Zimmerbergs heissen mit Flurnamen Weissberg, Eggrain, Spitelegg und Langtannen. Zwischen den Waldgebieten Spitelegg und Langtannen liegen die Leilöcher (Lehmlöcher), eine morastige Ebene. Die Fluren Hinter- und Vorder Längimoos und die Rinderweid auf dem südlichen Teil Rüschlikons werden extensiv bewirtschaftet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Älteste Zeugen der Besiedlung sind eine Reihe von Grabhügeln aus der eisenzeitlichen Hallstattkultur (800–450 v. Chr.) auf der Moräne des Zimmerbergs.[3] Der Name Rüschlikon ist alemannischen Ursprungs und wird urkundlich um Mitte des 12. Jahrhunderts als Ruochslinchon und Ruoslinchoven erwähnt. Dank des intakten Dorfkerns und des Ortsmuseums bleibt die Geschichte von Rüschlikon nachvollziehbar erhalten.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

Zweiblättriger Stengel eine gefüllte Rose mit roten Butzen und grünen Kelchblättern.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Bernhard Elsener (CVP Stand 2016).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die schwefelhaltige Heilquelle Nidelbad war ab 1500 bekannt. Conrad Gessner erwähnte sie in seinem Buch Heilquellen der Schweiz von 1553. 1870 wurde das Kurhaus umgebaut.
  • Gebäudegruppe aus einem 1786 erbauten Weinbauernhaus, einem 1804 erstellten Waschhaus und einer grossen Scheune an der Alten Landstrasse.[4]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rüschlikon gibt es zwei Kirchen:

  • Die reformierte Kirche geht auf eine mittelalterliche Niklauskapelle zurück. Im 18. bis 20. Jahrhundert fanden verschiedene Umbauten und Erweiterungen der Kirche statt, sodass sie sich heute als Querkirche präsentiert.
  • Die römisch-katholische Kirche St. Nikolaus greift mit ihrem Namen das mittelalterliche Patrozinium von Rüschlikon an den Hl. Nikolaus von Myra auf. Erbaut wurde sie in den Jahren 1980 bis 1982.

Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei Denkfabriken haben sich in Rüschlikon angesiedelt:

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943. DNB 365803049.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rüschlikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  3. Walter Drack: Der Hallstattgrabhügel II bei Feldimoos, Gemeinde Rüschlikon, Kt. Zürich. In: Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte. 25, 1968, S. 177–188. doi:10.5169/seals-165210.
  4. Heimatschutzforum Zürich: Besonders wertvolle Gebäudegruppe an der Alten Landstrasse 110, Rüschlikon
  5. Das Nidelbad NZZ vom 15. Mai 1938.