Ransbach (Willingshausen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ransbach
Koordinaten: 50° 53′ 14″ N, 9° 13′ 43″ O
Höhe: 230 m ü. NHN
Fläche: 3,16 km²[1]
Einwohner: 26 (1. Jan. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 8 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34628
Vorwahl: 06691

Ransbach ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Willingshausen im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis. Er besteht aus sechs Höfen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Süden der Schwalm nordöstlich des Hauptortes. Im Ort treffen sich die Kreisstraße 107 und die Landesstraße 3263.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1108.[3]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde das kleine Dorf am 14. November 1640, am Tage vor dem Gefecht am Riebelsdorfer Berg, ebenso wie Niedergrenzebach, Steina, Leimbach, Loshausen, Zella und Salmshausen, von kaiserlichen Truppen des Generals Hans Rudolf von Breda vollständig niedergebrannt.[4]

Am 1. Januar 1974 wurde Ransbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz mit weiteren Gemeinden und der am 31. Dezember 1971 gebildeten Gemeinde Antrefftal zu einer neuen Großgemeinde mit dem Namen Willingshausen zusammengeschlossen.[5][6] Für alle ehemaligen Gemeinden wurden Ortsbezirke eingerichtet.

Das Feste Haus von Ransbach, 1979 abgebaut, steht seit den 1980er Jahren im Hessenpark als markantes Beispiel einer Klein- und Niederungsburg.[7][8]

Am 18. August 2009 wurde in Ransbach eine der größten Biogasanlagen Hessens mit einer Leistung von 1,7 MW in Betrieb genommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ransbach, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 15. März 2016). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Wirtschaft und Verkehr. In: internetseite. Gemeinde Willingshausen, archiviert vom Original am 27. April 2017; abgerufen im September 2018.
  3. Die Schreibweise des Ortsnamens wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach: Ramesbach (1108), Ramsbach (1215), Rammesbach (1254), Ranspach (1426).
  4. Wikisource: Treysa
  5. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, § 2 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,3 MB]).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 412.
  7. Burg Ransbach, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 17. Februar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 9. Juli 2014.
  8. Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 161.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]