Rhume

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Rhume
Das Rhumewehr in Elvershausen

Das Rhumewehr in Elvershausen

Daten
Gewässerkennzahl DE: 4882
Lage Europa, Deutschland, Niedersachsen
Flusssystem Weser
Abfluss über Leine → Aller → Weser → Nordsee
Quelle Bei Rhumspringe
51° 35′ 23″ N, 10° 18′ 36″ O
Quellhöhe 160 m ü. NN
Quellschüttung MQ
2 m³/s
Mündung Leine bei NortheimKoordinaten: 51° 43′ 47″ N, 9° 56′ 59″ O
51° 43′ 47″ N, 9° 56′ 59″ O
Mündungshöhe 116 m ü. NN
Höhenunterschied 44 m
Länge 48 km
Einzugsgebiet 1193,4 km²[1]
Abfluss am Pegel Northeim[2]
AEo: 1176 km²
Lage: 5,1 km oberhalb der Mündung
NNQ (25.08.2001)
MNQ 1994/2008
MQ 1994/2008
Mq 1994/2008
MHQ 1994/2008
HHQ (30.09.2007)
5,32 m³/s
6,63 m³/s
16,9 m³/s
14,4 l/(s km²)
116 m³/s
168 m³/s
Linke Nebenflüsse Eller, Hahle
Rechte Nebenflüsse Oder, Söse
Mittelstädte Northeim
Hauptquelltopf der Rhumequelle
Die Rhume wenige Meter hinter ihrer Quelle
Die Rhume im Winter in Katlenburg

Die Rhume ist ein etwa 48 km langer rechter Nebenfluss der Leine im südlichen Niedersachsen (Deutschland).

Ihre Quelle ist eine der ergiebigsten Karstquellen Mitteleuropas. Ihr Wasser stammt durch unterirdische Zuflüsse aus wasserreichen Harzflüssen.

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Rhumequelle

Die Quelle der Rhume befindet sich im östlichen Teil des Höhenzugs Rotenberg unweit des nordöstlichen Ortsrands von Rhumspringe und ist von einem Parkplatz in wenigen Minuten erreichbar.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rhume fließt nach ihrer Quelle durch Rhumspringe und danach überwiegend in nordwestliche Richtungen südlich vorbei am Höhenzug Rotenberg unter anderem über Gieboldehausen und Bilshausen nach Lindau und Katlenburg. Dort nimmt sie die Oder auf, die nicht nur deutlich länger ist, sondern auch mehr Wasser führt, obwohl sie bereits unterirdisch große Wassermengen an die Rhume verloren hat. Wenige Kilometer unterhalb empfängt die Rhume mit der Söse einen weiteren kräftigen Zufluss aus dem Harz. Schließlich mündet sie etwas nordwestlich von Northeim direkt an der A 7 in die von Süden kommende Leine. Sie führt hier mit 16,5 m³/s (Pegel Northeim) im Jahresmittel deutlich mehr Wasser als die Leine (9,8 m³/s[3]).

Ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaften an der Rhume sind:

Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nebenflüsse der Rhume sind (in Klammern der Mündungsort):

links rechts


Wassersport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rhume ist mit Einschränkungen ganzjährig mit Kajaks und Kanus befahrbar, die zum Beispiel in der Nähe des Sportplatzes in Northeim ausgeliehen werden können. Sie hat eine gute Fließgeschwindigkeit und weist einige kleine Schwälle auf. Eine Schüttung in Katlenburg hinter der Straßenbrücke ist jedoch durchaus anspruchsvoll. Man sieht hier gelegentlich Wildwasserkanuten beim Üben. Während der Quellbereich und Oberlauf von Kilometer 0 bis 5,8 ganzjährig gesperrt ist, darf der Abschnitt Kilometer 5,8 bis 9,0 zwischen dem 15. Mai und dem 31. Dezember befahren werden.

Wasserkraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Northeim wird das Wasser der Rhume zur Stromerzeugung in einem Laufwasserkraftwerk mit 650 KW Leistung genutzt.[4] Darüber hinaus existieren kleinere Kraftwerke in Elvershausen und Katlenburg.[5]

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rhume bietet mit ihrem Auwald gefährdeten Tierarten wie dem Eisvogel, dem Bachneunauge, der Koppe und vielen anderen Lebensraum und ist daher als Teil eines Schutzgebietes gemäß der FFH-Richtlinie ausgewiesen worden. Die Rhume ist Bestandteil des Naturschutzgebietes Rhumeaue/Ellerniederung/Gillersheimer Bachtal.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rhume – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thüringer Landesanstalt für Umwelt (Hrsg.): Gebiets- und Gewässerkennzahlen. (Verzeichnis und Karte). Jena 1998, DNB 956420745.
  2. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Weser-Ems 2008 Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, abgerufen am 22. Januar 2016 (PDF, deutsch, 6,18 MB).
  3. nach Untersuchungen für eine hydrologische Simulation (Diss. Bonn 2003)
  4. bsc: Rhume sorgt in der Stadt für grünen Strom In: Hessisch Niedersächsische Allgemeine Zeitung. Nr. 81 vom 6. April 2011, S. 1.
  5. Kristian Schlegel: Wasserkraft ist im Kommen In: Hessisch Niedersächsische Allgemeine Zeitung. Nr. 81 vom 6. April 2011, S. 2.