Rinaldo Talamonti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Rinaldo Talamonti (* 25. August 1947 in San Benedetto del Tronto, Italien) ist ein italienischer Schauspieler und Gastronom.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er kam 1964 mit seinen Eltern nach München. Schon nach drei Jahren kehrte die Familie nach Italien zurück, doch gegen den Willen seines Vaters blieb Rinaldo Talamonti in Deutschland. Er arbeitete als Kellner und erhielt 1968 von Alois Brummer seine erste Filmrolle in der Produktion Graf Porno und seine Mädchen.

Von da an spielte Talamonti in zahllosen deutschen Sexfilmen. Als Karikatur eines Latinlovers sollte er zu einem wesentlichen Teil für das humoristische Element der in den 1970er Jahren gedrehten Sexfilme sorgen. In elf Jahren war Talamonti in rund 40 Filmen dieses Genres zu sehen und bediente dabei fast ausschließlich das Klischeebild des dauererotisierten Südländers. Des Weiteren trat er auch in mehreren Abenteuerfilmen auf.

1978 beendete er vorerst seine Schauspielerkarriere und baute mit seiner Frau Roswitha eine Vertretung für italienische Schuhe auf. 1993 eröffneten sie in der Münchener Innenstadt das Bistro „Buon Gusto Talamonti“, das schon bald zum Restaurant erweitert wurde und das sie bis Anfang 2012 führten. 1996 kandidierte Talamonti bei den Münchner Kommunalwahlen für die FDP.

Gelegentlich wirkt Rinaldo Talamonti inzwischen auch wieder in Filmen (High Crusade – Frikassee im Weltraum) und Fernsehserien mit.

In dem 2006 von ARTE ausgestrahlten Dokumentarfilm Der Traum des Vaters von Michael Chauvistré und Miriam Pucitta wurde der Werdegang der Familie Talamonti über drei Generationen dargestellt.

2008 wurde Rinaldo im italienischen Konsulat zu München der Titel eines Cavaliere dell’Ordine della Stella della Solidarietà Italiana („Ritter des Ordens des Sterns der Italienischen Solidarität“), einer Auszeichnung für Auslandsitaliener, die sich Verdienste für Italien erworben haben, verliehen.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 7: R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3.
  • Martin Hentschel: Lass jucken! – Die Kumpelfilme der 1970er, Düsseldorf 2014, ISBN 978-1500798475

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]