Tatort: Wolf im Schafspelz

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Folge der Reihe Tatort
Originaltitel Wolf im Schafspelz
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
Bayerischer Rundfunk
Länge 83 Minuten
Einordnung Folge 492 (Liste)
Erstausstrahlung 24. Februar 2002 auf Das Erste
Stab
Regie Filippos Tsitos
Drehbuch Stefanie Kremser
Produktion Veith von Fürstenberg
Musik Martin Grassl
Kamera James Jacobs
Schnitt Dirk Göhler
Besetzung

Wolf im Schafspelz ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom Bayerischen Rundfunk unter der Regie von Filippos Tsitos produzierte Beitrag wurde am 24. Februar 2002 im Ersten Programm der ARD erstgesendet. Es handelt sich um den 31. Fall, in dem das Münchner Ermittlerduo Batic und Leitmayr ermittelt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anatolische Verhältnisse scheint es auf dem Hof von Karl Stadler vor den Toren Münchens zu geben: intensiver Handel mit Lämmern und sogar Schächtungen. Sein Sohn Maximilian versucht ihn zu bewegen, endlich den Hof zu verkaufen und sein Verwalter Schulze macht ihn auf die Schächtungen aufmerksam. Stadler lässt nicht mit sich reden.

Am nächsten Tag wird Schulze bei der Schafherde auf der Münchener Panzerwiese erstochen aufgefunden. Er hatte den Dienst für Schäfer Giuseppe übernommen und wollte angeblich in naher Zukunft mit seiner Frau Cindy zurück in den Osten. Der Schäferhund ist verschwunden. Die KHK Batic und Leitmayr erhalten die ersten Informationen von Frieda Stadler, denn ihr Mann ist sehr betroffen vom Tode. Er scheint aber der einzige zu sein – selbst Cindy Schulze ist seltsam gefasst. Die Ermittlungen gestalten sich angesichts der verstockten Hofarbeiter äußerst zäh.

Stark verdächtig erscheint Arkan Ergin, der Sohn des Hofmechanikers Reçep Ergin, der den Stadlerhof verlassen musste, nachdem ihn Schulze dort denunziert hatte. Als Batic und Leitmayr die Ergins nach dem Verlassen ihrer Stammkneipe abends verfolgen, stellen sie fest, dass diese ihre Visitenkarte an Fahrzeugen mit Karosserieschaden hinterlassen, um etwas hinzuzuverdienen. Arkan Ergin gibt zu, Schulze mit dem aufgespießten Schafskopf erschrecken zu wollen.

Das anscheinend positive Bild Schulzes bei Stadler wird getrübt, als ihm die Kommissare den Tipp geben, sich einmal die Lagerbestände auf dem Hof genauer anzusehen. Das Pulver, das er dort findet, gibt ihm einerseits Rätsel auf, andererseits hört er sich nun die Pläne von Maximilians Reiterhof genauer an und gibt ihm gegenüber sogar zu, Vater von Jost Schulze zu sein. Die Ermittlungen ergeben, dass Schulze gegen große Geldbeträge gestrecktes Entwurmungspulver an die Schafe verfüttert hat und Stadler daran partizipiert hat, um den Hof am Leben zu halten. Maximilian Stadler gesteht seinen Eltern gegenüber die Tat, nachdem er erfahren hat, dass Schulze doch nicht in den Osten zurück gehen will. Kurz vor seiner Selbstexekution im Heustadel wird er von den Kommissaren gestellt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einschaltquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstausstrahlung von Wolf im Schafspelz am 24. Februar 2002 wurde in Deutschland von 8,66 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 23,7 % für Das Erste.[1]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm richten den Daumen nach oben und meinen: „Kroetz und die Kabbeleien machen Spaß“.[2]

„“Wolf im Schafspelz” ist ein ganz besonderes Heimatkrimi-Schmankerl. Ein Bauernhof in Großstadtnähe, dazu zwei urbane Ermittler - das hat schon was. Hinzu kommt die bunt zusammengewürfelte Arbeiterschaft. Fast wird auf dem Hof des wortkargen Karl Stadler ein Stück multikulturelle Utopie gelebt. Dieser Artikel stammt von http://www.tittelbach.tv/programm/reihe/artikel-457.html

Rainer Tittelbach: tittelbach.tv[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einschaltquote bei tatort-fundus.de, abgerufen am 15. Mai 2016.
  2. Filmkritik bei TV Spielfilm: [1], abgerufen am 15. Mai 2016
  3. tittelbach.tv: Reihe „Tatort – Wolf im Schafspelz“, abgerufen am 15. Mai 2016.