Rudmanns

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Rudmanns (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Rudmanns
Rudmanns (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Zwettl (ZT), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Zwettl
Pol. Gemeinde Zwettl-Niederösterreich
Koordinaten 48° 35′ 57″ N, 15° 12′ 29″ OKoordinaten: 48° 35′ 57″ N, 15° 12′ 29″ Of1
Höhe 563 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 579 (1. Jän. 2020)
Fläche d. KG 10,73 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 07068
Katastralgemeinde-Nummer 24371
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
f0
579

BW

Rudmanns ist eine ungefähr 700 Einwohner zählende Katastralgemeinde der niederösterreichischen Bezirkshauptstadt Zwettl, 4 km südöstlich von dieser im Zentrum des Waldviertels gelegen. Unweit des Ortes befindet sich unter anderem der Stausee Ottenstein und die Trabrennbahn Edelhof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Rudmanns wurde im Jahre 1139 erstmals urkundlich als Besitz des Stift Zwettls erwähnt.[1] Im Jahr 1280 gab es 35 Hofstätten und eine öffentliche Badeanlage. Die Rudmannser Bauern waren die einzigen im Herrschaftsgebiet des Klosters, die dem Stift keine Steuern zahlen mussten und genossen eine vergleichsweise freie Stellung.

Heute ist Rudmanns der südliche Vorort der Braustadt Zwettl. Nur einige wenige, große Landwirtschaften bestehen heute noch. Der Ort Rudmanns ist zu einem beliebten Siedlungsgebiet geworden, unter anderem weil in Rudmanns eine dörfliche Idylle vorherrscht, es aber unweit der Stadt liegt und verkehrstechnisch gut erschlossen ist.

Ortskapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die denkmalgeschützte Ortskapelle hl. Leonhard am Anger von Rudmanns ist ein schlichter Bau von 1725 mit eingezogener Rundapsis und einem Dachreiter aus der Zeit um 1900 mit Giebelspitzhelm. Die Fassade ist durch Putzbänder gegliedert. Über dem Rundbogenportal ist eine Figurennische zu sehen. Das Innere hat ein Tonnengewölbe mit Stichkappen. An der Apsiswand befindet sich hinter dem Volksaltar ein Hochrelief mit einer Gnadenstuhl-Darstellung vom Ende des 17. Jahrhunderts und darüber eine Rosenkranzmadonna aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Seitenwände sind mit bemerkenswerten Flachreliefs der vierzehn Nothelfer versehen, die um 1530 datiert sind und der Donauschule zuzuordnen sind. An der Nordwand sind die Hll. Blasius, Achatius, Veit, Pantaleon, Barbara, Katharina und Georg abgebildet; an der Südwand Maria mit Kind, Margarete, Christophorus, Dionysius, Erasmus und Cyriacus. Die Reliefs befanden sich ursprünglich in der Pfarrkirche Zwettl.[2]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sportunion SU Rudmanns/Stift Zwettl besteht aus den drei Sektionen Fußball, Tennis und Surfen.

Sektion Fußball:

  • 1988: Gründung des Fußballvereins.
  • seit 1989/90: Teilnahme am Spielbetrieb der Hobbyliga Zwettl.
  • 1991: Eröffnung des Fußballplatzes in Stift Zwettl. Zuvor wurde in Edelhof gespielt. Gründung der Sportunion Rudmanns/Stift Zwettl mit den Sektionen Fußball und Tennis.
  • 1993: Erstmalige Austragung des Pfingstturniers in Rudmanns. Turniersieg in Serfaus.
  • 1995: Bau der Vereinshütte.
  • 1997: Errichtung einer Flutlichtanlage und einer Bewässerungsanlage.
  • Saison 2002/03: 1. Meisterschaftsgewinn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Clemens Moser (1806–1875), Benediktiner und Politiker, Abt des Stiftes Melk, Abgeordneter des niederösterreichischen Landtags, wurde in Rudmanns geboren.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Urkunde Nr. 36 in Friedrich Hausmann (Hrsg.): Diplomata 21: Die Urkunden Konrads III. und seines Sohnes Heinrich (Conradi III. et filii eius Heinrici Diplomata). Wien 1969, S. 58–60 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  2. DEHIO Niederösterreich nördlich der Donau. Berger, Wien 2010, ISBN 978-3-85028-395-3, S. 1007