SV Warnemünde Fußball

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SV Warnemünde Fußball
Logo
Basisdaten
Name SV Warnemünde Fußball e. V.
Frühere Namen:
Warnemünder Fußball-Klub von 1903,
Warnemünder Fußball-Vereinigung von 1911, Warnemünder Sportverein von 1911,
Luftwaffen-Sportverein Arado Warnemünde,
BSG Karl Liebknecht,
BSG Motor Warnowwerft Warnemünde,
SV Warnowwerft Warnemünde,
SV Warnemünde e. V.
Sitz Warnemünde
Gründung 17. August 1999
Farben rot-weiß
Präsident Klaus-Dieter Bartsch
Website www.warnemuende-fussball.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Eckerhard Pasch
Spielstätte Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Plätze 5000
Liga Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern
2018/19 1. Platz (Landesliga West)
Heim
Auswärts

Der SV Warnemünde Fußball ist ein deutscher Fußballverein in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Rostocker Stadtteil Warnemünde.

Der Klub, der heute in der Landesliga Mecklenburg-Vorpommern spielt, wurde am 17. August 1999 in Warnemünde gegründet und ist auf dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark zuhause. Ihm gehören etwa 400 Mitglieder an, die im Männer-, Alte-Herren- und Nachwuchsbereich sowie in einer American Football-Abteilung aktiv sind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1949 bis 1989 – Vorgängervereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Logo der BSG Motor Warnowwerft

Am 30. Mai 1949 wurde unter dem Namen BSG Karl Liebknecht der Vorgängerverein als Betriebssportgemeinschaft der damaligen Warnowwerft Warnemünde gegründet. Bekannt wurde dieser Verein nach seiner Umbenennung in BSG Motor Warnowwerft Warnemünde. Unter diesem Namen stieg die 1. Mannschaft erstmals 1954 in die DDR-Liga Staffel Nord, die zweithöchste Spielklasse der Republik, auf.[1] Nach mehreren Abstiegen gelang zuletzt 1981 der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse der DDR.[2]

1990 bis 2000 – Pokalsieg und Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer kurzfristigen Umbenennung in SV Warnowwerft Warnemünde folgte 1991 die Gründung des SV Warnemünde. Am 17. August 1999 erfolgte schließlich unter Herauslösung der Abteilung Fußball des SV Warnemünde e.V. die Gründung des SV Warnemünde Fußball e. V. als selbständiger Verein.

Der größte sportliche Erfolg des Traditionsklubs in den 1990er Jahren war die Teilnahme an der 1. Hauptrunde des DFB-Pokal in der Saison 1997/98 gegen Borussia Dortmund (0:8),[3][4] den damaligen amtierenden Champions League-Sieger. Ein Jahr zuvor wurde der Landespokal mit einem Sieg im Finale gegen den FC Schönberg 95 gewonnen. Nach der Meisterschaft in der Verbandsliga 1998/99 spielte die 1. Mannschaft in der darauffolgenden Serie 1999/2000 in der Oberliga Nordost-Nord, mussten jedoch am Saisonende den Abstieg hinnehmen.

Seit 2001 – Aktuelle Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem man 2003 bis in die Landesliga MV abgestiegen war, gelang unter Spielertrainer Heiko März nach sechs Jahren Abstinenz 2008 die Rückkehr in die Verbandsliga MV. Nach dem Abstieg 2011 aus der Verbandsliga folgte 2012 der Abstieg aus der Landesliga Nord sowie 2014 die Rückkehr in die Landesliga. Dort erreichten die Ostseebad-Kicker bis 2018 jeweils einstellige Tabellenplätze. In der laufenden Saison 2018/19 gelang den Mannen um Trainer Eckhard Pasch, nach einem Herzschlagfinale mit dem FC Schönberg 95, der erneute Aufstieg in die Verbandsliga.[2]

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heimstätte des SV Warnemünde Fußball ist der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark an der Parkstraße in Warnemünde. Dieser umfasst einen Naturrasenplatz sowie zwei Kunstrasenplätze. Am Standort des ehemaligen zweiten Naturrasenplatzes zur Parkstraße hin stehen eine im Herbst 2015 eröffnete neue Sporthalle sowie ein im Juni 2014 fertiggestelltes neues Vereinsheim.[5]

Bevor Anfang der 1920er Jahre auf den Sportplatz an der ehemaligen Diedrichshäger Chaussee – der heutigen Parkstraße – übergesiedelt wurde, trugen die Warnemünder Kicker ihre Wettspiele auf der Wiese an der Mühle – an der heutigen Mühlenstraße – aus.

Namen und Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eintrittskarte für das DFB-Pokalspiel SV Warnemünde gegen Borussia Dortmund. Das Spiel fand am 14. August 1997 im Ostseestadion statt und endete 0:8.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1 Ausgeschieden in der 1. Hauptrunde
2 Ausgeschieden in der 2. Hauptrunde
3 Ausgeschieden in der 3. Hauptrunde
4 Zweitklassigkeit
5 Drittklassigkeit
6 Viertklassigkeit

Ausgewählte Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1952–1953: Herbert Reif (* 1912)
  • 1954–1955: Kurt Findeisen
  • 1955–1959: Horst Brettschneider (* 1920)
  • 1959–196_: Kurt Nytsch
  • 196_–1968: ?
  • 1968–1971: Dieter Fietz (* 1942)
  • 1971–1972: Klaus Staude (* 1939)
  • 1972–1991: Peter Klotzsch (* 1943)/Bernd Schramm (* 1941)
  • 1991–1993: Reinhard Kempert (* 1958)
  • 1994–1999: Harry Krause (* 1957)
  • 1999–2000: Volker Röhrich (* 1965)
  • 2000–2001: Mayk Bullerjahn (* 1963)
  • 2001–2002: Frank Pinther (* 1957)
  • 2002–2004: Stefan Hasse (* 1974)
  • 2004–2006: Jens Kunath (* 1967)
  • 2006–2010: Heiko März (* 1965)
  • 2010–2011: Christian Wilms (* 1977)
  • 2011–2012: Roger Franke
  • 2012: Karsten Fritzsche
  • 2012–2016: Ralf Henninger (* 1960)
  • 2016: Harry Krause[7]
  • Seit Januar 2017: Eckerhard Pasch[8]

Football[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 gehören die Rostock Griffins (ehemals Blue Stars) zur Abteilung Football des Vereins.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: SV Warnemünde Fußball – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Simon: Fußball informativ. Sportverlag Berlin 1986, 1. Auflage, ISBN 3-328-00130-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günter Simon: Fußball informativ. Sportverlag Berlin, 1. Auflage 1986, S. 117, abgerufen am 16. Februar 2019.
  2. a b fupa.net: Saisonplatzierungen und Spielerstatistik, abgerufen am 16. Februar 2019.
  3. dfb.de: SV Warnemünde vs. Borussia Dortmund, abgerufen am 13. Februar 2019.
  4. sport.de: Aufstellung SV Warnemünde vs. Borussia Dortmund, abgerufen am 16. Februar 2019.
  5. Neubau zweier Kunstrasenplätze, eines Vereinsgebäudes und einer Sporthalle. Projektbeschreibung, Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock.
  6. a b c d e Günter Simon: Fußball informativ, Sportverlag Berlin, 1. Auflage 1986, S. 148, abgerufen am 16. Februar 2019.
  7. ostsee-zeitung.de: Harry Krause wird Trainer in Warnemünde. 25. Januar 2016, abgerufen am 13. Februar 2019.
  8. ostsee-zeitung.de: SV Warnemünde stürmt aus dem Keller an die Spitze. 17. Mai 2017, abgerufen am 13. Februar 2019.

Koordinaten: 54° 10′ 35″ N, 12° 3′ 48,1″ O