Sam Craigie

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Sam Craigie
Sam Craigie
Geburtstag 29. Dezember 1993
Geburtsort Wallsend
Nationalität EnglandEngland England
Profi 2011/12, 2016–
Preisgeld 70.499 £[1]
Höchstes Break 141[1] (Shanghai Masters 2017, Q)
Century Breaks 37[1]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 75 (Aug. 2011, Apr.–Mai 2012, Apr.–Mai 2018)
Aktueller WRL-Platz 101 (Stand: 8. Oktober 2018)

Sam Craigie (* 29. Dezember 1993 in Wallsend[2]) ist ein englischer Snookerspieler. Er ist der jüngere Bruder von Stephen Craigie, der ebenfalls im Snookersport aktiv ist.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Junioren gewann Craigie mehrere nationale Titel im U-14-, U-15-, U-16- und U-21-Bereich. Während der Saison 2009/10 versuchte er sich über die Pontin’s International Open Series erstmal für die Snooker Main Tour zu qualifizieren. Obwohl er ein Halbfinale mit Siegen über u. a. Anthony McGill erreichen konnte, gelang es ihm am Ende nicht, eines der acht Tourtickets für die folgende Saison zu erspielen.

Erstes Profijahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Jahr darauf konnte er sich dann doch mit dem Gewinn der IBSF-U-21-Snookerweltmeisterschaft 2010 (9:8 im Finale gegen Li Hang[3]) für die Main-Tour-Saison 2011/12 qualifizieren. Im Halbfinale traf er dabei auf seinen Bruder Stephen, den er mit 7:6 bezwingen konnte.

Noch als Amateur nahm er außerdem an zwei Turnieren der Players Tour Championship 2010/11 teil, scheiterte jedoch einmal bereits in der Vorqualifikation der Amateure bzw. in der ersten Runde der Letzten 128 gegen den Profi Adrian Gunnell.

Während der PTC-Serie seiner ersten Profisaison 2011/12 gelangen ihm deutlich bessere Ergebnisse: So schaffte er es beim Event 11 mit Siegen über Stephen Lee und Michael White bis ins Achtelfinale. Das Erreichen der Runde der Letzten 48 (beim German Masters 2012 und den China Open 2012) waren bis dato der größte Erfolg, den er bei einem vollwertigen Ranglistenturnier vorweisen kann. Dennoch konnte er sich nicht für eine weitere Saison qualifizieren.

Amateurzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sam Craigie beim Paul Hunter Classic 2015

In der folgenden Saison nahm Craigie an zwei Turnieren der Players Tour Championship teil. Bei der Kay Suzanne Memorial Trophy verlor er gegen Kyren Wilson, bei den Munich Open verlor er mit 0:4 gegen Neil Robertson.[4]

Craigie spielte in der Q School 2015 mit. Im ersten Turnier verlor er im Viertelfinale gegen Adam Duffy, im zweiten Turnier im Achtelfinale gegen Billy Joe Castle. In der Saison 2015/16 nahm er an der Qualifikation zum Australian Masters teil, wo er gegen Nigel Bond mit 4:5 verlor. Er nahm am zweiten und dritten Turnier der Players Tour Championship teil. Im ersteren überstand er die Qualifikation, verlor aber in der Runde der letzten 128, der ersten Runde im Hauptturnier, mit 0:4 gegen Robbie Williams. Im zweiteren überstand er ebenfalls die Qualifikation und gewann sogar sein Erstrundenspiel mit 4:0 gegen Peter Lines. Anschließend verlor er mit 2:4 gegen Shaun Murphy. In der Qualifikation zum International Championship unterlag er Ding Junhui mit 4:6. Auch an den Bulgarian Open und Gibraltar Open nahm Craigie teil, beide Male überstand er die Qualifikation, verlor aber anschließend mit 0:4 gegen Mark Williams bzw. Aditya Mehta. Er nahm an den Qualifikation für das German Masters teil, verlor aber mit 2:5 gegen Ben Woollaston, ebenso in der ersten Runde der Welsh Open mit 0:4 gegen Mark Allen. Die Hauptrunde der Gdynia Open verpasste er knapp, Oliver Brown besiegte ihn in der letzten Qualifikationsrunde mit 1:4. Craigie qualifizierte sich am Ende der Saison über die EBSA Amateur Play Offs für die nächsten beiden Saisons. Er besiegte erst Tom Rees und Kacper Filipiak, um dann Adam Duffy im Finale mit 4:3 zu besiegen.[5]

Profijahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Craigie startete mit einem 4:2-Sieg über Brandon Sargeant in der Qualifikation zum Riga Masters in die Saison 2016/17. In der Hauptrunde unterlag er Martin O’Donnell mit 3:4. In der Qualifikation zu den Indian Open verlor er mit 1:4 gegen David Grace, sein Qualifikationsspiel für die World Open gewann er dagegen gegen den ehemaligen Weltmeister Ken Doherty mit 5:3. In der ersten Hauptrunde besiegte er Marco Fu ebenfalls mit 5:3, verlor anschließend aber mit 4:5 gegen Matthew Selt. Die Hauptrunde der Shanghai Masters verpasste er durch ein 3:5 gegen Andy Hicks. Die Qualifikation zum European Masters überstand er durch einen 4:2-Sieg über Stuart Carrington, er verlor aber in der ersten Runde mit 0:4 gegen Anthony McGill. Es folgten zwei Auftaktniederlagen: In der ersten Runde der English Open verlor er mit 0:4 gegen Liam Highfield und in der Qualifikation zum International Championship mit 5:6 gegen Neil Robertson. Im Gegensatz dazu gewann Craigie seine Erstrundenpartie beim Northern Ireland Open mit 4:0 gegen Jamie Jones, unterlag aber anschließend John Higgins mit 1:4. Das Gleiche wiederholte sich beim UK Championship: Er besiegte erst Mark King mit 6:2, verlor anschließend aber mit 5:6 gegen Luca Brecel. Das Auftaktspiel bei den Scottish Open verlor er mit 1:4 gegen Kurt Maflin. In der Qualifikation für die German Masters profitierte er von der freiwilligen Aufgabe Liang Wenbos, verlor aber in der entscheidenden Runde mit 1:5 gegen Stuart Carrington. Ebenjener besiegte ihn auch in der ersten Runde der Welsh Open mit 2:4. Beim Shoot-Out kam er nach Siegen über Mike Dunn (68:14 nach Punkten) und Mark Joyce (32:23 nach Punkten) in die Runde der letzten 32, wo er Shaun Murphy mit 37:61 unterlag. Bei den Gibraltar Open besiegte er in der ersten Runde den Amateur John Foster, verlor anschließend aber mit 1:4 gegen Shaun Murphy. In der ersten Qualifikationsrunde der Snookerweltmeisterschaft unterlag er Yan Bingtao mit 8:10.[6] Er beendete die Saison auf Weltranglistenplatz 97.[7]

Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ersten Turnier der Saison 2017/18, dem Riga Masters, erreichte er nach einem 4:3-Sieg über Soheil Vahedi in der Qualifikation die Hauptrunde, wo er Jamie Jones mit 4:3 besiegte. In der nächsten Runde verlor er mit 4:2 gegen Mark King. Die Hauptrunde des China Championship erreichte er nach einem 3:5 gegen Fergal O’Brien in der Qualifikation nicht. Beim Paul Hunter Classic profitierte er von der freiwilligen Aufgabe Yuan Sijuns, verlor aber in der folgenden Runde mit 0:4 gegen Matthew Stevens. In der Qualifikation für die World Open schlug er überraschend Judd Trump mit 5:0, verlor aber in der Hauptrunde denkbar knapp mit 4:5 gegen John Astley. Es folgten zwei Auftaktniederlagen: In der Qualifikation für die European Masters verlor er mit 3:4 gegen Luca Brecel, in der ersten Runde der English Open unterlag er Aditya Mehta mit 0:4. Die Hauptrunde des International Championship erreichte er durch einen 6:5-Sieg über Thepchaiya Un-Nooh, doch er verlor mit 3:6 über Joe Perry. Die Hauptrunde der Shanghai Masters verpasste er durch eine 4:5-Niederlage gegen Ali Carter. Bei den Northern Ireland Open gelang Craigie sein bis dato bestes Ergebnis bei einem Ranglistenturnier. Er besiegte in der ersten Runde Kyren Wilson mit 4:1, in der zweiten Runde besiegte er Ben Woollaston mit 4:2. Den Einzug ins Achtelfinale erreichte er durch einen 4:2-Sieg über Mei Xiwen. Im Achtelfinale war schließlich Schluss, er verlor gegen Elliot Slessor mit 1:4. Doch in der ersten Runde des UK Championship folgte eijn Rückschlag, er verlor mit 0:6 gegen Andrew Higginson. Seine Erstrundenpartie bei den Scottish Open gewann er mit 4:2 gegen Boonyarit Keattikun, er verlor aber anschließend mit 2:4 gegen Judd Trump. Sein Auftaktspiel in der Qualifikation für die German Masters verlor er mit 2:5 gegen Zhao Xintong. Mit einem 4:0-Sieg über Leo Fernandez startete Craigie in die Welsh Open, auch seine Zweitrundenpartie gegen Kurt Maflin gewann er mit 4:1. In der Runde der letzten 32 verlor er gegen den späteren Sieger John Higgins. Bei den Gibraltar Open gelang Craigie nach Siegen über Joe O'Connor und Barry Hawkins der Einzug in die Runde der letzten 32, wo er mit 2:4 gegen Cao Yupeng verlor. Auch bei den China Open zog er in die Runde der letzten 32 ein, nachdem Jamie Jones und Martin Gould besiegt hatte, verlor er mit 5:6 gegen Neil Robertson. In der ersten Qualifikationsrunde der Snookerweltmeisterschaft unterlag er Jimmy White mit 8:10.[8] Er beendete die Saison auf Weltranglistenplatz 80, was nicht für eine Qualifikation für die nächste Saison reichte.[9] Doch Craigie nahm an der Q School 2018 teil. Direkt im ersten Turnier erreichte er das Gruppenfinale und besiegte Dechawat Poomjaeng mit 4:0, sodass er sich für die nächsten beiden Saisons einen Startplatz sicherte.[10]

Saison 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er sich von den ersten beiden Turnieren der Saison 2018/19 freiwillig zurückgezogen hatte, schlug er in der Qualifikation für die Indian Open Jimmy White mit 4:0.[10]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgang Jahr Turnier Finalgegner Ergebnis
Amateurturniere
Sieger 2010 IBSF U21-Snookerweltmeisterschaft China VolksrepublikVolksrepublik China Li Hang 9:8
Sieger 2016 EBSA Amateur Play Offs EnglandEngland Adam Duffy 4:2
Sieger 2018 Q School ThailandThailand Dechawat Poomjaeng 4:0

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mehrere nationale Titel bei den Junioren
  • 2007: Junior Premier Tour-Sieg (als bisher jüngster Spieler mit 14 Jahren)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Profil von Sam Craigie bei CueTracker (Stand: 18. August 2018)
  2. Global Snooker Player Profile: Sam Craigie (Memento vom 8. Oktober 2014 im Internet Archive)
  3. Results: World Under 21 Snooker Championship 2010, International Billiards & Snooker Federation, 10. August 2010 (Memento vom 7. Dezember 2012 im Internet Archive)
  4. Ron Florax: Sam Craigie - Season 2012-2013 - Professional Results. CueTracker.net, 2013, archiviert vom Original am 16. August 2018; abgerufen am 16. August 2018 (englisch).
  5. Ron Florax: Sam Craigie - Season 2015-2016 - Professional Results. CueTracker.net, 2016, archiviert vom Original am 16. August 2018; abgerufen am 16. August 2018 (englisch).
  6. Ron Florax: Sam Craigie - Season 2016-2017 - Professional Results. CueTracker.net, 2017, archiviert vom Original am 16. August 2018; abgerufen am 16. August 2018 (englisch).
  7. Ron Florax: World Rankings. WPBSA, 2. Mai 2017, archiviert vom Original am 16. August 2018; abgerufen am 16. August 2018 (englisch).
  8. Ron Florax: Sam Craigie - Season 2017-2018 - Professional Results. CueTracker.net, 2018, archiviert vom Original am 16. August 2018; abgerufen am 16. August 2018 (englisch).
  9. World Rankings. WPBSA, 7. Mai 2018, archiviert vom Original am 16. August 2018; abgerufen am 16. August 2018 (englisch).
  10. a b Ron Florax: Sam Craigie - Season 2018-2019 - Professional Results. CueTracker.net, archiviert vom Original am 16. August 2018; abgerufen am 16. August 2018 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]