Wain

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wain
Wain
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wain hervorgehoben

Koordinaten: 48° 11′ N, 10° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 530 m ü. NHN
Fläche: 20,14 km2
Einwohner: 1646 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 88489, 89165
Vorwahl: 07353
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 125
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 17
88489 Wain
Website: www.wain.de
Bürgermeister: Stephan Mantz
Lage der Gemeinde Wain im Landkreis Biberach
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Über dieses Bild
Ansichtskarte von Wain 1897

Die Gemeinde Wain (schwäbische Aussprache: [voe̯]) liegt im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg (Deutschland) zwischen Biberach an der Riß und Ulm.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erwähnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wain wurde erstmals 1259 urkundlich erwähnt. Im 16. und 17. Jahrhundert unterstand der Ort der Freien Reichsstadt Ulm.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reformation wurde in Wain 1573 eingeführt. Ab 1650 wurden protestantische Glaubensflüchtlinge im Ort angesiedelt, sie waren aus ihrer Heimat Kärnten und Steiermark vertrieben worden. Diese Exulanten bildeten den Hauptteil der ortsansässigen Bevölkerung. Heute gibt es neben der evangelischen auch eine neuapostolische Kirchengemeinde im Ort.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Wain hat 10 Mitglieder. Er besteht aus den ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde der Gemeinderat durch Mehrheitswahl gewählt[2]. Mehrheitswahl findet statt, wenn kein oder nur ein Wahlvorschlag eingereicht wurde. Die Bewerber mit den höchsten Stimmenzahlen sind dann gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 70,6 % (2014: 63,0 %).

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgermeisterwahl am 30. November 2014 wurde Stephan Mantz mit 95 % der Stimmen zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Wain gewählt, er trat sein Amt am 1. März 2015 an.

Vorgänger Christian Schlenk hatte das Amt 24 Jahre lang bekleidet.[3]

Bundestagswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den drei vergangenen Bundestagswahlen erreichten die Parteien jeweils folgendes Ergebnis an Zweitstimmen:[4]

Jahr CDU SPD Grüne FDP Linke AfD Sonstige Wahlbeteiligung
2009 39,9 % 11,5 % 7,2 % 23,1 % 7,3 % 10,8 % 73,0 %
2013 51,1 % 14,1 % 6,6 % 6,7 % 3,8 % 8,2 % 9,5 % 77,7 %
2017 39,6 % 12,3 % 8,4 % 12,8 % 4,0 % 17,4 % 5,3 % 81,1 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wainer Wappen wird wie folgt beschrieben: „In Rot unter einem erhöhten silbernen (weißen) Sparren eine fünfblättrige silberne (weiße) Rose belegt mit einem herzförmigen roten Schildchen, darin ein silbernes (weißes) lateinisches Kreuz (Lutherrose)“. Die Lutherrose und die österreichischen Farben rot-weiß-rot verweisen auf die evangelischen Glaubensflüchtlinge des 17. Jahrhunderts aus Österreich; der Sparren ist dem Wappen der Herren von Wain entnommen. Das Wappen wurde am 29. August 1967 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen.[5]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1972 besteht eine Partnerschaft mit Arriach in Kärnten, Österreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Wain

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schäfers Kulturstadel
Ein ehemaliger Stadel (Scheune) wurde zum Kulturstadel umgebaut. Das Haus ist ein beliebter Ort in der oberschwäbischen Kulturlandschaft. In dem besonderen Ambiente eines ehemaligen bäuerlichen Anwesens werden Konzerte, Liederabende und Kabaretts, Lesungen, Ausstellungen, Workshops, Theateraufführungen und Vorträge dargeboten.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Zehntscheuer
Kirche St. Michael

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wainer Wappen wurde 1967 verliehen. Die Lutherrose und die sich aus dem österreichischen rot-weiß-roten Bindenschild ableitenden Farben weisen auf die lutherischen Glaubensflüchtlinge hin, die im 17. Jahrhundert aus Kärnten und der Steiermark vertrieben wurden und nach Wain gekommen sind. Der Sparren ist dem Wappen der Herren von Wain entnommen.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wain existieren ein Golfclub, Fußballverein, Leichtathletikverein mit mehreren Sportarten, ein Musikverein und weitere, meist dörflich geprägte Vereine.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006: mittelständische Betriebe mit etwa 500 Beschäftigten

Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeverwaltung

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wain verfügt über eine eigene Grundschule, einen Kindergarten und eine Gemeindebibliothek.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacob Walchers Geburtshaus, Poststraße

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Wain verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelische Kirchengemeinde Wain (Hg.): Wain – Aus der Geschichte des Ortes. Wain 1973.
  • Harald Kächler: Wain. Ulm 1999.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Vorläufiges Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2019 beim Statistischen Landesamt
  3. http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/fuer-wain-mit-_herz-und-verstand_-7319726.html
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  5. Landesarchiv Baden-Württemberg – leo-bw: Wain