Wain

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wain (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wain
Wain
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wain hervorgehoben
Koordinaten: 48° 11′ N, 10° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 530 m ü. NHN
Fläche: 20,14 km2
Einwohner: 1612 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 88489, 89165
Vorwahl: 07353
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 125
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 17
88489 Wain
Webpräsenz: www.wain.de
Bürgermeister: Stephan Mantz
Lage der Gemeinde Wain im Landkreis Biberach
Bayern Alb-Donau-Kreis Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Sigmaringen Ulm Achstetten Alleshausen Allmannsweiler Altheim (bei Riedlingen) Attenweiler Bad Buchau Bad Schussenried Berkheim Betzenweiler Ummendorf (bei Biberach) Biberach an der Riß Burgrieden Dettingen an der Iller Dürmentingen Dürnau (Landkreis Biberach) Eberhardzell Erlenmoos Erolzheim Riedlingen Ertingen Gutenzell-Hürbel Hochdorf (Riß) Ingoldingen Kanzach Kirchberg an der Iller Kirchdorf an der Iller Kirchdorf an der Iller Langenenslingen Laupheim Laupheim Maselheim Mietingen Mittelbiberach Moosburg (Federsee) Ochsenhausen Oggelshausen Riedlingen Riedlingen Riedlingen Rot an der Rot Schemmerhofen Schwendi Seekirch Steinhausen an der Rottum Tannheim (Württemberg) Tiefenbach (Federsee) Ummendorf (bei Biberach) Unlingen Unlingen Uttenweiler Wain WarthausenKarte
Über dieses Bild
Ansichtskarte von Wain 1897

Die Gemeinde Wain (schwäbische Aussprache: [voe̯]) liegt im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg (Deutschland) zwischen Biberach an der Riß und Ulm.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erwähnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wain wurde erstmals 1259 urkundlich erwähnt. Im 16. und 17. Jahrhundert unterstand der Ort der Freien Reichsstadt Ulm.

Siehe auch: Burg Wain

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reformation wurde in Wain 1573 eingeführt. Ab 1650 wurden protestantische Glaubensflüchtlinge im Ort angesiedelt, sie waren aus ihrer Heimat Kärnten und Steiermark vertrieben worden. Diese Exulanten bildeten den Hauptteil der ortsansässigen Bevölkerung. Heute gibt es neben der evangelischen auch eine neuapostolische Kirchengemeinde im Ort.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2009:

Wahlbeteiligung (laut Statistischem Landesamt): 73 %

  • CDU 39,9 %
  • FDP 23,1 %
  • SPD 11,5 %
  • Die Linke 7,3 %
  • Grüne 7,2 %
  • Sonstige 10,8 %

Bundestagswahl 2013:

Wahlbeteiligung (laut Statistischem Landesamt): 77,7 %

  • CDU 51,1 %
  • SPD 14,1 %
  • AfD 8,2 %
  • FDP 6,7 %
  • Grüne 6,6 %
  • Die Linke 3,8 %
  • Sonstige 9,4 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgermeisterwahl am 30. November 2014 wurde Stephan Mantz mit 95 % der Stimmen zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Wain gewählt, er trat sein Amt am 01. März 2015 an.

Vorgänger Christian Schlenk hatte das Amt 24 Jahre lang bekleidet.[2]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1972 besteht eine Partnerschaft mit Arriach in Kärnten, Österreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Wain

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schäfers Kulturstadel
Ein ehemaliger Stadel (Scheune) wurde zum Kulturstadel umgebaut. Das Haus ist ein beliebter Ort in der oberschwäbischen Kulturlandschaft. In dem besonderen Ambiente eines ehemaligen bäuerlichen Anwesens werden Konzerte, Liederabende und Kabaretts, Lesungen, Ausstellungen, Workshops, Theateraufführungen und Vorträge dargeboten.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Zehntscheuer
Kirche St. Michael

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wainer Wappen wurde 1967 verliehen. Die Lutherrose und die sich aus dem österreichischen rot-weiß-roten Bindenschild ableitenden Farben weisen auf die lutherischen Glaubensflüchtlinge hin, die im 17. Jahrhundert aus Kärnten und der Steiermark vertrieben wurden und nach Wain gekommen sind. Der Sparren ist dem Wappen der Herren von Wain entnommen.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wain existieren ein Golfclub, Fußballverein, Leichtathletikverein mit mehreren Sportarten, ein Musikverein und weitere, meist dörflich geprägte Vereine.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006: mittelständische Betriebe mit etwa 500 Beschäftigten

Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeverwaltung

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wain verfügt über eine eigene Grundschule, einen Kindergarten und eine Gemeindebibliothek.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacob Walchers Geburtshaus, Poststraße

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelische Kirchengemeinde Wain (Hg.): Wain – Aus der Geschichte des Ortes. Wain, 1973.
  • Harald Kächler: Wain. Ulm, 1999.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/fuer-wain-mit-_herz-und-verstand_-7319726.html