Schornweisach

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Schornweisach
Gemeinde Uehlfeld
Koordinaten: 49° 39′ 58″ N, 10° 39′ 1″ O
Höhe: 300 m ü. NN
Einwohner: 380
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Postleitzahl: 91486
Vorwahl: 09163

Schornweisach ist ein Dorf im Steigerwald mit etwa 380 Einwohnern. Es gehört zur Gemeinde Uehlfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim und liegt etwa 3 km westlich von Uehlfeld zwischen Altershausen und Tragelhöchstädt auf 300 Meter über NN. [1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schornweisach, Februar 2014

In Schornweisach bestand bis 1877 eine jüdische Gemeinde. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16. Jahrhunderts zurück. An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge, eine jüdische Schule und einen jüdischen Friedhof. [2] Im Jahr 1877 wurde die Synagoge aufgegeben und verkauft. Sie wurde danach mehrfach umgebaut. Die Bausubstanz ist jedoch weitgehend erhalten geblieben (Standort: Ortsstraße 43).

1858 wurde gegen den Willen der Schornweisacher Brauer ihr Biertaxbezirk dem Taxbezirk Neustadt angeschlossen.[3]

Zur Zeit des Nationalsozialismus war es insbesondere der Schornweisacher Lehrer und Neustädter Kreisleiter Otto Roth (1900–1932) der vor allem ab 1932 im Ort, aber auch bei Veranstaltungen im ganzen Landkreis Propaganda für die NSDAP und die nationalsozialistische Ideologie betrieb und 1932 bayerischer Landtagsabgeordneter wurde.[4]

Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schornweisach in den Markt Uehlfeld eingegliedert.[5]

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chorturmkirche St. Roswinda von 1748 [6]
  • Schornweisacher Weiher (Weisachsee), Badesee mit Zeltplatz [7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortsteile Verwaltungsgemeinschaft Uehlfeld Abgerufen 7. November 2012
  2. Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die jüdischen Gemeinden in Bayern. Geschichte und Zerstörung. Ausgabe: 1979
  3. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a.d. Aisch 1950. (Neuauflage 1978 anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828-1978.) S. 497.
  4. Wolfgang Mück: NS-Hochburg in Mittelfranken: Das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch 1922–1933. Verlag Philipp Schmidt, 2016 (= Streiflichter aus der Heimatgeschichte. Sonderband 4); ISBN 978-3-87707-990-4, S. 113–115, 230 f. und öfter.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 723.
  6. Website VerwaltungsgemeinschaftAbgerufen 7. November 2012
  7. Landratsamt Neustadt a.d.AischAbgerufen 7. November 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]