Baudenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Baudenbach
Baudenbach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Baudenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 37′ N, 10° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Diespeck
Höhe: 301 m ü. NHN
Fläche: 22,09 km2
Einwohner: 1150 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91460
Vorwahl: 09164
Kfz-Kennzeichen: NEA, SEF, UFF
Gemeindeschlüssel: 09 5 75 113
Marktgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
91460 Baudenbach
Webpräsenz: www.baudenbach.de
Bürgermeister: Wolfgang Schmidt (CSU)
Lage des Marktes Baudenbach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Baudenbach ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Diespeck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt liegt in den südlichen Ausläufern des Steigerwaldes. Die Siedlungsplätze liegen in dem aus Laimbach und Ehebach gebildeten unteren Talzug sowie in einem Nebental der Steinach. Die Bäche fließen nebeneinander zur nahen Aisch.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Markt Taschendorf, Münchsteinach, Diespeck, Neustadt an der Aisch, Langenfeld, Sugenheim und Scheinfeld.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenbach besteht aus insgesamt sechs Ortsteilen:[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird 1333/34 als „Butembach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom gleichnamigen Gewässernamen ab, dessen Bestimmungswort der Personenname Budo ist, der als Gründer der Siedlung angesehen werden kann.[4] Gegründet wurde der Ort wahrscheinlich noch im 10. Jahrhundert.[5]

Im Urbar der Burggrafschaft Nürnberg wird der Ort als „Pautenbach“ erwähnt. Zu dieser Zeit hatte ein Marchart von Pautenbach 30 Heller Zins an die Burggrafschaft jährlich zu entrichten. Die meisten Anwesen unterstanden aber anderen Grundherren (Herren Hohenlohe, Kloster Münchsteinach).[6] Im Ort gab es eine St. Georgskapelle, die von den der Pfarrei Gutenstetten betreut wurde. Am 29. Januar 1438 wird Baudenbach zur Pfarrei erhoben. 1554 hatte der Ort 8 ganze Höfe, 9 Lehenhöfe und 31 Selden (Viertelhöfe).[5]

Baudenbach wurde Mitte des 17. Jahrhunderts Zufluchtsort österreichischer Glaubensflüchtlinge, die hier eine neue Heimat fanden und zum Wiederaufbau nach den Kriegszerstörungen beitrugen.[7]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Baudenbach 51 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Neustadt an der Aisch aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Klosteramt Münchsteinach inne. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Bayreuth als Grundherrn (Klosteramt Münchsteinach: 48, Klosteramt Birkenfeld: 2, Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach: 1).[8]

1810 kam Baudenbach an das neue Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1811 das Steuerdistrikt Baudenbach gebildet, zu gebildet, zu dem die Orte Ehe, Frankenfeld, Hambühl, Hanbach, Obermühle, Stübach und Untermühle gehörten. 1813 wurde die Ruralgemeinde Baudenbach gebildet, zu dem Frankenfeld, Hanbach, Ober- und Untermühle gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Ruralgemeinde aufgespalten in:

  • Ruralgemeinde Baudenbach;
  • Ruralgemeinde Frankenfeld mit Ober- und Untermühle;
  • Ruralgemeinde Hanbach.[9]

Die Ruralgemeinde Baudenbach unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Neustadt an der Aisch und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Neustadt an der Aisch (1920 in Finanzamt Neustadt an der Aisch umbenannt).[10] Ab 1862 wurde Baudenbach von dem Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1938 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt) verwaltet. Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Neustadt an der Aisch, ab 1880 Amtsgericht Neustadt an der Aisch. Die Gemeinde hatte ursprünglich eine Gebietsfläche von 10,589 km².[11]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1969 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Frankenfeld eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kamen Mönchsberg und Roßbach hinzu. Am 1. Januar 1972 folgte Hambühl.[12]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Baudenbach

Jahr 1987 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Einwohner 970 1221 1217 1198 1199 1163 1148 1165 1165 1171 1153
Häuser[13] 281 545 547 553 553
Quelle [14] [15] [15] [15] [15] [15] [15] [15] [15] [15] [15]

Ortsteil Baudenbach (=Gemeinde Baudenbach bis zur Gebietsreform)

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987
Einwohner 359 467 435 460 473 460 484 500 501 482 448 467 496 496 465 446 423 379 358 569 577 541 456 473 541
Häuser[13] 65 80 82 82 87 86 86 93 161
Quelle [16] [17] [18] [18] [19] [18] [20] [18] [18] [21] [18] [18] [22] [18] [18] [18] [23] [18] [18] [18] [24] [18] [11] [25] [14]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl 2008 führte zu folgender Sitzverteilung:

  • CSU/Freie Bürger 6 Sitze (2002: 6)
  • Wählergemeinschaft Hambühl 2 Sitze (2)
  • Freie Wähler 4 Sitze (4)

Kommunalwahl 2014:

  • CSU/Freie Bürger: 4 Sitze
  • Freie Wähler: 5 Sitze
  • Wählergemeinschaft Hambühl: 2 Sitze

Der 1. Bürgermeister Wolfgang Schmidt gehört der CSU/Freie Bürger an. [26]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße 2256 führt zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 8 bei Langenfeld bzw. nach Roßbach. Die Kreisstraße NEA 15 führt nach Stübach.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Baudenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Baudenbach im BayernAtlas
  3. Baudenbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 10. April 2012
  4. So W.-A. v. Reitzenstein, S. 34f. Nach baudenbach.de verweist der Ortsname auf eine Beutenmühle, einer Mühlenart, die gegenüber den herkömmlichen Schrotmühlen das Getreide besser mahlen konnte.
  5. a b baudenbach.de
  6. H. Sponholz (Hrsg.), S. 75.
  7. Eberhard Krauß: Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Neustadt an der Aisch. GFF, Nürnberg 2012, ISBN 978-3-929865-32-5. passim
  8. H. H. Hofmann, S. 80.
  9. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 58–59 (Digitalisat). H. H. Hofmann S. 220.
  10. H. H. Hofmann, S. 183.
  11. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 803 (Digitalisat).
  12. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 536.
  13. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 2016 als Wohngebäude.
  14. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 338 (Digitalisat).
  15. a b c d e f g h i j Baudenbach: Amtliche Statistik des LfStat
  16. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 8 (Digitalisat).
  17. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 195 (Digitalisat). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 468 Einwohner.
  18. a b c d e f g h i j k l m n Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 179, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  19. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1055, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  20. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1219, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  21. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1154 (Digitalisat).
  22. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1227 (Digitalisat).
  23. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1264 (Digitalisat).
  24. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1094 (Digitalisat).
  25. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 175 (Digitalisat).
  26. http://www.baudenbach.de/index.php?id=17101