Schweizerisches Militärmuseum Full

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Schweizer Panzer 68 in der Museumshalle
Panzer Königstiger und Lenkwaffe BL-64 Bloodhound
Aufklärungsdrohne ADS 95

Das Schweizerische Militärmuseum Full ist ein aus privater Initiative betriebenes Museum in der schweizerischen Gemeinde Full-Reuenthal, Kanton Aargau, direkt gegenüber der badischen Kreisstadt Waldshut.

Exponate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum zeigt in mehreren ehemaligen Fabrikhallen vorwiegend Panzer, Artillerie-, Fliegerabwehr- und Panzerabwehrgeschütze der Schweizer Armee und anderer Armeen aus dem 20. Jahrhundert.

Neben zahlreichen historischen Panzern und Geschützen ist im Museum die vollständige Werksammlung des ehemaligen Waffenherstellers Oerlikon-Bührle zu sehen. Sie umfasst vor allem Fliegerabwehr- und Flugzeugwaffen. Auch eine deutsche Flugbombe des Typs V1, ein Reichenberg-Gerät sowie Motoren und Abwehrstände von in der Schweiz abgestürzten oder notgelandeten englischen und amerikanischen Bombern befinden sich im Besitz des Museums.

Die Trägerschaft des 2004 eröffneten Schweizerischen Militärmuseums Full ist der Verein Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal (VMFM). Der Verein hatte sein offizielles Domizil bis 2011 in der von ihm seit 1989 ebenfalls als Museum betriebenen ehemaligen Festung Reuenthal.

Neben diesen beiden Museen besitzt der Verein in der Region rund neunzig ehemalige militärische Anlagen (z. B. Panzersperren, Geschützbunker, Infanteriewerke, Kommandoposten), die alle wieder restauriert worden sind und als Zeitzeugen aus dem Kalten Krieg für die Nachwelt erhalten werden.[1]

Am 10./11. April 2010 wurde mit einem Fest eine weitere Museumshalle und die neue Mowag-Ausstellung eingeweiht. In der 3000 m² grossen Halle sind gepanzerte Fahrzeuge aus verschiedenen Ländern zu sehen. Präsentiert werden hier auch die Panzer aus schweizerischer Produktion vom Panzer 61 bis hin zum Panzer 68/88. Die Mowag-Ausstellung zeigt gepanzerte Fahrzeuge der Mowag-Werkssammlung, die überwiegend aus Prototypen besteht.

Liste von einigen Waffen und Fahrzeugen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MOWAG Tornado 2
Oerlikon Mosquito ATM
Panzerkanone 68, Panzerhaubitze M109
US Army Halftrack
Kettenkrad der deutschen Wehrmacht

Schweizer Armee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Objekte die nicht im Bestand der Schweizer Armee waren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raketen und Fliegerabwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aussenanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlage Zweck Baujahr Gemeinde Koordinaten
A 3829 Rein Centi Bunker 1990 Rüfenach 659 730 / 262 090
A 4263 Reuenthal Artilleriewerk (AW, Art Wk) 1939 Full-Reuenthal 657 406 / 272 845
A 4264 Reservoir Unterstand Infanteriekanonen 1943 Full-Reuenthal 657 425 / 273 085
A 3846 Villiger-Buck Artilleriebunker 1939 Villigen 658 255 / 263 440
A 3847 Schwobeblick Artilleriebeobachtungsbunker 1940 Villigen 658 200 / 263 400
A 3872 Hinterrein Artilleriebeobachtungsbunker 1940 Rüfenach 659 015 / 261 960
A 3868 Überthal Übermittlungszentrale 1940 Bözberg 652 780 / 261 880
A 3869 Rüedacker Kommandoposten (KP) 1940 Bözberg 652 760 / 261 870
A 3934 Sagel Artilleriegeschützstand 1941 Bözberg 654 490 / 259 480
A 4265 Bettlerküche Infanteriebunker 1941 Full-Reuenthal 657 085 / 272 850
T 2244 Bettlerküche Tanksperre 1938 Full-Reuenthal 657 070 / 272 800
A 3908 Ampfere Sanitätshilfsstelle (San Hist) 1939 Mönthal 651 535 / 263 435
A 4232 Koblenz-Tunnel Infanteriewerk (IW, Inf Wk) 1937 Koblenz 660 060 / 273 060
A 4247 Bernau Infanteriebeobachtungsbunker 1939 Leibstadt 655 310 / 272 075
A 4302 Steg Infanteriebeobachtungsbunker 1939 Schwaderloch 652 690 / 271 160
T 2243 Nagelflue Geländepanzerhindernis (GPH) 1939 Full-Reuenthal 657 250 / 273 050
F 5192 Reuenthal-Ost Atomschutzunterstand (ASU) 1983 Full-Reuenthal 657 640 / 272 770
F 5635 Stelli Atomschutzunterstand 1973 Effingen 651 520 / 259 960

Internationales Militärfahrzeugtreffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 hat das Schweizerische Militärmuseum im Zweijahresrhythmus sechs internationale Militärfahrzeugtreffen durchgeführt, an denen auch private Gruppen und die Schweizer Armee als Aussteller teilnahmen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schweizerisches Militärmuseum Full – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Übersicht der Aussenanlagen des Vereins Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal. Verein Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal, 2007.

Koordinaten: 47° 36′ 34″ N, 8° 11′ 38″ O; CH1903: 656779 / 273474