BTR-60

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BTR-60
Sowjetischer Schützenpanzerwagen BTR-60

Sowjetischer Schützenpanzerwagen BTR-60

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 2 (Kommandant, Fahrer) + 12 Mann
Länge 7,22 m
Breite 2,82 m
Höhe 2,06 m
Masse 10 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 9 mm (untere Wannenfront), 7 mm (Seite)
Hauptbewaffnung 1 × überschweres 14,5-mm-MG KPWT
Sekundärbewaffnung 1 × 7,62-mm-MG PKT
Beweglichkeit
Antrieb 2 × 6-Zylinder, Benzin
180 PS
Federung Drehstabfederung
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Leistung/Gewicht 18 PS/Tonne
Reichweite 500 km

Der BTR-60 ist ein sowjetischer Schützenpanzerwagen (Originalbezeichnung russisch Бронетранспортёр, Bronjetransporjor, deutsche Übersetzung: Mannschafts-Transport-Panzerwagen).[1]

Das Fahrzeug wurde in den späten 1950er-Jahren entwickelt, 1961 erstmals öffentlich gesichtet und mindestens bis Mitte der 1970er-Jahre in diversen Versionen in Serie gebaut.[2][3] Der Radpanzer gehörte u.a. zur Standard-Ausrüstung der mot. Schützentruppen der NVA der DDR und wurde dort als SPW-60 (Schützenpanzerwagen) geführt. Hergestellt wurden die Maschinen unter anderem bei GAZ[2] und im Kurganski Sawod Koljosnych Tjagatschei.

Aufbau und Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fahrzeug ist das erste einer Reihe von vierachsigen gepanzerten Truppentransportern, die für die sowjetischen Landstreitkräfte und die Armeen des Warschauer Pakts entwickelt wurden. Die eher leichte Panzerung besteht aus geschweißten Stahlplatten.

Der BTR-60 besitzt zwei getrennte Ottomotoren im Heck, die jeweils zwei Achsen antreiben. Sein 8×8-Antrieb machte ihn geländegängig (im Rahmen eines Radpanzers). Der Bug des Fahrzeuges ist abgeschrägt, um aufprallende Geschosse abzuweisen, begünstigt aber auch die Schwimmeigenschaften des voll amphibischen BTRs.

Probleme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BTR-60 hat jedoch eine Reihe von Schwachpunkten:

  • Benzinmotoren mit besonders leicht entflammbarem Treibstoff
  • hoher Treibstoffverbrauch
  • der Mannschaftsraum kann nur über die Dachluken verlassen werden, was die Soldaten feindlichem Feuer aussetzt

Das Nachfolgermodell BTR-70 behob das Ein- und Ausstiegsproblem durch zusätzliche Luken, der BTR-80 wurde schließlich mit Dieselmotoren ausgerüstet.

Einsatz in Streitkräften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin; Deutsch-Russisches Wörterbuch, H. H. Bielefeld, 7. Unveränderte Auflage, Akademie-Verlag Berlin 1970; Lizenznummer: 202 100/242/70; Seite 44 — „бронетранспорёр“ = Mannschafts-Transport-Panzerwagen.
  2. a b Ausführliche Webseite zur Geschichte des Fahrzeugs, mit Abbildungen und technischen Daten (russisch)
  3. www.fas.org: BTR-60 Armored Personnel Carrier (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: BTR-60 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien