Sejad Salihović

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Sejad Salihović

im Trikot der TSG 1899 Hoffenheim (2008)

Spielerinformationen
Geburtstag 8. Oktober 1984
Geburtsort Gornji ŠepakSFR Jugoslawien
Größe 180 cm
Position Mittelfeld / Außenverteidigung
Junioren
Jahre Station

0000–2000
2000–2003
SC Minerva 1893
Hertha Zehlendorf
Hertha BSC
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2003–2006
2004–2006
2006–2015
2007–2012
2015–2017
2017
Hertha BSC Amateure/II
Hertha BSC
TSG 1899 Hoffenheim
TSG 1899 Hoffenheim II
Beijing Renhe
FC St. Gallen
88 (35)
5 0(0)
227 (62)
2 0(0)
15 0(1)
13 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2005–2006
2007–
Bosnien-Herzegowina U-21
Bosnien-Herzegowina
4 0(2)
47 0(4)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2016/17

2 Stand: 13. Oktober 2015

Sejad Salihović (* 8. Oktober 1984 in Gornji Šepak bei Zvornik) ist ein bosnisch-herzegowinischer Fußballspieler. Er gilt als Freistoßspezialist.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sejad Salihović wuchs zunächst im nordostbosnischen Gornji Šepak auf. Im Alter von sieben Jahren flüchtete er mit seiner bosnischen Familie vor dem Bosnienkrieg nach Berlin.[1]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salihović begann beim SC Minerva 1893 mit dem Fußballspielen und gelangte 2000 – über die Jugendabteilung von Hertha 03 Zehlendorf – ablösefrei in die von Hertha BSC. Zur Saison 2003/04 rückte er in die Amateurmannschaft auf und zur Saison 2004/05 in den Profikader. Am 26. September 2004 (6. Spieltag) debütierte er in der Bundesliga, als er bei der 1:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV für Christian Müller in der 85. Minute eingewechselt wurde. In seiner Premierensaison bestritt er fünf Erstligaspiele für die Berliner.

Vor der Spielzeit 2006/07 wurde Salihović zur TSG 1899 Hoffenheim transferiert.[2] Er erzielte am 34. Spieltag der Saison 2007/08 zwei der fünf Hoffenheimer Tore gegen die SpVgg Greuther Fürth und trug damit zum erstmaligen Aufstieg der TSG in die Bundesliga bei.

Nachdem er in den ersten zehn Spieltagen der Saison 2008/09 vier Tore für die TSG 1899 Hoffenheim erzielt hatte, verlängerte der Verein Anfang November 2008 den zum Saisonende auslaufenden Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2012.[3] Am 20. April 2012 verlängerte er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bis zum 30. Juni 2016.[4] Am 24. August 2013 sorgte Salihovic für einen Bundesligarekord: Nur 14 Sekunden nach seinem verwandelten Strafstoß gegen den SC Freiburg zum 1:0 wurde er mit der Roten Karte des Feldes verwiesen, da er beim Jubeln Freiburgs Mannschaftskapitän Julian Schuster geohrfeigt hatte.[5] Es war die kürzeste Zeit zwischen Torerfolg und Platzverweis; das Spiel endete 3:3.

Im Sommer 2015 wechselte Salihović nach China zu Guizhou Renhe. In der Saison 2015 stieg er mit dem Verein aus der Chinese Super League in die China League One ab. Vor Beginn der neuen Saison zog der Verein nach Peking um und wurde in Beijing Renhe umbenannt. Unter neuem Namen wurde die Mannschaft um Salihovic vierter in der Abschlusstabelle und verpasste den Wiederaufstieg knapp.

Am 1. Februar 2017 verkündete der FC St. Gallen den Transfer des bosnisch-herzegowinischen Fußballspielers, der die Wintervorbereitung mit der TSG 1899 Hoffenheim absolviert hat.[6] Sein Debüt gab er am 5. Februar 2017 (19. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden im Auswärtsspiel gegen den FC Vaduz mit Einwechslung für Roy Gelmi in der 73. Minute.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Oktober 2007 gab er sein Debüt in der Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina. Im EM-Qualifikationsspiel in Griechenland wurde Salihović in der 82. Minute eingewechselt. Sein erstes Länderspieltor erzielte er am 9. September 2009 per Freistoß zum 1:1-Endstand gegen die Auswahl der Türkei.

Am 7. Mai 2014 wurde er vom bosnischen Nationaltrainer Safet Susic in den Kader der A-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2014 berufen.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Horst Bläsig: Karriere im Zeitraffer: Herthas Sejad Salihovic. In: Berliner Morgenpost, 13. April 2005
  2. Salihovic: „Die Leute sind viel freundlicher als in Berlin“. In: sport.t-online.de, 4. November 2008
  3. Salihovic unterschreibt bis 2012 in Hoffenheim. In: fussball24.de, 4. November 2008
  4. Sejad Salihovic und Tobias Weis verlängern bis 2016
  5. Salihovics Rote Karte auf fussballdaten.de
  6. FC St.Gallen – News – News – FCSG verpflichtet Sejad Salihovic. Abgerufen am 1. Februar 2017 (deutsch).
  7. Susic vertraut auf sieben "Deutsche", kicker.de (5. Mai 2014)