Seloi Malere

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seloi Malere
Eucalyptus alba dominiert das Land, dessen Lehmböden durch Regenfälle weggewaschen wird.
Der Suco Seloi Malere liegt im Norden des Verwaltungsamts Aileu.
Daten
Fläche 28,05 km²[1]
Einwohnerzahl 4.878 (2015)[1]
Chefe de Suco Jacinto Ribeiro Dias
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Cotbauru 1.030
Hularema 851
Kabasfatin 1.023
Malere 850
Maurusa 1.115
Taratihi 9
Aileu Vila (Osttimor)
Aileu Vila
Aileu Vila
Koordinaten: 8° 44′ S, 125° 34′ O

Seloi Malere (Malere) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Aileu (Gemeinde Aileu). Ihm wurde nach der Unabhängigkeit Osttimors auch der Suco Hurairaco angegliedert.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seloi Malere
Orte Position[3] Höhe
Aileu 8° 44′ S, 125° 34′ O 1182 m
Ercolobere 8° 44′ S, 125° 34′ O  ?
Kabasfatin 8° 44′ S, 125° 34′ O 1180 m
Malere 8° 44′ S, 125° 34′ O 1180 m
Quinta de Portugal 8° 42′ S, 125° 34′ O 1151 m
Die Stadt Aileu

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Seloi Malere eine Fläche von 13,00 km².[4] Nun sind es 28,05 km².[1] Der Suco Seloi Malere liegt im Norden des Verwaltungsamts Aileu. Nordwestlich liegt der Suco Seloi Craic, östlich der Suco Aissirimou, südöstlich der Suco Fahiria und südlich der Suco Liurai. An der Grenze im Südosten fließt der Fluss Mumdonihun, der zum System des Nördlichen Laclós gehört.[5]

Entlang der Ostgrenze verläuft die Überlandstraße nach Dili, die vom Ort Aileu, der Gemeindehauptstadt im Südosten von Seloi Malere, weiter nach Maubisse und an die Südküste Timors führt. Teil der Stadt Aileu sind die Orte Malere, Ercolobere und Kabasfatin (Cabas Fatin). Im Nordosten liegt das Dorf Quinta de Portugal (Quintaportugal). Die Stadt Aileu hat eine Grundschule (Escola Primaria No. 1), eine präsekundäre Schule, eine Sekundärschule, einen Hubschrauberlandeplatz, eine Polizeistation und ein kommunales Gesundheitszentrum. In Quinta de Portugal gibt es eine Grundschule.[6][7]

Im Suco befinden sich die sechs Aldeias Cotbauru, Hularema, Kabasfatin, Malere, Maurusa und Taratihi.[8]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Suco leben 4.878 Einwohner (2015), davon sind 2.534 Männer und 2.344 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 173,9 Einwohner/km². Im Suco gibt es 759 Haushalte.[1] Seloi Malere hat den Status eines urbanen Sucos. Über 97 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Knapp 2 % sprechen Mambai.[9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aileu gab es Ende 1979 ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten.[10]

Anfang September 1999 zerstörten während der Krise in Osttimor Mitglieder der AHI-Miliz (Aku Hidup dengan Integrasi/Indonesia) systematisch mehrere Sucos in Aileu, so auch Seloi Malere am 6. September. Häuser wurden niedergebrannt und das Nutzvieh getötet.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Fernando Morão de Jesus zum Chefe de Suco gewählt.[11] Bei den Wahlen 2009 gewann Jacinto Ribeiro Dias.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seloi Malere – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Timor-Leste: Poverty in a Young Nation (Memento vom 25. Dezember 2010 im Internet Archive) (PDF; 1,2 MB)
  3. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  4. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  5. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  6. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  7. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 530 kB)
  8. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  9. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Seloi Malere (Tetum; PDF; 8,3 MB)
  10. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google