Simon Gaudenz

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Simon Gaudenz (* 14. September 1974 in Basel, Schweiz; bürgerlich Simon Gaudenz Hunziker) ist ein Schweizer Dirigent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simon Gaudenz erhielt seinen ersten Klavierunterricht durch seine Grossmutter. Er studierte Klarinette an der Musikhochschule in Luzern bei Antony Morf und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Béla Kovács. Begleitende Studien der Komposition bei Peter Benary und Dieter Ammann. Er schloss seine Ausbildung mit dem Solistendiplom ab.

Es folgte ein Dirigierstudium an der Hochschule für Musik Freiburg bei Scott Sandmeier und am Mozarteum Salzburg bei Dennis Russell Davies. Wichtige künstlerische Impulse durch die Zusammenarbeit mit Kurt Masur, Mario Venzago, Leon Fleisher und Reinhard Goebel.

Bereits während seiner Ausbildung wurde er 2004 zum Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter des Collegium Musicum Basel ernannt. Seit der Saison 2010/11 ist er ausserdem als Erster Gastdirigent des Odense Symphony Orchestra engagiert.

Ab der Spielzeit 2018/19 wird er als Generalmusikdirektor bei der Jenaer Philharmonie am Pult stehen.

Seit 2004 ist er verheiratet mit Karin Löffler-Hunziker (* 1980), Geigerin im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks München.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 Auszeichnung »Beitrag an das künstlerische Schaffen« des Aargauer Kuratoriums
Seit 2004 Förderung durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrats
2004 Stipendium von David Zinman und Einladung ans Aspen Music Festival
2005 Stipendium der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank Stiftung
2006 Erster Preis beim International Conducting Competition Gennadi Roschdestwenski in Sofia
2006 Erneut Auszeichnung »Beitrag an das künstlerische Schaffen« des Aargauer Kuratoriums
2009 Gewinn des Deutschen Dirigentenpreises, der europaweit höchstdortierten Auszeichnung für Dirigenten
2009 Dritte Auszeichnung »Beitrag an das künstlerische Schaffen« des Aargauer Kuratoriums

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dvorak Cello Concerto (mit Sebastian Klinger, Cello, Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, OehmsClassics, 2015)
  • Schumann The Symphonies (mit Odense Symphony Orchestra, classic production osnabrück, 2015)
  • Mozart Piano Concerto No. 24 (mit Lorenzo Soulès, Klavier, Orchestre de Chambre de Genève, Nascor, 2014)
  • Mozart Piano Concertos Nos. 11 + 20 + 21 (mit Vassily Primakov, Klavier, Odense Symphony Orchestra, Bridge Records, 2011)
  • Elgar Cello Concerto (mit Istvan Vardai, Cello, Orchestre de Chambre de Genève, Ysaie Records, 2009)

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Saison 2012/2013 ist Simon Gaudenz Chefdirigent der Hamburger Camerata. Als Gastdirigent dirigiert er zahlreiche Orchester, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Orchestre National de France, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Orchestre National de Lyon, das Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, das Orchestre Philharmonique du Luxembourg, das Orchestre Philharmonique de Strasbourg, das Konzerthausorchester Berlin, die Russische National-Philharmonie, das Orchester Musikkollegium Winterthur, das State Hermitage Symphony Orchestra St. Petersburg, die Düsseldorfer Symphoniker, die Bremer Philharmoniker, die Württembergische Philharmonie, das Orchester des Staatstheaters Mainz, die Nürnberger Philharmoniker, das Beethoven Orchester Bonn, das Konzerthausorchester Berlin, das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, die Stuttgarter Philharmoniker, und weitere.

Simon Gaudenz gab sein Debüt als Operndirigent 2003 in Freiburg mit Arthur Honeggers Les Aventures du Roi Pausole, 2004 folgten Strauss’ Eine Nacht in Venedig an der Fricktaler Bühne und zwei Jahre später La traviata am Theater Altenburg-Gera.

Auftritte bei verschiedenen Festivals wie die Berliner Festspiele, der Europäische Musikmonat 2001, das Euroklassik Festival und das Festival de Gensac/Bordeaux, ausserdem zahlreiche Aufnahmen unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, den Westdeutschen Rundfunk, Radio France, Radio Suisse Romande und Schweizer Radio DRS.

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]