Speele

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Speele
Gemeinde Staufenberg
Wappen von Speele
Koordinaten: 51° 22′ 36″ N, 9° 33′ 50″ O
Höhe: 133 m
Einwohner: 752
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 34355
Vorwahl: 05543

Speele ist ein Ort in Süd-Niedersachsen im Landkreis Göttingen und gehört zur Gemeinde Staufenberg. Er liegt nordöstlich von Kassel im unteren Fuldatal bei Fulda-Flusskilometer 97,5.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1973 wurde Speele in die neue Gemeinde Staufenberg eingegliedert.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsratswahl 2011[2]
Wahlbeteiligung: 61,03 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
55,26 %
36,67 %
8,07 %
WfS

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat setzt sich aus neun Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fulda bei Speele

Mit dem Auto kommt man über die Kreisstraße 215 – eine Stichstraße, die im Ort endet – von Lutterberg nach Speele. Die nächste Bundesstraße ist die 5,8 km von Speele entfernte B 496 nach Hann. Münden bzw. zur Bundesautobahn 7 in 7,3 km Entfernung.

Speele hat einen Haltepunkt an der Hannöverschen Südbahn (Hann MündenKassel). Es gehört zu den Verkehrsverbünden Südniedersachsen (VSN) und Nordhessischen (NVV) und zum Tarifgebiet „Kassel Plus“ und wird stündlich vom Cantus bedient.

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige Gutshof Wißmannshof ist 1994 zu einem Golfplatz umgestaltet worden.[3] Der Durchgangswanderweg Studentenpfad berührt den Ort.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabhügelgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unweit von Speele, nördlich und nordwestlich des Gutes Wißmannshof, fand man im Waldgebiet auf einer Hochfläche zwischen 220 m und 320 m etwa 19 Grabhügel in großflächiger Streuung zueinander. Untersuchungen des Geländes per Luftbildprojektion legen nahe, dass anhand von zahlreicheren, unscheinbaren Kleinhügel sich im gerodeten Ackergebiet rings um das Gut Wißmannshof ein größerer Bestand nachweisen lässt, dessen Gesamtanzahl 80 Gräber übersteigt. Die Größe der Gräber ähnelt denen, welche in unmittelbarer Nachbarschaft in Spiekershausen gefunden wurden, sie schwanken zwischen 5 m und 11 m Durchmesser und besitzen eine Höhe von 0,20 m bis 1 m. Unter Vorbehalt werden die Gräber auf die ältere Bronzezeit datiert, dies resultiert auch aus dem Fund eines polierten Steinhammers, sowie eines Meißels, die bei der Urbarmachung des Geländes um das Gut Wißmannshof im 19. Jahrhundert zutage traten.[4]

Handelshafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Mittelalter gebaute Handelshafen rentierte sich schon im 15. Jahrhundert nicht und versandete auf Grund mangelnder Nutzung. Heute ist er nur noch als Niedersachseneck bekannt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortswappen zeigt drei Salzkristalle und einen Fisch. Die 3 Salzkristalle weisen auf die Salzquellen an der Fulda hin, die früher als Saline genutzt wurden. Der Fisch steht für die Flussfischerei in der Fulda, die ehemals bedeutend war.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 213.
  2. wahlen.kds.de
  3. Golfclub Gut Wissmannshof auf Golf.de
  4. Klaus Grote: Die Grabhügelgruppe bei Speele. In: Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland – Stadt und Landkreis Kassel. Band 7, 1986, S. 99.