Spoy (Aube)

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Spoy
Spoy (Frankreich)
Spoy
Region Grand Est
Département Aube
Arrondissement Bar-sur-Aube
Kanton Bar-sur-Aube
Gemeindeverband La Région de Bar-sur-Aube
Koordinaten 48° 14′ N, 4° 37′ OKoordinaten: 48° 14′ N, 4° 37′ O
Höhe 169–301 m
Fläche 10,36 km2
Einwohner 173 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 17 Einw./km2
Postleitzahl 10200
INSEE-Code

Blick über die Weinreben nach Spoy

Spoy (1793 bis 1801 noch Spoix geschrieben)[1] ist eine französische Gemeinde mit 173 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Aube in der Region Grand Est (bis 2015 Champagne-Ardenne). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Bar-sur-Aube und zum 1993 gegründeten Gemeindeverband La Région de Bar-sur-Aube. Die Einwohner werden Spoyens genannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spoy liegt am Landion, acht Kilometer westlich von Bar-sur-Aube und etwa 45 Kilometer östlich von Troyes am Rande des Regionalen Naturparks Forêt d’Orient. In der 10,36 km² umfassenden Gemeinde verläuft das breite Landiontal in Süd-Nord-Richtung und liegt auf 170 bis 180 Metern über dem Meer. Östlich und westlich des Tales sind die Plateaus auf 260 bis 290 m über dem Meer von weiten Ackerflächen geprägt. Die steilen Hänge sind teils bewaldet, teils mit Weinreben bepflanzt. So gibt es in der Gemeinde Spoy vier Weinlagen, die nach Westen, Süden und Osten ausgerichtet sind. Im Osten der Gemeinde erstreckt sich der Forst Les Grandes Perrières als Teil des großen Bois de la Route.

Umgeben wird Spoy von den Nachbargemeinden Argançon im Westen und Norden, Fravaux im Nordosten, Proverville im Osten, Couvignon im Südosten, Meurville im Süden, Magny-Fouchard im Westen sowie Maison-des-Champs im Nordwesten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 174 162 125 136 157 154 153 173
Quelle: Cassini[2] und INSEE[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die romanische Kirche Saint Didier stammt aus dem 12. Jahrhundert; die Seitenkapellen aus dem 16. und 18. Jahrhundert. Auch der Altaraufsatz und zwei Steinstatuen konnten auf das 16. Jahrhundert datiert werden. Im Turm läuten drei Glocken Sie heißen Marguerite-Guillelmine, Marie und Germaine und wurden Ende des 18. Jahrhunderts gegossen. Eine 2000 Jahre alte Sehenswürdigkeit bildet die Brücke über den Landion. Sie war Teil der alten Römerstraße von Paris nach Basel und wurde im 1. Jahrhundert errichtet. Die Bogenbrücke wurde 1971 restauriert und ist als Monument historique deklariert.[4] An der Straße nach Fravaux ist ein altes Lavoir erhalten, das früher als Waschhaus und Viehtränke diente.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinberg am Landion in Spoy

In Spoy sind 31 Landwirtschaftsbetriebe ansässig, die meisten davon sind Winzer. Neben dem Getreideanbau ist der Weinbau die wirtschaftliche Grundlage der Gemeinde.[5] Die Weinreben sind Teil des Weinbaugebietes Côte de l’Aube innerhalb der Weinbauregion Champagne.

Drei Kilometer nördlich von Spoy verläuft die Fernstraße D 619 von Troyes nach Chaumont. 15 Kilometer südwestlich von Spoy besteht ein Anschluss an die Autoroute A5 von Paris nach Langres.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortsname auf cassini.ehess.fr
  2. Spoy auf cassini.ehess.fr
  3. Spoy auf insee.fr
  4. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 30. Januar 2019 (französisch).
  5. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spoy (Aube) – Sammlung von Bildern