Spuren der Vergangenheit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Episode 25 der Reihe Frühling
Originaltitel Spuren der Vergangenheit
Logo von Frühling im Sommer.jpg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe
Produktions-
unternehmen
UFA Fiction
Regie Gunnar Fuss
Drehbuch Natalie Scharf
Produktion Natalie Scharf
Leif Alexis
Musik Johannes Brandt
Kamera Nathalie Wiedemann
Schnitt Moune Barius
Premiere 26. Jan. 2020 auf ZDF
online 18. Januar 2020
Besetzung
Episodenliste
← Genieße jeden Augenblick Liebe hinter geschlossenen Vorhängen →

Spuren der Vergangenheit ist ein deutscher Fernsehfilm der Frühling-Filmreihe von Gunnar Fuss, der am 26. Januar 2020 erstmals im ZDF ausgestrahlt wurde.

Der Film erzählt die Geschichte der Dorfhelferin Katja Baumann, gespielt von Simone Thomalla, die Familien in Notsituationen zur Seite steht und gleichzeitig versucht Frühling in die Herzen der Menschen zu tragen. Es ist der 25. Film einer Reihe, in deren Mittelpunkt die Menschen des Ortes mit Namen Frühling stehen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greta ist mit ihrem Hund Scout unterwegs, als dieser sich plötzlich selbstständig macht und im Wald in einem alten Dachsbau verschwindet. Alles Rufen nützt nichts, der Hund jault nur noch und kommt nicht mehr aus dem Loch. Voller Sorge ruft sie ihre Schwester Charly zu Hilfe, die sogleich die Tierärztin informiert. Gemeinsam versuchen sie Scout zu retten. Zur Sicherheit informiert die Tierärztin den Förster, der ihnen rät, die Feuerwehr zu holen. Aus dem kleinen Missgeschick wird nun eine Großaktion. Die Tierärztin organisiert einen Handwerker, der mit einer mobilen Kamera hilft, in die Dachsgänge zu schauen. So können sie feststellen, in welchem Gang der Hund steckt und dass es ihm gut geht.

Dorfhelferin Katja Baumann ist an diesem Morgen auf dem Weg ins Büro, als sie Zeugin eines Streits zwischen Landwirt Feichtmayr und einer Frau wird, weil sie nicht auf seiner Wiese Parken soll. Katja kann ein wenig schlichten und lädt die Frau nach Frühling zum Frühstücken ins „Cafe Hagen“ ein. Cafebetreiberin Niedermeyer erkennt die Frau als Linda Breitmeyer und erzählt Katja wenig später, dass dies eine sehr unfreundlich Person sei und es sie und die Bewohner von Frühling nicht weiter verwundert hätte, dass Rainer Breitmeyer eines Tages „auf und davon“ sei. Linda Breitmeyer sei vor über 20 Jahren sogar Schönheitskönigin gewesen, habe geheiratet, zwei Kinder bekommen und sei dann auf den Hof Fuchsöd gezogen, den sie von ihren Eltern geerbt habe. Noch am selben Tag entdeckt die Katja Linda Breitmeyers Auto in Frühling und sie erkennt, dass die Frau obdachlos sein muss und in ihrem Auto lebt. Sie kann mittlerweile Lindas Vertrauen gewinnen und mit ihr reden. Linda berichtet vom Tag des Verschwindens ihres Mannes, an dem ihr ihre Kinder noch heute die Schuld geben und sie keinen Kontakt zueinander mehr haben. Rainer hätte damals mit dem Hund das Auto verlassen, mit dem sie beide unterwegs waren und wollte mit dem Bus weiterfahren. Von dem Tag an blieb er verschwunden. Auf die Frage, warum Linda im Auto und nicht auf dem Hof wohnee, antwortet sie kurz, dass dort kein Platz mehr für sie wäre. Katja nimmt Linda mit zu sich nach Hause, damit sie mal duschen kann, und bittet Pfarrer Sonnleitner, auf dem Hof Fuchsöd nachzusehen, warum die Frau dort nicht mehr wohnen will. Dort angekommen, wird dem Pfarrer einiges klar, denn die Frau ist ein Messie.

Am nächsten Morgen lädt Katja Linda noch zum Frühstück ein und sie genießt das Zusammensein in einer Familie. Zu gern würde auch sie ihre Kinder bei sich haben, aber die wollen nichts mehr von ihr wissen. Katja horcht Linda ein wenig aus und weiß genau, was sie nun zu tun hat. Noch am selben Tag will sie sich auf den Weg machen, nach Lindas Kindern zu suchen. Derweil hatten die Grabungsarbeiten nach dem Hund im Dachsbaus die ganze Nacht gedauert, aber die Feuerwehr kann noch nicht abrücken, denn sie hat in dem Bau auch Überreste eines menschlichen Skeletts entdeckt. Im ganzen Ort Frühling macht diese Meldung die Runde und als Katja hört, dass dort auch Hundeknochen gefunden wurden, ahnt sie etwas. Gewissheit bringt das Hundehalsband mit dem eingravierten Namen „Alfi“. Mit dieser Nachricht kann Katja Lindas Tochter neugierig machen und nach Frühling holen. Paula Breitmeyer tut es sehr leid, dass sie ihrer Mutter all die Jahre Unrecht getan hatte. So gelingt es Katja, Linda mit ihren beiden Kindern wieder zusammenzubringen. Gemeinsam wollen die drei das Haus aufräumen und gemeinsam in die Zukunft schauen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Episode wurde vom ZDF in Zusammenarbeit mit „Seven Dogs Filmproduktion“ und UFA Fiction produziert und im Rahmen der ZDF-„Herzkino“-Reihe und als 25. Folge der Frühling-Filmreihe ausgestrahlt. Die Dreharbeiten erfolgten an 21 Drehtagen zwischen dem 14. Mai und dem 12. Juli 2019.[1] in der Gemeinde Hausham. Einer der Hauptdrehorte ist das „Cafe Huber“ in Bayrischzell und die Kurklinik in Thiersee sowie der See selbst.[2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einschaltquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Erstausstrahlung am 26. Januar 2020 wurde Spuren der Vergangenheit in Deutschland nur von 5,66 Millionen Zuschauern gesehen, was einem Marktanteil von 15,9 Prozent entsprach.[3]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rainer Tittelbach von tittelbach.tv befand: „In dieser Episode […] ist es ein individuelles Schicksal, eine Geschichte, in die die Gesellschaft und deren Vorurteile unaufdringlich hineinspielen. So ausgedacht das Scenario auch sein mag, diese Geschichte überzeugt und geht zu Herzen, weil sie nuanciert entwickelt ist und weil Julia Brendler mit ihrem zwischentonreichen Spiel dem Ganzen die notwendige Tiefe und Glaubwürdigkeit verleiht. In dieser Episode besitzen vor allem die Gesprächsszenen eine besondere Qualität. Weniger tragisch, aber nicht weniger originell ist der B-Plot um einen Hund, der sich im Wald in einem Dachsbau verirrt hat und von der Feuerwehr gerettet werden muss. Dass in dieser kleinen Geschichte des Pudels Kern der großen Geschichte steckt, macht diesen Film auch dramaturgisch rund. Und bei aller Traurigkeit gibt es einen finalen Wohlfühlmoment: eine nicht überdeutlich ausgespielte Umarmung. Hier wird das geerntet, was der Film zuvor an kluger ‚Gefühlsarbeit‘ geleistet hat. Schön, dass auch der des Öfteren als Sidekick-Darsteller etwas unterforderte Johannes Herrschmann hier ein, zwei starke Momente hat.“[4]

Oliver Armknecht von film-rezensionen.de meinte die Folge: „beginnt vergleichsweise harmlos, wenn eine Jugendliche ihren entlaufenen Hund sucht. Danach kommt es aber wieder richtig dicke, wenn ein Familiendrama ansteht, bei dem das Drehbuch mal wieder kein Halten kannte. Fans der chronisch übertriebenen Reihe wird das freuen, mit Alltag hat das hier aber nichts zu tun.“ „Da werden dann auf einmal ganz viele Mikro-Dramen in die Familiensaga hineingedichtet, bis man irgendwann nur noch mit den Augen rollen will. Die alltägliche Anmutung des Settings, sie beißt sich mit den Seifenoper-Elementen.“[5]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm urteilten: „Leider ist denn auch viel zu schnell klar, wie der Hase – oder in diesem Fall: der Hund – läuft, was der Geschichte einen Großteil ihrer Spannung nimmt.“ Fazit: „Nett gemeint, aber viel zu vorhersehbar.“[6]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spuren der Vergangenheit bei crew united, abgerufen am 16. Januar 2023.
  2. Genieße jeden Augenblick-Filmkritik. In: swp.de. Abgerufen am 16. Januar 2023.
  3. Lukas Scharfenberg: Primetime-Check: Sonntag, 26. Januar 2020. In: Quotenmeter.de. 26. Januar 2020, abgerufen am 16. Januar 2023.
  4. Frühling-Filmreihe. In: Tittelbach.tv. Abgerufen am 16. Januar 2023.
  5. Spuren der Vergangenheit. In: film-rezensionen.de. Abgerufen am 16. Januar 2023.
  6. Spuren der Vergangenheit. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 16. Januar 2023.