St. Jakobus (Abenberg)

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St. Jakobus in Abenberg
Innenansicht

Die katholische Pfarrkirche St. Jakobus in Abenberg, einer Stadt im mittelfränkischen Landkreis Roth (Bayern), wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Die Stadtpfarrkirche in der Schechsengasse, im Zentrum der Altstadt von Abenberg, ist ein geschütztes Baudenkmal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche wurde an der Stelle eines Vorgängerbaus errichtet. Vom ursprünglichen Bau ist der östliche Teil der nördlichen Langhausmauer erhalten. Der Turm wurde von 1294 bis 1300 errichtet. Der Chor stammt vom Ende des 15. Jahrhunderts. In den Jahren 1624 bis 1627 und 1854 bis 1857 erfolgte die Erweiterung des Langhauses nach Westen. Der Turm erhielt 1769 seine heutige Gestalt.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sandsteinquaderbau mit Satteldach besitzt einen eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor mit moderner Flachdecke. Den seitlichen Turm deckt ein Zeltdach mit Laterne. Eingezogene Wandpfeiler mit Pilastern bilden Kapellen. Das tonnengewölbte Langhaus besitzt im Westen eine Empore. An der Nordwand sind ein romanischer Rundbogenfries und Reste eines romanischen Portals mit zwei Säulen erhalten.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochaltar

Im Schrein des Hochaltars von 1922 steht eine Muttergottes mit Kind (um 1470), daneben der Kirchenpatron Jakobus (barock) und die Stadtpatronin Stilla. Die Altarflügel zeigen in Hochreliefs Szenen aus dem Marienleben.

An der Nordmauer des Chores befinden sich drei aus dem Kloster Marienburg stammende Gemälde mit der Darstellung: Präsentation Jesu im Tempel (um 1680, vermutlich von Kilian Stauffer), Mariens Vermählung mit Joseph und Freundschaft Christi (1734). Über der Sakristeitür steht eine Skulptur der heiligen Anna selbdritt (um 1470).

Epitaphien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Wänden befinden sich Epitaphien zur Erinnerung an die Amtmänner des Pflegamts Abenberg: am Chorbogen rechts der Wappenstein der Seckendorff (1498), gegenüber der Gedenkstein für ein Kind des Pflegers Alois Freiherr von Riedheim (barock), am Nordportal ein Epitaph für Johann Michael Strauß und Ehefrau Clara (1703) und am Südportal ein Epitaph für Freiherr von Ebingen (1765).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Franken. Die Regierungsbezirke Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken. Bearbeitet von Tilmann Breuer u. a., Deutscher Kunstverlag, München 1979, S. 1.
  • Karl Gröber, Felix Mader: Stadt und Landkreis Schwabach. In: Die Kunstdenkmäler von Bayern. Mittelfranken VII. R. Oldenburg, München 1939, S. 123–130.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Jakobus (Abenberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 49° 14′ 33,1″ N, 10° 57′ 38,7″ O