Steinbach (Gemeinde Mauerbach)

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Steinbach (Dorf)
Ortschaft
Steinbach (Gemeinde Mauerbach) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Sankt Pölten-Land (PL), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Purkersdorf
Pol. Gemeinde Mauerbach
Koordinaten 48° 14′ 49″ N, 16° 11′ 39″ OKoordinaten: 48° 14′ 49″ N, 16° 11′ 39″ O
Höhe 317 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 312 (2015)
Gebäudestand 235 (ca. Adressen 2018f1)
Postleitzahl 3001 Mauerbach
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06715
Zählsprengel/ -bezirk Untermauerbach (31950 001)
Ortsteile auch in Wien-Penzing (14), dort Steinbachtal
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

f0

Steinbach ist ein Ort im Wienerwald in Niederösterreich wie auch Ortschaft der Gemeinde Mauerbach im Bezirk Sankt Pölten-Land. Ortsteile heißen Steinbachtal und gehören zum 14. Gemeindebezirk Penzing von Wien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinbachtal (Ortschafts­bestandteilf0)
Basisdaten
Bundesland Wien (W)
Gerichtsbezirk Fünfhaus
Gemeindebezirk 14.Bezirk: Penzing  (KG Penzing)
Bezirksteil Hadersdorf-Weidlingau
Koordinaten 48° 14′ 49″ N, 16° 11′ 45″ O
Höhe 295 m ü. A.
Gebäudestand 70 (ca. Adressen 2018f1)
Postleitzahl 1140 Penzing
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Hadersdorf-Weidlingau (91401 12)
Das Dorf Steinbach gehört zu Mauerbach, Bez. St. Pölten-Land, NÖ
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; ViennaGIS

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Der Ort befindet sich gut 13 Kilometer westlich vom Wiener Stadtzentrum, 5 km nordwestlich von Hadersdorf und 2 km östlich von Mauerbach.

Das Dorf Steinbach liegt im Tal des Steinbachs, der nach Süden zum Mauerbach geht, auf um die 300 m ü. A. Höhe. Es erstreckt sich von der Mauerbachstraße/L121 (von Hadersdorf nach Mauerbach) das ganze Tal hinein, außen direkt westlich liegt – gänzlich verwachsen – Untermauerbach. Der Berg Richtung Mauerbach ist das Mauereck (453 m ü. A.) mit dem vorgelagerten Allerheiligenberg, der Höhenzug stadteinwärts heißt Lebereck (ca. 390 m ü. A.). Nördlich im Talschluß erheben sich der Scheiblingsteinberg (508 m ü. A.) und der Schutzengelberg (508 m ü. A.).

Die Mauerbacher Ortschaft Steinbach umfasst etwa 230 Adressen mit gut 300 Einwohnern. Die Häuser auf der östlichen Bachseite gehören schon zur Stadt Wien, und bilden dort die Ortslage Steinbachtal mit weiteren ungefähr 70 Adressen.

Nachbarorte:
Einsiedelei (Gem. Mauerbach, NÖ)
Scheiblingstein
(Gem. Mauerbach u. Klosterneuburg, Bez. Tulln, NÖ)
Kartause Mauerbach (Gem. Mauerbach, NÖ) Nachbargemeinden Hinterhainbach (Penzing, W)
Mauerbach (Gem. Mauerbach, NÖ)

Untermauerbach (Gem. Mauerbach, NÖ)
Vorderhainbach (Penzing, W)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Steinbachtal ist ab 1633 bewohnt, seinerzeit entstanden hier einige Holzfällerhütten.[1] Der alte Ortskern liegt ganz hinten im Tal, die Abzweigung am Mauerbach hieß Rotes Kreuz.[2] 1901 befanden sich hier nur 8 Häuser mit 47 Einwohnern.[1] Zu der Zeit entstand hier ein Einkehrgasthof (Johann Rupp's Restauration, später Kreuzlwirt), damit wurde die Ortslage zu einem beliebten Ausflugsziel.[1]

In der Zwischenkriegszeit setzt die Erschließung als Wohngebiet ein, Steinbach entlang des Tals wie auch Untermauerbach den Allerheiligenberg hinauf wuchsen schnell. 1937 wurde dann die Ortskirche Steinbach (etwa mitten im Tal) errichtet.[3] Die Pfarrkirche trägt Sie war anfangs eine hölzerne Notkirche.[3] Ab 1953 entstand ein Pfarrsaal, ab 1961 die neu Kirche, zu der Zeit bekam sie das Patrozinium Maria Königin.[3][4] Sie stammt von Ladislaus Hruska. 1969–71 folgte der Pfarrhof. Vorher Pfarrexpositur von Mauerbach, wurde 1991 die Pfarre Maria Rast begründet (Dekanat Purkersdorf, Vikariat Unter dem Wienerwald der Erzdiözese Wien).[4][3] Sie umfasst auch die Wiener Ortsteile, bis 2012 auch Scheiblingstein,[3] das inzwischen zu Weidling (Dekanat Klosterneuburg) gehört.

Heute gehört das Gebiet zum Biosphärenpark Wienerwald und beiderseits der Grenze ist Landschaftschutzgebiet (Wienerwald respektive Penzing), der niederösterreichische Anteil auch zum Europaschutzgebiet Wienerwald-Thermenregion.

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. o.n.A., zitiert nach Steinbachtal. In: Wien Geschichte Wiki (wien.gv.at/wiki, abgerufen 22. Februar 2018).
  2. Franziszäischer Kataster 1817–1861, Aufnahmeblatt 13/XIV/b1 bzw. 4756-2a Purkersdorf, Tullnerbach, Troppberg. 1872 (Bilddatei, Commons; dort rechts oben; Talschluß auf Blatt 12/XIV/d3 bzw. 4656-4c Königstetten, Chorherrn, Bilddatei, links unten).
  3. a b c d e Pfarre Maria Rast. pfarrenmauerbach.at (abgerufen 22. Februar 2018) – mit historischen Abbildung.
  4. a b Pfarre Maria Rast. Erzdiözese Wien (abgerufen 22. Februar 2018) – mit Abbildung der heutigen Kirche.