Stuttgart-Lauf

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Skater
Halbmarathon

Der Stuttgart-Lauf (von 2004 bis 2011 offiziell STUTTGARTER ZEITUNG-LAUF) ist ein seit 1994 jährlich ausgetragener Lauf-, Inlineskating- und Rollstuhl-Wettbewerb in Stuttgart, der meist im Juni ausgetragen wird. Er findet im und um das Gelände der Mercedes-Benz Arena (bis 2008: Gottlieb-Daimler-Stadion) statt. Wichtigster Wettbewerb ist der Halbmarathon, bei dem über 7.000 Läufer das Ziel erreichen (2012: 7.513). Mit insgesamt über 19.000[1] Teilnehmern auf allen Strecken ist der Stuttgart-Lauf einer der größten Volksläufe in Deutschland.

Organisation und Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veranstalter des Stuttgart-Laufs ist der Württembergische Leichtathletik-Verband mit Unterstützung der Stadt Stuttgart.

Folgende Wettbewerbe wurden 2012 ausgetragen:

  • ein Halbmarathon (offiziell LBS Halbmarathon)
  • ein Staffel-Halbmarathon (offiziell AOK Staffel-Halbmarathon)
  • ein Rollstuhl- und Handbike-Halbmarathon (offiziell LOTTO Handbike-Halbmarathon und LOTTO Rollstuhl-Halbmarathon)
  • ein 7-km-Lauf (offiziell PSD Bank-Lauf)
  • ein Walking- und Nordic-Walking-Wettbewerb über 7 km (offiziell SportScheck Walking)
  • ein Rollstuhl- und Handbike-Wettbewerb über 2 km (offiziell AOK Handbike-Minimarathon)
  • ein Inlineskating-Wettbewerb für Kinder mit Streckenlängen zwischen 0,4 und 2,8 km (offiziell AOK Kids Inline)
  • ein Laufwettbewerb für Kinder mit Streckenlängen von 1,2 und 2,2 km (offiziell AOK Minimarathon)
  • ein Laufwettbewerb für Kinder mit ihren Eltern über 0,7 km (offiziell AOK Jolinchen-Lauf)

Bis 2008 und seit 2013 wieder zusätzlich:

  • ein Inlineskating-Wettbewerb über 17,5 km (offiziell AOK Inline)

In das Rahmenprogramm des Stuttgart-Laufs wird fast das gesamte Veranstaltungsgelände des NeckarParks einbezogen: Die Mercedes-Benz Arena (seit 2012 bzw. bis 2008 das Gottlieb-Daimler-Stadion) fungiert als Ziel der Laufwettbewerbe, die Hanns-Martin-Schleyer-Halle dient als Logistikzentrum (Anmeldemöglichkeit, Abholung von Startunterlagen u. Ä.). Darüber hinaus werden dort ein Gesundheitssymposium und eine große Laufmesse veranstaltet. In der benachbarten Porsche-Arena werden Umkleidekabinen für die Teilnehmer bereitgestellt.

Lauf- und Rollstrecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halbmarathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Halbmarathonstrecke führte bis 2007 und wieder ab 2012 von der Benzstraße aus zum größten Teil über die Marathonstrecke der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1993. Zunächst geht es nach Stuttgart-Untertürkheim, dann durch Bad Cannstatt, weiter neckarabwärts an Weinbergen und dem Max-Eyth-See vorbei in den Stadtteil Hofen. Über die Hofener Neckarbrücke erreicht man Mühlhausen. Dort wird gewendet. Wieder am Neckar entlang und vorbei an Weinbergen verläuft die Strecke neckaraufwärts nach Münster. Über den Neckar gelangen die Läufer zurück nach Bad Cannstatt und in die Mercedes-Benz Arena, in der sich seit 2012 wieder das Ziel des Halbmarathons befindet.

2008 bis 2011 ging der Halbmarathon durch die Stuttgarter Innenstadt, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten Stuttgarts wie dem Neuen Schloss und dem Kunstmuseum.

Inlineskating-Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Inlineskating-Wettbewerb wurde bis einschließlich 2007 als Halbmarathon ausgetragen. Seine Streckenführung war bis dahin identisch mit jener des Läufer-Halbmarathons. 2008 wurde der Wettbewerb mit einer Länge von 17,5 km auf der rechten Neckarseite in den Stadtbezirken Bad Cannstatt und Untertürkheim ausgetragen. Von 2009 bis 2012 wurden Inlineskating-Wettbewerbe nur noch für Kinder und Jugendliche angeboten. Pünktlich zum 20. Jubiläum des "Stuttgart-Lauf" gibt es 2013 wieder einen Inline-Halbmarathon.

Lauf- und Walking-Wettbewerbe über 7 km[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 7-km-Lauf startet ebenfalls auf der Benzstraße und folgte bis 2007 und wieder ab 2012 dem Verlauf der Halbmarathon-Wettbewerbe nach Untertürkheim, kürzt die Strecke jedoch in Bad Cannstatt deutlich ab und biegt bei Kilometer 19 wieder auf die Halbmarathon-Strecke ein. Der kürzere Lauf wurde in den einzelnen Jahren teilweise auch mit 8 bzw. 10 km ausgetragen.

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streckenrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halbmarathon:

  • Männer: 1:05:46 h, Günther Ziwey, 1994
  • Frauen: 1:15:24 h, Christine Schleifer, 2012

Inline-Halbmarathon:

  • Männer: 33:02 min, Michael Kienzle, 2002
  • Frauen: 35:25 min, Friedericke Gehring, 2002

Siegerliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen: Website des Veranstalters,[2] German Road Races[3]

Jahr Männer Zeit Frauen Zeit
25. Juni 2017 DeutschlandDeutschland Arne Gabius 1:07:58 DeutschlandDeutschland Nicole Möbus 1:21:21
19. Juni 2016 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jones Carwyn 1:09:16 DeutschlandDeutschland Christine Schleifer -5- 1:15:26
28. Juni 2015 DeutschlandDeutschland Sebastian Reinwand 1:08:45 DeutschlandDeutschland Christine Schleifer -4- 1:16:27
29. Juni 2014 DeutschlandDeutschland Tobias Sauter 1:08:45 DeutschlandDeutschland Christine Schleifer -3- 1:17:50
23. Juni 2013 DeutschlandDeutschland Martin Beckmann -9- 1:07:06 DeutschlandDeutschland Christine Schleifer -2- 1:15:41
17. Juni 2012 DeutschlandDeutschland Jan Fitschen 1:06:55 DeutschlandDeutschland Christine Schleifer 1:15:24
29. Mai 2011 DeutschlandDeutschland Martin Beckmann -8-
& Markus Weiss-Latzko
1:08:38 DeutschlandDeutschland Heike Volkert 1:25:25
20. Juni 2010 TschechienTschechien Dan Oralek 1:09:19 DeutschlandDeutschland Dorothea Frey 1:23:09
21. Juni 2009 DeutschlandDeutschland Martin Beckmann -7- 1:10:06 Stephanie Beckmann -3- 1:16:33
22. Juni 2008 DeutschlandDeutschland Martin Beckmann -6- 1:10:29 Nicole Ploog 1:23:12
24. Juni 2007 DeutschlandDeutschland Martin Beckmann -5- 1:10:11 Stephanie Beckmann(-Maier) -2- 1:17:52
23. Juli 2006 DeutschlandDeutschland Martin Beckmann -4- 1:06:28 Stephanie Maier 1:17:10
05. Juni 2005 DeutschlandDeutschland Martin Beckmann -3- 1:08:10 Annette Bendig 1:20:35
20. Juni 2004 DeutschlandDeutschland Martin Beckmann -2- 1:08:57 Pia Glasnowitsch 1:18:59
22. Juni 2003 SudafrikaSüdafrika Alec Basson 1:08:08 Sylvia Fröhlich -2- 1:22:24
30. Juni 2002 DeutschlandDeutschland Martin Beckmann 1:11:17 ItalienItalien Ivana Iozzia 1:17:44
01. Juli 2001 Hartwig Potthin 1:08:23 DeutschlandDeutschland Gudrun de Pay -4- 1:20:19
25. Juni 2000 TschechienTschechien Petr Nožička 1:11:54 Sylvia Fröhlich 1:23:45
06. Juni 1999 TschechienTschechien Martin Kleibl 1:10:14 Marion Falbesaner 1:25:10
14. Juni 1998 DeutschlandDeutschland Jörg Hustig -2- 1:09:15 Angelika Hoffmann 1:21:17
15. Juni 1997 DeutschlandDeutschland John Schondelmayer 1:08:02 DeutschlandDeutschland Gudrun de Pay -3- 1:19:46
16. Juni 1996 Tayeb Lahmar 1:07:54 Veronika Maiwald 1:19:28
08. Juli 1995 DeutschlandDeutschland Jörg Hustig 1:09:56 DeutschlandDeutschland Gudrun de Pay -2- 1:22:47
28. Aug. 1994 Günter Ziwey 1:05:46 DeutschlandDeutschland Gudrun de Pay 1:20:10

Entwicklung der Finisherzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Halbmarathon davon
Frauen
7–10 km davon
Frauen
2016 5996 1535 3150 1481
2015 6817 1685 3098 1451
2014 7117 1716 2717 1279
2013 7871 1856 3032 1399
2012 7513 1760 2583 1116
2011 6631 1505 2514 994
2010 6829 1487 2390 951
2009 7811 1739 2386 955
2008 12.425 2751 3681 1533
2007 9604 2177 3215 1354
2006 9530 2105 2730 1116
2005 9701 2132 3271 1280
2004 9581 2006 2735 1149
2003 7743 1578 2337 951
2002 6743 1327 2059 860
2001 6422 1230 2365 954
2000 3698 673 1392 549

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stuttgarter Zeitung:19.115 Läufer gehen an den Start
  2. Hall of Fame / Streckenrekorde
  3. Stefanie Keppler: Stuttgarter Zeitung Lauf: Seit 1994 ein Renner. In: Stuttgarter Zeitung. 16. Juni 2007