Tatort: Die Kalten und die Toten

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Episode der Reihe Tatort
OriginaltitelDie Kalten und die Toten
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
Schiwago Film[1]
im Auftrag von ARD Degeto und RBB
Länge 89 Minuten
Einordnung Episode 1178 (Liste)
Erstausstrahlung 14. November 2021 auf Das Erste
Stab
Regie Torsten C. Fischer
Drehbuch Markus Busch
Produktion Martin Lehwald,
Marcos Kantis
Musik Warner Poland und Wolfgang Glum
Kamera Theo Bierkens
Schnitt Heike Parplies
Besetzung

Die Kalten und die Toten ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort, der erstmals am 14. November 2021 im SRF, im ORF und im Ersten ausgestrahlt wurde. Es ist die 1178. Folge der Reihe und der 14. Fall des Berliner Ermittlerteams Rubin und Karow. Das Drehbuch ist vom Mordfall Li Yangjie inspiriert.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Medizinstudentin Sophia Bader verabredet sich über eine Dating-App mit dem Paar Dennis Ziegler und Julia Hoff in Dennis' kleiner Wohnung. Am nächsten Morgen wird Sophias Leiche in der Nähe dieser Wohnung aufgefunden. Als die Streifenpolizistin Doris Ziegler, Dennis' Mutter, an diesem Morgen nach Hause kommt, trifft sie Dennis und Julia in ihrer Wohnung an. Dennis bittet seine Mutter, seine Wohnung von den Spuren einer Party zu reinigen und dabei auch „Nasenblut“-Spuren zu entfernen. Die Mutter, wiewohl zweifelnd, tut ihrem einzigen Kind den Gefallen, versteckt die blutige Kleidung jedoch im Taucher-Vereinsheim ihres Mannes Klaus. Sie bittet diesen zu helfen. Dieser sorgt mit Chlorbleiche dafür, dass keine DNA-Spuren zurückbleiben.

Als Rubin und Karow die Eltern der Toten befragen, die als Inhaber einer Gärtnerei erst spät diese Tochter bekamen, wollen diese nicht wahrhaben, dass ihre Tochter sich über ein Dating-Portal zu (bi-)sexuellen Begegnungen verabredet haben soll und jetzt tot sei. So habe sie nicht gelebt, sondern sich ganz dem Studium gewidmet. Dem widerspricht allerdings das Geschehene. Dennis Ziegler und Julia Hoff sagen zwar aus, dass Sophia Bader sie für ein sexuelles Treffen zu dritt aufgesucht, aber danach wieder verlassen habe. Doch spricht alles dafür, dass die beiden am Tod des jungen Mädchens schuldig sind, was Rubin und Karow nun beweisen müssen.

Mehr und mehr erweist sich auch das Ehe- und Familienleben der Eltern Ziegler als belastet. Die Mutter hat schon in mehreren Ermittlungsverfahren gegen ihren Sohn diesem geholfen. Es gibt Akten, die Vorwürfe der Gewaltanwendung enthalten. Dennis kommt in Untersuchungshaft, wo ihm seine Mutter nicht mehr helfen kann. Da Dennis Ziegler und Julia Hoff die Aussage verweigern und keine Beweise für ihre Beteiligung am Tod der Studentin vorliegen, müssen sie wieder freigelassen werden. Daher versuchen Rubin und Karow, psychischen Druck auf die Familien der Verdächtigen auszuüben, um sie zu einem Geständnis zu bewegen.

Doris ist sehr gekränkt, als sie erfährt, dass ihr Mann Klaus eine langjährige Beziehung zur Club-Besitzerin Hanne Schenkler unterhält, die weit über die verabredete Toleranz für gelegentliche Seitensprünge hinausreicht. Daher befragt sie Julia darüber, was in der Nacht passiert war. Julia, verstört über das gewalttätige Vorleben von Dennis, wendet sich von diesem ab.

Als Doris Dennis schließlich ernsthaft befragt, erzählt er seiner Mutter von dem Date, das aus dem Ruder gelaufen ist, sich zu einer Vergewaltigung entwickelte, die mit dem Tod des Opfers endete. Doris liefert ihren Sohn der Polizei aus.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde vom 1. Februar 2021 bis zum 2. März 2021 in Berlin gedreht.[2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Wer Spannung erwartet, zappt besser weiter, es geht hier um Dramen in einer Gesellschaft ohne Empathie, um verkommene Moral, um Lebenslügen von Eltern, die ihren Kindern helfen wollen, aber alles schlimmer machen.“

Claudia Fromme: Süddeutsche Zeitung[3]

„[…] der neue Berliner Fall nimmt den einen oder anderen dramaturgischen Umweg, um von den Verwüstungen der vermeintlich unverbindlichen Sex-Arrangements zwischen Dating-App und Swingerhotel zu erzählen. […] Busch und Schmidt erzählen trocken, sie finden starke, oft doppelbödige Situationen, um dieses Libido-Management ins Bild zu setzen.“

Einschaltquote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstausstrahlung von Die Kalten und die Toten am 14. November 2021 wurde in Deutschland von 9,01 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 27,2 % für Das Erste.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tatort – Die Kalten und die Toten. Schiwago Film GmbH, abgerufen am 15. November 2021.
  2. Tatort: Die Kalten und die Toten bei crew united, abgerufen am 11. Oktober 2021.
  3. Claudia Fromme: "Tatort" aus Berlin. Hier sind alle Kinder Engel. In: Medien. Süddeutsche Zeitung, 12. November 2021, abgerufen am 12. November 2021.
  4. Christian Buß: Berlin-»Tatort« über Dating-Sitten. Sex on Ice. Der Spiegel, 12. November 2021, abgerufen am 14. November 2021: „Bewertung: 7 von 10 Punkten“
  5. Laura Friedrich: Primetime-Check: Sonntag, 14. November 2021. Quotenmeter.de, 15. November 2021, abgerufen am 15. November 2021.