Teletest

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Der Teletest (eigene Schreibweise: TELETEST) ist die Studie zur Messung der Reichweiten von Fernsehen in Österreich. Auftraggeber ist die Arbeitsgemeinschaft Teletest (AGTT)[1], ein Verein, dem der ORF, Seven One Media Austria (Vermarkter der ProSiebenSat.1-Gruppe), IP Österreich (Vermarkter der RTL Gruppe), ATV und ServusTV angehören. Mit der Durchführung ist die GfK Austria beauftragt.

Das Teletest-Panel besteht aus 1.613 österreichischen Test-Haushalten (Stand 2015). Diese repräsentieren eine Grundgesamtheit von 3.631.000 TV-Haushalten, in welchen rund 3.571 Personen leben.[2] Davon sind ca. 3.254 Personen älter als 12 Jahre (Erwachsene), die repräsentativ für die 7.265.000 Österreicher in Haushalten mit Fernsehgerät stehen und ca. 317 Kindern von 3 bis 11 Jahren, die repräsentativ für die 716.000 österreichischen Kinder in TV-Haushalten sind.

Die elektronische Messung von Reichweiten und Beurteilungen empfangbarer Fernsehsender wurde in Österreich 1991 vom ORF eingeführt. Seit Anfang 2007 ist die AGTT der Auftraggeber.[3] In der Zeit von 1981 bis 1990 wurde die Fernsehnutzung kontinuierlich mittels Tagebuch erhoben (Kontinuierlicher Infratest KIT), davor mit face-to-face-Interviews in zwei bis drei Befragungswellen pro Jahr.

2009 hat die AGTT den Vertrag mit GfK Austria für die elektronische Messung und Auswertungssoftware (Evogenius Reporting und Evogenius Advertising) bis 2012 verlängert.[4] Seit 1. Jänner 2010 wird im Teletest auch die zeitversetzte Fernsehnutzung über HDD in die Quoten-Auswertung einbezogen. Voraussetzung dafür war die Installation neuer Messgeräte TC-Score[5] durch die GfK sowie die Einführung der neuen Auswertungssoftware. Am Tag nach der Ausstrahlung enthalten die zur Verfügung stehenden Reichweiten sowohl die lineare Fernsehnutzung als auch die geringfügig zeitversetzte Nutzung (VOSDAL = video on same day as live). Die endgültigen Quoten beinhalten die Daten der linearen TV-Nutzung (in "Echt-Zeit") plus VOSDAL plus die Nutzung von Aufzeichnungen von weiteren sechs Tagen. Diese Festlegung erfolgte auf Basis der internationalen Erfahrungen, wo sich zeigte, dass fast die gesamte zeitversetzte Nutzung innerhalb der ersten Woche nach Ausstrahlung stattfindet.

Weiters verlängerte die AGTT den Vertrag mit IFES über die repräsentative Befragung von Haushalten. Diese Studie dient zur Steuerung und Kontrolle des Panels, wobei die fernsehtechnische Ausstattung der Haushalte durch den Besuch der Interviewer direkt ermittelt wird. Ebenso weitergeführt wird die Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Institut Sinus Sociovision, das mehrheitlich im Besitz des österreichischen Integral-Instituts ist. Damit ist es möglich, Teletest-Auswertung nach der Sinus Milieus Zielgruppen-Darstellung zu machen, wobei neben der üblichen Einteilung in Altersstufen auch nach Einstellungen und Werthaltungen gruppiert werden kann.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über AGTT. In: www.agtt.at. Abgerufen am 21. Januar 2016.
  2. AGTT: Über AGTT; aufgerufen am 30. Dezember 2015
  3. ORF Medienforschung: Fernsehforschung in Österreich; aufgerufen am 20. Feb. 2010
  4. AGTT: Teletest 2010: Zeitversetzte Fernsehnutzung, neue Messtechnik, neue Software, APA-OTS, 4. November 2009, aufgerufen am 22. Feb. 2010
  5. GfK: Neue Währung für den Fernsehmarkt. GfK Fernsehforschung berichtet über die Fernsehnutzung in Deutschland mit dem neuen Messsystem TC score. (Memento vom 29. Dezember 2010 im Internet Archive) (PDF; 23 kB), 3. Juli 2009, aufgerufen am 19. Jänner 2016